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From Dust – Der Test

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Veröffentlicht 26. Juli 2011 | 18:02 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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Der im Moment statt findende Summer of Arcade 2011 bietet ein abwechslungsreiches Spiele Line-Up. Den Auftakt machte das hervorragende Action-Rollenspiel Bastion in der ersten Woche. In der zweiten Woche geht es spielerisch in eine komplett andere Richtung. From Dust, das von Ubisoft auf den Markt herausgebracht wird, gibt dem Spieler göttliche Kräfte um einem Stamm urzeitlicher Menschen hilfreich zur Seite zu stehen.

In diesem God-Game muss man sein Volk über mehrere Inseln führen, sie Dörfer bauen lassen und sie von allen Gefahren beschützen. Tsunamis, Waldbrände oder Vulkanausbrüche sind tödliche Gefahren und nur der Spieler kann die Stammesmitglieder vor dem sicheren Tod retten. Verschiedene Kräfte löschen Feuer oder trocknen Wasserläufe aus. Ist From Dust aber überhaupt in der Lage die breite Masse zu begeistern?

Die Erinnerungen der Ahnen

Die Geschichte von From Dust handelt von einem urzeitlichen Stamm der auf der Suche nach seiner Herkunft und einem sicheren Zuhause ist. Diese Suche können sie aber nicht alleine überstehen. Der Spieler übernimmt dabei die Kontrolle über eine Höhere Macht die den Stamm führt und zu ihrem Ziel leitet. Auf ihrem Weg durch verschiedene Gebiete einer längst vergangenen Zeit entdecken sie Fragmente von Erinnerungen ihrer Ahnen, welche selbst einst die gleiche, beschwerliche Reise auf sich genommen haben.

Die Geschichte an sich ist nicht allzu umfangreich. Was sie jedoch wirklich interessant und spannend macht sind die Erinnerungen die man freischalten kann und die Präsentation des Stammes selbst. Jede freigeschaltete Erinnerung öffnet einen kurzen Text zu einem Teil der Stammesgeschichte. So schaltet man Informationen zur Stammesgeschichte, zur Musik die der Stamm macht oder zu der Umgebung  selbst frei. Das Ganze ist dabei sehr mysteriös und spirituell angehaucht. So musiziert der Stamm mit natürlichen Instrumenten um die Elemente zu beherrschen. Die Atmosphäre besticht durch eine Authentizität die einen schnell in die Welt von From Dust eintauchen lässt.

