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Far Cry 4 – Das Tal der Yetis: Rückkehr in den Himalaya

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Veröffentlicht 9. März 2015 | 12:00 Uhr von Fabrice

Far-Cry-4-Tal-der-Yetis-DLC

Diese Woche erscheint mit Das Tal der Yetis der zweite grössere DLC für Far Cry 4. Der DLC bietet eine komplett neue Spielwelt, das titelgebende Tal der Yetis, in den Höhen des Himalajas. Außerdem kommen, überraschenderweise, auch Yetis vor.

Schon Vorab haben wir wieder die Kontrolle über Ajay Ghale übernommen. Nur für euch haben wir uns mit Ajay zusammen in den Helikopter gesetzt und sind im Tal der Yetis abgestürzt. Wir haben uns mit Kultisten und Yetis herum geschlagen, um euch zu sagen für wen der DLC gut geeignet ist und wer eher einen Bogen darum machen sollte.

Ohne Bösewicht geht nichts

Die Geschichte von Das Tal der Yetis knüpft in keiner Form an die Hauptgeschichte von Far Cry 4 an. Außer der Hauptfigur Ajay Ghale und einige peripheren Erwähnungen von z.B. dem Goldenen Pfad, gibt es keine Verbindung zum Hauptspiel.

Ajay stürzt in seinem Helikopter in einem Teil des Gebirges ab, welches noch wenig erkundet ist. Viele Leute vor ihm sind dorthin aufgebrochen, keine sind je zurückgekehrt. Im Tal selber zeigt sich schnell, dass Ajay nicht alleine dort ist. Ein Kult von Yulang hat sich dort eingenistet. Angeführt von einem fanatischen Leader, setzt der Kult alles daran ein mysteriöses Relikt zu beschützen.

Die ganze Geschichte um den Kult, das Relikt und das Mysterium um die merkwürdigen Yetis ist eigentlich sehr spannend inszeniert. Das Wort eigentlich, ist hier aber sehr bewusst gewählt. Der ganze Aufbau zahlt sich nämlich nicht aus. Wer nicht die sammelbaren Briefe oder Tagebücher findet und liest die es überall in der Spielwelt gibt, bekommt kaum etwas von der Geschichte mit. Sie ist dünn und wird über die ganze Spieldauer kaum erkundet. Der Anführer der Kultisten ist nichts mehr als ein weiterer, gesichtsloser Typ der getötet werden muss. Es fehlen die interessanten Charaktere die Far Cry 4 ansonsten bietet. Das Ende ist ein Fall für sich. Uns hat es mehr als enttäuscht, weil es erneut viel mehr andeutet als es wirklich zeigt.

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Die gewinnbringende Formel

Dieser DLC hat nicht nur was die Geschichte angeht keinerlei Einfluss auf Far Cry 4, sondern auch was den Spielfortschritt angeht. Ajay verfügt über keine Fähigkeiten oder Waffen, ganz egal an welchem Punkt man in der Kampagne steht. Außer einem Messer, hat man anfangs gar nichts in seinem Inventar. Deshalb ist der Ablauf ein wenig anders als in der Kampagne. Viele Waffen können an bestimmten, markierten, Punkten in der Spielwelt gefunden werden. Erst einmal gefunden, können sie gratis bei Händlern ausgerüstet oder für ein Aufgeld noch verbessert werden. Da die hohen Berge nicht wirklich die Heimat der Tiervielfalt ist, an die man sich gewöhnt hat, können viele Tierfelle nicht bei ihren natürlichen Trägern gefunden werden. Statt dessen sind sie einfach in der Spielwelt in Kisten platziert worden. Wie es eigentlich zu erwarten ist, bietet das Tal der Yetis nicht den Umfang des eigentlichen Spiels. Aus diesem Grund sind nicht nur Waffen und Felle viel liberaler verteilt, sondern auch die Erfahrungspunkte. Für den Abschluss von Haupt- und Nebenmissionen, gibt es große Mengen an Erfahrungspunkten. Nach dem Abschluss einer Mission, gibt es meist genug Punkte, das gleich mehrere Fähigkeitspunkte freigeschaltet werden. Bis zum Ende der 5 bis 6 Stunden langen DLC-Kampagne, hat man fast alle Fähigkeiten freigeschaltet die man braucht.

