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Fallen Enchantress: Legendary Heroes – Im Test / Review

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Veröffentlicht 3. September 2013 | 15:20 Uhr von eJUNKI3

Letzte Änderung 5. September 2013

Fallen-Enchantress-Legendary-Heroes

Ein steiniger Weg … Als Elemental: War of Magic im Jahr 2010 erschien, erntete Entwickler Stardock Entertainment heftige und vor allem vernichtende Kritiken. Eine normale Reaktion, mit der jeder Entwickler und Publisher rechnen muss. Elemental: War of Magic ist ein grundsolides Strategiespiel, welches leider vor technischen Fehlern und Bugs strotzt. Mit einer Metascore von ernüchternden 53 Punkten (von gesamt 100 Punkten) verschwand das Game schnell in der Versenkung oder wanderte direkt in die Mülltonnen enttäuschter Spieler.

Womit 2010 kein Gamer gerechnet hat ist, dass sich Stardock Entertainment diesen Fauxpas wahrlich zu Herzen nahm. Der Entwickler gab der Gemeinschaft ein Versprechen – und selbiges ist bisher gehalten worden. Der Entwickler versprach zwei Erweiterungen herauszubringen, welche die verärgerten Kunden umsonst erhalten sollen. Den Anfang hat Fallen Enchantress im letzten Jahr gemacht und mit dem jetzigen Standalone Add On Fallen Enchantress: Legendary Heroes wurde das einst gegebene Gelöbnis eingehalten.

Wer sich Elemental: War of Magic vor dem 10. November 2010 gekauft hat, bekommt sowohl Fallen Enchantress als auch Legendary Heroes kostenlos. Besitzer von Fallen Enchantress werden mit einem 50%igen Nachlass gelockt. Jetzt mal ehrlich, wenn ein Entwickler damit keine Sympathiepunkte sammelt, wie bitte schön dann?

fallen-enchantress-legendary-heroes-screenshot-1

 

Story mit Hintergrund

Die Geschichte zu Legendary Heroes knüpft direkt an Fallen Enchantress an. Die aufstrebenden Herrscher und Führer mächtiger Fraktionen wollen sich das Land unter den Nagel reißen. Dabei sollen ihnen uralte magische Fähigkeiten behilflich sein, was ganz gewiss nicht die dümmste Idee ist. Doch im Land kämpft bereits ein anderer Krieg. Genau wie im von Mythologien behafteten Griechenland, üben allmächtige Titanen einen Aufstand und machen kräftig Bambule. Bevor sich die Herrschaften gegenseitig die Köppe einschlagen, müssen die Titanen auf die stille Treppe.

Um als Besitzer von Legendary Heroes auch ohne Vorkenntnisse ins Spiel zu kommen, wird ein vorgefertigtes Szenario nebst Tutorial geboten. Dieses bietet runde 10 Stunden Spielzeit und erklärt nebenbei ganz exemplarisch, die fraglos komplexe Spielmechanik zu handeln. Neue Spieler könnten sich ein wenig überfordert fühlen, sollten sich aber die Zeit zugunsten einer super Spieltiefe unbedingt nehmen.

Was sagt das Gameplay dazu?

Legendary Heroes ist wie der Vorgänger ein handfestes Globalstrategiespiel und guter Vertreter des 4X Genre. Das Rad wird nicht neu erfunden, aber die gesunde Mischung unterschiedlicher Elemente sorgt beim Spielen zweifelsohne für Aha-Momente. Strategische Komponenten wie der Aus- und Aufbau von Städten, die Erforschung von neuen Technologien und das diplomatische Treiben erinnern unweigerlich an den 4X-Veteranen Civilization. Das Management der Armee, die Entwicklung von Helden und der Kampf an sich, könnten aus Heroes of Might and Magic stammen.

Kenner dieses Genres und begeisterte Spieler ähnlicher Vertreter dürften sich trotz der komplexen Spielmechanik gut zurechtfinden. „Die größte Verwundbarkeit ist die Unwissenheit“ – Sun Tzu … Trotz gewisser Erfahrungen aus anderen Spielen sollte man sich das vorgegebene Szenario geben, bevor man sich in die Sandbox stürzt.

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Wenn du nicht stark bist, sei klug …

… ebenfalls ein Zitat von Sun Tzu aus Art of War und vollkommen zutreffend auf Legendary Heroes. Die strategischen und taktischen Möglichkeiten sind mannigfach. Um im Spiel siegreich zu sein, muss man nicht bedingungslos jede Mechanik bis ins Detail perfektionieren. Es reicht aus ein gewisses Gleichgewichte zu halten.