Naturkatastrophen am Laufband

From Dust ist aufgeteilt in zwei Spielmodi: Die Geschichte  selbst und die Herausforderungs-Karten. Die 14 Level der Geschichte fange dabei immer gleich an. Man hat ein paar Dorfbewohner und mehrere Totems an denen Dörfer errichtet werden können. Schickt man seine Dorfbewohner zu einem der Totems, beginnen sie ihre Musik zu spielen um auf diesem Weg das Dorf zu errichten. Um ein Level erfolgreich zu beenden, muss man ein Portal erreichen um durch dieses in die nächste Region weiterzuziehen. Damit das Portal aber betreten werden kann, muss man zuerst bei jedem verfügbaren Totem ein Dorf errichten. Während das erste Dorf immer leicht erreichbar ist, sieht es mit den restlichen immer anders aus. Als Spieler hat man zum einen die Möglichkeit die natürlich verfügbaren Ressourcen aufzunehmen und sie an einem anderen Platz wieder abzulegen. Nimmt man Sand auf kann man Flussläufer ändern, mit Wasser kann man Feuer löschen und Seen auffüllen während Lava abkühlt und zu Stein wird. Ein Beispiel für eine praktische Anwendung von Lava ist folgende: in regelmässigen Abständen wird die Insel von Tsunamis heimgesucht welche problemlos die alle Siedlungen wegspülen können. Um das zu verhindern muss man eine hohe Mauer errichten an denen die Wassermassen abprallen. Es stehen aber nicht immer alle Elemente zur Verfügung. Hat man keine Lava zur Verfügung, muss man sich mit Sand zufrieden geben. Dabei ist jedoch logisch das z.B. ein Fluss Sand mit der Zeit wegspülen kann, weshalb das nicht immer eine wirklich Alternative ist, wenn man nicht ständig die Sandbarrieren wieder aufbauen will. Neben der Möglichkeit Ressourcen zu transportieren, hat man verschiedene Kräfte zur Verfügung die man teilweise sogar kombinieren muss um ein Level zu beenden. Mit einer Fähigkeit lässt sich das Wasser „einfrieren“. Nimmt man danach die Wassermassen auf, fliesst kein weiteres Wasser an diese Stelle wodurch es eine kurzzeitige Passage durch das Wasser möglich macht. Mit einer anderen Fähigkeit lassen sich für einen kurzen Moment mehr Ressourcen aufnehmen oder man kann alle Feuer die ausgebrochen sind löschen. Gerade die letzte Fähigkeit ist sehr wichtig, da Feuer eine ständige Gefahr darstellt. Sobald man nämlich Dörfer baut, fängt gleichzeitig an die Welt um das Dorf herum lebendig zu werden. Gras wächst, Palmen spriessen aus dem Boden und Tiere fangen an sich anzusiedeln. Vegetation ist gleichzeitig aber ein Gefahrenherd, denn in ihr können schnell ganze Flächenbrände ausbrechen. Berührt Lava nämlich das Grünzeug breitet sich das Feuer verheerend schnell aus. Dann muss man schnell handeln. Entweder nutzt man seine speziellen Fähigkeiten, andererseits kann man auch Wasser oder Sand aufnehmen und über dem Feuer fallen lassen um das Feuer so zu löschen. Eine andere, mögliche Gefahr sind die schon erwähnten Tsunamis oder Vulkanausbrüche. Oft lassen sich keine Barrieren erschaffen um die Gefahr abzuwenden, weshalb man die Schamanen der Dörfer zu bestimmten Totems schicken muss. Haben sie diese blauen oder roten Totems erreicht, können sie dem Stamm ein Lied beibringen durch welches das Wasser oder die Lava um das Dorf herumgeleitet werden kann. Ein letztes Spielelement sind drei unterschiedliche Baumarten. Es gibt Feuer-, Wasser- und Explosionsbäume die man auf den Karten findet und beliebig umpflanzen kann. Wasserpflanzen verteilen automatisch Wasser sobald sich Feuer nähert. Explosionsbäume können in Verbindung mit Feuer Felsen sprengen. Feuerbäume hingegen bieten einen grossen Vorteil, gleichzeitig aber auch einen grossen Nachteil. Platziert man sie an Wasserläufen bringen sie das Wasser zum verdampfen, wodurch man Flüsse aufhalten kann. Gleichzeitig können ihre Flammen auch Vegetation in Brand setzten, was eine grosse Gefahr ist.

Gerade in den späteren Levels ist es manchmal echt nicht einfach auf alle Gefahren gleichzeitig zu achten. Man muss seine Schamanen neues Totems entdecken lassen, während man gleichzeitig einige Stammesmitglieder zu einem neuen Dorfplatz schicken muss solange kein Tsunami im Anrollen ist. Im Anschluss muss der Schamane schnell genug das neue Dorf erreichen, um es mit der nötigen Musik auszustatten damit es nicht vernichtet wird. Dieses Multi-Tasking kann einen schnell zum Schwitzen bringen, kann man seine Dörfer jedoch vor allen Gefahren schützen ist das echt befriedigend. From Dust ist jedoch kein einfaches Spiel. Oft bekommt man quasi keine Hilfestellung was zu tun ist. Man wird auf eine Karte geworfen und muss einfach versuchen den Ausgang zu erreichen. Der mögliche Weg bleibt dabei offen und fordert oft einiges an Tüftelei und Geschick. Das wird jedoch nie nervig, da alle Levels gut lösbar sind und die Lösungswege nicht allzu kompliziert sind. Wer sich seine Kräfte und Ressourcen genau ansieht, entdeckt immer eine oder sogar mehrere Möglichkeiten wie es weitergehen kann. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei fordernd aber nie zu schwer. Kleinere Probleme kann es immer wieder mal mit der Steuerung geben, vor Allem wenn man z.B. mehrere Brände löschen will oder verschiedene Aufgaben gleichzeitig erledigen will. Hier ist die Controller-Steuerung oft nicht schnell und genau genug, denn sie erfordert genaue und präzise Eingaben. Wer sich zu sehr stressen lässt, wird schnell einen Fehler machen und die Steuerung dafür verteufeln. Dennoch kann man die Steuerung schnell verinnerlichen, wodurch Fehler immer seltener werden.

