Green Lantern: Rise of the Manhunters - Der Test - insidegames

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Green Lantern: Rise of the Manhunters – Der Test

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Veröffentlicht 6. Juli 2011 | 19:26 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

greenlanterntitel

Hal Jordans Green Lantern Schwur

Am hellsten Tag, in finsterster Nacht, entgeht nichts Böses meiner Wacht. Wer finsteren Mächten sich verspricht, der hüte sich vor Green Lanterns Licht!

Das Green Lantern Corps. ist eine kosmische Polizei die im Universum der DC Comics für Recht und Ordnung sorgt. Alle Planeten werden von einem Green Lantern beschützt. Das Corps. besteht aus Vertretern der verschiedensten Rassen aus dem ganzen Universum. So gab es in den Comics auch mehrere menschliche Lanterns.

Im momentanen Sommer der Hollywood Comicverfilmungen bekommt auch die Grüne Laterne eine Realfilmumsetzung. Im Film übernimmt Ryan Reynolds die Rolle von Hal Jordan, welcher hier den ersten menschlichen Green Lantern mimt. Obwohl der Film bei uns erst am 28.7. in den Kinos anläuft, gibt es die Videospiele die passend zum Film entwickelt wurden jetzt schon für fast alle gängigen Plattformen. Leuchtet das Licht für Green Lantern: Rise of the Manhunters hell genug damit es nicht im trüben Sumpf der grottigen Filmspiele untergeht?

Die Kraft der Gedanken

Wie schon viele Lizenzspiele zuvor, folgt Green Lantern: Rise of the Manhunters nicht der gleichen Geschichte wie der Film. Hal Jordan, auch im Spiel von Ryan Reynolds dargestellt, gehört schon zu den Lanterns und befindet sich auf Oa, der Heimatwelt der Green Lanterns, in seiner Ausbildung. In diesem Moment wird Oa von den Manhuntern angegriffen. Diese Armada von Robotern diente vor dem Green Lantern Corps. als interstellare Polizeieinheit. Irgendwann entwickelten die Roboter jedoch ein Bewusstsein und begannen auf Alles und Jeden Jagd zu machen, insbesondere auf alle Mitglieder der Grünen Laternen. Die Manhunter wollen das ganze Universum an sich reissen und nur die vereinte Kraft des Corps. kann sie noch aufhalten. Als ob das noch nicht genug wäre, scheint es auch noch einen Vertreter in den eigenen Reihen zu geben.

Die Geschichte des Spiels ist nicht viel mehr als ein loses Gerüst um das Spiel voranzutreiben. Das ist schade, es hätte nämlich noch viel Spielraum gegeben um den Titel vielleicht gerade für Kenner der Materie interessanter zu gestalten. Beispielsweise gibt es ausser Hal Jordan nur zwei weitere Angehörige des Corps. zu sehen. Sowohl Kilowog als auch Sinestro haben im Film grössere Rollen, weswegen sie wohl auch im Spiel so oft verwendet werden. Dabei zeigt gerade der Film selbst das es unzählige weitere Lanterns (fast 4‘000) der unterschiedlichsten Lebensformen gibt. Was wäre also besser geeignet als ein Spiel um dem Filmuniversum mehr Leben und Tiefe einzuhauchen? Leider wurde diese spannende Möglichkeit ungenutzt gelassen. Ausserdem würden sich gerade Fans sicher freuen Oa einen Besuch abzustatten, doch auch dieses Element wirkt viel zu unspektakulär.

