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Game of Thrones – Episode 6 “The Ice Dragon” Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 21. Dezember 2015 | 22:51 Uhr von Marc Wunder

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Nachdem die letzten beiden Episoden trotz unbestreitbarer Höhepunkte eher auf der Stelle traten, warten Fans zurecht auf ein versöhnliches Ende der Leiden der Familie Forrester. Ob dies gelungen ist, erfahrt ihr hier…

Auf in die letzte Runde

Vorweg muss man natürlich sagen, das kaum vorhandene Gameplay ist wieder typisch Telltale Games. Wer die vorherigen Episoden gespielt hat – was man ja bei einem episodischen Storyspiel erwarten würde – wird hier von dieser Seite also nichts Neues sehen und erwartet dies wohl auch nicht. Es ist das altbekannte Schema-F. Hier mal kurz in eine Richtung laufen, da mal ein Quick-Time-Event und dort einige Gegenstände untersuchen. Das war’s schon.

Der weitaus wichtigere Aspekt ist natürlich, wie die Story fortgeführt wird. Und hier kommen wir auch schon zu einem kleinen Problem. Der Release von Episode 5 ist schon einige Monate her, so dass man sich wahrscheinlich nicht mehr an alle Vorkommnisse und Entscheidungen erinnern wird. Dies ist für Käufer der wahrscheinlich bald erscheinend Komplettausgabe sicherlich ein Vorteil, da man das Game dann in einem Rutsch durchspielen kann. Erfreulich ist allerdings ein Aspekt, den man in den bisherigen Episoden nicht hatte, der hier aber vorhanden ist – die deutschen Untertitel. Es war schon eine positive Überraschung, nun nicht mehr gedanklich übersetzen zu müssen. Es ist also durchaus zu erwarten, dass Episode 1-5 ebenfalls lokalisierte Untertitel erhalten werden.

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Die Art und Weise, wie Telltale Games in dieser Serie Entscheidungen einbindet, ist man von den Entwicklern bisher gar nicht gewohnt. Nicht nur, dass das Ende von Episode 5 darüber entschied, welcher Quasi-Hauptcharakter im Finale Lord von Ironrath ist, nein auch Entscheidungen aus früheren Episoden wirken sich direkt auf den Ausgang der Staffel aus. Dafür gebührt Telltale durchaus ein Lob. Dies gipfelt dann auch in einer von mehreren möglichen Endszenen.

Jede der Teilerzählungen wandert auf ein großes Finale zu. Mirra scheint sich in Kings Landing in dem gesponnen Netz von Intrigen und Verrat vollends verfangen zu haben. Garret entdeckt weit im Norden jenseits der Mauer ein Geheimnis, welches der verstorbene Lord Forrester zu verstecken versuchte. Und bei Ironrath bahnt sich die große Entscheidungsschlacht gegen die Whitehills an.

Interessant ist, wie hart im Gegensatz zu anderen Telltale-Serien hier Entscheidungen gefällt werden müssen. Freundschaft gegen Familie, Pflichtbewusstsein gegen persönliche Vergeltung. Die späteren Konsequenzen einer getroffenen Entscheidung werden den Spieler das ein oder andere Mal an seiner Wahl zweifeln lassen. Es gibt kein wirkliches schwarz oder weiß. Über allem thront nur die große Frage: Was würdest du tun, um deine Familie zu retten?

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Umso überraschender ist es, dass dieses Staffelfinale die Geschichte um Haus Forrester nicht auflöst. Aber das Spiel würde ja auch seiner Vorlage nicht gerecht werden, würde man ein positives, versöhnliches Ende finden. Interessant ist es, wenn man sich vorgreifend schon darüber Gedanken macht, wie die Entwickler die Handlung in Staffel 2 weiter spinnen werden – das diese kommen wird, ist nach diesem Finale so gut wie sicher. Denn je nach Entscheidungen sterben oder überleben wichtige, handelnde Personen. Schade ist, dass durch diese Cliffhanger viele Fragen nicht aufgelöst werden, vor allem den Handlungsstrang von Garret betreffend. Dies hätte man durchaus eleganter lösen können. Trotzdem hält das Finale, was es verspricht. Toll geschriebene Dialoge, weitreichende Entscheidungen und hervorragend inszenierte Kampfszenen. Der Abspann ist ebenfalls sehr clever gemacht, fasst er doch die wichtigsten Entscheidungen des Spielers aus der Sicht verschiedener Charaktere zusammen. Das motiviert eventuell sogar zu einem zweiten Durchgang.

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Unser Fazit

84 %

Auch wenn die Entscheidung um das endgültige Schicksal der Familie Forrester erst einmal vertagt wurde, beschert uns The Ice Dragon einen würdigen Abschluss der ersten Staffel. Auch wenn man anmerken könnte, dass gerade in einigen der mittleren Episoden vermehrt Durststrecken herrschten und gerade der Handlungsstrang von Mirra im fernen Kings Landing eher wie unnötiges Füllwerk wirkt, so bietet und Telltale Games hier eine emotional erzählte, spannende Handlung, die endlich einmal das Versprechen der weitreichenden Entscheidungen einlöst. Wenn die Serie auf diesem Niveau weiter geführt wird, dann bitte mehr davon!

Pro

  • + spannende Story
  • + weitreichende Entscheidungen
  • + unabsehbare Konsequenzen
  • + herrlich düster Stimmung
  • + endlich deutsche Untertitel

Kontra

  • - fehlende Interaktivität
  • - veraltete Technik
  • - einige Fragen bleiben offen
  • - Cliffhanger

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
88 %

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