Des Rätsels Lösung

Neben der Geschichte, darf man sich in 30 verschiedenen Aufgaben versuchen. Durch das Beenden von Levels in der Geschichte schaltet man nach und nach immer mehr von diesen Aufgaben frei. Dabei werden diese schon fast wie kleine Minispiele präsentiert, denn sie haben spielerisch wenig mit den Levels der Geschichte gemein. Ein Beispiel ist dabei eine der ersten Aufgaben die man freischalten kann. Der Dorfbewohner mit der Macht Tsunamis aufzuhalten befindet sich auf einem hohen Berg. Das Dorf das es zu retten gilt liegt jedoch weit darunter in einem abgelegen Tal. Doch schon von Anfang an rollt eine Riesenwelle auf die Insel zu. Jetzt gilt es den Schamanen so schnell wie möglich in das Dorf zu bekommen, wie ist das aber möglich? Ganz einfach! Man nimmt eine Ladung Wasser auf, lässt die über dem Schamanen niedergehen wodurch dieser bis in das Tal gespült wird, wo er das Dorf im letzten Moment retten kann. In einer anderen Aufgabe rollt eine Flammenwand auf ein Dorf zu das sich in einem Krater in der Mitte befindet. Es lässt sich nur Sand aufnehmen und kein Wasser, wie lässt sich also dieses Rätsel lösen? Die Antwort ist einfacher als man denkt. Oberhalb des Dorfes befinden sich vier Seen. Befördert man genügend Sand ins Wasser, läuft der See über und das Wasser läuft den Krater hinunter wodurch es das Wasser löschen kann.

Die 30 verschiedenen Aufgaben sind spannend und bieten eine andere Herangehensweise an die Aufgaben als es die Geschichte tut. Hier sind schnelle Reaktionen und viel Denkarbeit gefragt. Gerade die letzten Karten sind wirklich herausfordernd und können nicht so schnell gelöst werden. Leider kämpft From Dust ein wenig mit dem Problem des Umfangs. Hat man einmal die Geschichte durchgespielt und alle 30 Aufgaben erledigt, gibt es eigentlich gar nichts mehr zu tun. Es gibt keinen Modus in dem man sich frei auf einer Karte austoben kann, es gibt keine wählbaren Schwierigkeitsgrade und nichts was die Langzeitmotivation strecken kann. Dennoch kann es in der Spielzeit die es schlussendlich bietet voll überzeugen und schafft es den Spieler tief in das Geschehen hineinzuziehen.

