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Fuse – Test / Review

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Veröffentlicht 17. Juni 2013 | 23:57 Uhr von Fabrice

Fuse-01

Fuse. Ein Name der eigentlich überhaupt keinen Hinweis darauf gibt, womit wir es genau zu tun haben. Fuse ist der erste Multiplattform-Titel von Insomniac Games, den Machern von PlayStation exklusiven Spielereihen wie Ratchet&Clank oder Resistance. Unter der Schirmherrschaft von Publisher Electronic Arts, kommen jetzt auch Xbox 360 Besitzer in den Genuss eines Werks von IG.

Fuse ist ein 3rd-Person Shooter für bis zu vier Spieler. Mit der Hilfe von technologisch hoch entwickelten Waffen, muss das Overstrike 9 Team mit Einsätzen auf der ganzen Welt gegen eine Gruppe von Terroristen antreten. Viele PS3-Besitzer sind Fans des eher einzigartigen Stils von Insomniac geworden. Konnten sie diesen Stil auch unter EA beibehalten? Wir haben das versucht in der Xbox 360 Version von Fuse herauszufinden!

Fuse – das Extraterrestrische

Das Overstrike 9 Team besteht aus vier Agenten mit verschiedenen militärischen Hintergründen. Zusammen sind sie im Auftrag einer Geheimorganisation auf den Spuren einer bezahlbaren Gruppe von Terroristen mit dem Namen Raven. Diese sind in den Besitz des ausserirdischen Elements Fuse gekommen. Mit der Hilfe des tödlichen Fuse stellen sie eine Bedrohung für die Erde dar, welche nur Overstrike 9 noch ausschalten kann. Zum Glück kommen sie selbst auch in den Besitz von Xenotech. Dalton, der Team-Leader hat einen Mag-Schild um feindlichen Beschuss zu blocken und zerstörerische Energie-Welle abzugeben. Izzy verfügt über ein Gewehr, welches Gegner kristallisiert damit man sie im Anschluss in eine Million kleiner Teilchen zerbröseln kann. Jacob, ein Ex-Cop kann mit seiner neuen Armbrust Gegner an Wände pinnen und diese gleich verflüssigen. Naya hat ein Warp-Gewehr, um kleine, schwarze Löcher zu erzeugen die Gegner einsaugen.

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Leider sind weder die Geschichte noch die Charaktere allzu spannend gestaltet. Die Story bietet in eigentlich jedem der 60- bis 90-minütigen Kapitel irgendeinen Plottwist. Wirklich überraschend ist aber keiner davon. Auch die Figuren, egal ob gut oder böse, Haupt- oder Nebencharakter, sind erschreckend eindimensional. Die vier Agenten lassen oft Sprüche fallen, ziehen sich gegenseitig auf und erinnern sich an ihr altes Leben oder vergangene Missionen. Fuse nimmt sich selbst viel zu ernst und ist, nicht nur im Story-Departement, einfach zu generisch. Nichts sticht wirklich heraus oder kann einen packen. Es ist einfach schwer eine Verbindung zu Charakteren aufzubauen die flach wie eine Flunder sind. Ausserdem ist das Ende des Spiels eine ziemliche Schande. Ohne in die Details gehen zu wollen, belasse ich es dabei das die letzten 90 Sekunden vor dem Abspann für mich persönlich schon fast beleidigend waren.

Hat es denn schon angefangen?

