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Gravity Rush – Test/Review

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Veröffentlicht 4. Juli 2012 | 11:09 Uhr von Lucardis

Gravity_Rush_10

Schon einige Zeit vor seinem Release war Gravity Rush in unseren Gefilden bereits in aller Munde. Hohe Erwartungen wurden an das Adventure gestellt, welches schon allein durch die Möglichkeit die Schwerkraft in einer offenen Spielwelt zu manipulieren ziemlich innovativ klingt, doch kann der Titel tatsächlich alles halten, was er verspricht? Oder war die Vita-Gemeinde doch zu euphorisch?

Gravity_Rush_5 Die Story um die Shifterin Kat, welche die Schwerkraft nach ihrem Belieben verändern kann gestaltet sich zunächst recht interessant. Völlig ohne Erinnerungen wacht sie in einer Gasse einer Stadt auf und hat keine Ahnung, wo sie herkommt, noch was sie hier überhaupt soll. Zudem wird sie, als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, noch von einer etwas seltsam anmutenden Katze begrüßt, welche sie fortan auf Schritt und Tritt begleitet.
Nach kurzer Zeit muss Kat bereits lernen ihr neue Fertigkeit der Schwerkraftmanipulation einzusetzen und stellt fest, dass aus kuriosen Gravitationsstürmen gefährliche schwarze Monster, sogenannte Nevi, erscheinen und überall die Menschen in Angst und Schrecken versetzen, doch wie die Meisten sicherlich schon vermuten ist das alles nur die Spitze des Eisbergs.

Wie bereits gesagt, zieht einen die Geschichte um die junge Kat schnell in seinen Bann und wirft einen Haufen Fragen auf, welche zwar die Spannung stets aufrecht erhalten, allerdings nicht alle ausreichend zum Ende des Abenteuers geklärt werden. Ohne hier nun etwas vorwegnehmen zu wollen, aber man hat einfach den Eindruck die Entwickler haben sich seelisch schon auf einen Nachfolger eingestellt. Trotzdem kann der Plot durchaus überzeugen, was auch an der gelungenen Erzählweise des Adventures liegt. Hier setzt man weniger auf cineastische Zwischensequenzen, sondern mehr auf atmosphärische Comic-Strips, welche man durch wischen auf dem Screen gemütlich weiterschieben kann. Doch komplett hat man auf ein paar Filmchen auch nicht verzichtet, hin und wieder sind die Comic-Bilder animiert oder man bekommt tatsächlich eine filmreife Sequenz zu Gesicht. Hinzu kommt, dass die Zeichnungen oft einen durchaus witzigen Charakter haben, doch man sollte sich nicht täuschen lassen, denn im Allgemeinen schlägt Gravity Rush einen doch eher ernsten Ton an.

Gravity_Rush_6 Kann man dann endlich loslegen zu spielen und hat volle Kontrolle über Kat merkt man schnell, dass die Steuerung zu Beginn für den Ein oder Anderen durchaus erstmal etwas gewöhnungsbedürftig sein kann, aber später in Fleisch und Blut übergeht und einfach ausgezeichnet funktioniert.
Mit dem linken Stick lässt sich unsere Shifterin bei ganz normaler Schwerkraft, gewohnt steuern. Der rechte Stick ist für die Kamera zuständig und unter anderem auch für das Zielen im Kampf. Jetzt wird es aber erst richtig interessant, denn mit dem rechten Trigger könnt ihr euch in eine Art Schwerelosigkeit begeben und schweben. Nun kann man beliebig mit dem rechten Stick oder durch bewegen der Vita eine Richtung anwählen, egal ob oben, unten, schräg links unten etc. und erneut auf den rechten Trigger drücken und schon „fällt“ Kat in eben diese Richtung. Klingt in der Theorie vielleicht etwas komisch, geht aber nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut von der Hand und macht unglaublich viel Spaß. Insbesondere das Feinjustieren der Richtung durch entsprechendes Bewegen der Vita-Konsole ist bei Kämpfen extrem praktisch. Angriffe lassen sich durch den Viereck-Knopf ausführen und können entweder auf dem Boden oder aus der Luft erfolgen. Spezial-Attacken liegen auf dem Dreieck-Knopf. Mit dem Kreis-Knopf kann man ein Stasis-Feld ums sich herum erzeugen und so Gegenstände transportieren oder auch auf Gegner werfen, worauf z.B. gepanzerte Gegner allergisch reagieren.

Allerdings muss man dazusagen, dass man in Kämpfen schnell mal den Überblick verlieren kann, wo jetzt eigentlich oben und unten ist, sodass man das Ein oder Andere mal in die falsche Richtung fällt. Des Öfteren kann in hitzigen Situationen die Kamera auch mal etwas bockig sein, speziell wenn man oft die Orientierung verloren hat und sich umsehen möchte.

Gravity_Rush_1 Doch bei Gravity Rush geht es nicht nur um das besiegen vieler, sich leider öfter im Aussehen wiederholenden Nevi, obwohl die Gegner schon oft „Boss“-Charakter haben, sondern man kann es je nach Belieben auch mal abseits der Missionen in der „freibefliegbaren“ Stadt namens Hekseville etwas ruhiger angehen lassen, denn auch neben der Story bietet man dem Spieler einiges an Beschäftigung.

