Generator Rex: Agent of Providence Test / Review - insidegames

insidegames

Generator Rex: Agent of Providence Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 3. Januar 2012 | 22:05 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 7. Dezember 2012

Generator Rex Titel

Wirklich bekannt ist der Cartoon Generator Rex im deutschsprachigen Raum nicht. Das hindert Publisher Activision jedoch nicht daran, das Spiel zur Serie bei uns auf den Markt zu werfen. Die Vorraussetzungen sehen im Vorfeld aber schon einmal gar nicht gut aus: das Spiel gehört zum mit Vorurteilen behafteten Genre der Superhelden Games die auf einer Lizenz beruhen. Zudem kommt dazu das Generator Rex hier nicht wirklich beliebt ist und es dadurch kaum einen Wiedererkennungswert gibt. Schafft es der titelgebende Held Rex spielerisch zu überzeugen und der Serie vielleicht doch noch zu Ruhm zu verhelfen? Wir haben uns in der Xbox 360 Version gestürzt, um herauszufinden ob der Agent of Providence etwas taugt.

Die Sorgen eines Teenagers

In der Welt von Generator Rex hat ein Unfall dazu geführt, das Unmengen von Naniten frei gesetzt wurden. Naniten führen bei befallenen Opfern zu extremen Mutationen, wodurch so gut wie alle von ihnen zu abscheulichen Monstern werden die nur auf Zerstörung aus sind. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der 15-jährige Teenager Rex. Nicht nur wird er nicht in eine Abscheulichkeit verwandelt, nein, er kann die Naniten sogar kontrollieren und sie zu seinem Vorteil nutzen. Dadurch kann er seinen Körper durch unterschiedliche Effekte verbessern, wenn er sich zum Beispiel ein Jetpack aus dem Rücken wachsen lässt oder seine Arme zu einem Schwert verformt. Rex hat jedoch noch eine weitere, ganz entscheidende Fähigkeit. Er kann verwandelte Mutanten, E.V.O.s genannt, wieder in ihre ursprüngliche, menschliche Gestalt zurückverwandeln. Deshalb arbeitet Rex für die Organisation Providence, welche gegen die E.V.O.s vorgeht und die Menschen schützt. Ihm zur Seite stehen die Wissenschaftlerin Doc Holiday, Agent Six, der sechst gefährlichste Mensch auf dem Planeten und Bobo, ein sprechender und Zigarre rauchender Schimpanse. Ihnen gegenüber steht der Erzfeind von Rex, der fiese Van Kleiss. Er ist auf der Suche nach dem Bauplan für den Omega Eins Nanit, welcher unendliche Macht verspricht. Somit wird es zur Aufgabe von Rex, Van Kleiss und seine Ganoven aufzuhalten und den Bauplan für den Nanit zu sichern.

 

Kennt man den Cartoon, könnte die Geschichte von Agent of Providence wohl ganz interessant sein. Hat man kein Vorwissen, wird man mit einer Vielzahl von guten und bösen Charakteren bombardiert, die teilweise nicht mehr als einen 3-minütigen Auftritt haben. Das macht es schwer, überhaupt zu erklären worum es überhaupt geht. Auch gibt es immer wieder Anspielungen auf Geschehnisse aus der Serie, welche man logischerweise auch nicht verstehen kann. Wer sich also nicht mit Generator Rex auskennt, und das wird wohl der Grossteil der potentiellen Zocker sein, wird nur den Kopf schütteln und sich fragen was zum Teufel eigentlich vor sich geht.