Denken kann doch weh tun

Die Geschichte von Rise of the Manhunters umfasst 10 Kapitel, was einer Spielzeit von 5 bis 7 Stunden entspricht. Diese zehn Kapitel unterscheiden sich dabei zwischen Zu Fuss und Flugmissionen. Die Flugmissionen sind aber in der Unterzahl. Ist man zu Fuss unterwegs entpuppt sich das Spiel als klassischer 3rd-Person Brawler. Als Waffe dient dabei der Ring der jeder Lantern ihre Macht gibt. Dank der gespeicherten Willenskraft innerhalb des Rings, können so genannten Konstrukte erschaffen werden. Das bedeutet einfach gesagt, was sich ein Ringträger vorstellen kann, kann durch den Ring in der echten Welt auch erschaffen werden. Im Kampf zeigt sich das durch die unterschiedlichsten Angriffsarten die man ausführen kann. Standardmässig sind leichte und schwere Angriffe die keine Willenskraft benötigen. Hämmert man auf die X-Taste bzw. die Y-Taste lässt Hal Schwerter und Hämmer erscheinen um den Gegnern ordentlich einzuheizen. Deutlich praktischer sind da ausgefallenere Konstrukte die sich im Spielverlauf freischalten lassen. Zur Auswahl stehen z.B. eine Minigun, ein Jet der alle Gegner wegbombt oder sogar ein Mechanzug mit welchem man nur so durch die Gegner pflügen kann. Diese Fähigkeiten können jedoch nicht unendlich lang genutzt werden. Denn neben dem eigenen Gesundheitsbalken gibt es einen zweiten Balken der für die verfügbare Willensenergie steht. Dieser lässt sich durch besiegte Gegner, gelungene Kombos oder zerstörbare Gegenstände wieder auffüllen. Gelungen ist, dass man wirklich die meisten Fähigkeiten auch nutzen muss. Die verschiedenen Gegnertypen können in der Regel durch bestimmte Konstrukte schneller besiegt werden als mit normalen Angriffen. Mit dem Baseballschläger lassen sich bestimmte Geschosse auf den Gegner zurückschleudern und mit den Morgensternen lassen sich feindliche Schilde einfach zerschmettern. Wenn es einmal richtig eng werden sollte, besteht immer noch die Möglichkeit die Ringüberladung auszulösen. Hat man den entsprechenden Balken gefüllt (durch ausgeteilte und eingesteckte Treffer), kann man diesen Modus auslösen. Dabei hat man unendlich viel Willenskraft zur Verfügung und man kann mehr Schaden austeilen und einstecken. Das Kampfsystem an sich ist nicht schlecht gelungen. Es macht Spass den Gegnern mit den unterschiedlichen Konstrukten einzuheizen, was auch daran liegt das die Steuerung sauber funktioniert und schnell auf die getätigten Eingaben reagiert. Ausserdem gibt es einige verschiedene Gegnertypen die unterschiedliche Herangehensweisen benötigen. Es gibt schnelle Gegner die den meisten Attacken ausweichen können oder Minibosse die einem Willenskraft absaugen können. Optisch sind die Gegner nicht wirklich abwechslungsreich ausgefallen. Jeder Gegnertyp hat nämlich nur ein Modell zur Verfügung, wodurch man manchmal gleichzeitig 10 Mal gegen den gleichen Gegner antreten darf. Man darf einfach kein ausgefeiltes Kampfsystem à la Ninja Gaiden erwarten, denn schlussendlich ist und bleibt Green Lantern nur ein Lizenzspiel.

Doch nicht nur das eigentliche Gameplay ist durch viele andere Spiele bekannt, denn Green Lantern: Rise of the Manhunters setzt auf altbewährte RPG-Elemente. Natürlich darf man hier keine ausgefallenen Talentbäume erwarten. Viel mehr bekommt man durch besiegte Feinde oder zerstörte Objekte weisse Sphären. Mit diesen lassen sich neue Konstrukte freischalten, die Ringüberladung erweitern oder die Standardangriffe verbessern. Das mag zwar nicht nach viel klingen, sorgt aber für ein wenig zusätzliche Motivation. So verbessert sich nicht nur einfach der Schaden bei den normalen Angriffen, viel mehr verändert sich die ganze Angriffskombination und sogar das Aussehen der Waffen selbst. So werden aus den anfänglich mickrigen Säbeln irgendwann fette Breitschwerter. Das sieht nicht nur gut aus sondern motiviert gleichzeitig.