So kann man zum Einen einfach auf Erkundungstour durch die im Spielverlauf immer größer werdende detailreiche Stadt gehen und z.B. (die teilweise gut verteilten) Kristalle einsammeln, welche dann später zum Verbessern von Fertigkeiten ausgegeben werden können, wozu z.B. Verbesserung der verschiedenen Angriffe gehören oder auch die Dauer der Gravitationsmanipulation, um nur einige wenige zu nennen.

Doch Kristalle kann man nicht nur durch eifriges spazieren-fliegen erhalten, sondern auch durch zahlreiche Minispiele, die in den verschiedenen Stadtteilen von Hekseville liegen. Hier geht es meist darum möglichst schnell alle Checkpoints abzufliegen, möglichst viele Monster in vorgegebener Zeit zu erledigen oder ähnliches. Die Spiele machen zwar Spaß, wiederholen sich allerdings in den verschiedenen Gegenden und können leider nicht wirklich auf Dauer motivieren, obwohl man bei einigen auch etwas Übung einplanen sollte, da nicht alle Goldmedaillen leicht zu verdienen sind. Unterhaltend sind die Minigames dennoch und fügen dem etwa 13 stündigen Story-Modus nochmal ein paar weitere Stunden hinzu. Ganz zu schweigen von 3 versteckten „Bossen“ aus verschiedenen Missionen, die nicht ohne sind, sei es sie zu finden oder zu besiegen.

Gravity_Rush_7 Möchte man alles aus der Geschichte um Kat herausholen kann man nach jeder abgeschlossenen Mission durch ganz Hekseville tingeln um sich die Gespräche der Bewohner anzuhören, was ich nur wärmstens empfehlen kann, da die Hauptstory so deutlich an Tiefgang gewinnt.

An dieser Stelle möchte ich noch kurz ein Wort zum Missionsdesign loswerden. Zwar ist das Gameplay des Titels ohne Frage durchaus innovativ, doch schwächeln die Missionen mit ihren Aufgaben etwas in Sachen Abwechslung. Klar ist die Story, die hinter der Erledigung steckt durchaus spannend und oft auch unerwartet, aber zu viele und häufige Kämpfe schlauchen irgendwann, genauso wie ca. 15 Minuten nach unten fallen und Kristalle aufsammeln auch nach einiger Zeit… ich will nicht sagen langweilig, aber etwas eintönig wird.

Gravity_Rush_4 Ist man so schwerelos durch Hekseville unterwegs kommt man nicht umhin der Stadt in ihrem Detailreichtum seine Aufmerksamkeit zu schenken. Es gibt etliche Wahrzeichen zu bewundern, die einen echten Wiedererkennnungswert aufweisen und wunderschön designt sind. Hinzukommt, dass jedes der einzelnen Stadtteile nochmal seinen ganz eigenen Charme und Atmosphäre hat. Die zahlreichen Licht- und Farbeffekte kommen durch den leistungsstarken OLED-Screen der Vita nochmal extra schön zur Geltung, sodass Gravity Rush wahrhaft zum Augenschmaus werden kann. Auch die Animationen der Charaktere sind wunderbar gelungen und auch an der Authentizität kann man nichts aussetzen, sodass man einfach alle Figuren für voll nehmen muss.

Auch für die Ohren hat man sich bei Gravity Rush in Sachen Ton und Musik nicht lumpen lassen und für jede Umgebung und jede Situation einfach die passende Melodie gefunden, sodass dem Gravity Rush-Universum ein eigenes kleines Leben eingehaucht wird und den Spieler einfach in seinen märchenhaften Bann zieht.

Unser Fazit

88 %

Gravity Rush wurde im Großen und Ganzen nicht „überhypt“ und kann in vielerlei Hinsicht überzeugen. Obwohl die Geschichte um die junge Shifterin Kat zwar interessant und spannend erzählt wird, bleiben leider einfach zu viele Fragen offen, sodass man hier lieber bei der Entwicklung nochmal hätte Hand anlegen sollen. Gameplay-technisch macht Gravity Rush aber alles richtig. Die Steuerung geht super von der Hand und das Schwerkraft manipulieren macht einfach super viel Spaß, wenn man in der ganzen, wirklich großen Stadt frei nach Belieben rumfliegen kann. Die Kämpfe machen Spaß, sind actionreich und teilweise nicht immer ganz so einfach, steckt man aber mal fest kann man durch fleißiges Kristalle sammeln seine zahlreichen Fertigkeiten verbessern. Nach etwa 13 Stunden Missionen erledigen ist man mit der Hauptstory durch, allerdings hat man dann immer noch einige Minispiele vor sich, die jedoch nicht unbedingt auf Dauer motivieren können.

Atmosphärisch ist Gravity Rush ganz großes Kino. Die Erzählweise in Form von Comic-Strips ist interessant und das Zusammenspiel von Ton und Bild auf dem großartigen Screen der Vita zaubert ein wunderbares Adventure auf Sonys Neusten Handheld. Von mir eine klare Empfehlung an alle Vita-Besitzer, allerdings schadet das anzocken der Demo vielleicht nicht, wenn man ein Problem mit Motion-Sickness hat, da in hitzigen Situationen schnell mal die Übersicht flöten geht.

Pro

  • Schwerkraft-Manipulation
  • eingängigeSteuerung
  • Grafik & Ton
  • authentische Charaktere
  • supi Atmosphäre
  • spannende Story

Kontra

  • Missionsdesign manchmal etwas eintönig
  • Nebenaufgaben keine Dauermotivation
  • zu viele Fragen bleiben offen

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
92 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
89 %

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