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F1 Race Stars – Test / Review

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Veröffentlicht 29. November 2012 | 7:13 Uhr von Christian

Letzte Änderung 4. Dezember 2012

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Der November 2012 kann auch als Monat der Fun-Racer bezeichnet werden. Neben Sony‘s LittleBigPlanet Karting und SEGA‘s Sonic & All-Stars Racing Transformed, will auch Codemasters passend zum Saisonfinale der aktuellen Formel 1 Saison einen brandneuen Fun-Racer mit dem Namen F1 Race Stars unter die Rennspielfans bringen. Ob der Mix aus Mario Kart, Formel 1, Bubblehead-Style und unkomplizierten Spielspaß ein Erfolgsrezept ist, verraten wir euch in unserem Test.

Funracer & Realismus in einem!

F1 Race Stars F1 Race Stars ist anders als die meisten Fun-Racer. Dies liegt allerdings nicht daran, dass der Titel auf bekannte Formel 1 Stars und Teams bei der Fahrerwahl setzt, sondern auch in Sachen Gameplay viele neue Wege im Fun-Racer Genre beschreitet. Codemasters scheint sich bei der Entwicklung von F1 Race Stars so einige passende Gedanken gemacht zu haben, um eine perfekte Ergänzung zu den jährlich erscheinenden Formel 1 Rennspielen des Hauses, anbieten zu können. Die Wahl fiel auf einen knuddeligen Arcade-Racer, der euch rund um den Globus schickt, um dort mit bis zu 12 Rennfahrern um die Wette zu düsen. Natürlich bietet F1 Race Stars dabei die komplette Lizenzpackung mit allen 12 Teams und 24 Fahrern der aktuell abgelaufenen Formel 1 Saison 2012. Zusätzlich könnt ihr auch noch mit einigen Fantasie-Fahrern(-Innen) an den Start gehen und exklusiv auf Xbox 360 auch den eigens erstellten Avatar auf die Pisten schicken.

Die Fahrer sind dabei in einem liebevollen Comicstil mitsamt riesigen Bubbleheads dargestellt und bieten einen großen Wiedererkennungswert. Vor dem Start strahlen der Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, Ferrari Star Fernando Alonso und der Rest der Meute vergnügt in die Kamera, um kurz darauf wie wild um die bunten Strecken zu heizen. Schnell wird allerdings klar, dass es in F1 Race Stars auf viele Parameter ankommt, um erfolgreich die Rennen abschließen zu können. Zwar gibt es Genretypisch Items in bekannten Formen, die dazu genutzt werden können, um Gegner abzuschießen oder Turbo‘s zu zünden, insgesamt nehmen Items aber nicht die rennentscheidende Rolle ein. Überraschend viel Können und taktische Überlegungen sind bei den kurzen Sprintrennen genauso von Nöten wie bei der „großen“ Formel 1.

So gibt es zum einen das Schadensmodell. Werdet ihr von gegnerischen Items getroffen, erleidet euer Bolide Schäden und verlangsamt zunehmend. Nun liegt es an euch, um zu entscheiden schnell eine Boxengasse aufzusuchen, um die Schäden zu reparieren oder euch mit dem defekten Boliden weiter um die Strecke zu quälen und so kurzzeitig einige Sekunden einzusparen.

Zum anderen fahren sich die F1 Boliden sehr behäbig für einen Fun-Racer. Gedriftet werden kann nicht, sodass ihr die Strecken auswendig lernen solltet. Das hilft, um die Ideallinie zu verinnerlichen und so rechtzeitig einlenken zu können um den Scheitelpunkt der Kurve perfekt zu erwischen.

Ebenfalls interessant haben die Entwickler das KERS-System in F1 Race Stars umgesetzt. Dieses ist über bestimmte Beschleunigungsstreifen aktivierbar. Befindet ihr euch auf den KERS-Streifen, müsst ihr mehrmals vom Gas gehen und wieder beschleunigen, um so die Batterien des KERS bis zu drei Stufen aufzuladen. Verlasst ihr den KERS-Bereich anschließend beschleunigt euer Bolide und kann sich so von der Konkurrenz absetzen.

Mach Karriere! Auch mit Freunden!

Herzstück von F1 Race Stars ist der Karrieremodus. Hier tretet ihr in über zwanzig verschiedenen Meisterschaften in bis zu vier Rennen pro Meisterschaft an. Angefangen bei „normalen“ Renn-Meisterschaften bis hin zu ausgefallenen Abwandlungen wie K.O. Rennen oder taktische Benzinrennen ist hier durchaus für Abwechslung gesorgt. Während in den K.O. Rennen nach einer bestimmten Zeit der letzte des Feldes ausscheidet, geht es in den Benzinrennen deutlich taktischer zu. Hier könnt ihr Tanksymbole auf den Pisten einsammeln, um so den Sprit nachzufüllen. Dabei muss euch allerdings klar sein, dass ein „schweres“ Auto mit viel Benzin relativ langsam ist. Gleichzeitig dürft ihr aber auch nicht zu viel Benzin verlieren, um am Ende nicht ohne Benzin liegen zu bleiben.

