Fable: Heroes - Review/Test - insidegames
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Fable: Heroes – Review/Test

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Veröffentlicht 9. Mai 2012 | 17:11 Uhr von Sandra

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Man nehme als Basis eine kleine Prise verrückte Klopperei nach Castle Crashers Art, wahlweise geht auch Super Smash Brothers, würze mit knuffigem Figuren-Design á lá IloMilo, füge noch etwas Mario Party Aroma hinzu, verrühre alles im großen Fable Topf, lasse es etwas ziehen und fertig sind die Fable: Heroes. Klingt nach einem verzaubernden Gericht? Testen wir doch mal, ob es auch schmeckt!

Knopfäugige Kurzweile

Wer allein des Namens wegen schon mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht wird, hat es am Ende verdammt schwer zu bestehen. Auch die Fable: Heroes sorgten im Vorfeld dafür, dass die Messlatte für die kleinen Haudrauf-willigen Knopfaugen-Figuren sehr hoch gelegt worden ist. Jetzt, im aktiven Einsatz gewinnt in erster Linie die Niedlichkeit anstelle möglichen anspruchsvollen Spiels. Okay, es ist schon lustig wenn ihr euch vorzugsweise mit Freunden, weitere drei Spieler können euch zeitgleich begleiten, durch die kurzweiligen Level kloppt. Alles was euch vor die Linse kommt verlangt danach zu Klump geprügelt zu werden, egal ob Zäune, Fässer, Schneemänner, Geschenkpäckchen, Kisten, Schatztruhen oder und vor allem jede Menge Gegner, die wahlweise einzeln oder zumeist im Pulk erscheinen.

Klingt nach einem ausgemachten Hack’n Slay? Ja, kann man so sagen, wenngleich es sich um eine sehr weichgespülte Form davon handelt. Selbst der erspielbare Pfad der Dunkelheit, angeblich etwas schwerer in Sachen Gegner und Aufgaben, sorgt für wenig Abwechslung, den ihr im Übrigen erreicht, wenn ihr den Weg des Lichts erfolgreich nach ca. max. zwei Stunden gemeistert habt.

Klingelingeling und Palimpalim

Eure spielbaren Helden sind den Charakteren der Fable-Trilogie nachempfunden – allerdings auf eine sehr putzige Art und Weise. Schwebend, hüpfend, beinahe schon tanzend wurschteln sich die Figürchen von links nach rechts und mit ihnen stellt ihr euch den niedlichen Gefahren, die euch begegnen – Boss-Kämpfe inklusive. Jeder erlegte Widersicher spuckt Goldmünzen aus, die ihr tunlichst einzusammeln habt – denn am Ende geht es genau darum: Sammle so viele Goldmünzen wie nur irgend möglich. Um euch diese Aufgabe zu erleichtern, könnt ihr euch einen Bonus-Multiplikator erspielen, den ihr simple dadurch erhaltet, indem ihr keine Gegner-Treffer kassiert. Hin und wieder kann es sein, dass ihr Power Ups in Kisten, Fässern, usw. finden könnt. Gleichwohl Kisten & Co. stets vorhanden sind, das Auftauchen der Power Ups ist absolut Zufalls gebunden und die enthaltenen Verstärker, sofern sie einmal auftauchen, sind eher nutzlos denn nutzbringend.

Auf diese Weise drescht ihr euch in den recht klein gehaltenen Levels von Abschnitt zu Abschnitt. Habt ihr alle Goldmünzen eingesammelt, vor allem aber alle Opponenten zu Staub zerklopft, weist euch ein „Go“-Signal an in den nächsten Bereich weiterzuziehen. Auf diese Weise kommt ihr in das jeweils finale Gebiet, in dem ihr euch entscheiden müsst links oder rechts zu gehen, wenn mal kein Boss-Gegner auf euch wartet. Ansonsten trefft eure Entscheidung und ihr gelangt zu einem Minispielchen, in dem ihr euer Geschick als Kanu-Lenker oder Loren-Fahrer beweisen müsst oder ihr versucht so lange wie möglich angesichts explodierender Hühner zu überleben.

Ist auch das geschafft, wartet ein Spielbrett auf euch, auf dem ihr auswürfelt, welche Extras, ggf. neue Charaktere, Items, Waffen und Fähigkeiten ihr eurem Figürchen zukommen lasst. Eine nette Idee, die aber kein effektives Aufbauen zulässt und stark vom Zufall abhängig ist. Außerdem entscheiden eure Goldreserven darüber, wie viel ihr investieren könnt. Je mehr ihr habt, desto besser – je weniger, desto schlechter schaut es aus. Das fällt besonders ins Gewicht, wenn ihr mit der Spiel gegebenen KI in den Levels unterwegs seid; Die Computer gesteuerten Figuren sind so drauf aus Goldmünzen zu kassieren, dass ihr fix ins Hintertreffen geraten könnt.

