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Grand Prix Rock ‘N Racing – Test / Review

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Veröffentlicht 24. September 2016 | 16:28 Uhr von Alexander Winkel

Grand-Prix-RockN-Racing

Wer bei Grand Prix Rock ‘N Racing ein Micro Machines mit Formel 1 Flitzern auf Kursen aus aller Welt hofft, dürfte bitter enttäuscht werden. Es handelt sich um ein normales Rennspiel aus der Topdown-Ansicht, nur dass es von Anfang an frustriert und kaum Spaß macht.

Auf dem ersten Blick könnte man bei Grand Prix Rock ‘N Racing ein klassisches Micro Machines erahnen. Die kleinen Flitzer haben durchaus Ähnlichkeit mit dem Design des bekannten Party-Rennspiels und auch die Perspektive aus der Vogelansicht kommt einem doch sehr vertraut vor. Doch dieser Blick ist trügerisch, denn dieses Rennspiel hat nichts mit dem spaßigen Arcade-Rennen und den wilden Keilereien zu tun, auch wenn vor allem die vom Computer gesteuerten Gegner alles aus dem Weg räumen, was sich ihnen in ihre Ideallinie stellt.

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Als Solist begibt man sich natürlich sofort in die Kampagne. Eine Weltreise von Brasilien, USA und Kanada, über Spanien, Frankreich und Deutschland bis hin nach China und Japan sorgt für insgesamt zehn Pisten, auf denen man um das Siegertreppchen kämpft. Alles ist äußerst schlicht gehalten. Das Menü, die Wahl des Fahrzeuges sowie die grundsätzliche Optik des Spiels, da gibt es kaum was zu entscheiden. Erst nachdem Rennen abgeschlossen sind, kann man Erfahrung in diverse Werte des Boliden stecken. Mehr Topspeed, bessere Beschleunigung, besseres Handling – es gibt durchaus einige Dinge, die man auf Dauer puschen kann.

Das ist auch bitter nötig. Bereits beim ersten Rennen wundert man sich, warum der Flitzer eher wie eine Schnecke beschleunigt und das restliche Fahrerfeld bereits auf Nimmerwiedersehen von dannen zieht. Die Leistung der eigenen Seifenkiste ist geradezu lächerlich und ein Sieg auch nach zwei drei weiteren Rennen kaum in Sicht. Das ist bereits extrem frustrierend, da man anscheinend mehrere Saisons spielen soll, um tatsächlich mal als Champion gekürt zu werden. Ärgerlich nur, dass man speziell mit den Erfolgen den Spieler bereits zu Beginn der Kampagne regelrecht unter Stress setzt, indem man den Saisonsieg in der aller ersten Meisterschaft abverlangt.

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Mit derartigen Missverhältnissen im Fahrerfeld kann man vielleicht noch leben. Man arrangiert sich und baut seine Kiste nach und nach halt auf, um etwas mehr Power auf den Asphalt zu bekommen. Der letzte Funken an Motivation wird aber durch das unnachgiebige und extrem miese Verhalten der Mitstreiter zunichte gemacht. Diese fahren auf ihrer Ideallinie und wehe es befindet sich ein Fahrzeug vor ihnen. Das Bremspedal kennen diese Fahrer nicht und ausgewichen wird sowieso überhaupt nicht. Ohne Rücksicht auf Verluste wird geschoben, gedrückt und alles weggekickt, was sich im Weg befindet. Kaum gestartet, landet man dank der miesen Beschleunigung im Pulk, wird durch die Karambolagen ins Aus befördert oder zum Schleudern gebraucht. Sekunden nach dem Start wurde man unfair aus dem Rennen geworfen und hat abermals einen nicht wieder einzuholenden Rückstand erlitten. Schließlich haben wir ja eine Beschleunigung einer Schnecke. Spätestens jetzt pfeffert man den Controller in die Ecke und lässt seiner Wut freien Lauf.

Man fragt sich wirklich, ob die Entwickler ihr eigenes Spiel mal von Anfang an gespielt haben und wenn ja, worin sie den Spielspaß gesehen haben. Im unfairen Schwierigkeitsgrad kann sich dieser wohl kaum verstecken. Vielleicht im Mehrspielermodus, der immerhin zu viert im heimischen Wohnzimmer möglich ist. Da der Bildschirm entsprechend geteilt wird, ist die Sicht auf die eh schon recht kleinen Flitzer eher bescheiden und man kann in dem Chaos manchmal sein eigenes Fahrzeug nicht mehr ausmachen. Da muss man fast schon von Glück reden, dass Grand Prix Rock ‘N Racing ziemlich bescheiden aussieht und nicht mit Details wie Obliteracers strotzt.

Wirklich viel Spaß will aber auch hier nicht aufkommen. Es ist kein Funracer, sondern eher arcadiger Ernst und dieselben Steuerungsprobleme und fiesen Rempeleien machen den Fahrspaß auch mit Freunden im heimischen Wohnzimmer zunichte. Außerdem muss man eine Saison in der Kampagne zunächst absolviert haben, um sämtliche Strecken auch im Mehrspielermodus nutzen zu können. Wer Solo nicht spielt, darf sich einzig allein auf dem Oval in den USA vergnügen.

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Unser Fazit

23 %

Grand Prix Rock 'N Racing ist ein einziges frustrierendes Erlebnis und bot mir persönlich überhaupt keinen Spielspaß. Von Anfang an sorgt das misslungene Handling und das unfaire Verhalten der CPU Fahrer für Frust und Ärger. Bereits nach den ersten Rennen in der Karriere ist die Motivation im Keller und konnte auch im Mehrspielermodus nicht mehr korrigiert werden. Schlicht und einfach gesagt, Finger weg von diesem Titel und das Geld anderweitig ausgeben. Gibt durchaus bessere Alternativen zu diesem Spiel!

Pro

  • + Noch auf der Suche nach einem positiven Punkt, den gibt es nicht

Kontra

  • - Mieses Fahrverhalten zu Beginn der Karriere
  • - Schwachsinnige und unfaire KI der anderen Rennfahrer
  • - Zu keinem Zeitpunkt kommt wirklich Spaß auf
  • - Extrem simple und veraltete Technik (Grafik und Sound)

Unsere Bewertung

Grafik
 
25 %
Sound
 
40 %
Steuerung
 
35 %
Gameplay
 
30 %
Multiplayer
 
25 %
Spielspaß
 
20 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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