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FIFA Football – Test / Review

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Veröffentlicht 18. März 2012 | 14:27 Uhr von Kevin

FIFAPSV-test-artikel

FIFA 12 verkaufte sich bereits mehrere Millionen mal für die PlayStation 3, die Xbox 360 und den PC. Nachdem EA Sports diese hohen Zahlen verbuchen konnte und auch der Release der Vita stattfand, hat man sich nicht überraschend dazu entschieden das Franchise auf eben jene mobile Konsole zu portieren. Man wirbt dem Spruch: „So lassen sich Vorzüge wie das preisgekrönte FIFA-Gameplay der Konsolen, HD-Grafik und die größte Funktionsvielfalt, die EA SPORTS je für ein mobiles Gerät geschaffen hat, genießen.“ und ob dies auch so zutrifft erfahrt ihr im Test. vi_fifafootballg

Electronic Arts verspricht HD-Grafik im Miniformat und genau das ist ihnen auch gelungen. Man einfach den großen Bruder FIFA 12 genommen, an allen Seiten eine Ecke abgeschnitten und dann in die Vita gesteckt. Die Vita wird ja auch gemeinhin als Hosentaschen-PlayStation 3 bezeichnet und man muss zugeben das FIFA Football fast genau so wie auf den Konsolen nur kleiner aussieht. Das Versprechen hat EA Sports also schon mal gehalten, auch wenn hier und da einige Mängel wahrnehmbar sind. So ist zum Beispiel das Publikum sehr verpixelt, es gibt gelegentliche Ruckler in Wiederholungen und Zeitlupen und es kommt oft zu Clipping-Fehlern was nicht zuletzt an der fehlenden Player-Impact-Engine liegt. Man kommt auf der Vita also leider nicht in den Genuss von realistischeren Zusammenstößen und Stolperern. Abschließend bleibt zu sagen das FIFA Football den bisher schönsten Fussball auf eine portable Konsole bringt.

Nachdem die Präsentation bereits zu weiten Teilen überzeugt hat, widmen wir uns nun der Spielmechanik. Natürlich soll das jetzt nicht heißen das sich das Spiel schlecht steuern lässt oder ähnliches, ganz im Gegenteil, es lässt sich wirklich super spielen, aber Electronic Arts hat hier eher ein FIFA 11 als 12 auf die gezaubert, denn es wurde gänzlich auf das neue Tactical Defending verzichtet. Darum wird man in der Verteidigung wieder wie aus FIFA 11 gewohnt Dauer-Pressing begehen um dem Gegner den Ball abzunehmen. In der offensive waren wir hingegen überrascht das man trotz nur 2 Schultertasten den kompletten Umfang von Trick-Modifikator, Finesse-Shot, Sprinten und Spielerwechseln hat. Demnach muss man sich leider jedes mal umgewöhnen je nachdem ob man nun auf der Vita oder der PS3 spielt.

Leider völlig verloren fühlt man sich bei eingeschalteter Touch-Steuerung. Hiermit findet man im Spiel das größte aber auch gleichzeitig mitunter nutzloseste neu eingeführte Feature. Zum Beispiel müsst ihr bei Einwürfen auf den Platz tippen um zum Mitspieler zu werfen, zu einem anderen Spieler zu wechseln oder Pässe und Flanken zu spielen. Leider ist das Alles im normalen Aufbauspiel nicht zu gebrauchen und nur auf lange Distanz hilfreich wenn man auf dem Radar eine freie Anspielstation ausmacht die man mit einem normalen Pass nicht erreichen würde, aber selbst in solch einer Situation ist das umgreifen auf den Touchscreen sehr umständlich und dauert zu lange und außerdem raubt man sich so selbst den Blick auf’s Spielfeld.

vi_fifafootballh Etwas besser funktioniert die Touch-Steuerung bei Standartsituationen wie Elfmetern, Freistößen oder Ecken. Bei Elfmetern tippt man im richtigen Moment, wenn der der Pendel in der Mitte im grünen Bereich ist auf die Stelle des Tors wo man hinschiessen will und wie dolle man schießt hängt davon ab wie lange man mit seinem Finger auf dem Bildschirm bleibt. Die Ecken werden ausgeführt indem man den Spieler berührt den man anspielen möchte und dann per Druck die Höhe bestimmt. Besonders interessant scheint für viele die Touch Funktion bei Freistößen. Hier bestimmt man nämlich den Effet indem man mit dem Finger quasi über die Mauer malt. Leider hört sich das besser an als es in der Praxis ist, denn man hat kaum Zeit um das Ganze durchzuführen da der Spieler, sobald man den Bildschirm berührt, anläuft um gegen den Ball zu treten. Damit kann sich aber noch zufrieden gegeben werden, denn die Tatsache das die Flugkurve des Ball sehr ungenau nach dem Beispiel des Fingerwischens ausgeführt wird raubt hier ein wenig den Spaß.

