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Flashback – Test/Review

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Veröffentlicht 18. August 2013 | 9:59 Uhr von Fabrice

Flashback

Kaum zu glauben aber der Summer of Arcade 2013 neigt sich schon wieder dem Ende zu. Nach dem genialen Brothers – A Tale of Two Sons und dem ebenfalls gelungenen Charlie Murder, geht es in Woche 3 mit dem Remake Flashback HD weiter.

Ein emotionales Abenteuerspiel und ein brutales Action-Rollenspiel haben wir schon, also wird auch diese Woche wieder die Richtung gewechselt. Flashback  ist ein Remake des gleichnamigen Spiels aus dem Jahr 1992. Ein komplett neuer Look, Zwischensequenzen mit Sprachausgaben verbunden mit dem klassischen Gameplay des Originals, sollen Nostalgiker wie auch ein jüngeres Publikum gleichermassen ansprechen. Wieso dieser Plan nicht wirklich aufgeht, erfahrt ihr in unserem Test zu Flashback !

Wer bin ich eigentlich?

Conrad B. Hart ist ein Agent des GBI, dem Galactic Bureau of Investigation. Er selbst weiss das nicht und wieso die Polizei ihm auf den Fersen ist, ist ihm genau so schleierhaft. Alles wird noch mysteriöser als er einen Holowürfel findet, auf dem sich eine Nachricht von ihm selbst befindet. Er muss nach New Washington und dort Ian treffen, einen Freund der ihm mehr über seine Vergangenheit erklären kann. Schnell wird ihm klar was passiert ist, denn er hat entdeckt das eine Ausserirdische auf der Erde unterwegs sind die sich als Menschen tarnen. Und, wie von ihm voraus gesehen, wurden seine Erinnerungen von diesen Aliens gelöscht. Wieso diese Aliens jedoch auf der Erde sind, muss noch heraus gefunden werden, denn nur er kann aufhalten was schon lange in Gang gesetzt wurde.

Flashback

 

Die Geschichte bleibt dem des Originals treu und wirkt, aus heutiger Sicht, natürlich wenig inspiriert. Wirklich problematisch ist das jedoch nicht, da sie nicht versucht mehr zu sein als sie eigentlich ist. Weniger gelungen sind da die deutschen Dialoge, welche oft wenig Sinn machen und eher merkwürdig daher kommen. Das grösste Problem ist jedoch die Länge des Spiels. Unser erster Testdurchgang dauerte nur magere 112 Minuten, trotz grossräumiger Erkundung der Umgebung und regelmässigen Besuchen in der virtuellen Realität. Positiv ist jedoch, das das Original aus dem Jahr 1992 direkt aus dem Hauptmenü angewählt werden und durchgespielt werden kann!

Wieso tust du denn nicht was ich will Conrad?

Spielerisch bleibt das Remake dem Original sehr nah, führt aber Mechaniken ein die man aus vielen anderen modernen Spielen kennt. Aus einer 2D Ansicht hüpft und kämpft man sich als Conrad durch die Spielwelt. Diese ist in vier erkundbare Regionen unterteilt, in welchen es immer wieder kürzere Abschnitte mit linearen Levels gibt. Der wohl wichtigste Bestandteil ist es, durch die Spielwelt zu springen und zu klettern. Ob das auf der Weltraumstation Titan oder der Erde selbst ist, man hangelt sich von Plattform zu Plattform, immer darauf bedacht keinen falschen Schritt zu machen. Das ist aber einfacher gesagt als gemacht. Die Steuerung fühlt sich einfach nicht allzu natürlich an, die Sprünge gehen nicht locker von der Hand und es ist einfach irgendwie altbacken. Besonders nervig wird es im Death Tower, einer Art Gameshow die in der Mitte des Spiels statt findet. Dort gibt es etliche Plattformen über die man Hüpfen muss, gepaart mit vielen Minen, Geschütztürmen und normalen Gegnern. Schnell kann sich auf Grund der unnatürlichen Steuerung Frust einstellen. Hat man sich dann einmal an das eher komische Steuerungsschema gewöhnt, ist das Spiel auch schon wieder vorbei. Dennoch, hat man die Steuerung verinnerlicht dann wird ein möglicher zweiter Durchgang deutlich angenehmer ausfallen.