Das Punktesystem in den einzelnen Meisterschaften orientiert sich dabei an dem offiziellen der Formel 1. Somit erhält der Erste 25 Zähler, der Zweite 18 bis hin zum Zehnten, der immerhin noch einen Zähler erhält.

Sehr cool ist die Tatsache, dass ihr die komplette Karriere mit bis zu vier Spielern auch „kooperativ“ spielen könnt. Somit ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher am Ende auf dem Siegerpodest zu stehen und so neue Events freizuhalten.

Frust dank knallharter Konkurrenz

Obwohl F1 Race Stars nicht so sehr auf Items setzt wie viele andere Fun-Racer gibt es dennoch viel Frustpotenzial in dem Codemasters-Renner. So ist das 3-stufige Schwierigkeitssystem etwas unbalanciert. Während ihr auf den beiden ersten Schwierigkeitsgraden mit ein wenig Übung gut um den Sieg fahren könnt, hält euch die K.I. im höchsten der drei Schwierigkeitsgrade mächtig auf Trapp. Wie von Geisterhand scheint die komplette K.I. gegen euch zu arbeiten und schießt ein Item nach dem anderen auf euch sodass sich immer 1-2 Fahrer locker absetzen können, sodass es schwer wird, Siege einzufahren und viel Training und eine gewisse Portion Glück voraus gesetzt werden.

Auch die Streckenauswahl verdient Kritik. Anstatt alle 20 Pisten der Saison zu liefern, beschränkt sich Codemasters auf 11. Diese sind zwar abwechslungsreich, bieten zahlreich alternative Wege und sehen niedlich aus, aber für einen Fun-Racer ist diese Anzahl an Pisten wirklich etwas dürftig. Der fade Beigeschmack wird dabei nochmals befeuert, da Codemasters bereits jetzt die erste Piste (Valencia) als kostenpflichten Download anbietet.

Online darf übrigens auch gerast werden. Hier können ebenfalls bis zu 12 Raser an den Start gehen. Es ist zudem möglich an einer Konsole gleich mehrere Spieler online an den Start zu bringen.

Unser Fazit

77 %

F1 Race Stars ist alles andere als ein Mario Kart Klon. Durch die sehr taktischen Rennen und die vielen netten Eigenheiten wie KERS, Abkürzungen und Schadensmodell spielt sich der Fun-Racer fast wie ein Hybrid aus knuddeligem Arcade Rennspiel mit einer gewissen Würze Simulation. Der charmante Look, sowie der fordernde Schwierigkeitsgrad und der tolle Mehrspielerpart machen F1 Race Stars zu einem interessanten Nischentitel, der vor allem für Formel 1 Anhänger einen Blick wert ist. Wer mit Schumi, Vettel und Co. schon immer mal auf abgedrehten Pisten durch Loopings rasen wollte, sollte zumindest einmal die Demo des Titels anspielen!

Pro

  • + komplette F1 Lizenz
  • + charmante Präsentation
  • + Simulationskomponenten
  • + taktischer Einschlag

Kontra

  • - sehr schwere K.I. bei 3000 ccm
  • - nur 11 Strecken
  • - langweilige Musik

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
77 %
Gameplay
 
78 %
Multiplayer
 
82 %
Spielspaß
 
85 %

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Im Forum als Christian Ibe oder auf Google+ unterwegs. Inhaber und Chefredakteur von Gamezgeneration.de

Kommentare

  • Überzeugt mich nicht so ganz.Greife lieber bei Littlebigkarting zu.

  • Trikkes sagt:

    Wenn es unter die 20 € fällt, wird es für mich interessant! Online macht es bestimmt mächtig Spaß.

  • Greg 1704 sagt:

    Schönes Konzept.
    Aber nicht als Vollpreistitel, eher als Arcade Titel für 800M$

  • schnuwu sagt:

    Also die Demo hat mir sehr gut gefallen. Etwas eintönig, aber bestimmt für ne Runde zwischendurch ganz gut.

  • Hankinho sagt:

    es schaut schon sehr lustig aus. klasse finde ich schonmal dass man mit bis zu 4 spieler offline zocken kann, da gibts nicht viele rennspiele, leider :(

  • reishasser sagt:

    mich hat schon der trailer überzeugt, evtl. wirds zu weihnachten gekauft :-)

  • Soulwounds sagt:

    Sieht für mich nicht ganz so überzeugend wie z.B. Little Big Planet Karting aus

  • Porky sagt:

    Da ich die Ingame-Musik eh bei fast allen Spielen abschalte ist das kein Kontra für mich, ebenso die schwere K.I.: das macht es wenigstens etwas herausfordernder. Einziges Manko sind für mich das es nur 11 Strecken sind.

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