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FIFA Street – Test / Review

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Veröffentlicht 2. April 2012 | 21:20 Uhr von Kevin

FIFA Street Test Artikel Bild

Nachdem im Februar 2008 der letzte Teil der FIFA Street Reihe, FIFA Street 3, erschien, entschied sich Electronic Arts nun fast genau 4 Jahre später ebenfalls im Februar ein neues FIFA Street auf den Markt zu werfen. Geworben wird mit über 50 Tricks, der aus FIFA 12 übernommenen Player Impact Engine, 35 Spielorten und einer großen Anzahl an Vereinen und Nationalmannschaften. Außerdem wird sich von dem eher schrillen und comichaften Stil des dritten Teils abgewandt und der realistischen Optik von FIFA 12 die Arme geöffnet. Ob und wie EA Sports das geschafft hat, oder eben nicht, erfahrt ihr genau hier im Test.

Irgendwie dahin wo alles begann… ps3_fifastreetb

Nach nun genau vier Jahren und allen aufgegebenen Hoffnungen auf einen neuen Titel der FIFA Street Serie ist es nun endlich soweit: EA Sports will uns ultrarealistischen Strassenfussball auf die heimischen Bildschirme zaubern. FIFA Street 3 kam bei der Masse auf Grund des comichaften Stils und des unrealistischen Gameplays nicht gerade gut an. Es geht um den harten und trickreichen Fussball der Strasse. Wir werden uns also nicht in riesige Stadien wie das Camp Nou oder das Old Trafford mit mehreren zehntausenden Fans begeben und lieber auf kleine Spielplätze und Parks zurückgreifen um unseren Traum zu leben. Auch wenn man nicht mit 50.000 Fans rechnen sollte gibt es beim brandneuen Modus Futsal auch Stadien in den Metropolen der Welt in denen zumindest 15.000 Leute Platz finden. Und je nachdem welchen Modus man spielt variieren die Regeln, die Anzahl der Spieler und ob man überhaupt ein Spiel nur durch Tore für sich entscheiden kann.

War es in den Vorgängern noch sehr leicht total krasse und atemberaubende Tricks aufs Parkett zu legen, versucht man nun ein wenig mehr Anspruch ins Spiel zu bringen, denn man nähert sich eher der Tricksteuerung aus FIFA 12 an, auch wenn es trotzdem noch um einiges leichter sein dürfte Tricks zu zeigen. Optisch versucht EA nicht nur FIFA 12 nah zu kommen, sondern schafft es das FIFA Street komplett wie der große Bruder daher kommt. Man wird sich im Spiel auch weniger  auf das hin und her passen zwischen den Spielern konzentrieren müssen sondern wird oft die Tricks einsetzen müssen um zum sein Ziel zu erreichen. Im Allgemeinen muss man wenigstens die Grundlagen der Tricks im Spiel wie Pannas beherrschen, denn es gibt einen Modus im Spiel bei dem man nur Punkten kann nachdem man vor dem Treffer noch die Gegner mit Pannas oder anderen Tricks stehen lassen hat.

In der Abwehr hat man im Spiel nicht die großen Möglichkeiten eines FIFA 12. Es gibt fast nur beim Futsal gelegentliche Unterbrechungen durch zu rüdes reingehen in den Mann und Karten gibt es wie gewohnt garnicht im Spiel. Auf die Möglichkeit einen Gegner mit einer Grätsche, wie es in den ersten Teilen noch möglich war, völlig brutal von den Beinen zu holen, wurde komplett verzichtet. Teils gut teils schlecht aus dem Grund da das Grätschen auf den vielen kleinen Spielplätzen im Spiel zu vielen Orgien führen würde und man schnell die Lust verliert weil man einfach nicht am Gegner vorbeikommt. Auf der anderen Seite vermisst man die Grätsche in vielen Situationen schon sehr. Zum Beispiel wenn der Gegner mal am Ball ist und es einem völlig unmöglich vorkommt ihm den Ball zu entlocken. Vielleicht hätte EA Sports hier eine Lösung finden sollen in der man wenigstens auf großen Feldern härter und körperbetonter in die Zweikämpfe gehen kann. So bleibt einem nur ein ähnliches Verteidigungssystem wie man es aus FIFA 12 mit den fairen Zweikämpfen kennt.

