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Forza Horizon 4 – Test / Review

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Veröffentlicht 2. November 2018 | 18:11 Uhr von Alexander Winkel

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“Das Leben ist eine Party”, gern zitiertes Motto der Forza Horizon-Serie, welches in Großbritannien nun endgültig in all seinen Facetten ausgelebt wird. Das Festivalgelände wurde von Australien auf die europäische Insel verlegt und Fans heißer Sportwagen und deftiger Rennen auf der Straße, dem Schotter und Querfeldein feiern nun sogar das komplette Jahr hindurch. Saisonale Events über alle vier Jahreszeiten hinweg – die große Neuerung in Forza Horizon 4. Was sich sonst noch alles getan hat und was Playground Games dringend verbessern muss, erfahrt ihr in den folgenden Abschnitten. 

Fette Autos, lautstarker Motorensound und eine Party mit einem Blitzgewitter und einer kreischenden Menge auf ihrem Höhepunkt. Herzlich Willkommen beim Horizon Festival in Großbritannien, bei dem die Veranstalter nun wahrlich Größenwahn an den Tag legen. Nicht nur wurde das Festival zeitlich auf ein ganzes Jahr ausgeweitet, auch können die Fahrer sich abseits der Rennen und Veranstaltungen genüsslich in anderen Disziplinen austoben. Als Stuntfahrer werden Filmszenen gedreht, der Drift Club sucht neue Mitglieder und manch einer steuert passende Beiträge für einen aufstrebenden YouTube-Star bei. Es gibt reichlich zu tun und falls man doch mal die Füße hochlegen möchte, kauft man sich eine bescheidene Hütte, ein Strandhaus oder wird gar Burgherr eines ganzen Schlosses. Wer das nötige Kleingeld hat, kann dieses also nicht nur in teure Luxuskarossen und Tunings investieren, sondern auch am Immobilienmarkt teilnehmen.

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Die Forza Horizon Serie entwickelt sich immer mehr zu einem reinen Actionspaß-Spektakel für jeden, der sich mal gerne hinter das Steuer von alten Klassikern oder modernen PS-Schleudern setzen und einfach ein wenig Spaß haben möchte, ohne wirklich in den Rennen gefordert zu werden. Ähnlich der Motorsportserie wird zunächst ein weiblicher oder männlicher Avatar erstellt – die Möglichkeiten sind frappierend gering – und ihr erfreut euch an den neuen Animationen nach einem Sieg im Ladescreen. Die Pose könnt ihr ebenso beeinflussen, wie auch die Kleidung. Anstatt häufig Fahrzeuge zu gewinnen, versorgt euch die Horizon Lotterie (sogenannte Wheelspins) neuerdings auch mit Hupen, Posen sowie Kleidung von Unterwäsche, über Kinderarmbanduhr bis zum Schlapphut. Der Individualisierung des eigenen Piloten steht nichts im Wege. Auch zusätzliche Schnellchat-Sprüche, ein neues Feature für kommunikative Leute, fügen sich der Sammlung hinzu. Ordentlich Credits oder die nächste Forza Horizon Edition eines seltenen Autos wäre uns da lieber, diese Gewinne sind aber seltener geworden.

Optisch betrachtet ist Forza Horizon 4 ganz klar ein opulentes Meisterwerk geworden, welches Dank grandioser Lichteffekte, vor allem bei Sonnenuntergang, im Nebel oder im Regen die grafischen Muskeln spielen lässt. Gewohnt detailverliebt kommen auch die zahlreichen Karossen daher, die sich wunderbar in das optische Bild einfügen. Kaum ein anderes Open-World Rennspiel kann derart auftrumpfen. Die britische Insel – und schon wieder Linksverkehr – ist jedoch recht klein, klimatisch im Gegensatz zu Australien nicht sonderlich abwechslungsreich und bietet daher regional nur bescheidene Unterschiede. Sieht man von der Großstadt Edinburgh und der sandigen Küste mal ab, herrscht üppiges Grün mit saftigen Wiesen, Misch- und Tannenwäldern und einigen Seen und Flüsse. Grund genug, deswegen nur ein einziges Horizon Festival aufzubauen und das komplette Gebiet von Anfang an mit Event zugänglich zu machen. Rennen, Duelle und Stunts verteilen sich über die komplette Karte und Forza Horizon 4 spart wahrlich nicht mit Spielmöglichkeiten. Das Gefühl, etwas erreicht zu haben, neue Abschnitte kennenzulernen und in der Karriere wirklich weiterzukommen, geht eher verloren. Dies mag auch der schnell völlig überfüllten Weltkarte geschuldet sein, da sich etliche unterschiedliche Events um den doch recht raren Anzeigeplatz streiten und die Überfüllung sofort eine gewisse „Assassins Creed“-Ermüdung aufkommen lässt.

