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Gran Turismo 5 – Der Test

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Veröffentlicht 4. Dezember 2010 | 21:58 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. März 2011

gt5titel

Das Warten hat ein Ende

Gran Turismo gehört zu Sony und der PlayStation, so wie Mario zu Nintendo oder der Master Chief zur XBox. Viele Jahre sind ins Land gezogen seit der letzte richtige Gran Turismo Ableger auf der altehrwürdigen PlayStation 2 erschienen ist. Gran Turismo 5 hat einen langen Weg und etliche Terminverschiebungen hinter sich. Die Ankündigungen und Versprechen vom Entwickler Polyphony Digitals schürten die grossen Erwartungen aller Rennspielfans nur noch mehr. Inzwischen ist es endlich da und wir haben uns in unser Testlabor begeben um den „Real Driving Simulator“ auf Getriebe und Motor zu testen.

Aller Anfang ist schwer

Gran Turismo 5 bietet wie alle Vorgänger keine Story. Als namens- und gesichtsloser Anfänger kämpft man sich von unten nach oben. Neue Autos werden werden beim Markenhändler oder dem Gebrauchtwagenhändler gekauft. Alternativ gibt es neue Fahrzeuge für das erfolgreiche absolvieren von Rennen und Events. Die enorme Fahrzeugauswahl ist dabei gleichzeitig ein grosser Pluspunkt und ein unschönes Testkriterium. Insgesamt stehen über 1000 verschiedene Modelle zur Auswahl, wobei der Fokus auf Marken aus dem asiatischen Raum liegt. Hier ist es aber wichtig zwischen den Premium- und den Standardmodellen zu unterscheiden, denn der optische Unterschied zwischen den zwei Varianten ist erheblich. Von den mehr als 1000 Autos sind nämlich nur ein gutes Fünftel, also 200 an der Zahl, die Premiumausgaben. Die Standardmodelle verfügen über keine richtige Cockpitperspektive, ein nur sehr, sehr spärliches ausgefallenes Schadesmodell und eine im Allgemeinen eher dürftige Optik. Hier wäre weniger wohl schlussendlich mehr gewesen. Die Auswahl der Karren ist zwar beeindruckend, doch sehen 4/5 davon aus, als stammen sie direkt aus Gran Turismo 4. Wieso nicht nur halb so viele Fahrzeuge, dafür keine störende Unterscheidung zwischen Standard und Premium? Nun, wie auch immer, es ist wie es ist, doch etwas haben alle Fahrzeuge gemein: eine astreine Fahrphysik.

Sowohl Anfänger als auch alteingesessene Rennspielenthusiasten werden mit Gran Turismo 5 ihre Freude haben. Rookies können mit einer Vielzahl von Fahrhilfen an den Start gehen, die das realistische Fahren stark erleichtern. Ob nun ABS oder die Anzeige der Ideallinie auf der Strecke helfen dabei, nicht von der Strecke abzukommen und seine Gegner auf die hinteren Plätze zu verweisen. Puristen stellen alle Fahrhilfen aus, schliessen ihr Lenkrad an und schon kann es losgehen. Der Unterscheid ob man nun mit oder ohne Hilfe fährt ist deutlich spürbar und schafft es auf einfach Weise sämtliche Spieler anzusprechen, vom blutigen Newcomer bis zum echten Rennfahrer. Alle Fahrzeuge fühlen sich unterschiedlich an. Spätestens wenn man bei einem Spezialevent am Steuer eines Karts an den Start geht (dazu später noch mehr) merkt man, wie unterschiedlich sich die Karts im Gegensatz zu den richtigen Autos anfühlen. Selbstverständlich ist der Unterschied zwischen einem alten VW Bus und einem Bugatti Veyron ebenso extrem. Jedes Fahrzeug verdient hier seinen eigenen Fahrstil und das ist es, was Gran Turismo 5 wirklich zum „Real Driving Simulator“ macht. Hier kann wohl kein anderer aktueller Titel mithalten, so toll fühlt es sich an zu fahren.

Leider merkt man schon dem Hauptmenü an das die japanischen Entwickler einfach noch ein paar Jahre hinter unserer Zeit zurückhinken. Allesist extrem verschachtelt und unübersichtlich. Gewinnt man ein neues Auto bei einem Event zeigt sich diese Schwäche am deutlichsten. Nach dem Gewinn muss man zuerst einen Menüpunkt auswählen, wo alle gewonnen Autos aufgelistet sind. Hat man das gewünschte Vehikel ausgewählt, muss man bestätigen dass man es auch wirklich will. Was sollte man auch sonst damit machen? Wie auch immer wird im Anschluss das neue Fahrzeug präsentiert. Als letztes muss man wählen ob man den neuen Wagen gleich brauchen will, nur um im Anschluss wieder mit einer Ladepause belohnt zu werden. Alles in allem dauert diese Kleinigkeit viel zu lange und ist viel zu verschachtelt.

A-Spec oder B-Spec?

