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Fable: The Journey – Der Mega Test/Review zum neuen Fable Abenteuer

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Veröffentlicht 9. Oktober 2012 | 14:59 Uhr von Fabrice

Fable: The Journey

Peter Molyneux, der Kopf hinter Spielen wie Black & White oder Fable 1 bis 3, hat die Lionhead Studios bekanntlich vor gar nicht allzu langer Zeit verlassen. Diese Woche erscheint mit Fable: The Journey das vorerst letzte Xbox 360 Spiel an welchem er bis zu einem gewissen Grad mitgearbeitet hat. The Journey ist aber ein Spin-Off, denn im Gegensatz zu den ersten Spielen handelt es sich hier um eines welches ausschliesslich mit Kinect gesteuert wird.

Erneut braucht Albion einen Helden, denn die Verderbnis korrumpiert das ganze Land. Fiese Monster müssen besiegt und die Weiten Albions wollen durchreist werden. Wer aber Fable kennt und es versucht irgendwie mit Kinect zu verbinden, wird sich wohl nicht viel darunter vorstellen können. Hat Fable: The Journey überhaupt etwas mit Fable zu tun und kann es überhaupt ausschliesslich mit einer Bewegungssteuerung funktionieren? Genau das haben wir für euch schon jetzt herausgefunden!

Held wider Willen

Gabriel ist eigentlich ein unbedeutender Niemand. Er ist ein herzensguter Tagträumer innerhalb eines grossen Stamms in welchem ihm kaum Vertrauen für wichtige Aufgaben entgegen gebracht wird. Eines Tages soll sich alles schlagartig ändert. Als Gabriel auf seinem Wagen, wie schon so oft vorher, den Anschluss an seine Karawane verliert, muss er einen Umweg nehmen um zurück zu seinem Stamm zu finden. Doch unterwegs trifft er auf die Seherin Theresa, Kenner wissen das sie eine der einzigen wirklichen Konstanten in sämtlichen Fable Teilen sind, welche sein Leben schlagartig ändern soll. Verfolgt von der düsteren Verderbnis muss Gabriel zusammen mit seinem Pferd Seren die Seherin retten. Diese nette Geste hat jedoch weit mehr Auswirkungen als sich Gabriel je hätte vorstellen können, denn Theresa führt ihn zu einem magischen Paar Handschuhen, welche ihm die Macht über magische Fähigkeiten gibt. Gabriel will das alles aber gar nicht, doch auf seiner Reise mit Theresa merkt er bald das er nicht aus Zufall das Geschenk dieser Gabe erhalten hat.

Fable: The Journey bietet eine sehr ähnliche Geschichte wie schon die ersten drei Spiele. Ein ganz normaler Mensch wird durch eine Reihe von scheinbar zufälligen Ereignissen zum Helden und ist der Einzige welcher das Böse stoppen kann. Die Geschichte an sich ist aber überraschend düster gehalten. Dennoch gibt es den typischen Humor der Serie auszeichnet. Lustige Charaktere, unterhaltsame Gespräche und Witze bei denen man zwar nicht lachen sollte, es aber trotzdem macht. fable-the-journey-xbox360-screenshot-01 Interessant ist auch die Beziehung zwischen Gabriel und seinem Pferd Seren. Wenn man dessen Wunden heilt, Pfeile aus ihr heraus zieht oder es verpflegt, dann baut man schon fast eine Beziehung zu diesem virtuellen Tier auf. Im Gegensatz zu den normalen Fable Games wird hier eine gute Beziehung zwischen zwei Figuren aufgebaut, wobei eine davon nicht einmal reden kann. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Man muss sich um ein Wesen kümmern das sich nicht wirklich wehren kann und noch viel mehr als Gabriel selbst einfach in diesen Ereignisstrang hinein gezogen wurde. Viele Anspielungen auf die Geschichte der älteren Fable-Teile oder Anspielungen auf bestimmte Ereignisse werden Kennern zwar auffallen, diese sind aber nicht überbordend damit Neulinge sich dadurch gestört fühlen würden.

