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F1 2013 – Die Verbesserungen liegen im Detail verborgen

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Veröffentlicht 16. Oktober 2013 | 18:01 Uhr von Sandra

F1-2013-Screenshot

F1 2012 war eigentlich ein gutes Spiel – ja, eigentlich, denn allein der Wegfall des Grand-Prix Modus war vor allem bei den vielen Fans der Serie nicht nachvollziehbar. Folglich nur logisch, dass Codemasters alles dran gesetzt hat dem Rennspiel-Platzhirschen wieder all das zu spendieren, was gebraucht wird, damit es nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Racing-Game wird. Wir haben unsere Renninspektoren los geschickt und für euch die Überarbeitungen von F1 2013 einmal näher unter die Lupe genommen.

Vielfältiger Umfang

Nüchtern betrachtet ist F1 2013 eigentlich nichts weiter als ein großes Update. Ja, so sehen wir das, auch wenn genau diese neuen alten Features F1 2013 wieder zu dem werden lassen, was vor allem Fans von der Serie erwarten: Ein ausgereiftes Rennspiel. Ein vermisster Spielmodus ist wieder mit von der Partie und viele kleine als auch größere Details wurden verbessert, so dass wieder mehr Realismus gegeben ist, ihr einen besseren Reifenverschleiß haben werdet, eine optimierte Verwarnung erlebt oder die verbesserten Saftey-Car-Einsätze.

Cool auch die Idee die 80er Jahre Fahrzeuge nebst Strecken zusätzlich und kostenlos ins Spiel-Boot zu holen. Auch die 90er Jahre Wagen und zwei Strecken sind im Rahmen der Classic-Erweiterung mit drin, kosten allerdings zehn Euro extra. Das die KI- und das Fahrverhalten der Kontrahenten bei Regen bisweilen auch nicht ganz einwandfrei ist, sei an dieser Stelle auch erwähnt. Einmal daran gewöhnt und damit umgegangen, tut es dem eigentlichen Renn-Spiel-Spaß keinen Abbruch.

Verschiedene Spielmodi laden ein ordentlich gekonnt Gummi auf dem Asphalt zu lassen. Das Testgelände bietet sich vor allem für Serieneinsteiger an, da ihr gegen Geister-Autos als auch gegen die Uhr antretet. Ein nettes, sagen wir Gimmick, für trainierte Fahrer ist der Szenarien-Modus, da es gilt 20 Karriere-Highlights der F1-Fahrer nachzuerleben und die bei Erfolg mit Ranglistenpunkten als auch Medaillen belohnt werden.

Das Wichtigste jedoch ist der Grand-Prix-Modus, der nach Abstinenz wieder für Spielspaß sorgt. Aktuelle Fahrer, Ställe, Fahrzeuge und Strecken warten darauf von euch nach Belieben zur persönlichen Saison zusammengestellt zu werden. Alternativ dazu gibt es noch eine Saison-Challenge, da ihr versuchen müsst in zehn Rennen Gegner zu schlagen, um deren Cockpit zu übernehmen.

Aller Anfang ist schwer heißt es so schön und das gilt auch für die Königsklasse. Besteht den Young Drivers Test in Abu Dhabi und rollt von da ab das Feld von hinten auf. Besteht die an euch gestellten Herausforderungen und schaltet damit die benötigten Rennställe frei. Seid ihr anfänglich bei eher schwächeren Teams unter Vertrag, könnt ihr das dadurch verbessern, dass Leistung bringt. Je besser ihr seid, desto eher werden die erfolgreicheren Teams auf euch aufmerksam werden. Das Ziel dabei dürfte klar sein: Der mittlere Platz auf dem Siegertreppchen sowie der Titel Formel1-Weltmeister.

F1 2013

 

Rund-um-sorglos-Paket

Auffällige Neuerungen haben den Weg nicht ins Spiel gefunden, dies vorne weg. Es gelten somit die – wir sagen einmal – typischen Formel-1-Regeln, die ohne Anpassung an aktuelle Geschehnisse (laufende Saison) im Spiel vorhanden sind. D.h. aber nicht, dass sich nichts getan hat. Beispielsweise wurde zumindest das Pirelli-Reifen-Problem integriert. Abseits davon bleibt sich zunächst einmal die Optik, bis auf ein paar hier und da vorgenommene Aufhübsch-Versuche treu und das heißt im Klartext, dass sich F1 2013 nicht verstecken braucht. Auch die Boliden können sich sehen lassen, gerne auch im Detail. Dazu überzeugende sowie verschiedenen Effekte. Nicht unerheblich auch die Tatsache, dass das Geschehen so gut wie zu jeder Zeit flüssig läuft. Ärgerlich dagegen die partiell langen Ladezeiten. Auf der anderen Seite wieder einmal stimmiger, überzeugender Klang. Auch die Steuerung ist wieder einmal über jeden Zweifel erhaben und die Rennwagen lassen sich gewohnt präzise über die Kurse steuern.

Abgesehen von den durchaus offensichtlichen Dingen, sind es die Details, die mit der Zeit offenkundig werden. Trainiert euer Fahrverhalten, denn z.B. einfach so aus der Kurve heraus zu beschleunigen kann dafür sorgen, dass ihr los schlingert und die Kontrolle über den Wagen verliert. Gut gefällt uns auch, dass die KI-Gegner nicht mehr ganz so anlehnungsbedürftig sind und es weniger zu unnötigen Rempeleien, denn mehr zu ordentlich zu fahrenden Duellen kommt.