Getreide, Materialien und Essenz bilden die Grundpfeiler einer jeden Siedlung und stehen für Wachstum, Baugeschwindigkeit und Magiefähigkeit. Wie in Civilization wird das Fundament einer neuen Niederlassung durch eine entsprechende Symbolik markiert. Anders indes ist die Verwaltung der Felder um das Baugebiet, welche automatisch berechnet werden.

Jede Siedlung kann abhängig von der zur Verfügung stehenden Nahrung in fünf Stufen ausgebaut werden und sich so zu einer Konklave, Festung oder Stadt entwickeln. Konklaven dienen der Forschung, wohingegen Festungen die Armee stärken und Städte die ökonomische Basis darstellen. Durch Außenposten wird der eigene Einflussbereich ausgedehnt, wodurch sich z.B. die Ressourcen Pferde, Metall und Kristall erschließen lassen.

Im weiteren Verlauf des Spiels, und mit fortschreitender Erforschung der Welt, trifft man unweigerlich auf andere Fraktionen. Anders als in Civilization sollte man sich mit diesen nicht unbedingt direkt anlegen, denn man bekommt es nicht nur mit stupiden Barbaren zu tun. Das Schließen einer Allianzen oder eines Nicht-Angriffspaktes sowie der Austausch von Ressourcen und Technologie, können durchaus der klügere Weg zum Sieg sein.

Krieger, Assassine, Verteidiger, Commander oder Magier. Für eine dieser Spezialisierungen müssen sich die Helden ab Stufe 2 entscheiden. Jede Spezialisierung bringt einen eigenen Talentbaum mit sich, welcher aktive und passive Skills bzw. Traits freischaltet. Zudem kann das Equipment der Helden, wie Waffen, Rüstungen und Accessoires angepasst werden. Damit wäre der Genremix perfekt und eine weitere Möglichkeit gegeben, den Wiederspielwert zu steigern.

Unser Fazit

76 %

Stardock Entertainment hat sein Versprechen mit Legendary Heroes eingehalten und liefert mit diesem Standalone ein grundsolides 4X-Strategiespiel ab. Sicherlich hat auch dieses Spiel seine Schwächen und Bugs - so wie jedes andere Spiel auch - doch es ist kein Vergleich mehr zu Elemental: War of Magic. Die Fülle an Parameter, um sich die Spielwelt nach belieben zu formen, lässt keine Langeweile aufkommen. Es ist ebenfalls möglich sich den eigenen Herrscher, seine Fraktion, seinen Helden und die Einheiten anzupassen, was für ordentlichen Spielraum sorgt. Die KI hätte noch etwas mehr Feinschliff vertragen können. Die Modder-Community rund um Fallen Enchantress & Legendary Heroes kümmert sich eigenständig für frischen Wind. Ein Multiplayer-Modus, so wie ihn Civilization bietet, gibt es leider nicht. Dies wäre ein Kritikpunkt, zumal gepflegte Online-Matches das Spielerlebnis um einiges bereichern dürften. Solisten und Freunde des Genres dürfen dennoch gerne zugreifen. Wer nicht in die Gunst einer kostenlosen oder günstigen Ausführung kommt, kann in Hinblick auf die Spielzeit bei 29,99 Euro nicht viel verkehrt machen. 20 Stunden Spielzeit sind mindestens drin, welche sich aufgrund der vielen Anpassungsmöglichkeiten und Optionen beliebig ausbauen lassen. Mit diesem Titel erreicht Stardock Entertainment aktuell eine Metascore von 80 Punkten (100 als Topwert), was eine deutliche Verbesserung darstellt, welchem wir auch weitestgehend zustimmen.

Pro

  • + schöne gestaltete Fantasy-Welt
  • + 4X mit Rollenspielelementen
  • + einfache und flüssige Bedienung
  • + gutes Einstiegs-Szenario
  • + Wiederspielwert vorhanden

Kontra

  • - Grafik altbacken, wenn auch zweckmäßig
  • - kein Multiplayer vorhanden
  • - gelegentliche Abstürze (patch-bar)
  • - teils unfertige Lokalisierung

Unsere Bewertung

Grafik
 
72 %
Sound
 
78 %
Steuerung
 
76 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
84 %

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