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Fable 3 – Das Review

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Veröffentlicht 1. November 2010 | 15:46 Uhr von Miranda

Letzte Änderung 30. Dezember 2011

Peter Molyneux verspricht viel, kann aber nicht immer alles halten. Das wurde uns schmerzlich mit Fable 2 bewusst. Viele Versprechungen konnte nicht eingehalten werden. Mit Fable 3 soll laut Herr Molyneux eine Rollenspielbombe einschlagen. Ob das der Wahrheit entspricht, erfahrt ihr in unserem Review zu Fable 3.

Jetzt einmal ganz ehrlich. Wer hat Fable 2 durchgespielt?  Sehr wahrscheinlich nicht viele. Ich habe Fable 2 auch nicht sehr lange gespielt, weil es mich einfach nicht motivierte. Als wir dann vor mehr als einer Woche bei Microsoft Schweiz zu einem Preview Event eingeladen waren, war unser „Hypefaktor“ vor der Präsentation um 0 herum. Nach einem bombastischen Intro und einer tollen Einführung in Fable 3 wurde mein Interesse dementsprechend geweckt! Heute ist es endlich soweit und das Spiel ist in unserem Testlabor eingetrudelt.

Fable 3 spielt auch wieder in Albion. Albion blieb in den letzten Jahren nicht still, sondern hat sich mit dem Wandel der Zeit entwickelt. Mittlerweilen ist das ganze Land im Industriezeitalter angekommen. Überall ist die fortschrittliche Entwicklung sichtbar. Aus dem einst idyllischen Albion ist eine Fabrik verseuchtes Land entstanden.  Die Geschichte um Fable 3 könnte nicht simpler sein und greift auf Fable 2 zurück. Der einstige Held aus Fable 2 hat noch zahlreiche Jahre heldenhafte Taten getan bis ihn das Schicksal in den Himmel holte. Nur dumm das der nachfolgende König keine Skrupel scheut und ohne Bedenken über Leichen geht.

Männlich oder Weiblich?

Wie es so üblich ist, gibt es auch die Guten. Unser Protagonist, ihr könnt euch zwischen Mann und Frau entscheiden, ist der Bruder oder die Schwester des bösen Königs. Die Entscheidung liegt ganz allein beim Spieler. Wollt ihr lieber eine Prinzessin sein oder lieber ein Prinz? Fable 3 gibt euch sehr viele Freiheiten. Sobald die Kernfrage (Mann oder Frau) geklärt ist, muss der Spieler immer wieder Entscheidungen von wichtiger Bedeutung treffen. Ihr könnt euch gegenüber den Albion Bewohner mit zuvorkommender oder fiesen Art verhalten. Je nachdem ist das Verhalten der Bewohner eurer Spielerfigur gegenüber anders.

Mehr zur Story wollen wir auch gar nicht verraten. Spielt Fable 3 selbst und geniesst die wunderbare, besondere Story in vollen Zügen. Schon beim Intro fällt der unglaubliche Fable Charme und Peter Molyneux Faible für Hühner ins Auge. Sobald Fable 3 das erste Mal im Laufwerk liegt, kommt ein eigenartiges Gefühl auf. Ich hatte Déjà-vu artiges Erlebnis. Musikalisch hat sich nicht viel getan. Viele Klänge und Hintergrundmelodien sind allesamt bekannt. Sofort taucht der Spieler in die tiefe Welt von Albion ein. Der Funken springt von Beginn an direkt auf den Spieler über. Viele Faktoren tragen dazu bei. Da wären auf der einen Seite die musikalische Untermalung, die herrlichen Dialoge und die Interaktion mit den Bewohnern. Es macht wahnsinnig viel Spass den skurrilen Geschichten der Einwohner zu lauschen. Jeder Einwohner erzählt seine eigene Geschichte.

 

Viel Arbeit!

Auf den Spieler wartet richtig viel Arbeit. Neben den Hauptquest gibt es unzählige, interessante Nebenquests. Mit den zahlreichen Nebenquests verdient sich der Spieler viele zusätzliche Gildensiegel, welche er zwingend braucht, um seine Fähigkeiten weiter auszubauen. Nicht nur in Quest erhält der Spieler die wertvollen Siegel. Auch wenn ihr mit einem Dorfbewohner interagiert, kann der Spieler Gildensiegel erhalten. Auf der Siegestrasse könnt ihr eure Gildensiegel gegen neue Fähigkeiten, Magie oder Ausdrucksmittel eintauschen. Für was ihr euch entscheidet liegt ganz allein bei euch!

