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Gears of War: Ultimate Edition – Windows 10/PC Test / Review

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Veröffentlicht 1. März 2016 | 15:01 Uhr von Ricky

Gears-of-War-Ultimate-Edition

Im Rahmen der PC Gaming Show während der E3 2015 kündigte Microsoft an, dass der für Xbox One aufgemotzte Third-Person-Shooter Gears of War als Ultimate Edition nicht nur für Microsofts Current-Gen-Konsole erscheinen werde, sondern auch als Windows 10 Fassung. Die überarbeiteten Gears haben es sich dann in Folge seit August 2015 auf Xbox One bequem gemacht und PC’ler mit Windows 10 können ab heute zuschlagen, da die Gears of War: Ultimate Edition auch für Windows 10 PCs europaweit, ausgenommen Deutschland, verfügbar ist.

Gears-vs-Locust

Wer hat noch nicht von den Gears gehört, die, voll ausgestattet bis an die Zähne bewaffnet in schweren Rüstungen steckend, auf einem an die Erde angelehnten Planten (Sera) wandeln und aus dem Planeteninneren an die Oberfläche drängende sogenannte Locust den Arsch versohlen bzw. vorzugsweise mit Blei vollpumpen. Irgendwann gab es auf Sera den  folgenschweren E-Day, da die Locust die Menschen angriffen. Seither tobt der Pendulum-Krieg, bei dem die Menschen äußert schlecht wegkommen. Also müssen es mal wieder Super-Soldaten richten, die sogenannte KOR-Infanterie. Zu den KOR gehören unter anderem Marcus Fenix, Dominic Santiago, Daimon S. Baird und Augustus „Cole Train“ Cole, welche ab Spielbeginn in wechselnder Besetzung für 5 Kapitel mit gesamt 36 Akten eure Begleiter sein werden. Als Ziel eint euch, dass ihr als gestandener KOR-Infanterist die Locust von der Oberfläche tilgt.

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Ohne Windows 10 geht nix

Gears of War: Ultimate Edition für Windows 10 basiert auf der im August 2015 veröffentlichten Xbox One Version. Diese war seinerzeit gegenüber dem Original aus dem Jahr 2006 (Xbox 360) schon eine angepasste, aufgehübschte, inhaltlich erweiterte und um ein paar technische Spielereien mehr versehene Version. Bezogen auf die Geschichte, das Spielgeschehen selbst sowie die gebotenen Inhalte hat sich auch in der Windows 10-Variante nichts verändert. Es sind unterm Strich kleinere Details, die einen Unterschied machen können und vor allem auch die technischen Voraussetzungen sind andere. Das beginnt damit, dass Gears of War: Ultimate Edition für PC ohne Windows 10 (Basis November 2015 Update Versionsnr. 1511) nicht spielbar ist. Böse Zungen behaupten in diesem – und anderen Zusammenhängen, siehe beispielsweise Quantum Break oder Killer Instinct Season 3, dass Microsoft auf diese Weise nur versuche ihr neues Betriebssystem Win10 besser an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Ob dem so ist oder nicht, entscheidet am besten für euch selbst.

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Was der Rechner können sollte

Abgesehen vom Betriebssystem müssen auch andere PC-relevanten Spezifikationen gegeben sein, damit ihr mit den Gears auf dem Computer unterwegs sein könnt. Als generelles Minimum sollte euer PC über einen wahlweise Intel Core i5 oder AMD FX 6 Prozessor verfügen und selbstredend ist eine Grafikkarte neueren Datums, beispielsweise eine NVIDIA GeForce GTX 650 Ti oder eine AMD Radeon R7 260X eine gute Wahl. Hinzu kommt, dass ihr wenigstens 60 GB freien Festplattenspeicher übrig haben müsst und mindestens 8 GB Arbeitsspeicher. Klingt soweit in Ordnung und entspricht anzunehmender Weise wohl auch dem gängigen Rechner, wie er sich in vielen heimischen Wohnstuben finden lassen wird. Allerdings sind die vorbenannten Voraussetzungen lediglich die Mindestangaben, so dass sich am Ende eine sehr abgeschwächte, sehr runter reduzierte Gears of War: Ultimate Edition präsentiert. Vor allem optische Einbußen müssen dabei in Kauf genommen werden und flüssiges Spielen sieht, insbesondere dann auch in Mehrspieler-Partien, einfach anders aus. Frust ist in diesem Fall vorprogrammiert.