Das Missionsdesign orientiert sich sehr an der Struktur von Far Cry 3 und 4. Gehe zu einem bestimmten Ort, erledige alle Gegner und weiter gehts. Aufgelockert wird das durch Missionen in denen man nicht entdeckt werden darf oder in denen man einem gegnerischen Konvoi auflauern kann. Wie gewohnt funktioniert diese Struktur verdammt gut, teilweise noch besser als im Hauptspiel selber. Die Missionsziele sind zwar relativ linear aufgebaut, die Herangehensweise liegt bei jedem Spieler selbst. Laut oder leise, Nah- oder Fernkampf, mit der Unterstützung von wilden Tieren oder mit vorbereiteten Sprengfallen. Es bleibt einem meist selbst überlassen wie man genau die Missionen angehen will, weshalb es auch so viel Spaß macht. Es ist ein durchaus kompetentes First-Person Stealth Game und ein noch besserer Shooter.

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Wenn die Freiheit dennoch fehlt…

Eine tolle und besonders unterhaltsame Neuerung sind die Nacht Verteidigungs Missionen. Nach jeder abgeschlossenen Storymission, muss die eigene Basis vor feindlichen Angriffen beschützt werden. Dazu kann sie aber auch noch verbessert und mit Verteidigungsanlagen versehen werden. Barrikaden verlangsamen den Vorstoss von Feinden, fest platzierte MGs und Granatwerfer sorgen für zusätzliche Feuerkraft und Munitions- und Heilstationen, halten einen länger am Leben. Diese Verbesserungen funktionieren ähnlich wie die Verbesserungen des Hauses der Familie Ghale. Einige können für Bargeld bei jedem Händler gekauft werden. Andere werden gratis hinzugefügt, sobald man Nebenmissionen abschliesst. Zu sehen wie die eigene Basis immer weiter wächst ist toll und gibt ein gutes Gefühl von Fortschritt.

Die Verteidigungen selber, sorgen ebenfalls für Unterhaltung. Die Angriffe der Gegner werden immer grösser und grösser, während man selbst verzweifelt versucht, sie davon abzuhalten Bomben anzubringen. Sobald dann auch noch ein paar Yetis auftauchen und für Chaos in beiden Lagern sorgen, ist der virtuelle Krieg richtig am Kochen!

So toll es auch ist all diese Freiheiten zu haben, wenn es nicht genug zu tun gibt, dann bringt sie leider nicht viel. Neben den Story- und Verteidigungsmissionen, gibt es nur noch eine Handvoll an Nebenmissionen. Diese sind hauptsächlich leider altbekannt. Trucks müssen gestohlen und in die eigene Basis gebracht werden oder eine Herde Yaks, muss vor wilden Tieren geschützt werden. Der einzige wirklich neue Typ, sind kleine Kletteraufgaben. Mit Hilfe des Hakens muss man sich über tiefe Schluchten schwingen oder Wände hinauf klettern. Nicht allzu herausfordernd aber erfrischend anders. Es ist nämlich nicht genug das diese Missionen wenig Abwechslung bringen. Es gibt auch noch zu wenige davon. Hat man erst einmal alle Verbesserungen für die Basis gesammelt und die Story durch, dann hat man effektiv alles erledigt. Natürlich kann man noch die fehlenden Waffen und Tierfelle suchen, einen Grund dafür gibt es aber nicht. Es gibt keine Aussenposten (also kann man diese auch nicht zurücksetzten) und auch sonst gibt es in der Spielwelt einfach nichts zu tun!

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Unser Fazit

77 %

Das Tal der Yetis bietet das gewohnt gute Gameplay von Far Cry 4 in einer neuen Umgebung. Besonders die Nacht Verteidigungen sorgen für viel Stimmung, da sie neu sind und wirklich zum Gameplay passen. Leider gibt es abgesehen davon nicht allzu viel zu berichten. Die Story ist sehr dünn und wird viel zu wenig erforscht. Nebenmissionen gibt es nicht viele, wodurch es an Inhalt einfach mangelt. Das Tal der Yetis bringt hauptsächlich mehr vom Gleichen, was nicht unbedingt schlecht ist. Wer aber im Hauptspiel noch etwas zu tun hat und nicht unbedingt eine neue Umgebung braucht, der kann ruhig warten bis es diesen DLC mal zu einem günstigeren Preis geben wird!

Pro

  • + Mehr vom Gleichen
  • + Interessante Ansätze in der Story
  • + Cool gemachte Nacht Verteidigungen
  • + Neue Umgebung

Kontra

  • - Wenig Nebenmissionen
  • - Zu wenig Neues abgesehen von Verteidigungen
  • - Nach Abschluss der Story gibts nichts mehr zu tun
  • - Story zu dünn

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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