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Rennen & Events, ohne Zielvorgaben

Wer mit Forza Horizon 4 einen richtigen Arcade-Racer mit anspruchsvollen Meisterschaften erwartet, sollte sich definitiv eigene Ziele stecken können. Zum Beispiel den Schwierigkeitsgrad anpassen, wobei die Drivatare ähnlich des Vorgängers und auch dem neuesten Ableger der Motorsportserie bisweilen durchwachsen ausfallen und vor allem später in der Karriere gerne mal ein nicht ganz nachvollziehbares Verhalten an den Tag legen. Der führende des Feldes ist zum Beispiel stellenweise uneinholbar schnell und nimmt Kurven in einem unglaublichen Tempo. Darüber hinaus müsst ihr selber die Motivation aufbringen, gute Platzierungen und Siege einzufahren. Prinzipiell ist es völlig einerlei, wie ihr die Events beendet. „Dabei sein ist alles“ lautet das Motto und so wertet das Spiel. Es gibt nur wenige Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Horizon History Events und PR-Stunts, welche ein gewisses Können und beste Platzierungen abverlangen, jedoch auch nur dann, wenn man auf Achievements achtet. Ähnlich verhält es sich mit der Klassenwahl der Fahrzeuge. Dass bei Dirt- und Querfeldeinrennen nur geländetaugliche Kisten antreten dürfen, ist klar, aber viele andere Events lassen sich mit nur einem einzigen Wagen bestreiten. Das Spiel stellt kaum Anforderungen an den fahrbaren Untersatz, so dass Forza Horizon 4 mit nur einer Handvoll Rennkisten beendet werden kann – dass, obwohl man nun endlich jederzeit seinen Wagen wechseln kann, egal wo man sich auf der Karte befindet. Wer darüber hinaus nur ein Auge auf Erfolge hat, beendet dieselben Events immer wieder und wird glücklicher Gewinner einiger Belohnungen für das Xbox Live Profil.

Neben der Abkehr von herkömmlichen Meisterschaften, denn diese sind eher selten geworden und liefern auch nicht unbedingt einen sinnvollen Beitrag zum Karrierefortschritt, stellen die saisonalen Events und der Jahreszeitenwechsel die größte Neuerung in Forza Horizon 4 dar. Ihr müsst in den ersten vier Saisons zunächst unter Beweis stellen, dass ihr den Bedingungen der Jahreszeit trotzen könnt und damit genügend Einfluss gewinnt, um den Wechsel zum Horizon-Kader zu vervollständigen. Habt ihr alles durch, schaltet sich das eigentliche Spiel mit allen Events und dem Online- wie auch Koopmodus frei. Ab diesem Zeitpunkt wechselt die Jahreszeit wöchentlich bedingt durch die Systemzeit der Xbox One und beschert euch entsprechendes Wetter. Mit Sommersonne, über herbstlich bunte Farben, bis hin zu tief verschneite Pisten ist alles dabei. Mitunter ändert sich dadurch auch der Fahrspaß. Nicht nur dass Fahrzeuge mit passender Bereifung im Schnee besser zu steuern sind, zugefrorene Seen ermöglicht auch ganz andere Routen bei einer Querfeldeinfahrt.