Damit ihr Spaß am Spielen der Gears of War: Ultimate Editon PC-Version für Windows 10 habt, sollte euer Rechner etwas mehr als das geforderte Minimum auf dem Kasten haben. Hinsichtlich des Prozessors fahrt ihr für das ideale Spielen mit einer höher getackten Minimum-Anforderung durchaus gut. Anders sieht es bei der Grafikkarte aus, da ihr entweder eine NVIDIA GeForce GTX 970 oder AMD Radeon R9 290X verbaut haben solltet, die zudem über 4 GB VRam verfügt. Gleich bleiben hingegen 60 GB Festplattenspeicher sowie 8 GB Arbeitsspeicher. Diese Basis sorgt dafür, dass das Spiel in jedem Fall flüssiger läuft, ihr zudem mehr Details als auch Effekte zu Gesicht bekommt und im Ganzen die Grafik höher eingestellt genießen könnt.

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Ultra 4K-Auflösung ist möglich …

… setzt allerdings voraus, dass ihr euren Rechner, überspitzt formuliert, wöchentlich aktualisiert, für die Komponenten das nötige Kleingeld in der Portokasse vorrätig habt und außerdem einen Monitor besitzt, der 4K-Material wiedergeben kann. Es beginnt beim Prozessor, da ihr entweder einen Intel Core i7 mit Minimum 4Ghz oder das AMD-Äquivalent AMD FX 8 verbaut haben solltet. Auch die geforderten Grafikkarten sind nicht von schlechten Eltern, denn optimal wären eine NVIDIA GeForce 980 Ti (ab ca. 700 Euro aufwärts / Tagespreis und je nach Typ/Ausstattung) oder AMD Radeon R9 390X (ab ca. 500 Euro aufwärts / Tagespreis und je nach Typ/Ausstattung), die darüber hinaus über wenigstens 6 GB VRam verfügen. In Sachen Festplattenspeicher braucht euer Rechner eine SSD mit 60 GB freiem Speicher sowie mindestens 16 GB Arbeitsspeicher.

Sind diese technischen Voraussetzungen erfüllt, könnt ihr Gears of War: Ultimate Editon in der PC-Version für Windows 10 garantiert bestmöglich genießen und zwar optisch, akustisch und natürlich auch spielerisch. Für Auflösungs-Fetischisten gibt es ein sattes, extrem detailreiches Bild mit 3840 x 2160 Bildpunkten. Da es auch keinen Framerate-Lock in Gears of War: Ultimate Edition für PC (Windows 10) gibt, wird das Geschehen auf Ultra 4K-Basis optimal rennen: Flüssig, flüssiger – Ultra 4K.

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Normal funktioniert auch

Natürlich wissen wir, und auch Entwickler The Coalition, die zusammen mit Splash Damage Gears of War: Ultimate Edition für Windows 10 PCs umgesetzt haben, dass nicht jeder einen Highend-Super-PC zuhause stehen hat. Und das ist auch ok, denn mit einem Rechner, der die empfohlenen Hardware-Voraussetzungen so gut wie erfüllt, wird man trotzdem Spaß mit den Gears haben. An dieser Stelle ist das dann auch das im Spiel enthaltene Benchmark-Tool empfohlen, mit dem vor allem Spieler, die nicht ganz so Hardware versiert sind, trotzdem das Beste herausholen können. Das Benchmark-Tool checkt sozusagen den Rechner und seine Komponenten ab und nimmt entsprechend die bestmöglichen Einstellungen vor.

