God of War Collection Vol. 2 - Der Test - insidegames

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God of War Collection Vol. 2 – Der Test

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Veröffentlicht 4. Oktober 2011 | 5:10 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 28. Februar 2012

God of War Vol. 2 Titel

Der kriegerische Kämpfer Kratos ist über die Jahre hinweg zu etwas wie dem blutigen Aushängeschild für Sonys Konsolen geworden. In drei Spielen für die PS2 und die PS3 hat sich der gute God of War durchs antike Griechenland gemetzelt um mythologische Monster, Helden und sogar die Götter selbst auf seinem blutigen Rachefeldzug zu erledigen. Neben den drei Ablegern für die Heimkonsolen hat es Kratos zudem bereits auf zwei Spin-Offs auf der PSP gebracht.

Im Zuge der vielen Wiederveröffentlichungen im High Definition Gewand erfahren auch die zwei God of War Ableger für den Handheld ihren Auftritt auf Sonys Flaggschiff. Mit Chains of Olympus und Ghost of Sparda kommen PS3 Besitzer jetzt in den hochaufgelösten Genuss der ganzen Saga rund um den grimmigen Gott des Krieges. Die Spiele sind als God of War Collection Vol. 2 erhältlich oder können gleich als Megabundle zusammen mit der ersten Collection erworben werden. Wir haben, wenn auch etwas verspätet, die Klingen der Athene gewetzt und sind mit dem Gott des Krieges in den Kampf gezogen.

God of War: Chains of Olympus

Der erste Teil für die PSP mit dem Untertitel Chains of Olympus ist im Jahr 2008 erschienen, spielt vor den Ereignissen von God of War 1 und ist somit ein Prequel. Kratos steht noch immer im Dienst des Olymps und rackert sich als Kämpfer der Götter ab. Im Auftrag vom damals noch amtierenden Kriegsgott Ares muss er bei der Verteidigung einer Stadt vor der persischen Armee aushelfen. Unzimperlich wie der gute Kratos nun mal ist, schlägt er nicht nur die feindlichen Truppen zurück, sondern zermatscht auch noch den persischen König und tötet den riesigen Basilisken den die Perser mitgebracht haben. Doch obwohl der Tag eigentlich richtig gut angefangen hat, geht schnell alles schief. Kratos muss mit ansehen Himmel fällt wie die Sonne förmlich vom Himmel fällt. Seine Mission ist klar und zusammen mit Kratos macht man sich auf eine abenteuerliche Reise. Man kämpft sich durch die Stadt Marathon, kämpft mit Charon dem Fährmann des Totenfluss Styx und trifft sogar auf Kratos Tochter.

Wer schon einmal irgendeinen Teil der God of War Saga gespielt hat, wird sich auch in den PSP-Portierungen schnell zu Recht finden. Als Kratos schnetzelt man sich mit leichten und schweren Attacken durch die Gegner oder nutzt unterschiedliche Waffen und Kombos um die Gegner in ihre blutigen Einzelteile zu zerlegen. Gegen die grösseren Standardgegner oder gegen bestimmte Bossgegner muss man zudem flinke Finger haben um ihn gut gemachten Quick-Time-Events im richtigen Moment die richtigen Tasten zu drücken um die Gegner besonders effektvoll auseinanderzunehmen.  Wer God of War nur von den grossen Konsolen her kennt, wird von Chains of Olympus vielleicht ein wenig enttäuscht. Man kämpft niemals gegen wirklich grosse Gegnertruppen und abgesehen vom Basilisken am Anfang des Spiels trifft man auch nicht auf gigantische Endgegner. Der Fokus liegt eher auf kleiner, länger anhaltenden Kämpfen und Rätseln. Denn man kämpft nicht nur viel, sondern muss auch regelmässig Rätsel (die eigentlich immer Schalter oder Hebel beinhalten) lösen um weiterzukommen. Diese sind nicht allzu anspruchsvoll, weswegen ein flüssiger Spielgenuss gesichert ist. Nebenbei sammelt man noch Erfahrungspunkte um die eigenen Waffen aufzuleveln, was zwar nicht allzu viel Tiefgang bietet aber dennoch motiviert. Dem ersten PSP God of War merkt man an das man mit dem Handheld noch nicht ganz so erfahren war, weswegen das God of War Feeling einfach ein wenig zurückgeschraubt werden musste. Nicht ganz so viel Variationen bei den Gegnern, keine unglaublich spektakulären Bosskämpfe und eine relativ kurze Spielzeit von etwa 4 Stunden (für einigermassen erfahrene Abenteurer) . Und trotz dieser kleineren Abstriche lohnt sich ein Abstecher in Kratos Vergangenheit trotzdem, sowohl für Fans als auch für Neueinsteiger. Die Kampagne ist zwar kurz aber knackig. Die Präsentation ist gelungen und man wird schnell vom Spiel gefangen genommen. Die Spielbarkeit ist serientypisch extrem gelungen, weswegen das Vergnügen eigentlich viel zu kurz ist. Immerhin gibt es noch einige freischaltbare Extras und ganz neu ist auch die Unterstützung von PlayStation 3 Trophäen (beide Spiele verfügen über eine separate Trophäenliste):