Spielbarer Kindernachmittag

Wer allergisch auf Niedlichkeit reagiert, dem sei dringend von den Fable: Heroes abgeraten. Nicht nur die Figürchen sind putzig, auch die Umgebung erstrahlt in absolut buntem, herzallerliebsten Design. Der ebenfalls stark ins Auge stechende Cel-Shading Anstrich schaut zwar grundlegend gut aus, verstärkt allerdings die vorhandene „Cuteness“ um ein vielfaches. Davon abgesehen, der optische Auftritt ist ohne großes Fehlverhalten, ein wenig abwechslungsarm vielleicht, aber sonst definitiv in Ordnung; Ganz im Gegensatz zur Steuerung als auch zur Kamera. Speziell die Übersicht wird euch häufig schlichtweg Flöten gehen. Nicht nur weil sich erlegte Gegner und zerkloppte Kisten in gut sichtbare Staubwolken zerbröseln, sondern auch und gerade weil die Kamera in keiner Weise zu justieren ist. Nicht selten werdet ihr den Eindruck gewinnen, die Kamera hat sprichwörtlich einen im Tee und weiß nicht so recht was sie konkret betrachten soll. Mal zoomt sie einfach raus, dann wieder rein, dann folgt sie den Figuren und damit dem Geschehen nicht, bis hin zu der Tatsache, dass sie sich auch mal weigert euch überhaupt was zu zeigen. Da das Spielgeschehen an sich schon eine Sache für sich ist und Übersichtlichkeit nicht gerade die Stärke der Fable: Heroes ist, kann eine solch nervige Kamera schnell dazu führen, dass man das Joypad aus lauter Frust an die Wand donnern mag.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Steuerung. Keine Frage, die Belegung ist einfach, logisch und mögliche Aktionen wie leichte als auch schwere Attacken nebst einem Flächenangriff oder die Ausweichrolle versprechen sowas wie Anspruch angesichts der omnipräsenten Klopperei. Doch weit gefehlt, denn der Versuch die Steuerung ggf. taktisch verwenden zu wollen, endet gleichfalls im Frust. Ergo steht blindes Draufholzen an erster Stelle – führt es doch genauso, bzw. besser, einfacher und schneller zum Ziel. So ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass eine Mixtur aus „Fahrstuhl-Begleitmusik trifft Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ Klänge mal mehr, mal weniger intensiv an euer Ohr vordringen. Und während die belanglosen Melodien vor sich hin plätschern erlebt ihr dann und wann, dass der eigene Charakter in die nebulösen Untiefen der Programmierung fällt oder Boss-Gegner merkwürdig in der Luft schweben können.

Unser Fazit

60 %

Ach ja, Lionhead … wir erlauben uns hier einmal ganz dreist zu sein und euch einen gut gemeinten Rat zu geben: Wenn ihr das nächste Mal euren „Creative Day“ abhaltet und auf Ideen á lá Fable: Heroes kommt, überdenkt das dann bitte mit mehr Liebe fürs Detail, technisch ausgefeilter und vor allem und gerade im Hinblick auf das im Vordergrund stehende Koop-Spiel fairer, so dass Teamplay eine wirkliche Bedeutung hat! Das mögen harte Worte sein, aber spätestens wer sich an ein paar Runden versucht, egal ob mit Freunden oder mit der Goldmünzen raffgieren KI-Faktion, der weiß, dass es keinen Spaß machen kann, wenn man sich dumpf von Abschnitt zu Abschnitt kloppt, dabei mit nerviger Musik beschallt wird und spielerische Elemente wie Taktik, Strategie und besagtes Teamplay keine Rolle spielen. Es nützt auch nichts, dass die Umgebungen in schöner, wenngleich abwechslungsarmer Cel-Shading Optik daher kommen, die aber – ganz ehrlich – wenig bis gar nichts mit dem Fable-Universum zu tun haben. Dass am Ende noch der wahrlich unfaire Aufbau der Figuren Gevatter Zufall überlassen wird, fördert nicht zwingend den Wunsch Fable Heroes mehrfach zu spielen. Vielleicht um Gold für das kommende Fable: The Journey zu sparen, da man erspieltes Gold der Fable: Heroes in Fable: The Journey transferieren kann. Ob sich das lohnt, muss Fable: The Journey erst noch beweisen.

Pro

  • einfacher Spieleinstieg
  • hübsche Cel-Shading Optik
  • nette Grundidee
  • grundsätzlich einfache Steuerung
  • niedliches Figuren-Design, angelehnt an die Hero-Dolls/Fable II

Kontra

  • schwammige, ungenaue Steuerung
  • extrem nervige Kamera, die nicht nachjustiert werden kann
  • tüddelige Musik, die nach einer gewissen Zeit einfach nur nervt
  • wenig Abwechslung bei den Umgebungen
  • KI-Mitspieler total Gold-gierig
  • diverse Programmierfehler
  • Figuren-Aufbau zu teuer (Stichwort Goldmünzen) & zu sehr vom Zufall abhängig
  • langweliger, immerzu extrem gleicher Spielablauf
  • nicht nur wegen der Kamera sehr unübersichtlich
  • im Multiplayer kommt es zu Performance-Einbrüchen

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
60 %

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