Im Spiel übernehmt ihr die Kontrolle über einen der vier Charakter aus einer 3rd-Person Ansicht. Ihr könnt entweder alleine spielen, dabei habt ihr aber die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt zwischen allen Charakteren hin und her zu wechseln. Alternativ besteht die Möglich zu Zweit an der gleichen Konsole mit geteiltem Bildschirm zu spielen. Logischerweise können auch bis zu vier Spieler online miteinander gegen die Söldner antreten. Das funktioniert auch einwandfrei. Hält man die Aktionstaste gedrückt, sprintet man. Drückt man sie in der Nähe einer Deckungsmöglichkeit, geht man in Deckung. Es funktioniert problemlos und führt zu schnellem, simplen Gameplay. Ähnlich verhält es sich mit den Waffen. Schnelles zielen, eine nicht allzu invasive Zielhilfe und jede Menge gegnerische Ziele lassen kaum Langeweile aufkommen. Besonders die Xenotech-Waffen machen jede Menge Spass. Leider sind die konventionellen Waffen lange nicht so unterhaltsam. Sturm- und Scharfschützengewehre oder Schrotflinte fehlt es einfach an der nötigen Durchschlagskraft. Oft bekommt man das Gefühl man schiesst mit Paintball-Knarren auf seine Gegner. Gut gelungen wiederum ist die Möglichkeit die Fähigkeiten der vier Agenten zu kombinieren. Kristallisierte Gegner in ein schwarzes Loch zu ziehen sorgt für Unterhaltung und fördert das Team-Play, denn man wird für solche Aktionen auch gut belohnt. Absolut unnötig sind auch immer wieder eingebaute Kletterpassagen. Sie sind absolut anspruchslos und bieten keinerlei Spielspass. Es ist unverständlich wieso diese unbedingt im Spiel landen mussten.

Für viel Motivation kann das Level-System sorgen. Jeder erledigte Gegner und jedes erfüllte Missionsziel belohnt einen mit Erfahrungspunkte. Wer einen Gegner mit einer normalen Schusswaffe erledigt, bekommt nur magere 50 EP. Erledigt man ihn mit einem Kopfschuss, gibt es schon einen kleinen Bonus oben drauf. Packt man jedoch seine Spezialwaffe aus, fängt es nur so an Punkte zu regnen. Kombiniert man dann die verschiedenen Waffen, gibt es keinen Halt mehr. Dadurch ist Kooperation auch sehr wichtig, bekommt man nur so richtig Erfahrungspunkte auf das eigene Konto. Überraschenderweise verhalten sich auch die KI-Kameraden gar nicht allzu doof in diesem Bereich. Sie setzten ihre Fähigkeiten halbwegs vernünftig ein, beleben einen oft sehr schnell wieder wenn man zu Boden geht und sie kompetenter als in vielen anderen Spielen. Nichts desto trotz liegt der Spielspass in der Kooperation mit menschlichen Mitspielern.

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Wer genug Erfahrungspunkte gesammelt hat, der kann Talentpunkte in verschiedene aktive und passive Fähigkeiten investieren. Dadurch kann man den Mag-Schild bedingungslos irgendwo im Level platzieren und so eine improvisierte Deckung erstellen. Oder man verbessert die Armbrust um eine Fähigkeit Gegner mit Fuse zu überziehen, wodurch sie mehr Schaden erhalten für eine kurze Zeit. Das sorgt für einen extrem zähen Einstieg in das Spiel. Ohne Xenotech-Waffen und entwickelte Fähigkeiten kann Fuse sein Potential erst nach den ersten paar Stunden ernsthaft entfalten. Viele Spieler werden zu diesem Zeitpunkt jedoch schon viel zu gelangweilt sein um ihm eine Chance zu geben. Leider sind die meisten der verfügbaren Talente viel langweiliger. Erhöhte Chance auf kritische Treffer, mehr mitführbare Granaten und ähnliche Dinge sind eben nicht wirklich spannend und haben kaum Auswirkungen auf das Gameplay. Zudem sind die Talentbäume der vier Charaktere, abgesehen von den spezifischen Talenten, genau gleich. Ziemlich öde also. Nett ist, dass wenn man alleine spielt, alle vier Agenten Erfahrungspunkte auf das Konto bekommen. Wer sich also hauptsächlich auf eine Figur beschränkt, kann auch die anderen Charaktere immer wieder verbessern.