ps3_fifastreeth Lass den Ball tanzen

Dank umfangreichem Motion Capturing sehen die ca. 50 im Spiel enthaltenen Tricks allesamt super toll und realistisch aus. Wenn sich ein wenig mit den “Tastenkombinationen” der verschiedenen Tricks auseinandersetzt, wird man innerhalb kürzester Zeit spektakuläre Tricks und Dribblings auf den Platz hämmern. Dank des im Spiels enthaltenen Trainigsplatzes, kann man alle Tricks auch abseits eines Spiels ganz ruhig trainieren, kennenlernen und sich aneignen. Da leider keine Spielanleitung beiliegt muss man jedes mal den Übungsmodus beenden und auf die spielinterne, virtuelle Anleitung zurückgreifen müssen. Ansprechend wäre vielleicht eine Art Schule gewesen in dem einem alle Tricks beigebracht werden. Ein kleines Manko gibt es bei den Tricks dennoch zu verzeichnen: Egal mit wem man spielt, jeder kann alles. Das heißt es ist vollkommen egal ob man mit Lionel Messi oder  Torsten Frings spielt, beide haben die gleiche Reichweite an Tricks und können auf gleiche Art und Weise die kompliziertesten Tricks ausführen. Nur in Statistiken wie der Schnelligkeit, dem Passen, dem Schießen oder der Athletik unterscheiden sich die vielen Spieler. Dank des bekanntlich sehr umfangreichen Lizenzpaket verfügt auch FIFA Street über eine sehr große Auswahl verschiedenster Vereine und Nationalmannschaften. Leider sind größtenteils nur die großen Ligen aus Europa im Spiel. Asiatische Mannschaften wurden komplett aussen vor gelassen und aus Amerika ist nur die MLS vorhanden. Besonders in Richtung Amerika kommt einem eine Liga in den Sinn die kaum vergessen werden darf wenn es um trickreiches hantieren mit dem Ball geht: Die Serie A aus Brasilien. Vielleicht hätte EA nochmal die Checkliste der Länder rausholen sollen die im Spiel dabei sein müssen, denn Brasilien, das Land des Sambas und des trickreichen Fussballs, gehört unter allen Umständen dazu.

Selbst ist der Mann

FIFA Street kommt schon von vornherein mit einigen total unterschiedlichen Spielmodi daher. So zum einen das klassische FIFA Street Erlebnis in dem man 5 gegen 5 spielt und es darauf ankommt in zwei Halbzeiten so viele Tore wie möglich zu schiessen. Das Spiel nach Panna-Regeln: Hier bekommt man für einen Panna, also einen Tunnel, 3 Punkte, für ein Austricksen in der Luft 2 Punkte und für jegliche andere Methoden wie das Roulette oder Übersteiger 1 Punkt. Häuft man nun eine bestimmte Zahl an Punkten an gehören diese einem aber nicht direkt sondern man muss noch ein Tor schiessen um die Punkte zu bestätigen. Das Panna-Spiel wird im häufigsten Falle im 2 gegen 2 Spiel ausgetragen. Der Spielmodus “Letzter Mann” ist bei der Community sehr beliebt. Hier spielt man meistens 4 gegen 4 und das ohne Torhüter, aber dafür mit sehr kleinen Toren. Wenn man hier mit einem Spieler ein Tor schiesst muss dieser vom Feld. Das aber nicht weil er etwas falsch gemacht, sondern weil es darum geht als erstes keine Spieler mehr auf dem Platz zu haben. Und zu guter Letzt gibt  es noch das benutzerdefinierte Spiel. Hier wählt man den Modus aus und hat dazu noch die Wahl wie viele Spieler auf dem Feld sind, wie lange eine Halbzeit geht oder ob es überhaupt nach Zeit und nicht eher danach geht wer als erstes eine bestimmte Anzahl an Toren erzielt hat. Wieder mit von der Partie ist eine Art Social Network. Dieser News Feed zeigt euch an was eure Freunde so treiben und ob sie Tore hochgeladen haben. Ohne Online-Pass schaut ihr hier aber in die Röhre. Bei den Spielorten hat sich Electronic Arts nicht lumpen lassen einige Highlights in Spiel zu bringen.  Von kleinen Gummiplätzen über ein Feld vor der Notre Dame und Futsal Arenen bis hin zu über zehntausend Fans umfassende Ministadien ist alles im Spiel dabei. Die Felder sind in den größten Städten der Welt wie Rio, Amsterdam, Berlin, London oder New York angesiedelt.

