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Game of Thrones – Episode 5 “A Nest of Vipers” Test / Review

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Veröffentlicht 11. September 2015 | 22:30 Uhr von Marc Wunder

Game-of-Thrones-Telltale-Games-Screen-Episode-5

Die Ruhe vor dem Sturm. So könnte man den Unterton dieser Episode beschreiben. Als 5. von 6 Episoden hat A Nest of Vipers die Aufgabe, das große Finale vorzubereiten. Dies gelingt trotz zweier Höhepunkte mehr schlecht als recht. Aber der Reihe nach…. 

Wie schon in den vorigen Episoden üblich – und so auch im Buch und  der Serie – lebt Game of Thrones von der Dynamik des ständigen Charakter- und Schauplatzwechsels. Daran ändert auch A Nest of Vipers nichts und beschert uns so auch innerhalb der Episode immer wieder kleine Cliffhanger. Diesmal wird den Charakteren allerdings sehr unterschiedliche Screentime zugedacht.

Während Gared sich nördlich der Mauer gefühlt nur wenige Schritte vorwärts bewegen darf und dabei einzig eine längere Actionszene bestreiten muss, bleibt der Nutzen der sagenumwobenen North Grove weiterhin im Dunkeln.

game-of-thrones-telltale-games-episode-5-screenshot-01

 

Mira bekommt diesmal nur zwei kurze Dialogszenen spendiert, in denen sich der Spieler sich für die Loyalität zu einem der Lannister-Geschwister bekennen muss. Allerdings tragen diese Szenen scheinbar (noch) nichts zur eigentlichen Rahmenhandlung bei und lassen einen etwas verwirrt zurück.

Deutlich mehr geschieht bei Rodrik. Nicht nur das der ungebetene Gast im Hause Ironrath sogleich für den Tod eines Nebencharakters sorgt, auch die Suche nach dem Verräter findet ein Ende. Da Talia Rodrik vor der Aufdeckung dessen Identität auch noch versucht, ein Versprechen abzuringen, steht der Spieler vor einer doppelten moralischen Entscheidung.

Währenddessen erhält Asher nach der Befreiung Mareens endlich seine Armee. Auch wenn diese anders aussieht, als er gedacht hat. Um diese Männer und Frauen von sich zu überzeugen, muss er sich allerdings einem tödlichen Duell mit einem angeblich besonders gefährlichen Gegner stellen. Da die folgenden QTEs jedoch viel zu leicht ausfallen, verkommt dies alles zu einer Farce. Das hätte man viel besser inszenieren müssen. Schade!

Am Ende der Episode steht der Spieler dann vor der bislang  schwersten Entscheidung der ganzen Staffel. In stylischer Slowmotion dargestellt, muss man sich entscheiden – jemand wird sterben, nur wer? In diesem Moment blitzt ein wenig die eigentliche Genialität von Telltale Games auf und lässt einen mit einem flauen Gefühl in der Magengegend zurück. Bitte mehr davon!

Ansonsten bleibt A Nest of Vipers leider unter dem Durchschnitt. Nicht nur, dass sie mit knapp 1,5h die kürzeste Episode ist, sondern man merkt ihr ziemlich ihr Dasein als Lückenbüßer an. Der Mareen-Handlungsstrang wird zwar abgeschlossen, allerdings bewegt sich bei Mira und Gared fast nichts voran. Die Aufdeckung des Verräters wird zudem viel zu schnell und emotionslos abgehandelt. Da hätte mehr drinnen sein müssen. Die Dialoge verlieren sich zudem viel zu oft in Nebensächlichkeiten, wohl um die Zeit etwas zu strecken. Während dessen bekommen andere Szenen viel zu wenig Möglichkeiten, sich zu entfalten. Hier fehlt die richtige Balance. Mit ein wenig Straffung hätte man die Staffel sicher auf 5 Episoden verkürzen können.

game-of-thrones-telltale-games-episode-5-screenshot-02

 

Unser Fazit

76 %

Zu kurz, zu wenig gute Momente, viele Handlungen, die auf der Stelle treten. So richtig fesseln kann A Nest of Vipers nicht. Einzig in den wenigen Highlight-Momenten steht die Versoftung dem großen Serienvorbild in fast nichts nach. Und das gibt Hoffnung auf ein großartiges Finale! Denn auch wenn diese Episode nicht wirklich überzeugen kann, so ist dies doch meckern auf hohem Niveau. Denn spannend ist Game of Thrones allemal.

Pro

  • + spannende Story
  • + gute (englische) Synchronisation
  • + toll inszenierte Highlights
  • + herrlich düster Stimmung

Kontra

  • - fehlende Interaktivität
  • - keine deutschen Texte
  • - Handlungen treten auf der Stelle
  • - manche Szenen hätten ausführlicher sein müssen

Unsere Bewertung

Grafik
 
77 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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