Flashback

 

Doch es wird natürlich nicht nur gehüpft. Auch gekämpft wird immer wieder. Mit dem rechten Stick kann man mit seinem Blaster in einem 360 Grad Winkel zielen. Glücklicherweise geht das gut und einfach von der Hand. Dank einem Schild den man mit dem linken Trigger aktivieren kann und der aus dem Original bekannten Ausweichrolle, spielen sich die Kämpfe ziemlich dynamisch und angenehm. Leider füllen sich die Kämpfe immer ziemlich gleich an und allzu viel Variation bei der Gegnerwahl gibt es auch nicht, Bosskämpfe eingeschlossen.

Oh ein Upgrade!

Wie bereits erwähnt, ist das Spiel hauptsächlich in vier Regionen unterteilt die man relativ frei erkunden kann. Wer gerne erkundet, der stösst dabei auf Upgrades für seine Waffen oder die Molekularbrille, welche es einem ermöglicht die Upgrades schon von weitem zu sehen oder auch gefährliche, versteckte Fallen zu erkennen. Obwohl das an und für sich gelungen ist, nervt es das viele Abschnitte eben nicht ganz so frei erkundbar sind. Hat man beispielsweise den Dschungel am Start des Spiels verlassen, dann gibt es kein zurück. Man wird auch nicht darauf hingewiesen, das man an einer Stelle angekommen ist an der es nachher nicht mehr zurück geht. Ähnlich ist es in den linearen Zwischenleveln, wenn man z.B. einen Reaktor abschalten muss bevor er explodiert. Alle Objekte müssen eingesammelt werden bevor man das Ziel erfüllt, denn wird das gemacht, dann ist die Chance vertan und man müsste das Spiel noch einmal von vorne anfangen.

Flashback

 

Glücklicherweise bietet Flashback einem die Möglichkeit, ein neues Spiel, auch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad, mit dem gleichen Charakter neu zu starten. Dadurch können nicht nur verpasste Objekte geholt werden, sondern auch Conrad kann weiter verbessert werden. Eine der Neuerungen ist nämlich ein simples Rollenspielsystem. Für erledigte Gegner, abgeschlossene Missionsziele und gefunden Sammelobjekte, erhält man nämlich Erfahrungspunkte. Steigt man im Level auf, kann man Talentpunkte in drei verschiedene Bereiche investieren. Die Neuerung an und für sich ist zwar ganz nett, weltbewegend ist das Ganze aber nicht.

Erfahrungspunkte können auch in VR-Missionen gesammelt werden. Darin müssen verschiedene Kampfherausforderungen gemeistert werden, wofür man dann mit Erfahrung und Talentpunkten belohnt wird. Erneut ist das aber mehr Schein als Sein, denn es gibt nur drei VR-Missionen mit jeweils drei Herausforderungen. Diese bleiben aber immer gleich, nur der Gegnertyp ist unterschiedlich. Einmal erledigt, gibt es nicht mehr wirklich gute Gründe die Missionen zu wiederholen.

Unser Fazit

65 %

Eines ist schnell klar: Flashback HD ist ein Remake für alle die das Original kenne, lieben und erneut spielen wollen. Und aus diesem Blickwinkel, kann man eigentlich auch nicht viel falsch machen. Der 2.5D Look, die originalgetreue Geschichte und das Gameplay werden einen garantiert an die gute, alte Zeit erinnern. Zudem gibt es das Original auch noch oben drauf, problemlos zum herunterladen und mit einem neuen Controller spielbar. Wer aber keine nostalgischen Gefühle mit dem Spiel hat, wird wohl nicht allzu viel Freude haben. Die Steuerung ist einfach irgendwie unnatürlich, der Umfang viel zu gering und der Wiederspielwert kaum vorhanden. Moderne Neuerungen wie die VR-Missionen oder aufwertbare Fähigkeiten, sind einfach nicht genug um über die restlichen Schwächen hinweg zu sehen. Wer aber Flashback in all seinem Glanz wieder erleben will und das Original nicht mehr hat, der macht mit dem Remake überhaupt nichts falsch!

Pro

  • Nostalgie pur
  • Originalspiel enthalten
  • Dynamisches Kampfsystem
  • Lustige deutsche Übersetzung

Kontra

  • Zu ungenaue Sprung Steuerung
  • Kaum Umfang
  • Wenig Wiederspielwert
  • Moderne Mechanismen kaum der Rede wert

Unsere Bewertung

Grafik
 
74 %
Sound
 
68 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
62 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
61 %

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