Front Mission Evolved - Der Testbericht - insidegames

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Front Mission Evolved – Der Testbericht

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Veröffentlicht 8. November 2010 | 19:33 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. März 2011

frontmissiontitel

Review zu Front Mission Evolved

Neues Futter für Mech Fanatiker

Es ist noch gar nicht so lange her seit Mechs, riesige, laufende Kampfmaschinene, auf allen Spieleplattformen sehr präsent waren. Doch mit der aktuellen Konsolengeneration ist immer wie stiller um die metallenen Ungetüme geworden. Grosse Produktionen waren sind mehr als rar gesät, richtig gute sogar noch seltener. Die Mech Strategiespiele der Front Mission Reihe vom japanischen Entwickler Square Enix konnte früher viele Fans vorweisen, doch auch um diese Serie wurde es im Lauf der Zeit immer ruhiger. Mit Front Mission Evolved bringen die Japaner ein Spin-Off zur Serie, denn es handelt sich nicht um ein Strategiespiel sondern um einen klassischen 3rd-Person Shooter. Wieso der Titel uns nicht vollends überzeugen kann und warum es wohl in der Masse der unzähligen Neuerscheinungen untergehen wird, erfahrt ihr in unserem umfangreichen Testbericht.

Laufende Panzer

Dylan Ramsey ist ein Ingenieur für eine Firma die Wanzer Prototypen herstellt. Wanzer sind die Hauptbestandteile der militärischen Streitkräfte der Zukunft. Im Grunde sind es Mechs, die je nach dem auf zwei oder vier Beinen die Schlachtfelder unsicher machen. Es scheint mal wieder ein ganz normaler Arbeitstag zu werden. Der Test des neusten Prototyps steht an, doch, wie sollte es auch anders sein, es kommt immer alles anders als man denkt. Unbekannte Truppen greifen die Stadt an und dank des Überraschungsmoments gelingt es den Feinden die Verteidigung zu durchbrechen. Weil sich Dylans Vater in einem Gebäude in der Stadt befindet, entwendet dieser fix den Wanzer Prototypen und macht sich auf den Weg in die Stadt. Auf seinem Weg durch die besetzte Stadt trifft Dylan auf Wanzerpiloten des befreundeten Militärs. Zusammen machen sie sich im Anschluss auf den Weg die Urheber des Angriffs zu finden. Im Spielverlauf wird Mr. Ramsey auch noch offiziell vom Militär rekrutiert und schwingt sich von Nobody zum Retter der Welt auf.

Die Hintergrundgeschichte von Front Mission Evolved ist extrem altbacken und ausgelutscht. Ein Niemand mit einer starken Waffe (hier der Wanzer Prototyp) macht sich auf um die Bösewichte zu besiegen. Zusammen mit seinen treuen Gefährten stellt er sich wagemutig den Gefahren. Zudem gibt es eine obligatorische Liebesgeschichte und gute Freunde müssen mit heldenhaften Taten ihr Leben lassen. Alles schon bekannt und durch die langweilige Erzählweise wird das ganze natürlich auch überhaupt nicht spannender.