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Passender fahrbarer Untersatz ist leider so eine Sache, vor allem wenn Onlineduelle bestritten werden. Trotz möglicher Wintersaison könnt ihr den Fahrzeugen nicht direkt mit Winterreifen ausstatten. Entweder einen Ford Raptor nehmen, dessen Gummi sowohl auf Schotter und Rasen als auch im Schnee tauglich ist, oder mit einem Lamborghini über vereiste Pisten schlittern. Warum nicht entsprechende Fahrzeuge hergerichtet werden können, oder wenigstens jede Kiste zur kalten Zeit passende Winterreifen bekommt, ist nicht ganz nachvollziehbar. Darüber hinaus ist der Fuhrpark wie gewohnt erschlagend umfangreich und von alten Klassikern, über Hot Hatch bis hin zu Supercars bietet auch Forza Horizon 4 für jeden Geschmack etwas. Alle können passend getunt und bearbeitet werden, oder ihr schnappt euch ein entsprechendes Setting aus der umfangreichen Onlinebibliothek. Mit dem passenden Finetuning kann oftmals viel aus der Mechanik geholt werden, vor allem wenn an den Details herumgespielt wird. Mit den richtigen Kisten könnt ihr auch ohne weiteres die PR-Stunts, Sprünge, Drifts und Blitzerzonen meistern – ähnliche Herausforderungen wie man sie aus dem australischen Abenteuer kennt. Ebenso gibt es die Perks durch Fähigkeitspunkte wieder. Diese müssen jedoch neuerdings per Fahrzeug freigeschaltet werden. Die Motivation dazu hält sich in Grenzen, sofern häufig die Autos gewechselt werden.

Während ihr die zahlreichen Events bearbeitet, wird das Spektakel durch Sprüche und Kommentare des Managers oder der frechen Radiomoderatoren wie gewohnt superb aufgelockert. Letztere beweisen wieder eine spitze Zunge und dank der Jahreszeitenwechsel regen zahlreiche Wetterereignisse und Sonnenaufgänge zum philosophieren an. Auch der Kauf einer Immobilie oder das Ergebnis des Forzaton geht an den Moderatoren nicht vorbei. Was sie derweil jedoch musikalisch auflegen, klingt bei weitem nicht mehr so brillant. Ohrwürmer wie einst von AVICII oder Galantis lassen auf sich warten, was den sonst so üblichen Gute-Laune-Effekt ordentlich schmälert. Forza Horizon begeisterte sonst immer mit seinen fetten Beats, knalligen Popsongs und fetzigen Gitarrenriffs. Auf Dauer kann man sich an den einen oder anderen Sender gewöhnen, wobei die Songlisten sich leider schnell wiederholen. Musik ist jedoch bekanntlich Geschmacksache und mancher möchte eh lieber, dass ihm die knackigen Motorensounds um die Ohren fetzen. Mit passender Anlage dröhnen die Karossen gewaltig, da spielt man gerne mal am Gaspedal.

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Voll vernetzt und doch kaum online

Freunde kooperativer Abenteuer bzw. spannender Duelle gegen Kumpels werden begrüßen, dass sämtliche Karriereevents wieder kooperativ gemeistert werden können. Einerseits könnt ihr eure Freunde in eure Welt einladen, andererseits verbindet Forza Horizon 4 neuerdings automatisch über etliche Spieler miteinander. Anstatt die Welt mit von der KI gesteuerten Drivataren zu füllen, sausen reelle Spieler wild hupend an euch vorbei. Aus diesem Pool heraus versucht das Spiel Fahrer für kooperativen Teamrennen oder aber PvP-Duell zu finden. Leider klappt der Verbindungsaufbau mit fremden Spielern eher selten, weil die ausgewählten Events und Fahrzeugklassen dann doch viel zu individuell ausfallen und sich daher kaum Mitstreiter finden. Einfacher gestaltet sich dies mit Freunden, die sich wieder zu einer Kolonne einfinden. Der Spielführer legt alsdann ein Event oder ein Onlinerennen fest und alle Mitstreiter können per Knopfdruck folgen – sofern die Mechanik funktioniert.

Die über Xbox Live voll vernetzte Welt liefert darüber hinaus neuerdings zu jeder vollen Stunde so genannte #FORZATON Live Herausforderungen für alle Teilnehmer. Ein jeder kann mitmachen. Hetzjagd zum Startpunkt, die Schnellreise tut es aber auch, und nach dem Countdown fetzten alle zum ersten PR-Stunt, der ersten Herausforderung. Diese gilt es mehrfach zu absolvieren, so dass eine akkumulierte Highscore erreicht wird. Ist dies gemeistert, folgen zwei weitere Herausforderungen für zusätzliche Punkte, die in einem gesonderten Shop wieder für Fahrzeuge, Kleidung und Wheelspins und weiteres ausgegeben werden können. Die Shop-Belohnungen (und ein Achievement) stellen jedoch das einzige Lockmittel dar, um Spieler für den #FORZATON Live Event zu quirilieren. Kaum einer wird langfristig Spaß daran haben, zigfach Blitzer, Sprünge und Drifts zu vollführen, nur um das Gesamtziel zu erreichen. Immerhin werden Bestwerte direkt der Solokarriere angerechnet, so dass ein wenig Spielzeit gespart werden kann.