Neben den 3rd-Person Brawler Levels gibt es vereinzelte Flugmissionen zu bewältigen. Diese orientieren sich an den grossen Klassikern wie Panzer Dragoon oder Lylatwars. Man fliegt auf einem fest vorgegebenen Pfad, während man Feinde erledigen und Hindernissen ausweichen muss. Und gerade diese Level machen richtig, richtig viel Spass. Auch sie sind nicht über alle Zweifel erhaben, so gibt es ab und zu Probleme mit der Treffererkennung und das Zielsystem funktioniert nicht immer nach Wunsch. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn die Flugabschnitte sind fordernd und spassig zugleich (zumindest solange man nicht auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad spielt). Schnell fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt als solche Spiele noch zum Standardrepertoire jeder Konsole gehörten.

Neben dem gewohnten Einzelspielermodus kann man die Missionen auch lokal zu zweit angehen. Dabei übernimmt der zweite Spieler die Rolle von Thaal Sinestro. Viel Mühe haben sich die Entwickler hier aber nicht gegeben. Sinestro ist einfach eine andersfarbige Version von Hal, inklusive allen Konstrukten die auch die menschliche Laterne ausführen kann. Nichts desto trotz macht das Spiel gerade zu zweit nochmal eine Ecke mehr Spass, denn man kann sich einfach durch alle Gegner durchkämpfen und muss sich nicht um all die kleinen Fehler und Ungereimtheiten kümmern.

Die grüne Grauzone

Technisch gesehen bewegt sich Green Lantern: Rise of the Manhunters irgendwie in einer Grauzone zwischen gut und schlecht. Die Optik ist nicht schlecht ausgefallen. Besonders Hal Jordan, Kilowog und Sinestro sehen ihren Filmvorbildern täuschend ähnlich und die Umgebungen sind abwechslungsreich gestaltet. Dem gegenüber stehen langweilige Gegnermodelle und einige Grafikfehler. Das kann sogar so weit führen das man einen Checkpoint neustarten muss, weil gewisse Sequenzen nicht ausgelöst werden. Die Zwischensequenzen sehen auch nicht schlecht aus und vermitteln in seltenen Momenten sogar filmisches Flair. Die deutsche Sprachausgabe ist gut gelungen, Hal Jordan hat beispielsweise die gleiche Synchronstimme die auch Ryan Reynolds im Film vertont hat. Leider ändert das nichts an den teilweise dämlichen Gesprächen und Sprüchen. Hal Jordan führt regelmässig Selbstgespräche wenn es darum geht dem Spieler mitzuteilen wie es nun weitergehen muss. Das wirkt irgendwie sehr merkwürdig. Die Musik passt zwar, sticht jedoch nicht speziell heraus und ist ebenso schnell vergessen wie gehört.

Unser Fazit

71 %

Man merkt dass die Entwickler von Double Helix Games wirklich versucht haben etwas aus der Vorlage herauszuholen. Green Lantern: Rise of the Manhunters wirkt nicht wie das Übliche Lizenzspiel. Die Kämpfe sind solide, die Flugmissionen unglaublicherweise sogar echt spassig und gerade zu zweit kann man viel Spass haben. Dennoch mangelt es in Sachen Langzeitmotivation und auch technischer Umsetzung. Für Fans der Green Lanterns ist das Spiel sicher empfehlenswert. Für alle anderen bleibt das Spiel jedoch nicht mehr als ein Titel den man sich mal für ein Wochenende ausleiht oder zum kleinen Preis abgreift. Wer zudem gerne Erfolge/Trophäen sammelt kommt hier voll auf die Kosten, da das Spiel mit ihnen fast so um sich wirft.

Pro

  • Anständige Umsetzung der Green Lantern Filmlizenz
  • Solides Kampfsystem
  • Unterhaltsame Fluglevels
  • Originale Sprachausgabe
  • Toller Coop-Modus

Kontra

  • Enttäuschung für Fans der Materie
  • Wenig Wiederspielwert
  • Kurze Spieldauer
  • Technisch mau
  • Dämliche Gespräche
  • Repetitive Gegnertypen

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
55 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
55 %

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