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Final Fantasy IV: The Complete Collection – Review

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Veröffentlicht 27. April 2011 | 17:34 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 3. Mai 2015

Cecil 1

Square Soft, heutzutage SquareEnix, ist in der Videospielwelt kein unbekannter Publisher. Jeder der den Namen hört muss unfreiwillig an die Final Fantasy-Reihe denken. Seit 1987 dominiert die Final Fantasy-Serie über das Japano-RPG-Genre, besonders im Westen. Doch Square Enix ruht sich nicht auf den eigenen Lorbeeren aus – nach über dreizehn verschiedenen relativ erfolgreichen Ableger der Reihe, stellt man sich auch neuen Herausforderungen. Und ganz nebenbei setzt man die alten Klassiker neu auf. FF IV erschien bereits 1991 für das SNES, 1997 dann die Neuauflage für die PlayStation, die allerdings erst 2002 seinen Weg nach Europa fand. 2005 war der Game Boy Advance an der Reihe, 2007 erschien es für den Nintendo DS und nun – 2011 – auch für die Sony PSP. Es dürfte also keine Generation an Final Fantasy vorbeigeschlittert sein. Ich habe mir die Final Fantasy IV: The Complete Collection für euch ganz genau unter die Lupe genommen und will euch erklären, warum die Rehabilitierung des 1991 erschienenen Japano-RPGs das bisher beste Remake ist.

 

Wie der Name “The Complete Collection” schon vermuten lässt, erwartet euch neben Final Fantasy IV zusätzliche verschiedene Handlungsstränge. Fangen wir doch gleich bei dem Kerntitel der Sammlung an, Final Fantasy IV. Der dunkle Ritter Cecil wird gegenüber dem Königreich Baron, welches er mit Leib und Seele dient, misstrauisch. Der Geisteszustand des Königs von Baron hat sich zunehmend verändert – auf seiner besessenen Suche nach den Kristallen, von denen er sich unermessliche Macht erhofft. Cecil kann mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, unschuldige Menschen zu töten für die Ziele des machttrunkenen Königs. Sein Misstrauen führt zu einer Strafversetzung – und Cecil lehnt sich letztendlich gegen das Königreich auf. Final Fantasy IV hat schon damals auf dem SNES für seine Zeit eine unglaublich komplexe und dynamische Story bieten können: Das Spiel bietet plötzliche Wenden im Handlungsverlauf, individuelle Schicksale und Intrigen der einzelnen Figuren. Und natürlich allerhand schrecklicher Kreaturen und Endgegner. Doch die komplette Sammlung bietet für uns Europäer noch etwas viel Interessanteres: In Japan erschien vor einiger Zeit Final Fantasy IV: The After Years als Handyspiel. Wir dagegen gingen wie so oft bisher leer aus. Doch bei dem Remake für die PSP dürfen auch wir Europäer endlich erfahren, was nach Cecils Sieg über das Böse geschieht. FF IV: The After Years beginnt direkt nach Cecils Krönung zum König von Baron. Neben altbekannten Charakteren dürft ihr auch neue Gesichter kennenlernen, wie zum Beispiel Ceodore, dem Prinzen von Baron. The After Years, ist anders als von mir erwartet ein richtig umfangreiches “AddOn” das euch mehrere weitere Stunden an den Bildschirm fesselt. Für Fans der Reihe die den vierten Teil schon kennen, lohnt sich der Kauf der “Complete Collection”. Alleine schon für die beiden Sequels, denn die stehen dem Meisterwerk aus dem Jahre 1991 in Nichts nach. Hiermit kommen wir auch zum letzten Spiel der Sammlung; FF IV: Interlude. In Interlude könnt ihr die Ereignisse nach dem Finale vom vierten Teil bis hin zum Beginn in The After Years durchleben. Von der Spielreihenfolge aus solltet ihr also Interlude zwischen die beiden Abenteuer schieben. Das Verbindungsszenario bietet zwar deutlich weniger Spielzeit als die beiden Hauptteile, schafft es aber dennoch auf solide 15 Stunden. Geschrieben hat die kleine Geschichte Takashi Tokita, der euch erneut in die Rolle von Cecil schlüpfen lässt. Cecil und Cid fliegen mit dem Luftschiff zum Damcyan Schloss, dort warten bereits Palom, Porom und Yang sowie Edward auf, um dessen Wiedereröffnung zu feiern. Zwar könnt ihr keinen Fortschritt aus FF IV übertragen, dafür startet ihr mit Cecil und Rosa auf Stufe 30.

Alles beim alten

Klassisch wie in jedem RPG sammelt ihr durch Quests und erlegte Monster Erfahrungspunkte, diese könnt ihr aber leider nicht selbst in Skills oder Statuswerten investieren sondern werden automatisch von dem Spiel gemanagt. Auch die Entwicklung der Magie und Kampffähigkeiten eurer Charaktere könnt ihr nicht beeinflussen, lediglich die Ausrüstung kann durch bessere Gegenstände ausgetauscht werden. Dabei habt ihr die Möglichkeit manuell Hand anzulegen oder durch eine Optimierungsfunktion den ausgewählten Charakter mit dem bestmöglichen Equipment zu versehen. Die Kämpfe sind also sehr stark davon beeinflusst, wie eure Gruppe zusammengesetzt ist. Leider könnt ihr auch dies nicht beeinflussen – der Handlungsverlauf gibt vor, welche Personen sich euch anschließen und welche nicht. Manche verlassen durch Ereignisse der Story eure Gruppe wieder und reißen oft schwere Lücken in die Balance des eigenen Teams. So kann der Weg bis zum neuen Gefährt stark erschwert werden, da die Kraft eines weiteren Mitstreiters fehlt. Ihr könnt euch also nie darauf verlassen, dass ein Charakter sich durchgehend in eurer Gruppe befindet. Ja sogar der Protagonist selbst (Cecil oder Ceodore) steht nicht immer im Mittelpunkt des Geschehens und kann durch unterschiedliche Nebenhandlungen, die für das Gesamtbild der Story von großer Bedeutung sind, das Zepter an einen anderen Charakter weiterreichen. Das mag zwar dem Spielgefühl und der Geschichte etwas Dynamik verschaffen, kann aber auch sehr störend auf einen wirken, wenn man gerade einen Schützling aus den eigenen Reihen etwas aufgepäppelt und liebgewonnen hat.