In der eigentlichen Karriere stehen zwei verschiedene Spielmodi zur Auswahl. Zum einen gäbe es da den A-Spec Modus. Wie gewohnt stehen dort mehrere Schwierigkeitsstufen zur Auswahl, die nach und nach freigeschaltet werden. Gibt es im Anfängercup nur einige kürzere Rennen mit eher schwächeren Karren, werden die Voraussetzungen mit jeder Stufe höher. Um in einer höheren Liga teilnehmen zu können benötigt es die aus Gran Turismo bekannten Lizenzen. Das sind Fahrtests die nach und nach immer schwieriger werden. Muss man am Anfang nur eine einzelne Kurve schnell und Sauber erwischen, geht es bald an Slalomkurse oder Drifts auf Schotterpisten. Je nach Zeit gibt es eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Während die Goldzeiten hammerhart sein können, sind die Bronzezeiten meist so ausgelegt, das auch Anfänger relativ problemlos die Lizenzen bestehen können. Neben den normalen Rennen an denen man hinter dem Steuer der Fahrzeuge Platz nimmt, übernimmt man im B-Spec Modus die Rolle des Coachs. Ein zu Beginn nach extrem fehleranfälliger K.I. Pilot nimmt hinter dem Steuer eines Wagens Platz, während man als Spieler Anweisungen wie schneller, langsamer oder überholen gibt. Leider ist das ganze doch ziemlich zeitintensiv, doch mit der Zeit nimmt auch das Können des Fahrers zu und Geld für das eigene Konto gibt es auch zu gewinnen. Neben diesen beiden Varianten gibt es noch Spezialevents, wie das eingangs schon erwähnte Kartrennen oder Rallystunden mit dem bekannten Sébastien Loeb. Diese werden freigeschaltet wenn sich der eigene Fahrerlevel erhöht. Das geschieht im Prinzip von selbst, da es für das Bestehen von Rennen oder Lizenztest immer Erfahrungspunkte gibt die den Level erhöhen. Neben den eigentlichen Events können Liebhaber von schönen Autos noch viel Zeit im Foto-Modus verbringen. Besonders die Premium-Autos sehen einfach fantastisch aus und ein Könner kann herrliche Bilder machen im besagten Foto-Modus.

Auf den ersten Blick…

Wie schon mehrmals erwähnt ist besonders die technische Arbeit hinter GT 5 eine zwiespältige Angelegenheit. Braust man mit einem Premium-Wagen durch eine der neuen Strecken, wie z.B. die Innenstadt von Rom, sieht das ganze atemberaubend aus. Die wunderbare Optik, die Detailschärfe, einfach alles passt und sieht schon fast fotorealistisch aus. Hut ab Polyphony Digitals, eine reife Leistung. Nimmt man dann aber einen Standard-Wagen und wählt eine der aus den Vorgängern bekannte Strecke wird es schon fast grausig zum ansehen. Die Schatten die die Karossen werfen sehen übel aus und die Bäume am Streckenrand von den klassischen GT Strecken sehen immer noch genauso aus wie noch vor mehr als 5 Jahren. Es sind einfach nur vier flache Texturen die einander hängen. Wie kann es passieren dass ein Spiel, dass zum einen fantastisch aussieht, so etwas als krassen Kontrast bieten kann? Der Motorensound geht in Ordnung, steht aber bei einem Vergleich mit beispielsweise Need for Speed: Hot Pursuit klar im Hintertreff. Sehr merkwürdig klingen die Aufprallgeräusche wenn man ein anderes Fahrzeug oder die Streckenbegrenzung trifft. Das ganze hört sich an, wie wenn jemand auf ein hohles Plastikgefäss schlägt.

Hype, oh du guter, alter Hype

Gran Turismo 5 eine Bewertung zu geben fällt extrem schwer. Zum einen bietet das Spiel 200 wunderschöne Premium-Autos die ihres gleichen suchen. Die Strecken in grossen Städten wie Rom oder London sehen brillant aus. Der Umfang stimmt, es stehen viele Fahrzeuge, Strecken, Events und Spezialrennen zur Auswahl. Doch leider ist der grösste Teil des Umfangs veraltet, sieht scheusslich aus und wirkt extrem deplatziert. Weniger wäre schlussendlich einfach mehr gewesen. Die traditionsbewussten, japanischen Entwickler müssen endlich aufwachen, sich dem Markt anpassen und ihre Spiele zugänglicher machen. Die Menüführung bei GT5 ist ein Graus, eine gute Übersicht hat man hier nie. Dennoch ist besonders die Fahrphysik erstklassig und lässt einen die vielen Negativpunkte fast vergessen. Schlussendlich fällt es Gran Turismo 5 schwer alle Erwartungen die die Entwickler geschürt haben zu erfüllen, geschweige denn zu verbessern. GT5 ist ein sehr gutes Spiel, doch schlussendlich wurde mehr versprochen und die lange Entwicklungszeit (dank der unzähligen Verschiebungen) ist kaum sichtbar. Das wohl den meisten Zockern bekannte Gran Turismo Feeling kommt aber schnell auf und man muss gewaltig aufpassen nicht in die gewohnte GT-Sucht hinein zu driften.

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Unser Fazit

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Unsere Bewertung

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Kommentare

  • Game Bong sagt:

    GT5 ist wirklich gut gemacht und mach auch spass zu zweit zu gamen. Wenn man aber alleine spielt finde ich es zu langweilig. Ist halt ein simulations game – ich mag halt eher etwas action.
    Toller bericht.

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