So richtig online geht es letztendlich mit dem Team-Abenteuer, welches gar gewertet und später als Liga gespielt werden kann. Ihr werdet in das rote oder blaue Team geworfen und müsst eine Meisterschaft aus mehreren Events bestreiten. Praktischerweise orientierten sich die Entwickler an der Xbox 360-Variante von Forza Horizon 2: Ihr könnt bestimmt, ob nur Rennen, nur Spiele oder eben „alles ist erlaubt“ gespielt wird. Die Crux des neuen Onlinemodus ist jedoch die Tatsache, dass es sich um reine Team-Events handelt. Es gibt keine Rennen mehr, wo der geneigte Rennfan entsprechende Zeiten präsentiert bekommt, oder sich über einen extrem knappen Sieg dokumentiert in Zehntelsekunden oder wenigsten beste Rundenzeit freuen könnte. Ihr verliert im Kollektiv oder gewinnt es gemeinsam, ein Egotrip wird nur selten belohnt. Selbst die Regeln der Spiele wie Überlebender wurden an Teams angepasst. Damit hat Playground Games den ursprünglichen Onlinemodus jedoch stark beschnitten, welcher früher zwischen Team und „jeder gegen jeden“ hin und her wechselte.

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Nach einigen Wochen Spielzeit offenbart sich bei den Team-Events zudem, dass Fairplay weniger hoch angerechnet wird. Vor allem Fahrer des anderen Teams werden gerne kompromisslos am Checkpoint vorbei gedrückt oder in der Kurve als Prellblock verwendet. Es kommt ja schließlich dem Team zu Gute. Forza Horizon 4 mutiert von daher immer mehr zu einem reinen Action-Arcade Racer, bei dem das Fahrkönnen letztendlich eher an zweiter Stelle steht.

Technisch, vor allem optisch, ist Forza Horizon 4 eine Wucht. Gerade die Lichteffekte, die grandiosen Details von Gras, Laub und Regen und sich spiegelnde Lichter in Pfützen, lassen nur kaum wirklich Wünsche übrig. Offline gefallen auch die Ladezeiten und es kommt nur zu wenige Hickhacks, wie seltenes grafisches Flackern oder nicht sauber aufsitzenden Fahrzeugen. Sobald das Online-Abenteuer startet, fangen die Probleme jedoch an. Nicht nur, dass zwischen den Events ewige Wartezeiten auszuhalten sind, es kommt momentan leider auch zu technisch sehr ärgerlichen Problemen. Landet der Wagen z.B. auf dem Dach, ist das Rennen meist aus. Dieser lässt sich weder manuell noch automatisiert zurücksetzten. Verpasste Checkpoints führen teilweise zu Dauercountern ohne Rücksetzpunkt und manchmal sehen die einzelnen Teilnehmer unterschiedliche Spielabläufe, da die Synchronisation schief läuft – etwas was bei einem Rennspiel unverzeihlich ist, jedoch aufgrund der Tatsache, dass keine Rundenzeiten angezeigt werden, gut kaschiert wurde.

Ein weiteres und viel größeres Problem ist nach wie vor das Matchmaking. Während bei den Koop- und PvP-Events einfach zu wenig Teilnehmer mitziehen, ist es auch für eine Kolonne manchmal eine Herausforderung zusammenzufinden und gemeinsam als Club ins Team-Abenteuer zu kommen. Sicherlich auch, weil die Clubzugehörigkeit im Moment nicht immer dargestellt wird. Bei normalen Team-Abenteuern ist es nur schwer, alle Spieler in eine Session zu bekommen. Immerhin wird hier einigermaßen schnell ein Spiel gefunden. Ein regelrechter Kampf ist es jedoch gewertete Rennen für die Ligaqualifikation hinzubekommen. Diese starten nur, wenn alle 12 vom Spiel Auserwählten zustimmen und teilnehmen. Nicht selten geht genau das schief und umso ärgerlicher, dass die Suche nach einem solchen Event bereits etliche Minuten dauern kann. Vor allem zusammen mit Freunden kommt so kaum ein gewertetes Spiel zustande. Bei so vielen Forza Horizon 4-Käufern müsste innerhalb von wenigen Sekunden ein neues Match aufgebaut sein.