Was ist neu?

Anders als wie bei dem Nintendo DS Remake, bleibt die PSP-Fassung der original 2D Grafik treu. Natürlich ist der Stil 2D oder 3D Geschmackssache, ich persönlich ziehe den PSP 2D-Stil vor. Die Umgebungen, Charaktere und Kreaturen entsprechen dem SNES Original wurde aber deutlich einem Feinschliff überzogen. Der Pixel-Krieg wurde auf dem SNES gelassen und die Zeichnungen auf der PSP-Variante wirken farbenfroh und detailreich. Natürlich merkt man auch bei dem aufpolierten Remake das der Titel nicht ganz frisch ist. Aber dafür das Final Fantasy IV stolze 20 Jahre auf dem Buckel hat, ist die technische Umsetzung definitiv gelungen. Ganz besonders hervorzuheben sind die grandiosen Sounds, die nur ein Final Fantasy bieten kann. Epische und stimmungsvolle Kompositionen führen euch durch die packende Handlung der Geschichte. “The Complete Collection” bietet eine Funktion an, sich seine eigenen Playlisten zusammen zustellen, ihr könnt also selbst bestimmen welcher Sound euch durch euer Abenteuer begleiten soll. Zur Auswahl steht ein umfang reiches Repertoire der musikalischen Kunstwerke. Eine Synchronisation hat es auch auf die PSP-Fassung nicht geschafft, alle Dialoge verlaufen in Textform. Leider gibt es keine deutschsprachige Fassung, hier ist gutes Englisch gefragt. Spieler, die mit Englisch ihre Probleme haben können sich schnell von den Textlawinen überfordert fühlen und wichtige Elemente für das meistern der Quests überlesen. Ebenfalls etwas desorientierend sind die merkwürdigen Musik-Pausen, die während des Spiels eingelegt werden. An diesen Stellen schweigt euer Handheld euch an. Diese bedrückende Stille ist zum Glück nur von kurzer Dauer und wird durch das Neuauflegen des nächsten Musik-Titel durchbrochen. Spielerisch bleibt fast alles beim Alten außer dass es im  Vergleich zu Final Fantasy IV in The After Years noch einen weiteren Aspekt, der das Spiel stark beeinflusst gibt. Je nachdem, wie der Mond steht, wirkt sich dieser auf Angriffe und Fähigkeiten aus. Beispielsweise kann der Waffenschaden stark erhöht werden, aber zugleich weiße Magie extrem geschwächt werden. Das beeinflusst eure Kampftaktiken und Ausrüstungsgegenstände, durch das Feature werden Kämpfe deutlich abwechslungsreicher und sorgen für mehr Herausforderung.

Unser Fazit

90 %

Die Remakes von Final Fantasy IV kann man nicht mehr an einer Hand abzählen. Mit der PSP-Variante ist SquareEnix das bisher schönste und umfangreichste Remake gelungen. Alleine die beiden Sequel-Episoden FF IV: The After Years und Interlude bietet rund 35-40h zusätzliche Spielzeit. Für Kenner des vierten Teils ist die "Complete Collection" fast schon ein Pflichtkauf. Hinzu kommt der großartige Soundtrack der die epische Geschichte untermalt. Mit der Playlisten-Funktion könnt ihr bestimmen welche Kompositionen euch durch das Spiel begleiten. Leider reißen die Lücken zwischen den einzelnen Titeln das Spielgefühl etwas runter. Auch das Fehlen einer deutschsprachigen Textfassung, kann für Spieler, die nicht der englischen Sprache bemächtigt sind, ein Problem darstellen. Grafisch lehnt sich das PSP-Remake stark an das 1991 SNES-Original an und verfeinert die 2D-Grafik zeitgemäß. Zur Zeit wird die Final Fantasy IV: The Complete Collection nur in einer Special Edition vertrieben für ca. 35€. Als Zusatzinhalt erwarten euch ein paar Artworkkarten, ein Cecil Bildschirm-Reinigungstuch und einen besonderen herunterladbaren Inhalt, der in DISSIDIA® 012[duodecim] FINAL FANTASY® verwendet werden kann. Final Fantasy-Fans dürften mit "The Complete Collection" ordentlich versorgt sein, aber auch Quereinsteiger können getrost zugreifen.

Pro

  • drei epische Geschichten
  • viele spielbare Charaktere
  • originalgetreue und verbesserte 2D-Grafik
  • grandioser Soundtrack
  • abwechslungsreiches Monster-Design
  • viele Bosskämpfe
  • Playlist-Creator
  • gutes Interface
  • massig unterschiedliche Zauber
  • abwechslungsvolle Dungeons
  • Nebenquests
  • interessante neue Features
  • traumhafte Videosequenzen

Kontra

  • kein Deutscher Bildschirmtext
  • nervige Soundpausen
  • etwas ungenaue Bewegungssteuerung
  • kein Einfluss auf die Charakter
  • an einigen Stellen sehr schwer

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
90 %

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