Checkliste der Videospiel-Entwicklung

Generator Rex ist ein 3rd-Person Action-Adventure das zumindest von den enthaltenen Spielelementen quasi dem Entwicklungs-Lehrbuch entnommen sein könnte. Rex wird aus der Verfolgeransicht gesteuert und hauptsächlich verbringt man die kurze Spielzeit von nicht einmal 5 Stunden im Kampf gegen eine Handvoll E.V.O.s die durchaus abwechslungsreicher hätten ausfallen kann. Das Kampfsystem an sich fühlt sich langsam an und vermag nicht wirklich zu begeistern. Hauptsächlich werden drei Waffentypen genutzt. Man verfügt über ein Schwert für schnelle und Roboterfäuste für langsame Nahkampfangriffe. Zusätzlich kann man auf eine Kanone zurückgreifen um weit entfernte Gegner umzunieten. Neben der minimalen Waffenauswahl, sind die Angriffe selbst die man ausführen kann, ebenfalls wenig abwechslungsreich. Entweder hämmert man mehrmals hintereinander auf eine Taste um eine Kombination aus schnellen, schwachen Angriffen zu machen oder man entscheidet sich für die zweite Angriffstaste mit der man langsame, starke Angriffe ausführen kann. Die Angriffe untereinander kombinieren funktioniert ebenso wenig wie die Tasten gedrückt zu halten für stärkere Angriffe oder ähnliche Manöver. Es gibt ein rudimentäres Upgrade-System, mit dem man seine Waffen verbessern kann, am langweiligen Kampfsystem ändert das aber nichts. Man kann lediglich seine Kombos erhöhen, wodurch man nicht nur drei Mal am Stück eine Taste drücken kann, sondern sogar vier Mal. Zu Guter Letzt gibt es noch Spezialverwandlungen, die man nur verwenden kann, wenn man eine bestimmte Menge an Naniten gesammelt hat. Ist dieser Balken dann genug gefüllt, kann man besonders starke Attacken ausführen, welche den Feinden heftig zusetzten. Eigentlich hat man auch die Möglichkeit Angriffe abzuwehren oder Ausweichrollen auszuführen, auf Grund des lächerlich einfachen Schwierigkeitsgrades braucht man jedoch im ganzen Spiel nicht einmal auf diese Funktion zurückzugreifen. Um den Spielverlauf aufzulockern, haben die Entwickler auf drei altbekannte Features gesetzt: Bosskämpfe, Rätsel und Flug- bzw. Fahrsequenzen. Alle diese drei Elemente scheinen jedoch frisch aus der Konserve geholt worden zu sein, so standardisiert wirken sie. In den Bosskämpfen greift man auf altbewährtes zurück. Man tritt gegen ein riesiges Monster an, bei man zuerst die verschiedenen Schwachpunkte beschiessen muss. Anschliessend vermöbelt man dann den Kopf des Riesen, wenn sich dieser nach vorne beugt, in einem lahmen Quick Time Event. Die Rätsel sind ebenfalls völlig anspruchslos und unterfordern wahrscheinlich sogar ein Kleinkind. Zu guter Letzt wurde zwei Actionsequenzen hineingewurstelt, welche es wohl nur ins Spiel geschafft haben, weil es eben Pflicht ist. In einer der Sequenzen stürzt man vom Himmel und muss entgegenkommenden Gegnern ausweichen, während man in der anderen auf einem Motorrad sitzt und Gegner bei voller Fahrt abknallen muss. Die Entwickler sind augenscheinlich mit keinem Funken Kreativität an die Arbeit gegangen, was man ganz schnell merkt. Es scheint als wurde einfach eine Checkliste abgearbeitet, auf der stand, welche Elemente den in ein modernes Videospiel gehören. Das hört sich nicht nur langweilig an, sondern ist es auch. In den wenigen Stunden die man in der Kampagne verbringt, kommt nie wirklich Spass auf und höchsten hartgesottene Erfolgs- bzw. Trophäenjäger werden sich freuen wenn mal wieder etwas freigeschaltet wird. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, musste man natürlich etwas einbauen um die Langzeitmotivation aufrechtzuerhalten. Hat man die Story erst einmal beendet, kann man alle Missionen erneut spielen, nur wird einem dieses Mal ein Zeitlimit aufgetischt das man unterbieten muss. Doch weder an den auftauchenden Gegnern hat sich etwas geändert, noch kann man die öden Zwischensequenzen wegklicken, weshalb es im Grunde genommen einfach noch einmal die genau gleichen Missionen sind. Das Upgrade-System ist zudem so marginal ausgefallen, das man noch vor der Komplettierung des Spiels alle Fähigkeiten freischalten kann.