Kinderleichte Zauberei

 

Eine kleine Information vorab: Fable: The Journey wird im sitzen gespielt und nicht im stehen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen mit Kinect Support, werden die Beine nicht gebraucht wodurch man im Spiel selbst nur seine Arme und seinen Oberkörper als Ganzes braucht. Dadurch lässt es sich viel angenehmer im Sessel der Wahl spielen, wodurch man auch nicht wirklich Pausen braucht weil es einfach zu anstrengend wird.

Es gibt zwei grundlegende Spielelemente: Reitpassagen auf einer Kutsche sowie Abschnitte in denen man zu Fuss unterwegs ist. Der Clou daran ist, das alles aus der Ego-Perspektive gespielt wird. Sitzt man in der Kutsche geht es meist darum seinen Karren möglichst unbeschadet ans Ziel zu lenken. Dabei hat man die Möglichkeit zu traben oder zu galoppieren. Ausserdem lässt sich ein temporärer Temposchub nutzen, welcher aber nur begrenzt einsetzbar ist. Die Steuerung dabei ist denkbar einfach. Um zwischen den verschiedenen Gangarten zu wechseln, muss man nur mit den Zügeln schlagen um zu beschleunigen bzw. sie an an die Brust ziehen um zu bremsen. Gelenkt wird in dem man gleichzeitig einen Arm nach vorne und dabei den anderen nach hinten zieht. Damit die Fahrten nicht allzu langweilig werden, kann man unterwegs auch noch Erfahrungspunkte einsammeln wodurch die Fahrten in der Regel ziemlich kurzweilig sind. Die Steuerung ist dabei überraschend einfach und sauber, auch wenn sei ein wenig Eingewöhnungszeit benötigt bis man seinen Karren einmal richtig unter Kontrolle hat. Hat man die verschiedenen Manöver aber erst einmal verinnerlicht, klappt es einwandfrei was sicher auch daran liegt das Kinect die Gesten schnell und sauber interpretiert. Alles was man ausführen muss ist klar und simpel definiert, weshalb es gar nicht erst passieren kann das man etwas machen will was der Sensor anders interpretiert. Und genau so sollte eine sinnvolle Bewegungssteuerung auch umgesetzt werden. Dennoch sorgt auch die gute Steuerung nicht dafür das diese Reitsequenzen teilweise ein wenig zu langgezogen wirken. Aber diese Szenen dienen oft auch dazu die Story voran zu treiben, Fable: The Journey wenn die Figuren miteinander sprechen. Spannender sind dabei Verfolgungen, in welchen man vor der Dunkelheit flüchten muss. Mit Höchstgeschwindigkeit muss man versuchen gefährlichen Objekten auszuweichen um das rettende Licht zu erreichen.

