God of War: Ascension - Test/Review - insidegames

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God of War: Ascension – Test/Review

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Veröffentlicht 7. März 2013 | 19:08 Uhr von Fabrice

God of War: Ascension

Kratos ist für die PlayStation zu einem Maskottchen geworden. Eines das beständig voller Blut ist und bis zur Hüfte in den Eingeweiden von Monstern steht. Der Götter mordende und ewig wütende Spartaner hat in 5 Teilen der God of War Serie bereits unter Beweis gestellt, dass mit ihm so gar nicht zu spassen ist.

Mit der PlayStation 4 am Horizont, kommen wir nun in den Genuss der letzten grossen Welle an Spielen für die aktuelle Konsolengeneration. Natürlich darf auch Kratos dabei nicht fehlen. God of War: Ascension ist zwar der neuste Teil der Serie, dreht sich geschichtlich aber um die Vorgeschichte zum ersten Teil und den Aufstieg des Menschen zum Gott. Nun stellt sich die Frage, war Kratos schon am Anfang seiner Geschichte ohne göttliche Fähigkeiten die unaufhaltsame Tötungsmaschine die wir zu kennen und fürchten gelernt haben? Wir haben uns den Einzelspielermodus zu Ascension ausführlich angeschaut und auch in den Mehrspielermodus reingeschnuppert, um genau das für euch heraus zu finden!

Der Mensch hinter der Legende

Kratos, der Geist Spartas, hat, nachdem Ares ihn dazu gebracht hat seine eigene Familie im Wahn zu töten, seinen Bund zum Gott des Krieges gebrochen. Das ist aber keine allzu gute Entscheidung, denn die Furien, drei Rachegöttinnen, sorgen dafür das niemand seine Blutsbunde ungestraft brechen kann. Kratos wird von ihnen gefangen und täglich gefoltert. Dies lässt der Krieger aber nicht ungestraft über sich ergehen, weshalb er sich befreit und auf Rache sinnt. Doch bis er an diesen Punkt gelangen konnte, hatte er einen langen Weg hinter sich. Er kämpfte gegen die düsteren Legionen der Furien, nur um gefangen genommen zu werden, wodurch er seinem Ziel einen Schritt näher kommen konnte.

God of War: Ascension God of War: Ascension wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einerseits in der Gegenwart, nachdem sich Kratos aus der Gefangenschaft der Furien befreit hat und sie versucht endgültig zu erledigen. Andererseits aber auch der Weg dorthin. Begleitet von Argos, dem Sohn von Ares und der Furienkönigin, welcher Kratos ohne dessen Zustimmung zur Seite steht. Wie Kenner des ersten Teils wissen, ist Kratos hier noch nicht zum Kriegsgott aufgestiegen. Er ist nur ein Halbgott, ohne seine vollen Fähigkeiten die wir in den anderen Teilen kennen gelernt haben. Er ist auch noch menschlicher, geplagt von Visionen aus seiner Vergangenheit die die Furien ihm versuchen einzuflössen. Er ist noch nicht die von Wut und Zorn geplagte Figur die man in den restlichen Teilen kennen gelernt hat, statt dessen ist er noch auf der Suche nach Erlösung, Rettung und einem Ausweg. Das dies nicht so einfach ist, muss er jedoch auf die harte Tour fest stellen.

