Final Fantasy XIII-2 - Test/Review - insidegames

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Final Fantasy XIII-2 – Test/Review

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Veröffentlicht 26. Februar 2012 | 14:04 Uhr von Lucardis

Final Fantasy 13-2 - News (150 x 150)

Kann einen eine Spiele-Reihe nach über 13 Teilen wirklich noch in den Bann ziehen? Man kennt es ja aus Filmen: Der erste Teil ist super, der Zweite geht so und der Dritte ist meist doch eher enttäuschend. Square Enix hat mit Final Fantasy XIII-2 vor kurzem einen weiteren Ableger der Final Fantasy-Reihe auf den Markt gebracht und führt so die Geschichte weiter, die sie bereits in Final Fantasy XIII begonnen haben. Ob auch dieser Ausflug ins Universum der berühmten Rollenspielserie wieder ein Erfolg ist, oder ob die Luft langsam raus ist, erfahrt ihr natürlich hier in unserem Test.

final_fantasy_xiii-2_1 Im neusten Ableger, der 3 Jahre nach dem Vorgänger spielt, dreht sich alles um Serah. Sie hat Visionen von ihrer Schwester Lightning, wie sie in der mysteriösen Stadt Walhalla gegen einen mächtigen Gegner kämpft. Doch das kann eigentlich gar nicht sein, denn Lightning gilt nach den Vorfällen aus Final Fantasy XIII als vermisst, niemand weiß, ob sie überhaupt noch lebt. Serah jedoch ist sicher, dass es ihrer Schwester gut geht und sie irgendwo sein muss. Zudem erscheinen auch noch überall Zeitanomalien und ein junger Mann namens Noel taucht auf. Zusammen mit ihm reist Serah von nun an durch die Zeit, um Lightning zu finden, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn alles, was das Gespann unternimmt verändert Zukunft wie Vergangenheit, außerdem wissen sie nie, wo und in welcher Zeit sie als nächstes landen werden. Doch das sind noch lange nicht alle Probleme, denen sie sich auf ihrer Reise stellen werden.

Neben vielen alten Bekannten, wie Hope oder Snow aus dem Vorgänger begegnen den beiden auf ihrer Reise auch neue Gesichter, die nicht unbedingt alle friedlich gesinnt sind, wie der mysteriöse Caius und die Zeitenseherin Jul, die offensichtlich etwas im Schilde führen.

final_fantasy_xiii-2_2 Da einem auf dem Weg durch die Zeit natürlich auch viele Gefahren begegnen, muss man sich zur Wehr setzen. In Final Fantasy XIII-2 regieren nämlich die Zufallskämpfe. Wird man angegriffen sollte man möglichst den ersten Schlag landen, um einen Bonus zu bekommen. Dann wechselt das Geschehen in den Kampfbildschirm. Hier erwartet den Spieler eine Mischung aus Rundenbasiertem und Action-orientiertem Kampfsystem. Um anzugreifen muss sich der sogenannte ATB-Balken aufladen, was nach und nach ganz automatisch geschieht. Dann kann man seine Aktionen für den Angriff festlegen. Mächtige Attacken benötigen viel Platz des ATB-Balkens, schwächere Angriffe weniger Platz, so kann man also mit einem aufgeladenen Balken entweder wenige mächtige, oder viele schwäche Angriffe ausführen. Des Weiteren kann neben Serah und Noel noch ein Monster an deren Seite mitkämpfen. Genau wie Noel auch agiert es im Kampf selbstständig, wir können also nur Serah (oder wahlweise Noel) kontrollieren.
Um deren Tun aber in die richtige Richtung zu lenken gibt es sogenannte „Paradigmen“. Paradigmen sind eigentlich nichts anderes, als verschiedene Kampfstrategien. Jedem Charakter kann man eine Rolle im Kampf zuweisen, wie z.B. Brecher, Verheerer, Heiler etc.. Der Charakter mit der entsprechenden Klasse ist dann entweder auf Zauber, physische Attacken usw. spezialisiert. So kann man in einem Paradigma beispielsweise einteilen, dass man einen Brecher, einen Verheerer und einen Heiler in der Gruppe haben möchte, um ordentlich Schaden anzurichten. Stellt man auf ein anderes Paradigma, um wechseln die Charaktere automatisch ihre Klasse. Will man sich vor einem mächtigen gegnerischen Angriff schützen, wählt man also ein Paradigma mit vielen Verteidigern und Heilern. Was hier auf den ersten Blick recht kompliziert klingt ist in der Praxis aber recht einfach und gut anwendbar, wenn man sich reingefuchst hat.
final_fantasy_xiii-2_3 Generell sind die Kämpfe aber weniger spektakulär, als es sich anhört. Bei normalen Gegnern, die einem an jeder Ecke begegnen müssen Paradigmen meist nicht gewechselt werden und da die passenden Attacken automatisch vom Spiel ausgewählt werden, kann fast jede Auseinandersetzung mit einfach stupidem und monotonem drücken von „X“ (oder auch der “A”-Taste) beendet werden, was die Sache recht eintönig macht. Selbstverständlich kann man die Attacken auch selbst auswählen, das Spiel macht es von selbst aber meist ebenso gut oder sogar besser. Lediglich Bossgegner, die im Übrigen recht häufig vorkommen, können mal etwas kniffliger werden, mit etwas Training, oder runterschrauben der Schwierigkeitsstufe von normal auf leicht sind auch diese relativ gut zu besiegen. Was an dieser Stelle vielleicht noch erwähnt werden sollte ist die Vielfalt der Monster, welche mit viel Liebe zum Detail designt wurden. Nicht nur die Standardgegner gibt es in vielen verschiedenen Variationen, sondern auch die Bossgegner machen ordentlich was her, sei es in Sachen Größe oder Aussehen.
Nach einem jeden Kampf folgt außerdem eine Bewertung von 1-5 Sternen. Je besser man sich geschlagen hat, desto bessere Gegenstände springen als Belohnung raus.