Der zweite integrale Bestandteil des Spiels sind Actionsequenzen. Verlässt man als Gabriel die Kutsche, läuft man automatisch durch die Spielwelt bis man auf eine Gruppe von Gegnern oder ein Rätsel trifft. In den Kämpfen ist die Steuerung erneut simpel gehalten, was aber für umso mehr Spass sorgt. Es gibt zwei grundlegende Angriffe: stösst man seine rechte Hand nach vorne verschiesst man Blitzkugeln, mit der linken Hand packt man Gegner und wirft sie in eine beliebige Richtung. Hält man seinen Arm waagrecht vor seinen Oberkörper, kann man so Angriffe abwehren. Bewegt man seinen Oberkörper nach links oder rechts, kann man damit Angriffe ausweichen. Später kommen auch noch weitere Zauber hinzu, wie z.B. ein Feuerball. Um diesen zu nutzen braucht man erneut seine Schockzauberhand. Anstatt aber diese direkt nach vorne zu bewegen um zu schiessen, muss man sie zuerst in einer Winkbewegung schütteln, wodurch die Blitzkugel zu einer Feuerkugel wird. Erneut, die Steuerung setzt auf einfache aber deutliche Gesten welche dadurch auch gut erkannt werden. In mehreren Stunden Spielzeit gab es bei mir persönlich nie auch nur eine Situation in welcher der Sensor meine Gesten falsch oder gar nicht erkannt hat. Möglicherweise liegt das an einem Kinect-freundlichen Spielumfeld, doch trotz dieser guten Umgebung gibt es genug Kinect Spiele die oft nicht so funktioniert haben wie sie eigentlich sollten. Aber bei Fable: The Journey gab es zu keinem Zeitpunkt ein solches Problem. Ausserdem machen die Kämpfe auch wirklich Spass, was sicher auch an der saubere Steuerung liegt. Kämpfe gegen eine Gruppe von kleinen Gegnern die man mit vielen, schnellen Angriffen unter Beschuss nimmt, sie mit Objekten aus der Umgebung bewirft oder ihre eigenen Angriffe auf sie zurück reflektiert. Erst recht unterhaltsam sind Kämpfe gegen Bossgegner wie die riesigen Trolle. Man weicht Erdbebenangriffen aus, packt fliegende Geschosse und wirft sie zurück während man panisch Blitze auf ihn wirft um seinen Energiebalken zu entleeren. Je weiter man im Spiel kommt, desto interessanter wird es auch. Man hat selber mehr Offensivfähigkeiten zur Verfügung aber auch die Gegner müssen anders angegangen werden. Die Möglichkeit verschiedene Zaubersprüche zu kombinieren ist spassig, egal ob für jung oder alt. Es fehlt zwar die Möglichkeit Gegner im Nahkampf zu erledigen, zieht man aber einen Vergleich zu beispielsweise Fable 3 dann ist das Kampfsystem trotzdem schon fast erstaunlich tief und vor Allem spassig. Zudem gibt es auch noch einige Rail-Shooter Abschnitte, wo die Kutsche automatisch gefahren und gesteuert wird, während man selbst Feinde entlang der Strecke brutzeln muss. Zusätzlich gibt es ab und zu kleinere Rätsel die es zu lösen gilt. Diese sind aber sehr simpel und bringen weder Abwechslung noch viel Spielspass.

Zusätzlich gibt es auch noch einen kleinen Rollenspiel-Touch, denn wenn man mit seiner Kutsche unterwegs ist oder auch wenn man Gegner erledigt, erhält man Erfahrungspunkte. Je stylischer man seine Feinde erwischt, desto höher fällt auch die Anzahl an Erfahrungspunkten aus. Hat man genügend EP gesammelt, kann man seine Fähigkeiten verbessern, Gesundheits- und Manabalken vergrössern oder sein Pferd schneller und stärker machen. Allzu viele Möglichkeiten gibt es aber nicht, denn pro Level hat man nur die Auswahl zwischen zwei Verbesserungen. Nichts desto trotz, sind es sinnvolle Verbesserungen denn man merkt wirklich das Gabriel oder Seren sich verbessern, mehr Schaden austeilen oder länger sprinten fable-the-journey-xbox360-screenshot-04 können. Ist man mit der Kutsche unterwegs kommt man ausserdem regelmässig an Ruheplätzen vorbei wo man sein Pferd hegen und pflegen kann. Wunden können geheilt, das Fell kann geputzt und für das leibliche Wohl kann ebenso gesorgt werden. Auch hier funktioniert die Steuerung prima und wer nicht den Schmutz vom Ross bürsten will, muss das auch nicht. Aber als Belohnung gibt es zusätzliche Erfahrungspunkte, also ist dieser nette kleine Zeitvertreib gar nicht so unnötig. Wirklich viel Abwechslung bringt es dennoch nicht. Sämtliche Actionpassagen des Spiels können nachdem man sie im Storymodus erledigt hat, auch in einem separaten Arcademodus gespielt werden. Je schneller und stylischer man seine Gegner erledigt ohne dabei z.B. getroffen zu werden, desto mehr Punkte erhält man für seine Leistung. Am Ende jedes Abschnitts erhält man eine Medaille und eine Übersicht über seine erreichten Punkte. Diese kann man im Anschluss in einer Online-Rangliste mit anderen Spielern oder seinen Freunden vergleichen, was besonders Highscore-Jägern bestimmt viel Motivation geben kann.