Aber da ja nicht nur die Vorderseite der PlayStation Vita  über eine Touchbedienung verfügt, widmen wir uns nun der Touchpad Steuerung der Rückseite der Vita, denn diese kommt auch in FIFA Football zum Einsatz. Man muss sich das große sensible Rechteck auf Rückseite als Tor vorstellen und so gilt: Wo man hindrückt wird auch hingeschossen und je nachdem wie lange man auf das Rückseiten-Pad hält desto stärker wird geschossen. Das Manko, man wird es sich bereits denken können, ist dass man nicht sieht wo man hindrückt, was aber nach kurzer Eingewöhnungszeit relativ gut funktioniert. Wie schon bei der Touchscreen-Bedienung hat man im hektischen Aufbauspiel keine Zeit um das Pad zu benutzen. Nur in der Arena oder nach Ecken und Flanken funktioniert alles wunderbar da man den Ball präzise in die Ecken des Tors setzen kann um den Torhüter stehen zu lassen.

Leider ist das System in hektischen Situationen auf Grund der hohen Sensibilität kaum zu brauchen. Eines der größten Probleme ist, dass man während des Spielens nicht die Rückseite der Vita berühren darf, was manchmal sehr umständlich und ungemütlich ist da einem so über längere Zeit gern mal die Hände anfangen weh zu tun. Zwar kommt in Positionen auf dem Feld in denen die Touchsteuerung noch nicht funktioniert ein Hinweis das man die Finger auf dem Pad hat, aber sobald man in die richtige Entfernung kommt um zu schießen muss man aufpassen da der Spieler einfach losschießt. Vom Vorteil bei dieser Steuerungsart ist die Tatsache das sie ganz einfach im Menü ausgeschaltet werden kann. vi_fifafootballc

Kommen wir zum Umfang. Dieser fällt leider sehr viel kleiner aus als auf der Konsole. In den Einstellungen hat man die gleichen Möglichkeiten wie zum Beispiel bei der Steuerung, Schuss- und Passhilfen, Halbzeitlänge, Bälle und alles weitere. Man kann sich sogar einen Virtual Pro erstellen, aber ohne dass man sein Game Face runterladen kann. Einen Karrieremodus über 15 Jahre ist auch im Spiel enthalten. Und auch die Arena feiert ihr mobiles Debüt. Auf Ultimate Team haben die Entwickler komplett verzichtet. Und bei einem Blick auf den Online Part des Spiels wir man den größten Schrecken bekommen. Man bekommt hier auf der PlayStation Vita nur einfache Einzelspiele, Freundschaftsligen und Statistiken zum anschauen. Die Mann gg. Mann Saisons und die Clubspiele wurden weggelassen, dabei sind doch gerade die Mann gg. Mann Saisons die großen Renner bei den Spielern mit der Motivation Division 1 zu erreichen. Der EA Sports Football Club ist ebenfalls nicht enthalten. Wenn man dann einmal Online spielt muss man feststellen das ein Großteil der Spiel nicht ohne Ruckler auskommen und so zur Zitterpartie werden.

Unser Fazit

85 %

EA macht vieles richtig und bringt eine Mischung aus FIFA 12 und FIFA 11 auf die mobile Konsole von SONY, die PlayStation Vita. Grafisch und atmosphärisch reicht der FIFA Football an den großen Bruder heran, macht dann aber bei Spielmechanik wieder ein paar Fehler. So fehlt unter Anderem das Tactical Defending und die Player Impact Engine die auf der Heimkonsole schon für viel Furore gesorgt hat. Für unterwegs ist dieses Spiel eine wirklich gute Alternative das aber an das allgemeine Feeling der großen Konsolen keineswegs heranreicht. Die Touch-Mechanik hätte sich EA auch sparen können. Hätten sie lieber alle neuen Features aus FIFA 12 übernommen anstatt notgedrungen die Bedienungsmöglichkeiten der Vita ins Spiel zu bringen. Zum Glück kann man den Touch-Unfall im Menü leicht deaktivieren. Gerade in Sachen Online-Spiel bekommt FIFA Football einen großen Minus-Punkt, da hier einfach die genialen Mann gg. Mann Saisons fehlen. Alles in Allem ist dieses Spiel in weiten Teilen zu empfehlen das es für den ersten Ableger für die Vita doch recht ordentlich ist.

Pro

  • guter mobiler Umfang...
  • super Grafik
  • gewohntes FIFA Lizenzpaket
  • Virtual Pro auch vorhanden mit allen Leistungen
  • kompletter Steuerungsumfang trotz nur 2 Schultertasten
  • clevere KI
  • guter Sound

Kontra

  • ...der nicht an den großen Bruder heranreicht
  • sinnlose Touchsteuerung
  • eher FIFA 11 als 12
  • Ruckler in Wiederholungen
  • rucklige Onlinepartien

Unsere Bewertung

Grafik
 
86 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
77 %
Gameplay
 
88 %
Multiplayer
 
83 %
Spielspaß
 
89 %

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