F1 und die Reifen – die beiden gehören zusammen und sind Elementar wenn es ans Renngeschehen geht. Im Vorgänger konnte der Reifenverschleiß schon malnerven, da er gerne „wie aus dem Nichts“ aufgetaucht war. Das ist definitiv nicht mehr der Fall, da ihr nicht nur sehen werdet, wie sich der Verschleiß entwickelt, ihr werdet es auch merken. Der Wagen liegt nicht mehr so gut in der Kurve und die Rundenzeiten werden länger. Hinzu kommt, dass auch eine verschmutzte Fahrbahn selten das Gelbe vom Ei für den Reifen ist. Somit heißt es die Bereifung im Auge behalten und strategisch / taktisch vorzugehen, damit der Boxenstopp kein Nachteil für euch wird.

Es bleibt nicht aus, dass es mal kracht auf der Rennstrecke. Fahrt dann ordentlich dem Safetey-Car hinter her. Wer trotzdem versucht zu überholen oder sein Ding zu machen, muss mit Verwarnungen und Strafen rechnen. Diese wurde auch angepasst und im Vergleich zum Vorgänger sind diese nun wesentlich besser nachvollziehbar und wirken nicht mehr willkürlich. Auch der Schwierigkeitsgrad wurde angepasst und fällt im Ganzen positiv, da fairer und ausgewogener, auf.

Einsteigen wo man seinen Boliden verlassen hat ist jetzt auch möglich, da man den Speicherstand jetzt mitten im Rennen anlegen kann. Auch das Fahren eines Grand Prix über die volle Distanz ist machbar, ohne dass vorher ein Termin ausgemacht werden muss.

F1 2013

 

Regen mag keiner

Mal abgesehen davon, wie bereits erwähnt, dass die KI bei Regenrennen irgendwie eigenartige Züge annimmt, steht Regen F1 2013 generell nicht so gut zu Gesicht. Zwar wurde die Anzahl der Regenrennen an sich reduziert, aber die Dynamik beim Wetterwechsel hat Codemasters einfach noch nicht so recht im Griff. Dies wird deutlich, wenn der Regen mal – zumindest optisch – dynamisch vom virtuellen Himmel tröpfelt: Als Niesel oder auch mal aus Kübelartiger Dauerregen. Fahrverhalten, Reifen und auch die KI interessiert aber speziell die Übergangsphase null die Bohne. Es ist mehr ein jetzt ist es trocken, nun ist es nass Effekt. Und ja, die KI schafft keine zauberhaften Zeiten mit Trockenreifen auf Regen, aber die Übergangsphase eben von trocken auf nass wurde komplett ungenutzt gelassen. Schaden finden wir auch, dass wir während der Startphase wahrlich „easy going“ Plätze gut machen können. Abgesehen davon wäre auch ein authentischeres Schadensmodell wünschenswert, denn selbst wenn es gescheit kracht, fliegt selten mehr als ein Kotflügel oder Spoiler weg. Ganz nebenbei sei noch erwähnt, bezogen auf die Klassiker-Bestandteile, dass Kenner des F1-Zirkus, vor allem sozusagen historisch betrachtet, nicht ganz so genau hinschauen sollten, auch wenn es ein Stück weit, sagen wir, lustig anmutet, dass Mario Andretti und Emerson Fittipaldi im Lotus BJ (1986) Platz nehmen, zu dieser Zeit aber beide Herren schon länger dem F1-Geschäft den Rücken gekehrt hatten.

Unser Fazit

80 %

Ja, Codemasters hat nachgebessert und mit F1 2013 ein vor allem zum Vorgänger verbessertes Spiel heraus gebracht. Ob insbesondere die Feinheiten ein Grund für euch sind als Rennspiel-Fan zuzuschlagen, bezweifeln wir ein wenig. Aber nichts desto weniger sind diese kleinen Details dem Spielfluss, dem Spielspaß mehr als dienlich und stehen dem Titel gesamt sehr gut zu Gesicht. Dazu noch die 80er und 90er Klassik-Varianten (wenngleich die 90er Variante extra kostet) sowie ein ordentlicher Umfang, der Off- wie Online gespielt werden kann, lassen so weit keine Wünsche offen. Uns persönlich hat F1 2013 wieder deutlich mehr Spaß gemacht als noch der letztjährige Ableger. Fürs nächste Jahr wünschen wir uns nur noch, dass der Wetterwechsel gesamt besehen dynamisch ergeht, das Schadensmodell verbessert wird und aktuelle Regeln nicht nur im Ansatz, sondern komplett übernommen werden. Da es sich dabei aber auch „nur um Kleinigkeiten“ handelt, die leicht während des Spielens zu kompensieren sind und der Rennspaß definitiv im Vordergrund steht, können wir F1 2013 definitiv eine Empfehlung aussprechen.

Pro

  • + Spiel läuft flüssig
  • + ordentliche, saubere Grafik
  • + Grand Prix Modus wieder mit dabei
  • + aktuelle Fahrzeuge, Strecken und Teams
  • + 80er Jahre Fahrzeuge & Fahrer als netter Obolus
  • + Reifennutzung deutlich realistischer
  • + Safety-Car mit von der Partie
  • + Strafen und Verwarnungen nicht mehr so willkürlich
  • + KI fährt angepasster
  • + Schwiegkeitsgrad ausgewogener
  • + sehr gut funktionierende Steuerung

Kontra

  • - Mix-Up bei Fahrern und Fahrzeugen im Klassik-Bereich
  • - 90er Fahrer und Strecken kosten zehn Euro extra
  • - „niedliches“ Schadensmodell
  • - dynamischer Wetterwechsel nach wie vor ausbaufähig
  • - Starphase zu einfach

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
83 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
75 %
Spielspaß
 
80 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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