Abgesehen von den technischen Grundlagen bietet die Gears of War: Ultimate Edition PC/Windows 10-Version kleinere Abwandlungen, die in der aufgepeppten Xbox One-Fassung noch nicht enthalten waren. Neben den zahlreichen mehr oder weniger auffälligen optischen Anpassungen, die auch von euch selbst noch im PC-Ableger variiert werden können (Stichwort: Detailstufen), hat auch ein Text-Chat den Weg ins Spiel gefunden, der euch während dem Multiplayer-Spielen dienlich sein kann. In Sachen Steuerung könnt ihr wählen, ob ihr mit dem Xbox One Controller oder  Maus & Tastatur unterwegs sein wollt. Wir gestehen an dieser Stelle, dass wir bescheinigen können, dass die Maus- und Tastatur-Steuerung gut funktioniert, für uns allerdings einfach nicht griffig bzw. eingängig genug gewesen ist. Wir sind eben doch „Controller fixiert“ und folglich haben wir uns an Bewährten und Gewohnten im wahrsten Sinn des Wortes festgehalten.

Last not least steht noch DirectX 12 im Raum. Bekanntlich ist Windows 10 das bisher das einzige Betriebssystem, welches DirectX 12 unterstützt. DirectX per se ist eine – einfach formuliert – Programmierschnittstelle, die dafür sorgt, einem guten grafischen Auftritt noch ein „i“-Tüpfelchen aufzusetzen. Was schön ausschaut, wirkt mit DirectX (und passenden PC-Komponenten) noch einen Ticken schöner. Bezogen auf Gears of War: Ultimate Edition für Windows 10 heißt das konkret, dass Spieler mit Standardrechnern tendenziell optische und akustische Einbußen hinnehmen müssen. An der Stelle sein nochmals das Benchmark-Tool empfohlen, mit dem ihr eventuelle Schwäche ein Stück weit abfangen könnt.

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Anmerkung: Alle im hier im Text enthaltenen Screenshots stehen auch in 4K-Auflösung zur Verfügung, dafür einfach das gewünschte Bild bzw. die gewünschten Bilder zur entsprechenden Vergrößerung anklicken.

 

Unser Fazit

85 %

Gears of War: Ultimate Edition für Windows 10-PCs ist eine gelungene Sache. Grafisch hat man nochmals ein Schippchen drauf gelegt, gleichwohl das aber auch nur für die effektiv ersichtlich sein wird, die einen Highend-PC bei sich beheimaten. Abgesehen vom optischen Gesichtspunkt ist Gears of War einfach ein Third-Person-Shooter, der Spaß macht und jetzt eben auch für die Spieler verfügbar ist, die keine Xbox One zuhause haben, aber immer schon Bock hatten mit Marcus Fenix auf Locust-Jagd zu gehen. Schade ist, dass kein Cross-Gaming möglich ist, da die PC’ler auch in Sachen GOW-Multiplayer unter sich bleiben und sich nicht mit den Xbox One-Spielern duellieren können. Wer wiederum Lust auf weitere Gamerscore-Punkte hat, kann mit der Gears of War: Ultimate Edition für Windows 10-PCs nochmals Achievements erspielen.

Pro

  • + Preis/Leistung und Umfang stimmen
  • + kein Framerate-Lock
  • + nochmals verbesserte Grafik
  • + Tastatur- und Maus-Steuerung verfügbar
  • + Achievements
  • + Controller-Steuerung funktioniert gut
  • + Deluxe Waffen Skin-Pack & 11 Bonus Multiplayer-Charakter-Skins kostenlos enthalten

Kontra

  • - kein Crossplay möglich
  • - Hardware-Anforderungen für Ultra 4K sehr heftig
  • - nur spielbar mit Windows 10

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
90 %

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