God of War: Ghost of Sparta

Der zweite God of War Ableger für die PSP ist noch nicht einmal ein Jahr alt und kommt daher deutlich frischer daher. Der Untertitel lautet dieses Mal Ghost of Sparta und das Spiel handelt zeitlich zwischen God of War 1 und 2. Dieses Mal macht sich Kratos auf die Suche nach Antworten auf die quälenden Fragen seiner Vergangenheit, ganz zum Verdruss von Athene. Entgegen allen gut gemeinten Ratschlägen, macht sich Kratos auf um mehr über sich selbst herauszufinden. Auf seiner Reise trifft der kahlköpfige Kriegsgott (denn seit dem ersten PSP Teil hat der gute Herr ja eine Beförderung erhalten) bald auf seine Mutter. Durch sie erfährt man mehr über seinen Bruder Deimos, den man nun vor seinen Peinigern retten muss. Auf seinem Weg stellen sich Kratos wie gewohnt etliche Kreaturen aus der griechischen Mythologie entgegne die es zu erledigen gilt, denn Kratos lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten.

Ghost of Sparta steht seinem grossen PS3 Bruder God of War 3 eigentlich in Nichts nach. Die Action ist unglaublich packend, die Atmosphäre dicht und es spielt sich deutlich besser als der PSP-Vorgänger. Das Spiel gilt nicht zu Unrecht als eines der besten Spiele für Sonys Handheld, sowohl spielerisch als auch technisch. Das Gameplay folgt der gewohnten Formel und kann dennoch immer noch vollkommen überzeugen. Die Mischung aus Massenkämpfen gegen Standardgegner, Bosskämpfe gegen riesige Monster, Rätsel- und Sprungpassagen sowie kleinere Rollenspielelemente sorgen für die perfekte Mischung um sich völlig in das Spiel vertiefen zu können. Die Entwickler von Ready at Dawn die sich auch schon für Chains of Olympus verantwortlich zeigten, haben mit diesem Spiel mehr als aus der PlayStation Portable herausgeholt als jeder andere Entwickler. Die etwa 6 Stunden lange Kampagne wirkt nie in die Länge gezogen und spornt den Spieler mit einem Highlight nach dem anderen an weiter zu spielen.

Technik und Portierung

Gerade an Chains of Olympus hat doch der Zahn der Zeit genagt. Das PSP Spiel ist doch schon mehr als drei Jahre alt und überzeugt nicht unbedingt mit einer bahnbrechenden Optik. Dennoch hat man sich die Mühe gemacht die Grafik enorm aufzupolieren damit sie auch auf einem grossen Fernseher gut zur Geltung kommt. Dieser Service kommt aber besonders dem zweiten Spiel, Ghost of Sparta, zu Gute denn es sieht einfach nur toll aus. Wenn man nicht erwartet ein God of War 3 zu sehen, wird man wohl überrascht sein wie gut eine PSP Portierung doch aussehen kann. Die orchestrale Musikuntermalung passt wie die Faust aufs blaue Auge und die auf die gewohnte, tolle deutsche Synchronisierung muss man auch nicht verzichten. Dank dem gewohnten PlayStation Controller geht die Steuerung ausserdem viel besser von der Hand als auf dem Handheld, auch wenn gelegentliche Kameraprobleme das Vergnügen ein wenig trüben. Dank der gelungenen Steuerung lässt man Kratos bald wie einen verdammt männlichen Balletttänzer des Todes über den Bildschirm manövrieren, was einer der Hauptgründe ist wieso die God of War Spiele schon immer so viel Spass gemacht haben. Ausserdem wurde den Spielen ein 3D-Modus verpasst falls man über die entsprechende Hardware verfügt. Zu Guter Letzt dürfen sich Trophäenjäger über zwei separate Listen an Trophäen freuen die es zu ergattern gilt.

Unser Fazit

80 %

Wie schon bei den meisten HD-Portierungen für die PS3 hat Sony auch bei der zweiten God of War Collection ein gutes Händchen bewiesen. Dank einer phänomenalen technischen Portierung kommen die Spiele so gut zur Geltung wie noch nie zuvor. Eine präzisere Steuerung durch einen Controller mit zwei Analogsticks, Trophäenunterstützung und ein optionaler 3D-Modus bieten zudem auch Kennern durchaus mehrere Gründe noch einmal die zwei PSP Abenteuer von Kratos mitzuerleben. Wer bisher nur die grossen Brüder für die Heimkonsolen kennt und liebt, muss sowieso fast schon zwangsläufig zugreifen um die ganze Geschichte des glatzköpfigen Gott des Krieges miterleben zu können. Ein tiefer Preis und sinnvolle Neuerungen bieten zudem auch Kennern Anreiz zum Kauf.

Pro

  • Zwei tolle Spiele zum kleinen Preis
  • Ein Muss für alle die keinen PSP besitzen
  • Action am Laufmeter
  • Bessere Steuerung als im Original
  • Schicke HD-Optik
  • Viel Umfang (beide Spiele zusammen mind. 10 Stunden)
  • Gewohntes God of War Gameplay
  • Brutale, brachiale und blutige Präsentation
  • 3D Unterstützung
  • Zwei separate Trophäenlisten für beide Spiele

Kontra

  • Chains of Olympus nicht mehr ganz so frisch
  • Kameraprobleme
  • Für Kenner wenig wirklich Neues

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
100 %

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