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Fortified – Xbox One Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 4. April 2016 | 11:42 Uhr von Alexander Winkel

Letzte Änderung 7. April 2016

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Invasion der Marsianer. In Fortified wehrt sich eine kunterbunte Truppe an Helden gegen die außerirdische Plage und versucht die Erde zu retten. Entwickler Clapfoot kommt mit einem klassischen Tower Defense Spiel daher und buhlt um die Gunst der Strategen, die auch ein wenig Action sehen möchten. Wir haben uns zahlreichen Horden gestellt und liefern hiermit unseren Einsatzbericht für die Nachwelt. Wie viel steckt in diesem Download-Abenteuer?

Mit nur einem Blick erahnt man die Kulisse von Fortified. Schicker Schriftzug, leicht ausgebleichte Retro-Farben und Requisiten, die auch bestens in die 50er-Jahre B-Movies hinein gepasst hätten. Entwickler Clapfoot liefert mit Fortified eine klassische Homage an witzige Alien-Trash-Filme und ähnliche Kunstwerke. Immerhin wurde die Thematik komplett durchgezogen. Schlichte aber äußerst funktionelle Menüs begleiten uns durch das Abenteuer, welches mit zwölf Episoden vielleicht nicht sonderlich umfangreich gestaltet wurde, aber hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades doch recht happig ist. Zu Beginn bekommt die kunterbunt gemischte Heldentruppe noch einige Einweisungen und Tipps, damit man auch die komplexere Handhabe von Fortiefied intus hat.

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Auf dem Schlachtfeld trifft man auf eine Jetpack-”Pilotin”, ein Geheimagent, ein Captain der Marines sowie ein “Space Cowboy” mit Schrotflinte – allesamt haben sie ihre eigenen Marotten und sind daher auch leicht unterschiedlich in der Strategie gegen die außerirdischen Invasoren. Allen gleich ist ihre Planungsfähigkeit, denn in der ersten Phase einer jeden Mission (und auch Angriffswelle innerhalb einer Mission), wird zunächst das Schlachtfeld analysiert und der folgende Kampf vorbereitet. Es gilt die Rakete zu schützen, an der noch munter fröhlich die amerikanische Flagge flattert, um zum Schluss den Schauplatz verlassen zu können. Die Angriffswellen und deren Wege sind vorab bekannt und werden angezeigt. So kann man sich aus einem kunterbunten Repertoire an Fallen, Abwehrsystem und Raketen sowie auch zusätzlichen Soldaten mit unterschiedlicher Bewaffnung einen Schutzwall einrichten.

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Die Aliens selber warten gespannt an ihrem Spawn-Point und begutachten das Geschehen, bis der Heeresführer der Menschen das Kommando zur Verteidigung gibt und somit Phase zwei des Geschehens einleitet. Fortan schicken sich große Biester, UFOs und krabbeliges Getier an, die Menschen in Schüben anzugreifen und deren Rückzugsrakete zu zerstören. Der Spieler selber der das Kommando einer der Helden übernommen hat, kann dabei vollkommen frei durch die Gassen und Häuserschluchten rennen, zwischen zwei vorher ausgewählten Waffen hin und her schalten und die Gegner mit Schrotflinte, Raketenwerfer und Maschinengewehr aufs Korn nehmen. Was anfänglich noch wirklich simpel von der Hand geht, wird ab der fünften oder sechsten Mission dann doch langsam ganz schön happig. Denn der Schwierigkeitsgrad steigt rapide an und wirkt auch bisweilen nicht immer ganz ausgewogen.

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Doch mit jeden Abschluss einer Mission (und auch wenn diese wiederholt werden) bekommt man etwas Erfahrung und kann diese in weitere Schutzmaßnahmen investieren. Auf Dauer wächst das Repertoire an Verteidigungsmöglichkeiten dann doch recht rasch an und man kann seine Soldaten auch noch trainieren und dadurch verbessern oder aber die Waffensysteme etwas durchschlagskräftiger machen. Vor jedem Einsatz muss man sich aber für einige Dinge vorab entscheiden und innerhalb des Spiels liegt es letztendlich am vorhanden Geld, wie vielen Soldaten man den Lohn zahlen kann und welche Waffensysteme vor der Rakete installiert werden. Hier kommt dann auch ein wenig die Strategie durch, denn die Mittel sind endlich und man muss durchaus planen, wie man den Kampf gewinnen möchte. Vor allem die späteren Level haben das Problem, dass die Aliens dann doch von mehreren Seiten aus angreifen, der Held nicht überall sein kann und so manche Bestie an den eigenen Reihen vorbei schlüpfen und daher sehr gefährlich werden. Es kann dann durchaus auch gerne mal sehr frustrierend werden.

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Von Vorteil ist es, wenn man sich daher im Onlinekoop mit weiteren Einsatzleitern trifft, die einem unter den Arm greifen und die Verteidigung gegen die Massen an Feinden erleichtern. Bis zu vier Spieler dürfen sich gemeinsam den Herausforderungen stellen. Ob man so viele Partner findet, ist aber fraglich, denn spielerisch mag Fortified solide sein, optisch hat es aber wirklich eher Retro-Trash Status. Vor allem die Kulissen sind alles andere als ansprechend umgesetzt. Schlichte, detailarme Häuserschluchten scheinen geradezu von alten Konsolenabenteuern inspiriert zu sein und wecken so gar nicht das Gefühl, einen modernen Sci-Fi-Shooter im Tower Defense Gewand zu erleben. Immerhin sind die Helden recht witzig gemacht und die Aliens machen einiges her, auch wenn diese eher als Klonkrieger in den Kampf ziehen.

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Unser Fazit

60 %

Dieses trashige, an B-Movies und Alien-Invasionen angelehnte Tower Defense Spiel Fortified ist durchaus grundsolide umgesetzt, kann aber irgendwie auch nicht wirklich überzeugen. Zum einen ist der unausgegorene Schwierigkeitsgrad etwas ärgerlich für Solisten und zum anderen ist die Optik nicht sonderlich ansprechend. Die zwei Phasen des Gameplays sind aber nett. Zuerst wird der Kampf voraus geplant und ist aufgrund von finanziellen Mittel durchaus eingeschränkt, was sich natürlich auf die Strategie auswirkt. Anschließend darf man sich selber ins Geschehen stürzen und aus der Sicht einer dritten Person die Aliens aufs Korn nehmen. Wirklich spannend wirkt das Geschehen aber leider nicht. Wer ein Tower Defense Spiel der alten Schule und mit dem Setting schräger Alien-Filme haben möchte, kann einen Blick riskieren, ansonsten sollte man sich lieber für Alternativen entscheiden.

Pro

  • + Zwei Phasen: Kampfvorbereitung und dann die Actionsequenz.
  • + Schicke Comic­Sequenzen als Story­-Aufbereitung.
  • + Zahlreiche weitere Verteidigungssysteme lassen sich frei schalten und erleichtern den Kampf.
  • + 4­-Spieler Koopvariante.

Kontra

  • -­ Unausgeglichener Schwierigkeitsgrad, der vor allem Solisten nerven wird.
  • -­ Der Action­-Part ist etwas eintönig und leider nicht sonderlich ansprechend umgesetzt.
  • -­ Die Kulissen sind detailarm und langweilig.

Unsere Bewertung

Grafik
 
40 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
65 %
Spielspaß
 
60 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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