Kreativer Stil und traumhafte Optik

Obwohl die Grafik von From Dust an sich nicht wirklich atemberaubend ist, ist der Stil der präsentiert wird  wirklich aussergewöhnlich. Die Mitglieder des Stammes tragen abgefahrene Masken, spielen auf Instrumenten die aus Muscheln oder Ästen bestehen und die Tiere die sich auf der Insel bewegen kennen wir heutzutage nicht wirklich. Ein anderer toller Anblick ist die sich ausbreitende Vegetation die von den Dörfern ausgehen. Es ist einfach bezaubernd dabei zuzusehen wie Bäume wachsen und Leben auf die Insel kommt. Toll anzusehen sind auch die Lava, das Wasser und der Sand die man platzieren kann. Es ist spannend mit anzusehen wie sich ein Flusslauf immer wieder seinen Weg sucht, egal wie sehr man versucht in zu bändigen. Ebenfalls beeindruckend ist es einem Lavastrom zuzusehen wie er sich über die halbe Insel ausbreitet. Trotzdem ist die Grafik an sich eher schlicht und nicht allzu beeindruckend, was jedoch nicht allzu schwer ins Gewicht fällt. Ebenfalls toll anzuhören ist die Musik die der Stamm macht um Tsunamis und ähnliches aufzuhalten. Es verleiht dem Spiel einen eigenen, ganz speziellen Touch. Dem ganzen spirituellen Setting wird die Krone durch die Sprachausgabe aufgesetzt. Ein nicht wirklich einzuordnender, afrikanisch anmutender Erzähler präsentiert die Geschichte des Stammes und passt einfach perfekt zum restlichen Spiel. Auch die sonstigen Soundeffekte können überzeugen. Ein Vulkanausbruch kracht heftig und lässt schon fast den Fernseher und die Boxen wirklich erzittern. Teilweise nicht ganz so gut ist die automatische Wegfindung der Stammesmitglieder. Man bereitet ihnen einen schönen Pfad vor auf dem sie zu ihrem Ziel gelangen, dennoch wählen sie in einem seltenen Fall einmal eine längere, eventuell sogar gefährlichere Route. Dennoch funktioniert das System normalerweise einwandfrei.

Unser Fazit

84 %

From Dust ist ein wirklich spezielles Spiel aus einem Genre das in letzter Zeit kaum mehr bedient wird. Es macht einfach Spass seinen Stamm zu lenken und ihn vor den drohenden Gefahren zu beschützen. Das Spiel ist fordernd und kaut einem nicht die Lösung aller Levels vor. Die Kampagne ist spannend und die Aufgaben bringen ordentlich Abwechslung in den Spielverlauf. Der Spieler muss selbst überlegen, geschickt agieren einen kühlen Kopf behalten. Leider gibt es zu wenig Umfang um den Spieler wirklich lange bei der Stange zu halten. Die Technik an sich ist nicht wirklich aussergewöhnlich, der Stil ist jedoch einzigartig und weiss einen in seinen Bann zu ziehen.

Pro

  • Tolle Spielidee
  • Einzigartiger Stil
  • Packende Atmosphäre
  • Toller optischer Eindruck
  • Abwechslungsreiche Herausforderungen
  • Kampagne mit vielen Höhen und wenigen Tiefen

Kontra

  • Manchmal zu langsam reagierende Steuerung
  • Kurzer Umfang
  • Wenig Wiederspielwert
  • Gameplay manchmal zu stressig für die ungenaue Steuerung

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
76 %

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Kommentare

  • xXStormbabyXx sagt:

    Hört sich genial an =). Über die leicht mangelnde Steuerung kann ich bestimmt drüber hinwegsehen. Aber sonst ist das ein super Review. Sehr informativ und einfach klasse. Danke Insidegames =)

  • Kev sagt:

    Toller Test. Wird bei Gelegenheit sicher mal gekauft.

  • Pippo sagt:

    Wann wird das Spiel für die Playstation 3 veröfffentlicht??

  • Marcel sagt:

    Gute Frage, nächste Frage @Pippo

    Nein, ein konkreter Releasetermin gibt es noch nicht. Sobald wir aber mehr wissen, können wir dich informieren. Setzt dazu einfach ein Häckchen bei den Kommentaren “Informiere mich über neue Kommentare per E-Mail”

  • Pippo sagt:

    okay danke für die antwort

    suche nämlich schon länger nach “Strategiespielen” auf der Playstation

  • cRaNK sagt:

    Hallo zusammen.
    Mir fehlen noch zwei Erinnerungen und ich weiss nicht was ich wo vergessen haben könnte…
    Stammeserinnerung -> Stamm -> “Die Kraft des Wassers” und “Die Masken”
    Wäre super wenn mir jemand helfen könnte. Danke!

  • Crimy5 sagt:

    da steht nen stipp dazu

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