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Getestete Version: Xbox One

 

Unser Fazit

85 %

Forza Horizon 4 ist definitiv kein schlechtes Spiel. Auch wenn es sich wie eine Erweiterung des Vorgängers anfühlt und der ausführliche Test sehr stark die einzelnen Kritikpunkte aufgreift, so werden die meisten sicherlich viele Stunden Spielspaß mit den heißen Rennboliden auf britischem Boden haben. Die langen Wintermonate kann man damit durchaus unterhaltsam füllen, vor allem dank der optischen Reize. Der vierte Ableger macht jedoch langsam aber sicher deutlich, dass die Forza Horizon-Serie ein sehr, sehr breites Publikum anspricht und damit Kompromisse vor allem in Bezug eines anspruchsvollen Gameplays in Kauf nimmt. Wer in der Karriere keine eigenen Ziele verfolgt, wird etwas unschlüssig im Überfluss der einzelnen Events herumschwirren. Gute Platzierungen oder Leistungen werden nur selten gefordert. Darüber hinaus gibt es vor allem online gravierende Änderungen, die nicht nur Positives mit sich brachten. Abgesehen vom Koop und PvP, beides eher unter Freunden gern gespielt, gibt es nur noch Team-Abenteuer. Siege können dort nur im Kollektiv errungen werden, wobei es recht rabiat zwischen den beiden Teams zur Sache gehen kann. Forza Horizon 4 mutiert daher eher zum reinen Action-Arcade Rennspiel. Abgesehen von einigen Online-Bugs muss Playground Games auch beim Matchmaking noch Besserung liefern. Es geht nicht an, dass man teilweise Minuten auf den Verbindungsaufbau warten muss. Spätestens nach dreißig Sekunden sollten sich bei der hohen Anzahl an Forza Horizon 4-Spielern genügend Teilnehmer finden lassen. Das sowas funktionieren kann, stellt der Vorgänger bestens unter Beweis.

Pro

  • + Der Wechsel der Jahreszeiten bringt ständig frischen Wind für Strecken, Optik und Moderatoren.
  • + Sehr umfangreiches Spiel mit extrem vielen Events und Spielmöglichkeiten. Dazu die typische Spielbarkeit der Horizon-Serie.
  • + Alle Karrievents können gemeinsam mit Freunden oder auch fremden Spielern gemeistert werden.
  • + Der Fuhrpark bietet eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Fahrzeugen von Klassikern, über Straßenflitzer und Rennwagen bis hin zu Superwagen. Für jeden ist da etwas dabei.
  • + Grafisch ist der Titel wieder ein Aushängeschild für Open-World Rennspiele. Kein anderer Titel reizt die Technik dermaßen aus und zaubert diese Brillianz auf den Bildschirm.
  • + Mittlerweile kann man sogar eigene Strecken entwerfen und nicht nur mit Blaupausen vorgefertigte Pisten in ihren Eigenschaften anpassen.

Kontra

  • - In der Karriere müssen kaum Events gewonnen oder gut gemeistert werden. Es gibt nur wenige Herausforderungen, die mehr abverlangen, sofern man wert auf Achievements legt.
  • - Die Radiosender wurden von acht auf fünf reduziert, die Songlisten fallen kurz aus und richtige Ohrwürmer vor allem auf Pulse- und Bass-Arena bleiben aus. Die Vorgänger lieferten mehr Power.
  • - Im richtigen Onlinemodus gibt es nur noch Team-Events. Rennduelle gegen jeden Teilnehmer wurden gestrichen. Gewonnen oder verloren wird nur noch im Kollektiv.
  • - Während offline die Technik weitestgehend einwandfrei läuft, häufen sich online die Probleme. Fahrzeuge werden nach einem Unfall nicht zurückgesetzt, Counter laufen nicht aus und die Synchronisation der Spieler stimmt nicht immer.
  • - Das Matchmaking vor allem für gewertete Spiele strapaziert gewaltig den Geduldsfaden. Mehrere Minuten auf eine Session warten zu müssen, ist eine Zumutung.
  • - Die Änderungen sind eher marginal und man meint fast, eine Erweiterung zu Australien zu spielen. Immerhin herrscht auch bei den Briten Linksverkehr.
  • - Perks durch Fähigkeitspunkte müssen pro Fahrzeug freigeschaltet werden. Das macht nur dann Sinn, wenn häufig dasselbe Auto zum Einsatz kommt.

Unsere Bewertung

Grafik
 
95 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
85 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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