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Grim Legends: The Forsaken Bride – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 22. Juni 2016 | 13:54 Uhr von Alexander Winkel

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Artifex Mundi ist allen Steam Spielern und Tablet/Smartphone Liebhabern von Point & Click Adventures und Wimmelbildspielen sicherlich bekannt, aber auch auf den Konsolen kommt man kaum mehr um ihre atmosphärischen Titel herum. Fast schon in aller Regelmäßigkeit setzten sie ihre Spiele nach und nach um. Mit Grim Legends: The Forsaken Bride tauchen wir daher zum vierten Mal in eines ihrer Abenteuer ein und bekommen gewohnt gute Rätselkost geboten.

Anlässlich der Hochzeit von Schwester Lilly kehrten wir in das beschauliche, ruhige, aber abgelegene Heimatdorf Ravenbrook zurück. Keine angenehmen Fahrt, beschwerlich über Stock und Stein, durch den finsteren, verwunschenen Wald und gefährlich nahe an den Klippen entlang. Ganz ohne Zwischenfall kommt die Kutsche nicht bei den Festlichkeiten an, doch zum Glück ging alles noch glimpflich aus. Ein Plausch hier, ein wenig necken dort und wir treten alsdann vor die wunderhübsche Braut. Entzückt nimmt sie den Schmuck entgegen, welchen wir als Geschenk mitgebracht haben, als ein riesiger Bär den Dorfplatz stürmt und Lilly kurzerhand entführt.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf, vermeintlich, und doch begann alles schon viele, viele Jahre zuvor. Ein Fluch, der eine Dorfgemeinde zu ängstlichen Häschen werden ließ. Machtvolle Artefakte, vermeintliche Zauber und Aberglaube, wo hin man auch sieht. Nichts, was euch und den Bräutigam aufhält, hinter dem Biest her zu rennen und Lilly zur Hilfe zu eilen, während die anderen Dorfbewohner Mistgabel und Fackel heraus kramen und die Treibjagd einleiten. Wie so oft verzaubert Artifex Mundi mit einer interessanten, gut geschriebenen Geschichte inklusive kleiner Twists und vielen Dingen, die erst nach und nach wirklich klar werden. Die eine oder andere Überraschung steckt in Grim Legends, auch wenn gewiefte Spieler sicherlich das eine oder andere Geheimnis vorab bereits lüften.

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Grim Legends verzaubert uns von Beginn an mit wundervoll inszenierten Videosequenzen, die nahezu fließend in die detailverliebt gezeichneten Spielszenen übergehen. Das alles ist atmosphärisch gut untermauert, mal mit düsterer, beklemmender Musik, zur richtigen Zeit aber auch aufbrausend. Die Sprachausgabe kommt dem ebenfalls zu Gute, wobei diese leider wieder nur komplett in Englisch mit deutschen Untertiteln vorhanden ist. Es steckt wie gewohnt viel Liebe im Detail. Die zahlreichen Schauplätze wie das Dorf, ein riesiges aber verlassenes Burg, eine Kirche und der verwunschene Wald sind handgezeichnet und dennoch wundervoll animiert. Licht und Schatten umschmeichelt die Details, der Wind bewegt die Blätter, rauschendes Wasser stürzt einen Wasserfall herunter und Glühwürmchen erwecken den Wald zum Leben. Man merkt einmal mehr, dass sich das Team in der Umsetzung ihrer Spiele wirklich Mühe gibt.

Wer die Spiele von Artifex Mundi kennt, weiß genau, was auf ihn zukommt. Grim Legends: The Forsaken Bride ist eine Mischung aus einem klassischem Point & Click Adventure und Wimmelbildspiel, welches mit zahlreichen Puzzles, einigen gewieften Rätseln und – typisch für die Spiele aus dem Hause Artifex Mundi – auch immer wieder mit Suchbildern angereichert ist. Beständig ist man auf der Suche nach den richtigen Heilkräutern, passenden Schlüsseln oder Teilstücke, die man zu Figuren zusammenfügt und ähnlich. Schränke, Kisten, dunkle Nischen – nichts bleibt verschont bei der Suche nach des Rätsels Lösung und gelangt man nicht selber an die begehrten Teile, kann man ein putziges Kätzchen die Arbeit verrichten lassen. Die immer wieder eingestreuten Suchbilder lockern das Geschehe auf. Die Aufgabe ist es, abgebildete Dinge oder Begriffe zu finden. Wem das zu viel wird, der kann dieses Mal die Suchbilder gegen eine Art Domino tauschen. Hier werden Steine den Bildern nach auf ein Spielbrett abgelegt, so dass alle Schalter betätigt werden.

Gefühlt spielt sich die Geschichte um Lilly und ihrem Bräutigam linearer als noch zum Beispiel Nighmares from The Deep, was vor allem den Rätseln geschuldet ist. Die meisten Aufgaben sind an Ort und Stelle lösbar. Benötigtes Wissen um zum Beispiel die richtige Kombination an Begriffen zu finden, erhält man oft schon im Voraus. Wie kommt man durch das Labyrinth unter der Kirche? Man interpretiere die vorab gelieferte Geheimschrift. Selten muss man an bereits besuchten Orten nochmals einen Trank brauen oder ähnliches erledigen. Einerseits natürlich angenehm, andererseits aber zu linear gestaltet. Dennoch darf man Grim Legends: The Forsaken Bride nicht unterschätzen. Viele Puzzles erfordern reichlich Einzelheiten und bereiten immer wieder Kopfzerbrechen. Kein Spiel, dass man einfach so zwischendurch mal einlegt, da es durchaus Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert.

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Unser Fazit

80 %

Mir persönlich hat es wieder richtig viel Spaß bereitet, durch die wundervoll animierten, handgezeichneten Welten zu streifen und etliche Rätsel und Aufgaben zu lösen. Gewohnt gute Kost aus dem Hause Artifex Mundi und prinzipiell für jeden geeignet, der ein wenig im Stil klassischer Point & Click Adventures rätseln und Suchbilder durchforsten möchte. Was Grim Legends (wie auch die vorherigen Spiele des Entwicklers) ausmacht, ist die Liebe zum Detail und dass man sich nicht auf simple Bilder beschränkt, sondern diese auch hübsch animiert. Dazu eine passende Atmosphäre mit Sprachausgabe und man ist für wenig Geld bereits viele Stunden beschäftigt. Einzig allein die Tatsache, dass es sich recht linear spielt und ein eher schwaches Ende findet, raubt dem Titel ein wenig seinen Glanz.

Pro

  • + Wundervolle Inszenierungen mit handgezeichneten und detaillierten Szenarien.
  • + Niemals überfordernd, dennoch auf einen guten hohem Niveau angesiedelt, machen die Rätsel viel Spaß.
  • + Sehr gute Synchronsprecher, die sich wirklich viel Mühe geben.
  • + Für schmales Geld ein recht umfangreiches Abenteuer.

Kontra

  • - Etwas linearer als manch Vorgängerspiel von Artifex Mundi
  • - Leider nur englische Synchronsprecher.
  • - Ein eher schwaches Spielende trübt ein wenig das Erlebnis.

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
83 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
77 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

Kommentare

  • Murmli sagt:

    Danke für den umfassenden Test über dieses Wimmelbild-Spiel. Werde mir später das Spiel kaufen und dann spielen

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