Monster, Bestien und Figuren aus der Hölle

Das Kratos noch kein Gott ist, stellt man auch an seinen Fähigkeiten im Kampf fest. Er hat noch nicht die selben Möglichkeiten wie im zuletzt veröffentlichten dritten Teil. Sein Kampfstil ist irgendwie dreckiger, noch nicht ganz so schon fast ballettmässig wie gewohnt. Ausserdem stehen ihm im Kampf nur die bekannten Chaosklingen zur Verfügung. Der Clou ist aber, das man diese mit vier Elementareffekten versehen kann: dem Feuer des Ares, dem Eis des Poseidon, den Blitze des Zeus und den Seelen des Hades. Die fehlende Möglichkeit Waffen zu wechseln und statt dessen auf die verschiedenen Elemente zurückzugreifen, sorgt für schnelle Kämpfe ohne Pausen. Jedes Elemente hat seine Vorteile im Kampf und belohnt einen für erledigte Gegner auf eine andere Art und Weise. Erledigt man Gegner während die Klingen mit den Seelen des Hades geladen sind, hinterlassen diese grüne Orbs welche die eigene Gesundheit auffüllen. Die Fähigkeiten des Poseidon auf der anderen Seite füllen die Magiereserven wieder auf. Auch im Kampf bieten sie verschiedene Vorteile. Die Macht des Zeus lässt einen schneller angreifen, während die von Poseidon die Verteidigung von Gegnern schneller durchbrechen kann. Und das ist auch bitter nötig. Denn selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad haben es selbst die normalen Gegner, von den Bossen ganz zu schweigen, in sich. Es ist sehr wichtig die verschiedenen Combos der Chaosklingen zu kennen um sie richtig einzusetzen. Auch ist es essentiell den richtigen Elementareffekt gegen gewisse Gegner zu benutzen, um einen Vorteil im Kampf zu haben. God of War: Ascension geht nicht nur im Bereich der Kämpfe einen anderen Weg als viele der aktuellen Spiele, denn ohne Übung, Geschick und der nötigen Prise Taktik kommt man schnell nicht mehr weiter. Schafft man diese Begegnungen jedoch erfolgreich, ist das umso befriedigender. Die Gegnerauswahl ist nämlich abwechslungsreich und reicht von mythischen Kreaturen wie dreiköpfigen Höllenhunden, Chimären und anderen normalen Gegnern, zu riesigen Bossen die den kompletten Bildschirm füllen können. Dazu gehört der Hekantocheire, ein riesiger, mehr als bildschirmfüllender Goliath der einen zermalmen will. Oder die Charybdis, ein krakenartiges Monster welches die Meere unsicher macht und Schiffe in sekundenschnelle zerschmettern kann. Jeder Gegner erfordert ganz eigene Taktiken, ohne welche man gegen sie kein Land sieht.

God of War: Ascension Neben den Kämpfen dürfen die aus der Serie bekannten Rätsel und Sprungpassagen selbstverständlich auch nicht fehlen. Gerade bei den Puzzles ist erneut erkennbar das man es hier nicht mit einem simplen Spiel zu tun hat. Muss man anfangs nur ein paar Schalter drücken, kommen später weitere Items dazu die man kombinieren muss. Mit dem Oruboros-Amulett kann man bereits zerstörte Dinge wie Gebäude wie von Zauberhand wieder teilweise oder komplett aufbauen. Das muss man richtig timen, um sich so Wege zu erschaffen über die man springen kann. Mit einem anderen Gegenstand kann man eine schattenhafte Kopie von Kratos erschaffen, welche man auf Schaltern platzieren kann, damit man selbst Zeit für andere Aufgaben wie einen zweiten Schalter hat. Die Rätsel sind zwar keineswegs unlösbar und absolut frustrierend, wer jedoch seine grauen Zellen nicht anstrengt wird öfters wohl auf eine Komplettlösung im Internet zurückgreifen müssen. Doch auch hier gilt, schafft man eine dieser Knacknüsse, hat man ein gutes Gefühl. Die Sprungpassagen auf der anderen Hand sind unterhaltsam, aber nicht wirklich herausstechend wie die Kämpfe oder Rätsel. Dennoch lockern sie das Spielgeschehen auf und sorgen für die nötige Abwechslung.

Krieg der Götter

Leider dauert es noch fast eine Woche bis das Spiel für alle im Handel erhältlich ist. Deswegen konnten wir den vollständigen Mehrspielermodus von God of War: Ascension logischerweise noch nicht komplett ausprobieren, weshalb wir an dieser Stelle auch keine finale Wertung dafür abgeben können. Unsere Impressionen aus der Beta haben jedoch gezeigt, das God of War auch im Mehrspielermodus überraschend viel Spass machen kann. Dort entscheidet man sich zu Spielbeginn entweder für Ares, Hades, Poseidon oder Zeus und kämpft für diese Gottheit im Kampf gegen Streiter der anderen Götter. Je nach Gott stehen einem unterschiedliche Waffen und Zauber zur Verfügung. Wie aus den meisten Online-Mehrspielermodi von anderen Spielen gewohnt, kann man auch hier seine Spielfigur aufleveln wodurch man neue Rüstungen, bessere Zauber oder neue Relikte für den Kampf freischalten kann.