Rückkehr nach Albion

Grafisch hat man es hier garantiert nicht mit einem Meisterwerk zu tun. Die Figuren, Gegner und Umgebungen sind aber wohl genau deshalb im typischen Fable-artigen Comicstil gehalten. Die Grafik ist nicht wirklich detailliert, vermittelt aber doch ein gewisses Flair und sieht nett aus. Die Hintergrundmusik ist kaum erwähnenswert so unauffällig ist sie. Auf der anderen Seite ist die deutsche Sprachausgabe wirklich gelungen auch wenn sie absolut nicht lippensynchron ist. Leider treten immer wieder Aussetzer bei der Sprachausgabe auf. Man sieht wie sich die Lippen der Figuren bewegen, man kann den Untertitel mitlesen doch zu hören gibt es nichts. Wie schon mehrfach erwähnt funktioniert Kinect (zumindest bei meinem Testsetup) absolut einwandfrei und hat keinerlei Probleme bereitet. Da man das Spiel sowieso im sitzen spielen muss, wird man auch nicht schnell müde.

Unser Fazit

80 %

Das grösste Problem von Kinect ist wohl der Mangel an Spielen in denen es nicht darum geht seine Hüften zu schwingen, ein Workout zu absolvieren oder eine Sammlung von Minispielen immer und immer wieder durchzuarbeiten. Mit Fable: The Journey erscheint diese Woche ein Spiel das diesen Kreis durchbricht und eine erstaunlich gute Arbeit abliefert. Wie schon z.B. The Gunstringer nutzt es die Möglichkeiten die der Sensor bietet geschickt aus und die Entwickler haben sich sichtlich Mühe gegeben den Sensor nicht zu überfordern. Kleine, simple und einfach zu erkennende Gesten sorgen dafür das alles immer gut erkannt wird. Die Actionsequenzen machen eine Menge Spass, die Passagen als Kutscher fühlen sich jedoch je länger je mehr wie Füllmaterial an die schnell an Spielspass verlieren. Auch Fable: The Journey ist definitiv nicht der absolute Kaufgrund um sich Kinect zuzulegen, wer jedoch Fable mag, Monster mit Zaubersprüchen jagen und einfach eine lustige Zeit haben wird, der wird einige unterhaltsame Stunden mit dem Spiel verbringen können.

Pro

  • Sehr gelungene Kinect-Steuerung
  • Sympathischer Hauptcharakter
  • Extrem unterhaltsame Actionsequenzen
  • Nette Story mit vielen Anspielungen für Serien-Kenner
  • Gelungene dt. Sprachausgabe
  • Arcademodus für Highscorejäger
  • Simple und einprägsame Steuerung
  • Interessante Beziehung zwischen Spielfigur, dem Pferd und dem Spieler

Kontra

  • Fahrpassagen wirken oft wie Füllmaterial
  • Schwierigkeitsgrad fast schon zu einfach
  • Grafisch eher mau
  • Lahme Rätsel
  • Etwas lange Eingewöhnungszeit beim Kutsche fahren
  • Ausbaufähiges RPG-System

Unsere Bewertung

Grafik
 
69 %
Sound
 
72 %
Steuerung
 
92 %
Gameplay
 
79 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
84 %

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Autor: Fabrice

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Kommentare

  • Michael sagt:

    Danke für den Umfangreichen Test. Wäre sicherlich mal interessant auszuprobieren

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