Doch was wäre ein Rollenspiel ohne eine Entwicklung der Charaktere?! Dadurch, dass natürlich unsere Widersacher immer stärker werden, müssen auch Serah und Noel, sowie die gezähmten Monster geskilllt werden. Hierzu kann man im Kristarium die im Kampf verdienten Kristallpunkte, die ein Äquivalent zu Erfahrungspunkten darstellen, ausgeben. Man entscheidet sich für eine Klasse, die man gerade verbessern möchte und „kauft“ sich schlicht und einfach die Level-Leiter hoch und erlernt in bestimmten Abständen neue Angriffe, steigert seine Trefferpunkte oder erhält Boni, wenn man eine bestimmte Anzahl an Leveln aufgestiegen ist. Leider gibt es hier kaum eine Möglichkeit, die Gruppe Individuell zu entwickeln, da in der Hinsicht alles vorgegeben ist – Schade, hier wurde wirklich einiges an Potenzial verschenkt.

final_fantasy_xiii-2_5 Neben dem ausfechten von Kämpfen steht natürlich, wie für Rollenspiele so üblich, das erkunden der Gegend an, welche sich in FFXIII-2 wirklich außerordentlich atmosphärisch und detailreich präsentiert. Leider sind die Gebiete und Dungeons, wenn auch verzweigter als beim Vorgänger, weniger komplex ausgefallen, als angekündigt. Sie sind groß und haben manchmal mehrere Abzweigungen, sind aber recht übersichtlich in Sahen Orientierung, was nicht zuletzt an der sehr guten Karte liegt, die jederzeit aufgerufen werden kann.

Neben Schätzen, die man hier und da entdecken kann gibt es auch etliche hilfebedürftiger Mitbürger, die stets eine Aufgabe für unsere Truppe haben. Zwar sind die Nebenquests zahlreich, doch wiederholen sie sich recht oft und so bekommt man nicht selten den Auftrag etwas zu suchen oder ein Monster zu besiegen. Allerdings sind diese kleinen Aufgaben durch die Zeitreisen aufgepeppt worden. Es kann z.B. sein, dass die Sachen, die Gesucht werden Opfer einer Zeitanomalie geworden sind und erst später gefunden werden können, wenn man denselben Ort in einer anderen Zeit bereisen kann. Ist das erledigt spring natürlich eine Belohnung bei raus. Neben Gil, welches die übliche Währung in Final Fantasy darstellt, gibt es Erfahrungspunkte oder auch Fragmente, von denen es insgesamt 160 zu sammeln gibt. Hat man alle, winkt ein alternatives Ende.
Doch nicht nur die Nebenquest bringen etwas Abwechslung in den sonst geraden Story-Strang. Manchmal tauchen Zeitspalten auf und können nur durch das Lösen einiger Rätsel wieder geschlossen werden.
Was ich persönlich eine sehr witzige Idee fand und unbedingt erwähnt werden muss, war der Mogry-Wurf. Serah und Noel begleitet nämlich ein kleiner Mog, welcher für uns Schätze und andere Besonderheiten aufspüren kann. Scheint eine Schatztruhe für unser Team unerreichbar, kann der kleine Mogry das übernehmen: Serah packt ihn an seinem Bommel und schleudert ihn einfach über weite Abgründe oder UF hoch gelegen Plateaus, wo der Mogry dann den Schatz für uns einsammelt.