Unsere Ersteindrücke aus der Beta haben gezeigt das man viel Spass haben kann im Onlinemodus. Sei das nun in einem Frei für Alle-Modus oder wenn man im Team verschiedene Aufgaben erfüllen muss, während man mit einem anderen Team zu kämpfen hat. Es hat sich aber auch gezeigt das höher stufige Spieler welche besseres Equipment zur Verfügung haben, mit einem den Boden aufwischen können. Ob sich in diesem Bereich etwas getan hat, wird sich erst noch zeigen. Dennoch, das Spielprinzip der Serie hat sich gut auf den Mehrspielermodus übertragen lassen und macht auch dort viel Spass.

Das Mass aller Dinge? Nicht ganz

God of War: Ascension Grafisch bekommt man ein gemischtes Gesamtbild geboten. Einerseits gibt es wunderschöne Weitsichten zu geniessen, genauso wie tolle Animationen in den Kämpfen. Auch die Zwischensequenzen sehen wunderschön aus. Auf der anderen Seite gibt es auch nicht so tolle Sachen zu sehen. Dazu gehören Details in der Spielwelt welchen man offenbar nicht ganz so viel Zuneigung gegeben hat. Möwen die durch die Spielwelt fliegen bewegen sich sehr abgehakt und sehen nicht allzu detailliert aus, ähnlich verhält es sich mit gewissen Hintergründen welchen man im vorbei gehen vielleicht nicht ganz so viel Beachtung schenken würde. Auch ist die Kamera ist nicht immer auf höchstem Niveau und positioniert sich ab und zu an ungünstigen Positionen, was besonders im Kampf gegen riesige Gegner besonders auffällt. Nichts desto trotz ist das Gesamtbild beeindruckend und zeigt was in der alten PlayStation 3 steckt. Der Score bietet wenige Überraschungen und liefert das was man von der Serie gewohnt ist. Wuchtige, orchestrale Klänge untermalen die blutigen Kämpfe. Die deutsche Sprachausgabe ist passabel und kann nicht wirklich negativ beurteilt werden. Nett: ebenfalls vorhanden ist die griechische Sprachausgabe. Zu deren Qualität können wir nicht wirklich etwas sagen, aber eine nette Idee ist es definitiv.

Unser Fazit

84 %

Wer God of War kennt, der weiss was einen in Ascension erwartet. Brachiale, blutige Kämpfe gegen mythologische Wesen aus der griechischen Geschichte. Noch brachialere Kämpfe gegen bildschirmfüllende Bossgegner, kombiniert mit einem nicht zu unterschätzenden Schwierigkeitsgrad und cleveren Rätseln, sorgen für viel Spielspass. Der Mehrspielermodus könnte auch viel Potential bieten, leider können wir vor dem offiziellen Spielstart kein wertendes Fazit abgeben. Trotz Kameraproblemen und leichteren Mängeln im grafischen und tontechnischen Bereich, ist God of War: Ascension ein richtig gutes Spiel das für ein mal die etwas menschlichere Seite von Kratos zeigt, auch wenn die Geschichte jetzt nicht der Brüller schlechthin ist. Das Spiel geht zwar keine neuen Wege, sondern setzt auf die bekannten und bewährten Mittel. Ob das eher schlecht oder gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Pro

  • + Tolles, flüssiges und packendes Kampfsystem
  • + Smarte Rätsel
  • + Ordentlicher Schwierigkeitsgrad
  • + Gutes Pacing
  • + Meist richtig tolle, zu 100% flüssige Grafik
  • + Gewohnter, passender Score
  • + Mehrspielermodus mit Potential

Kontra

  • - Kameraprobleme wenn diese zu weit weg ist
  • - Viele nicht ganz so schöne Grafiken
  • - Story an und für sich nicht weiter der Rede wert
  • - Zeitsprünge in der Story können für Verwirrung sorgen
  • - Mehrspielermodus könnte unbalanciert sein
  • - Deutsche Sprachausgabe nicht wirklich überragend

Unsere Bewertung

Grafik
 
86 %
Sound
 
82 %
Steuerung
 
93 %
Gameplay
 
84 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
83 %

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