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Guardians of the Galaxy: The Telltale Series – Episode 1: Tangled up in Blue Test / Review

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Veröffentlicht 29. April 2017 | 16:01 Uhr von Niko Kaack

Marvels-Guardians-of-the-Galaxy-The-Telltale-Series-Artwork

Die Jungs und Mädels von Telltale Games haben sich die nächste Franchise ausgesucht, um ihr eine passende Versoftung zu verpassen: Marvels wohl witzigste und verrückteste Heldentruppe. Ob das Game den Slapstick und die Krachbumm-Action der Filmvorlage genauso gut rüber bringt, lest ihr hier.

Das Abenteuer beginnt

Zunächst ein kleiner geschichtlicher Ausflug ins Comicuniversum. Die ursprünglichen Guardians erhielten 1969 ihren ersten Comicauftritt und das Team bestand noch aus völlig anderen Mitgliedern. Einer davon war Yondu Udonta, den man aus der ersten Verfilmung der „neuen“ Guardians als Pirat und Ersatzvater von Peter Quill alias Star-Lord kennt.

2008 betrat dann das aktuelle Team die Bühne. Zusätzlich zu bekannten Figuren Star-Lord, Gamora, Drax, Groot und Rocket sind in den Comics allerdings noch zwei weitere Helden Teil der Guardians: Quasar und Adam Warlock. Beide wurde in der Verfilmung allerdings außen vor gelassen.

Telltales „Guardians“ lehnen sich demnach vorrangig mehr an den Filmen, als an den Comics an, was zusätzlich zur Figurenauswahl auch schnell an den Charakterzeichnungen merklich ist.

Die Handlung startet mit einem Notruf. Thanos, einer der mächtigsten Fieslinge des Marvel-Universums greift das Noca Corp – quasi die Weltraumpolizei – an und dezimiert deren Flotte. Sein Ziel: Ein alter Tempel der Kree, in dem sich ein geheimnisvolles Artefakt befindet: die Schmiede der Ewigkeit. Unsere Helden müssen unter allen Umständen verhindern, dass Thanos diesen mächtigen Gegenstand in die Hände bekommt. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass es noch viel schlimmere Gefahren gibt, als den altbekannten lila Buhmann. Gefahren, die das Schicksal aller bewohnten Planeten aufs Spiel setzen.

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Business as Usual

Wer bereits Spiele von Telltale Games kennt, wird sich auch hier sehr schnell zurecht finden. Vorrangig verfolgt man Dialoge, die per Multiple-Choice beantwortet werden können. Gelegentlich werden Quick-Time-Events eingestreut oder kleinere Bereiche, z.B. das Schiff der Guardians, können erkundet werden. Die meiste Zeit steuert man Peter Quill, in QTEs aber auch die anderen Charaktere. Durch seine Schubdüsen kann Quill sogar vertikal Ebenen wechseln, was gerade zu Beginn zum lösen eines kleineren Rätsels benötigt wird. Wie sich im Verlauf der Handlung getroffene Entscheidungen auf den weiteren Spielverlauf auswirken werden, lässt sich noch nicht erahnen.

Grafisch wird die modifizierte Engine verwendet, die man bereits aus Telltales Batman kennt. Die Charaktere sind sehr ansehnlich, Hintergründe und Umgebungsgrafiken hätten allerdings  durchaus mehr Feintuning vertragen können. Technisch gehört also auch Telltales „neuer“ Grafikmotor schon zum alten Eisen. Dafür wird akustisch einiges geboten. Die (englischen) Dialoge sind professionell vertont und sprühen nur so vor Wortwitz. Leider konnte gerade dieser nicht in die deutschen Untertitel – welche per Patch installiert werden – hinüber gerettet werden. Auch passen einige Übersetzungen so gar nicht zu dem eigentlich gesprochenen Text. Dies ist aber ein bei Spielen von Telltale schon lange bekanntes Problem. Dafür rockt der Soundtrack so richtig! Wir schon der Film wartet auch das Spiel mit einer guten Mischung aus 70er und 80er Songs auf. Schon im Hauptmenü schallt uns ELOs „Livin´Thing“ entgegen.

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Unser Fazit

79 %

Trotz aller Kritikpunkte: warum macht Guardians of the Galaxy dennoch sehr viel Spaß? Ähnlich wie Tales from the Borderlands lebt das Game von zielsicherer Situationskomik, interessanten Charakteren und spritzigen Dialogen. Die Handlung um die „Schmeide der Ewigkeit“ ist interessant genug, um am Ball zu bleiben und der Cliffhanger am Ende der Episode macht Lust auf mehr. Das Pacing zwischen Action und Handlung trifft genau die richtige Mischung. Fans des quirligen Quartetts –und alle die es noch werden wollen - finden hier also 1,5 Stunden exzellente Unterhaltung

Pro

  • + Witzige Dialoge
  • + Spannende Handlung
  • + Tolle Charaktere
  • + Cooler Soundtrack

Kontra

  • - Grafikengine mit Altersschwäche
  • - Nur englische Vertonung
  • - Schlampige deutsche Übersetzung
  • - Wenige „richtiges“ Gameplay

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
88 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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