final_fantasy_xiii-2_6 Doch auch in Final Fantasy 13-2 geht nicht alles gemächlich zu und so gibt es des Öfteren die ein oder andere Actionsequenz. Wer jetzt denkt, dass man sich das Serientypisch epische Spektakel ganz in Ruhe ansehen kann, der irrt, denn mittlerweile haben auch bei FF die Quick-Time-Events Einzug gehalten. Sicherlich erfindet Square Enix durch diese kleinen „Reaktionstests“ das Rad nicht neu, dennoch macht es die Sache noch um einiges spannender.
Allerdings lenken die Quick-Time-Events, wie ja bereits angesprochen, unglücklicherweise vom Geschehen auf dem Bildschirm ab, was eigentlich schade ist, denn in Sachen Präsentation haben sich die Entwickler wirklich ordentlich Mühe gegeben. Die Cut-Scenes haben eine unglaublich gute Grafik. Die Protagonisten sehen klasse aus, sowie die Umgebung, die durch die zahlreichen Lichteffekte eine eigene lebendige Atmosphäre erhält. Auch außerhalb der filmreifen Sequenzen bekommt man einiges geboten, hier kann man wahrlich nicht meckern. Lediglich die Umgebung macht beim erkunden hin und wieder einen etwas kantigen Eindruck, welcher aber durch den Detailreichtum allemal wieder wett gemacht wird. Wahrlich episch werden die Grafik-Effekte, wenn Magie ins Spiel kommt. Sei es in Zwischensequenzen oder in Kämpfen, die man ausfechten muss, ist es jedesmal ein Feuerwerk, das einem auf den TV gezaubert wird. Die vielen Farben und Blitze, Feuer oder ein Sturm, der auf die Gegner geschickt wird lässt einen mit großen Augen vor dem Fernseher verweilen.
Auch die Zeitverwirbelungen werden einfach großartig, abstrakt dargestellt und lassen den Spieler noch tiefer in die Welt von Final Fantasy XIII-2 abtauchen.

final_fantasy_xiii-2_9 Ebenfalls in Sachen Sound hat man sich nicht lumpen lassen und einfach alles, was an Musikrichtungen eingefallen ist eingebaut, so hat man zumindest das Gefühl. Doch komischerweise scheint die Musikuntermalung trotz der Vielfalt an keiner Stelle unpassend oder aufdringlich, man hat einfach nichts dem Zufall überlassen. Von Rock /Metal bei epischen kämpfen, über J-Pop, wenn man die Gegend erkundet, bis zu orchestralen Klängen, wenn die Bösewichter auftauchen ist alles dabei und trägt natürlich nicht unwesentlich zur eh schon sehr dichten Atmosphäre bei.
Über die Synchronisation kann man auch kein schlechtes Wort verlieren. Die Stimmen passen durchweg zu den Charakteren und sind sehr gut gesprochen. Die komplette Sprachausgabe ist allerdings auf Englisch, man kann aber auf Wunsch den Deutschen Untertitel dazuschalten. Und auch sonst ist das Spiel sehr gut ins Deutsche übersetzt worden.

Unser Fazit

90 %

Square Enix‘ Final Fantasy XIII-2 ist wahrlich ein Rollenspiel-Gigant. Die spannende Story ist noch nicht so aufgewärmt, wie man es leider des Öfteren schon mal erlebt und hält einen die ganzen 30 Stunden, die man wohl für die Hauptgeschichte benötigen wird, bei der Stange. Auch Nicht-Kenner des Vorgängers können hier einsteigen, wenn man sich etwas über die Vorgeschichte informiert. Das volle Erlebnis hat man natürlich nur, wenn man die Vorgeschichte um Serah, Lightning und ihre Freunde kennt, da man in FFXIII-2 genretypisch viel Wert auf Story und Emotionen gelegt hat. Durch die tolle Grafik, die grandiose Musikuntermalung und die interessanten Charaktere wird um die Geschichte eine wunderbare Atmosphäre aufgebaut, die einen total in das Final-Fantasy-Universum abtauchen lässt. Man muss allerding auch eingestehen, dass hier und da einige Schwächen sind. Zeitweise ist Serah sehr anstrengend mit ihrer naiven Art und wie sie einem ständig mit ihrem Verlobten Snow oder Lightning in den Ohren liegt, komischerweise hat man aber nicht das Gefühl, dass sie sich wirklich freut, wenn sie alte Bekannte wiedersieht. Dazu gesellen sich das eintönige Kampfsystem, das abgespeckte Skill-System, oder auch die Ein oder Anderen Nebenquests, die sich sehr ähneln. Die Dungeons/Gebiete sind zwar nicht mehr so linear, wie noch im Vorgänger, doch auch im 2. Teil sind sie noch nicht sehr komplex. Des Weiteren werden viele Gebiete „recycelt“, dadurch, dass man sie in der Zukunft oder der Vergangenheit erneut besuchen muss. Generell lässt einem das Spiel aber schon einigen Raum zu entscheiden, was man als nächstes in Angriff nehmen möchte, da man durch die Chronosphäre, welche quasi einen Raum darstellt, durch welches man bereits geöffnete Portale zu verschiedenen Zeiten und Orten betreten kann, wie es einem gerade beliebt, zwischen den Gebieten umherreisen kann und die Möglichkeit besteht, optionale Quests abzuschließen. Wer also mal wieder ein richtig schönes Rollenspiel genießen möchte ist mit Final Fantasy XIII-2, trotz einiger Schwächen, sehr gut beraten.

Pro

  • tolle Grafik & Detailreichtum
  • dichte Atmosphäre
  • fesselnde Geschichte
  • epische Gegner, insbesondere natürlich die Bosse
  • nicht mehr so linear, wie der Vorgänger
  • Nebenquests

Kontra

  • monotones Kampsystem
  • abgespecktes Skill-System
  • Charaktere sind manchmal etwas naiv, insbesondere Serah
  • Gegenden werden duch Zeitreisen recycelt

Unsere Bewertung

Grafik
 
95 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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