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Fat City – Test / Review

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Veröffentlicht 8. März 2016 | 16:18 Uhr von Fabrice

Fat-City

Ace, Dali, Fish und Knox. Das sind nicht, wie es vielleicht vermuten lässt, unsere MSN Messenger Anzeigenamen von vor 10 Jahren. Es sind die Codenamen der vier Protagonisten im Puzzle Bankraub Simulator Fat City. Sie müssen ihre einzigartigen Fähigkeiten kombinieren um die reichen Säcke in New York bis zum letzten Cent auszunehmen!

Persönliche Herausforderung

Eine Story ist zwar vorhanden, doch außer einem Text vor der ersten und nach der letzten Mission, wird einem nicht mehr geboten. Es ist nichts weiter als reines Setup für das Gameplay.

Das Gameplay ist dabei in zwei Phasen aufgeteilt: die Vorbereitung und die Ausführung eines Raubüberfalls. Zu sehen ist immer eine minimalistische, stilisierte Karte einer Stadt. Darauf zu sehen sind alle Strassen die genutzt werden können, die Patrouillenwege der Polizei, das Ziel des Raubs und etwaige Hindernisse. Das Ziel ist immer den Raub auszuführen, sich nicht erwischen zu lassen und mit der Beute zu entkommen. Dazu legt man auf der Karte den weg fest und schickt dann sein Team auf Kommando los. Der Weg wird dann ganz automatisch gemacht und man selbst kann nur noch Einfluss auf den Ausgang haben, indem zusätzliche Fähigkeiten auf Knopfdruck ausgelöst werden.

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Anfangs gestaltet sich das sehr einfach. Knox ist die einzige Spielfigur und die Polizei fährt leicht zu umgehende Patrouillen. Nach und nach wird der Schwierigkeitsgrad durch weitere Gefahren erhöht. Alarmsysteme rufen weitere Polizisten auf den Plan, Barrikaden blockieren Strassen und schnelleren Cops kann man nur noch schwer entkommen. Für jedes Problem gibt es eine Lösung und hier sind es die weiteren Teammitglieder. Der Hacker Ace kann Alarme deaktivieren, der Sprengstoffexperte Fish kann Blockaden sprengen und die Fluchtfahrerin Dali kann die anderen in ihrem Wagen schnell herumtransportieren. Die Einführung in diese zusätzlichen Gefahren und wie sie umgangen werden können, ist extrem gut gelungen und fühlt sich natürlich an.

Wenn man in einem Level mit mehreren Figuren den richtigen Weg heraus findet, das richtige Timing hat und man den perfekten Raub schafft, fühlt man sich immer wieder wie ein kriminelles Genie. Minutenlang alles zu planen für den perfekten Raub, der in 30 Sekunden durchgezogen wird fühlt sich einfach nur gut an. Für jeden Raub, jede geschlagene Par-Zeit und jeden gesammelten Blutdiamanten, die optionale Missionsziele sind, gibt es Kohle auf das Bankkonto.

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Genau hier kann alles auch anfangen auseinander zu fallen. Wer fleißig alle Ziele erfüllt, hat bald jede Menge Cash zur Verfügung. Gekauft werden können weitere Items, von denen jeder Charakter mehrere zur Auswahl hat. Diese machen das Spiel aber nicht nur etwas einfacher oder taktischer. Statt dessen sind sie so gut, dass man gar nicht mehr wirklich etwas planen muss. Jeder Charakter kann ein Item kaufen, durch welches er ungesehen direkt an Polizisten vorbei gehen kann. Es gibt keinerlei Beschränkungen wie viele man pro Mission benutzen kann und Strafen oder andere Abzüge gibt es für die Benutzung auch nicht.

Wer wirklich eine Herausforderung sucht, der muss sich selbst sagen, dass er keine der zusätzlichen Gegenstände hinzu kauft. Ansonsten wird Fat City zu einem simplen Zeitvertreib der die Denkzellen in keinster Weise anstrengt. Auch problematisch ist der minimalistische Look des Spiels. Besonders die Level sehen dadurch alle genau gleich aus. Hier und da sind die Strassen etwas anders angelegt, es gibt aber nichts was sie sonst voneinander unterscheidet. Alles ist einfach nur blau, es gibt keine Gebäude oder andere Dinge, welche für Abwechslung sorgen. Dort ist das Ziel, hier sind die Strassen, was macht man jetzt? Die eher geringe Anzahl der Level sorgt zusätzlich für ein ständiges Gefühl von „das habe ich doch schon gesehen“. Umfangreich ist es nämlich nicht und mit dem gesammelten Geld kann man nichts machen, außer den erwähnten, spielbrechenden Items die man kaufen kann.

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Unser Fazit

51 %

Wenn man wirklich Spaß mit Fat City haben will, dann muss man sich darauf einlassen. Der Spaß kommt nicht durch Dinge die man freischalten oder sich erspielen kann, sondern durch das Knacken der Rätsel die, die Missionen selber sind. Wer sich nicht darauf einlassen kann, kann das Spiel sich auch selbst spielen lassen. Welchen Sinn das aber machen würde, ist schwer zu sagen... Ach ja, wer auf Erfolge und Trophäen steht, für den würde das durchaus Sinn machen. Doch selbst für Sammler der virtuellen Punkte und Auszeichnungen, gibt es für den verlangten Preis viel bessere Alternativen.

Pro

  • + Cooles Setting für ein Puzzle / Rätsel Game
  • + Alle Charaktere haben einzigartige Fähigkeiten
  • + Kann das Gefühl ein kriminelles Mastermind zu sein auslösen

Kontra

  • - Wenig Umfang
  • - Noch weniger Inhalt
  • - Optik sehr repetitiv
  • - Kaum Belohnungen für erfolgreiche Missionen
  • - Items viel zu stark und unbalanciert

Unsere Bewertung

Grafik
 
47 %
Sound
 
40 %
Steuerung
 
66 %
Gameplay
 
62 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
46 %

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