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FEAR 2 unter der Lupe

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Veröffentlicht 1. Oktober 2010 | 9:17 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. März 2011

Der erste Teil dieses Horrorshooters sahnte eine Menge Lorbeeren ab. Doch wie sieht es mit Teil 2 aus? Ist es etwa wie bei den Horrorfilmen? Mehr Aktion, mehr Effekte, aber am Ende bleibt es nur eine Fortsetzung? Das kleine überirdische Mädchen Alma ist auf jeden Fall erwachsener geworden.

Die Grafik ist nicht überdurchschnittlich, aber zeitweise über dem guten Mittelmaß. Die Effekte vermögen zu überzeugen, auch wenn die Zeitlupeneinstellung optisch etwas enttäuscht. Die Levels sind im Gegensatz zum Vorgänger abwechslungsreicher gestaltet, auch wenn sie dem teils sterileren Industrielook treu bleiben. Von einer zerstörten Stadt bis hin zu einer Schule, sind verschiedenste Schauplätze vorhanden. Kurz: Die Grafik ist besser als beim Vorgänger, deutlich schlechter als z.B. beim Konkurrenten Dead Space, zeigt einen eigenen Stil, Liebe zum Detail und wirkt überdacht. Die Gegner sind kreativ designt, Gesichtszüge allgemein jedoch hölzern. Die Umgebung teilweise zerstörbar. Ladezeiten sind vorhanden, aber sehr kurz (360). Achtung, es gibt viel Blut und Tote im Spiel zu erleben, die deutsche Version ist allerdings dahingehend geschnitten, das sich Gegner bei harten Schüssen verpuffen. Das klingt nicht nur lächerlich, nein das ist auch äußerst dämlich gelöst. So kann man es nicht immer ganz ernst nehmen. Auf diesen Effekt hätte ich verzichten können.

Der ist grandios, unterstützt gehörig die Atmosphäre des Spieles. Die deutsche Synchronisation ist ausreichend bis gut.

Die Schwierigkeitsgrade von Fear 2 sind fair. Leicht ist wirklich leicht. Die Steuerung ist gelungen, bewährt und gut durchdacht. Kurz: solide. Die Gegner sind auf den höheren Schwierigkeitsgraden fordernd und agieren mit der Umgebung sehr clever. Setzt man die Zeitlupe für sich als Vorteil ein, wird sie zu einem übermächtigen Hilfsmittel.

Die Umgebung kann in das Spielgeschehen mit eingebunden werden, z.B. explodierende Fässer oder Stromkästen. Zeitweise darf man ein paar Levels mit einem Kampfroboter durchqueren. Das macht Laune, spielt sich gut und gibt dem Ganzen noch mehr Abwechslung. Eine nette Idee ist zudem das Deckungssystem, wobei die Spielfigur einen Gegenstand (Tisch) per Taste umkippt um Deckung zu erhalten. Nur dumm, dass dies oft zu lange dauert, so dass die Gegner einen schon umzingeln und man somit dann eh auf diese Funktion verzichtet und schon vorhandene Deckungsmöglichkeiten nutzt.

Fear war ein echtes HORROR-Erlebnis. Der zweite Teil ist immer noch für Schrecksekunden gut, kann aber nicht mehr vollends überzeugen. Der Horror verkommt zur Beilage. Sprich er ist da, aber als Spieler fühle ich mich in der Routine den Horror-Bedrohungen fast immer gewachsen. Manche Szenen wurden schlecht ins Spiel eingebaut. So wunderte ich mich, wieso in gewissen Situationen ein Effekt eingearbeitet werden musste. Wäre ein ruhiger Gang im Dunkeln manchmal nicht einfach gruselig genug gewesen, schließlich will ich mich auch als Opfer fühlen, entwaffnet oder mit nur wenig Munition. Eben nicht nur als überlegenen Soldaten. Die Psyche hätte mehr belastet werden können. So ähnelt es gelegentlich eher einer Geisterbahn.
Trotz allem, Fear 2 ist nicht schlecht, die Story (wenn man den 1. Teil kennt) vertraut und motivierend und die Kämpfe sind einfach der Hit, dank der K.I. und den verschiedenen Gegnerklassen. Die K.I. gehört auch weiterhin zu den Besten.
Echter Horror ist anders, ein Horrorkauf ist Fear 2 aber nicht. Der 2. Teil ist effektreicher, etwas abwechslungsreicher und steuerungstechnisch durchdachter. Doch zu welchem Preis? Der Horror verkommt zur Beilage, zur Gelegenheit einen Effekt einzubauen. Schlecht ist das Spiel keines falls. Die Kämpfe sind genial, die Grafik und Levels solide und teils besonders schön in Szene gesetzt. Auch wenn die Missionsziele nicht von Innovation zeugen, sie sind bewährt. Der Sound ist ein Vorbild für jeden Atmosphärenfan. Na ja…und die deutsche Zensur kratzt wiederum etwas daran.
Fear 2 ist auf jeden Fall ein Knaller, allerdings mit einem leichten Dämpfer. Vom Schockfaktor schlechter als Teil 1, grafisch und erzählerisch vom Potenzial besser. Wer einen Shooter mit effektreichem Horroreinschlag sucht, wird ihn hier finden. Für Leute die auf einem Resident Evil 5 oder einem Dead Space hoffen, stellt eure Erwartungen niedriger. Denn hier wird weniger geschockt als geballert. Hier wird es den geistern eher direkt gezeigt, als sich zu verschanzen! Für Fans des ersten Teils kein Fehlgriff! Für Leute die noch das Mädchen Alma kennenlernen wollen, eine Empfehlung, allerdings zusammen mit Teil 1!

Dieser Beitrag wurde vom User “Datenfeder” eingereicht.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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