Überraschend überzeugende Sprecher

Nicht nur spielerisch, sondern auch technisch, bekommt man Ware geboten die unterdurchschnittlich präsentiert wird. Der Comiclook an sich passt gut zur Cartoonvorlage. Leider ist die Grafik Detailarm. Viele unsichtbare Grenzen und starkes Kantenflimmern schmälern das Spielvergnügen noch mehr. Die wenigen Zwischensequenzen sehen, überraschenderweise, sogar noch schlechter aus als die Ingame-Grafik und Lippensynchronität scheint für die Entwickler auch ein Fremdwort gewesen zu sein. Immerhin bewegen sich in den Zwischensequenzen die Lippen, denn im Spielverlauf selbst, bewegen sich die Lippen von Rex überhaupt nicht wenn er redet.

Störend aufgefallen sind auch die Ladezeiten. Das Spiel lädt nämlich gerne innerhalb der Missionen nach, einen Ladebildschirm gibt es aber nicht. Statt dessen läuft Rex urplötzlich extrem langsam, bis das Spiel mit laden nachgekommen ist, woraufhin es dann wie gewohnt weiter gehen kann. Der Soundtrack ist auch eher von der nervigen Art, da es scheinbar nicht mehr als etwa 3 Musikstücke gibt, die sich immer und immer wieder wiederholen. Wer nach der ersten Spielstunde nicht einen starken Hass auf das Titellied von Generator Rex hat, gehört wohl zu einem hartgesottenen Spielerschlag. Da kommt es umso überraschender, das die deutsche Sprachausgabe sehr gut ausgefallen ist. Scheinbar hat man hier keine Kosten und Mühe gescheut, um durch Film und Fernsehen bekannte Stimmen an Bord zu holen. Die Sprecher verleihen den Figuren mit einem gesprochenen Satz mehr Tiefe als es das Spiel durch Zwischensequenzen oder Hintergrundinformationen über die ganze Spielzeit hinweg schafft. Ja, gewisse Sprecher vertonen nicht nur eine Hauptfigur, sondern auch gleich noch ein oder zwei Nebenfiguren, wirklich störend ist das bei der restlichen Qualität dieses Spiels aber nicht

Unser Fazit

30 %

Fazit Das Jahr 2011 war eigentlich kein allzu schlechtes wenn es um Lizenzumsetzungen ging. Die Entwickler haben gezeigt das auch diese Spiele nicht immer unterdurchschnittlich schlecht sein müssen, doch Generator Rex Agent of Providence beweist einmal mehr das Lizenzspiele oft grauenhafte Missgeschicke sind. Spielerisch öde und technisch schlecht, viel mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu diesem Titel zu sagen. Schade drum!

Pro

  • Schafft es einigermassen den Charme der Serie einzufangen
  • Gute deutsche Synchronsprecher
  • Einfache und schnell zu holende Erfolge/Trophäen

Kontra

  • Ungenaue Steuerung
  • Langweiliges Kampfsystem
  • Kaum spielerische Abwechslung
  • Völlig unkreatives Spieldesign
  • Schlechte, flimmernde und detaillose Grafik
  • Sich ständig wiederholender Soundtrack

Unsere Bewertung

Grafik
 
32 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
25 %
Gameplay
 
20 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
20 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • xbox 360 generator
  • nanitul omega

  • <>Generator Rex
  • generator rex 3ds test
  • generator rex wii review
  • generator rex erfolge
  • generator rex ps3 test

  • <>generator rex test

- ANZEIGE -


*