Magere Action-Kost mit spannenden Personalisierungsmöglichkeiten

Spielerisch gibt sich Front Mission Evolved ganz klassisch. Die Wanzer bewegen sich trotz ihrer Grösse wendig und schnell, besonders dank der Möglichkeit zu „skaten“. Mit einem Druck auf den linken Stick werden Düsen aktiviert, wodurch der Wanzer blitzschnell über den Boden gleiten kann. Ausserdem ist jeder Wanzer mit bis zu vier Waffen ausrüstbar. Dabei gibt es jeweils ein Gewehr in die beiden Hände und jeweils ein Geschütz auf die beiden Schultern. Abgefeuert werden die Waffen über die vier Schultertasten des Controllers. Das macht es teilweise ein wenig umständlich gleichzeitig die Gewehre und die Geschütze zu bedienen. Ansonsten gibt sich das eigentlich Gameplay wenig abwechslungsreich. Man kämpft sich durch etliche feindliche Wanzer, Panzer und Hubschrauber während am Ende des Levels jeweils einer oder mehrere Obermotze warten. Abwechslung gibt es höchstens durch gewisse Levelpassagen, wo Dylan seinen Wanzer verlässt um zu Fuss durch die Areale zu ziehen. Dabei ist das Spiel aber noch abwechslungsarmer, denn es gibt nur 3 verschiedene Waffen sowie zwei unterschiedliche Gegnertypen. Ausserdem ist die Steuerung zu Fuss extrem ungenau und umständlich. Ein Deckungssystem fehlt beispielsweise komplett, man kann sich nur hinter Deckungen ducken, was nicht immer die richtige Lösung ist. Ab und an schwingt man sich hinter die Geschütze eines Flugzeuges und beharkt feindliche Einheiten mit unbegrenzter Munition aus der Luft. Diese Abschnitte sind extrem anspruchslos und bringen nicht wirklich Pepp in das Gameplay.

Spass macht hingegen die Personalisierung des eigenen Wanzers. Selbstverständlich kann die Waffenkonfiguration selbst gewählt werden, doch es gilt auch das Gleichgewicht zwischen Gesamtgewicht und Energielevel zu wahren. Wer seinen Wanzer zu voll bepackt, wird mit diesem nicht losziehen können. Dazu gibt es aber weitere Teile für den Wanzer selbst, wodurch mehr Energie produziert werden kann. So lassen sich der Torso, die Arme, die Beine sowie ein zusätzliches Backpack beliebig einstellen. Zu letzt kann der Wanzer nach eigenem Geschmack farblich angepasst werden.

Die Kampagne ist relativ kurz und wie schon erwähnt auch sehr unspektakulär. Anscheinend haben die Entwickler das Hauptaugenmerk auf den umfangreichen Mehrspielermodus gelegt. Online können sich 8 Spieler gegenseitig mit ihren Wanzer bekriegen. Es stehen vier Spielmodi zur Verfügung und wie auch bei aktuellen Online-Egoshootern arbeitet man sich online durch eine separate Karriere. Durch das erledigen von Gegner, Aufgaben und Herausforderungen erspielt man sich Erfahrungspunkte um im Level aufzusteigen, damit neue Wanzerteile freigeschaltet werden. Leider sind die Modi nicht wirklich abwechslungsreich und auch die Waffenbalance ist sehr unausgereift. Somit hat Front Mission Evolved einen extrem schweren Stand im direkten Vergleich zu Halo: Reach oder dem bald erhältlichen Call of Duty: Black Ops.

Schöne Wanzer, hässliche Levels

Technisch gibt sich Front Mission ebenfalls nur durchschnittlich. Ok, die Wanzer sehen toll aus aber das wars dann auch schon. Die Levels sind öde und ähneln sich immer sehr stark. Die Explosionen, von denen es ja etliche gibt, sehen doch sehr billig aus und Details in der Umgebung oder bei feindlichen Einheiten sucht man vergebens. Die musikalische Untermalung geht komplett unter, da sie nicht wirklich das Spielgeschehen passend untermalt. Die Synchronisation ist nicht schlecht, gewissen Sprecher versuchen jedoch zu übertrieben ihren Text an den Mann zu bringen.

Das Warten geht weiter…

Leider hat es Square Enix nicht geschafft mit Front Mission Evolved den Mechs einen neuen Siegeszug einzubringen. Spielerisch unausgegoren, technisch veraltet und im Mehrspieler unausbalanciert. Mit ein wenig mehr Entwicklungszeit wäre da wohl deutlich mehr drin gelegen, denn schlecht ist das Spiel auf keinen Fall. Leider hat sich der Publisher auch ein extrem ungünstiges Releasedatum gewählt, besonders für ein Spiel das viel Wert auf den umfangreichen Mehrspielermodus legt. Somit ist Front Mission Evolved nur für Spieler empfehlenswert die schon lange nicht mehr im Cockpit eines Mechs Platz genommen haben. Alle anderen werden beispielsweise mit Vanquish viel mehr Freude haben.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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