Around the World ps3_fifastreetj

Als größter Modus des Spiels stellt sich ziemlich klar der “World-Tour” heraus. Wenn man den Modus das erste Mal startet, wird man sich zuerst seinen Virtual Pro erstellen müssen. Wenn man FIFA 12 sein Eigen nennt und dort auch einen Virtual Pro besitzt wird man seinen Spielstand importieren können, was einem leider nicht viel bringt ausser das man den Namen, die Nummer, die Herkunft und den Rest nicht mehr eingeben muss. Vom Können her hat man dank dem Importieren null Vorteil und das gegebenenfalls erstellte Game Face wird auch nicht übernommen da, man kann es nicht glauben, die Funktion für das Game Face garnicht im Spiel enthalten ist. Was man sich dabei gedacht hat weiß nur EA Sports alleine. Auf jeden Fall wird man sein erstes Spiel direkt nach erstellen des Virtual Pro bestreiten. Man kickt gemeinsam mit ein paar lässigen Typen die dann auf die Idee kommen ein Team zu bilden. Ab da an fängt die Jagd auf die Weltherrschaft an. Anfangs spielt man nur regional ein paar Turniere, dann Landesweit, dann Europaweit und dann kämpft man weltweit um die Krone. Besonders in späteren Stufen der World Tour muss man gegen Spitzenteams wie Barca, Bayern und Chelsea antreten. Man kann dort allerlei Spielorte und Klamotten für sein Team freischalten. Dies beinhaltet Dinge wie Pullover, Shorts, Sonnenbrillen und neue Schuhe. Man kann sich auch aussuchen ob man die einzelnen Spiele und Turniere gegen den Computer oder Online spielt.

Unser Fazit

87 %

Nach nun 4 Jahren ist es ein gutes Gefühl endlich mal wieder guten Strassenfussball auf der Konsole zu haben. Wobei das Wort "gut" eher auf FIFA Street 2 als 3 zutrifft und der Spaß damit noch länger zurückliegt. Die Player Impact Engine die bereits in FIFA 12 zum Einsatz kam ist die perfekte Ergänzung für gelungenen Strassenfussball. Sie sorgt wie gehabt für realistische Kollisionen und besser aussehende Tricks. Es kommt in allen Bereichen des Spiels großer Spaß auf, ob nun online gegen die Welt, gegen einen Freund der neben einem auf der Couch sitzt oder auch gegen den Computer der selbst auf "Hart" noch fair bleibt und besiegbar ist. Die World-Tour sorgt mit ihrer Abwechslung und ständig neuen Goodies die man durch's spielen freischaltet für massig Motivation und kann lange begeistern. Im Online Aspekt des Spiels bekommt man den aus FIFA 12 bekannten Saison-Modus serviert der ebenfalls über sehr lange Zeit zu motivieren weiß. Leider war es das im Rahmen der Online-Modi auch schon wieder. Neben den selbsterstellten Mannschaften wird man auch mit Vereinen und Nationalmannschaften aus allerlei Ländern spielen können. Abschliessend bleibt zu sagen das FIFA Street ein durchaus gelungenes Spiel ist mit dem lange und vor allem viel Spaß haben kann.

Pro

  • Abwechslungsreiche und motivierende World-Tour
  • Haufenweise Spielvarianten
  • über 50 realistische Tricks
  • Player Impact Engine enthalten
  • Sehr gute FIFA 12 Optik
  • Viel Freischaltbares
  • Guter Online-Modus
  • Sehr viele Arenen und Spielorte
  • lässige Musik

Kontra

  • Handbuch nur digital verfügbar
  • Langweiliges Publikum
  • Bandenspiel sehr schwer

Unsere Bewertung

Grafik
 
87 %
Sound
 
88 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
88 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
90 %

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