Kennt ihr den Satz „Früher war alles besser..“? Viele werden sich zunächst nicht mit dem neuen Menü von Fable 3 anfreunden können. Im Vorgänger war das Menü ziemlich überladen und unübersichtlich. Drückt der Spieler in Fable 3 auf den „Start“-Knopf, dann wird er direkt in den Unterschlupf teleportiert, wo er alle wichtigen Einstellungen tätigen kann. Im Unterschlupf könnt ihr eure Waffen, Kleidung, Magie und viele weitere Sachen simpel und einfach verwalten. Sobald ihr wieder fertig seid, drück erneut die „Start“-Taste und ihr befindet euch exakt am gleichen Ort wie vorher.

An der Steuerung haben die Entwickler nichts Bewegendes verändert. In Fable 3 ist es nicht mehr möglich bei mehreren Personen gleichzeitig Eindruck zu schinden. Die Interaktion ist nur noch mit einer Person möglich. Dafür könnt ihr jede beliebige Person mit „LT“ an die Hand nehmen und durch Albion spazieren. Im Kampfmodus ist alles beim altbewährten geblieben. Mit der „X“-Taste zieht euer Charakter sein Schwert, mit „Y“ nimmt er eine Pistole oder Armbrust hervor und mit der „B“-Taste wird gezaubert.

Grosser Umfang

Fable 3 hat einen grossen Umfang und benötigt viel Zeit. Ausser ihr gehört zu den Spielern die im Eiltempo von Hauptquest zu Hauptquest rasen und die ganzen Nebenquests auf der Seite liegen lassen. In diesem Fall seid ihr aber selber Schuld, denn vieles erfahrt ihr auch durch die beliebten Nebenquests. Fable 3 lädt zu mehrmaligen durchspielen ein. Alleine durch die ganzen wichtigen Entscheidung und ob ihr nun ein Bösewicht oder ein barmherziger Held seid, eröffnet dem Spieler ganz andere Quests. Die Entwickler haben ihre Hausaufgaben gemacht und auch an einen kooperativen offline Modus auf einem Bildschirm gedacht. Ob dieser Spass macht, muss jeder für sich selber entscheiden. Der zweite Spieler ist dann einfach nur ein Anhängsel und darf keine eigenen Entscheidungen treffen.

Fazit:

Fable 3 ist grandios, liebevoll und das erwartete Rollenspiel. Die Möglichkeiten sind grossartig und laden zum mehrmaligen durchspielen an, garantiert! Viele Fable 2 Besitzer, einschliesslich mich, haben das Spiel nie richtig durchgespielt und genau diesem Punkt sind die Entwickler erfolgreich nachgegangen. Die Story spielt sich toll und mit den Entscheidungen die der Spieler treffen muss, fühlt man sich wirklich als Herrscher von Albion.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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Kommentare

  • Johannes sagt:

    Also grafisch ist Fable 3 bei weitem besser positioniert als der Vorgänger, aber nach 5 Jahren Fable-Pause sollte man dass ja auch erwarten können. Und ganz ehrlich, ich habe den zweiten Teil auch nie durchgespielt, wahrscheinlich weil es auf die Dauer ziemlich eintönig war, da zu wenig Innovatives und Überraschendes vorkam.

    In den neuem Teil wurden aber einige neckische Gimmicks eingebaut die mich immer wieder zum schmunzeln bringen, wie z.b. dass ständige rülpsen, furzen und rumpöbeln. Das neue benutzerfreundliche GUI welches ganz ohne Menüs auskommt finde ich hervorragend.

    Konnte bisher nur wenig Negatives an Fable 3 finden, bis auf ein kleinere Bugs in der Story wo es manchmal nicht auf Anhieb weiterging, ist alles bestens.

    Selten so ein gutes und durchdachtes Spiel in meinen Händen gehalten. Wenn ich es mir genauer überlege, dann wohl noch nie.

  • Der Frosch sagt:

    Aus diesem simplen Grund habe ich denn zweiten Teil auch nicht durchgespielt. Schon nach kurzer Zeit hat sich eine grosse Leere aufgetan. ;)

    Die Entscheidungsfreiheit finde ich verleiht Fable 3 einen ganz besonderen Charme!

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