Ohne Story irgendwie besser

Obwohl Insomniac Games eigentlich wenig falsch gemacht hat, hat es auch wenig wirklich gut gemacht. Story zum vergessen trifft auf solides Gameplay. Interessante Xenotech-Waffen treffen auf einen öden Talentbaum. Motivation zum aufleveln trifft auf unnötige Kletterei. Überraschend herausstechen kann dabei der Echelon-Modus. Wie der „kreative“ Namen schon erahnen lässt, handelt es sich dabei um einen Verschnitt des inzwischen altbekannten Wellen-Modus. Zusammen mit bis zu drei Spielern kämpft man gegen 12 immer stärker werdende Wellen an Gegnern. Dabei gilt es aber auch immer Missionsziele zu erledigen. Ein Ziel mit hoher Priorität muss so schnell wie möglich erledigt werden, ein bestimmter Gegenstand muss von einem Spieler über die halbe Karte getragen werden oder ein Gebiet muss vor gegnerischem Beschuss abgeschirmt werden. Das ist alles andere als innovativ aber es funktioniert exzellent. Es funktioniert sogar besser als die eigentliche Kampagne. Die Story wird bei Seite gelegt, man muss nicht gezwungen durch die Welt kraxeln und kann sich statt dessen auf das konzentrieren das funktioniert. Ballern am laufenden Band, gegen abwechslungsreiche Gegner die viel Teamwork erfordern. Die sich ansammelnden Erfahrungspunkte und wechselnde Missionsziele sind, besonders im Verband mit mehreren Freunden mit denen man kommunizieren kann, unglaublich unterhaltsam. Glücklicherweise wurde auf einen kompetitiven Mehrspielermodus verzichtet, dieser hätte wohl nur noch mehr Mittelmässigkeit in das Spiel gebracht.

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Auch technisch schafft es Fuse nicht sich aus der allgemeinen Mittelmässigkeit herauszuheben. Es sieht gut aus, die 6 Missionen bieten schöne, abwechslungsreiche Handlungsorte und die Effekte passen eigentlich auch. Doch alles wirkt so altbekannt, wenig spannend und kaum mit Leben gefüllt. Immerhin setzt es nicht auf die üblichen braun-grauen Töne, sondern ist durchaus farbenfroh und erlaubt sich etwas in der Farbpalette. Man ballert sich durch eine Söldnerbasis im Schnee und durch eine Villa im Dschungel. Alles andere als Spannung pur. Der Soundtrack fällt kaum auf und schafft es nicht die eher bombastischen Moment zu akzentuieren. Die deutsche Sprachausgabe ist nicht wirklich schlecht, doch viele der Sprüche funktionieren in der deutschen Sprache einfach nicht und sind einfach nur plump. Immerhin läuft das Spiel im Online-Modus wie geschmiert, selbst mit Spielern von anderen Kontinenten sind Lags kaum vorhanden.

Unser Fazit

63 %

Ach, so sehr es mich persönlich auch schmerzt: Fuse hat eigentlich all sein Potential durch merkwürdige Design-Entscheidungen in den Sand gesetzt. Alle positiven Aspekte werden durch negative negiert. Hier haben wir es mit einem Spiel zu tun das so viel hätte bieten könnte, es aber nicht tut. Wer nicht vor hat das Spiel mit zwei oder drei Freunden und Freundinnen zu zocken, der wird wenig finden das ihn bei der Stange halten wird. Für gelungene Koop-Runden ist es aber ganz gut gelungen, besonders im Echelon-Modus da sich dieser einzig und allein auf das solide Kampfsystem stützt.

Pro

  • Solides Gunplay
  • Funktionierendes Deckungssystem
  • Nette Xenotech-Waffen
  • Sehr unterhaltsam im Koop-Modus
  • Splitscreen für zwei Spieler
  • Erfahrungspunkte-Regen motivierend
  • Fokus im Echelon-Modus auf das Gameplay

Kontra

  • Langweilige Story
  • Richtig mieses Ende der Kampagne
  • Wenig Spannung ohne menschliche Mitspieler
  • Unnötige und viel zu simple Kletterpassagen
  • Talentbäume zu gleich und mit zu viel Füllertalenten
  • Normale Waffen mit zu wenig Punch
  • Audio-Visuell nicht viel mehr als mittelmässig

Unsere Bewertung

Grafik
 
72 %
Sound
 
64 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
75 %
Spielspaß
 
61 %

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