Halo: Combat Evolved Anniversary - Test / Review - insidegames

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Halo: Combat Evolved Anniversary – Test / Review

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Veröffentlicht 14. November 2011 | 13:55 Uhr von Kevin

Letzte Änderung 2. Januar 2012

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Am 15. November 2001 erschien für die Xbox mit „Halo: Kampf um die Zukunft“ einer der wegweisendsten Shooter unserer Zeit. Jetzt genau zehn Jahre später will Microsoft das 10-Jährige Jubiläum gebührend feiern und bringt ein HD-Remake des ersten Halo Titels auf den Markt. Damals war das Spiel für viele einer der Gründe sich die Konsole überhaupt zuzulegen, denn es bot mit der Geschichte um „Master Chief Petty Officer John-117“ viele Stunden Spaß im Kampagnen-Modus. Aber ob uns der Spartan ein weiteres Mal überzeugen kann oder das Spiel einfach nicht mehr zeitgemäß ist, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Wie alles begann…

Die Geschichte beginnt im Jahr 2552. Die Menschheit erkundet das Weltall um überall Kolonien zu bilden, da auf der eine Überbevölkerung von statten geht. Die Menschheit liefert sich schon ein paar Jahren Gefechte mit der Allianz, einem Bund verschiedener Rassen von Aliens. Sie wollen die Menschheit auslöschen da sie nicht dem Bild ihrer Götter entsprechen. Und genau für diese Übergriffe der Allianz hat man die UNSC gegründet. Es ist die Armee von der man sich erhofft dass sie die Bedrohung eingrenzen kann. Das Spiel selbst beginnt auf der „Pillar of Autumn“, dem Raumschiff auf dem sich auch der Hauptprotagonist des Spiels befindet. Das Raumschiff bewegt sich sehr schnell von der Erde weg um die Aliens abzulenken und wird sofort bei Spielstart von der Allianz verfolgt und angegriffen. Man übernimmt die Rolle des letzten lebenden Spartans. Er kann mit jeder nur vorstellbaren Waffe umgehen jedes Fahrzeug lenken. Man ist kurz davor die Pillar aufzugeben und der Captain des Schiffs, Captain Jacob Keyes, gibt den Befehl den Spartan aufzuwecken. Nachdem dies geschehen ist muss man noch ein kleines Steuerungstutorial absolvieren. Man muss zum Beispiel zu Testzwecken die Sicht nach oben, unten links und rechts bewegen und kann dann festlegen ob man die Sicht umkehren möchte. Dann allerdings hat das kleine Training ein harsches Ende, denn die Allianz ist schon näher als gedacht. Man sieht sie zu Anfang nur kurz wie sie den Mann im Kontrollraum ausschalten und das war es auch schon für’s erste. Die Abstinenz von der Allianz soll aber nicht sehr lange anhalten. Von nun an wird man nur noch ganz selten mal einen Moment Ruhe haben. Man arbeitet sich seinen Weg, zunächst ohne Waffe, bis zu Captain Keyes durch der einem dann schließlich eine Pistole gibt. Die KI im Spiel ist sehr schlau, besonders die Kommunikation unter einander ist schon beängstigend. Die Gegner treten immer in Gruppen auf die meist aus Eliten, Schakalen und Grunts bestehen. Wenn euch also ein Grunt sieht dann schießt er entweder auf euch oder rennt zu seinem Vorgesetzten um ihm zu berichten dass ihr da seid. Ist dies der Fall werden sich Gegner sehr schlau aufstellen um euch einzukesseln und euch das Leben schwer zu machen. Die Eliten reagieren auch sehr geschickt wenn man sie angreift. Geht man in den Nahkampf und schlägt sie, so werden sie wütend und versuchen sich zu revanchieren in dem sie euch hinterher rennen und versuchen euch per Hand zu töten. Schafft man es aus der Distanz einem solchen Gegner genug Schaden zuzufügen dann Verstecken sie sich hinter einem Felsen, einer Wand oder ähnlichem, nur um ihre Energie zu regenerieren.

Die Möglichkeiten des Angriffs

Dadurch dass man es mit solch schlauen Gegnern zu tun hat, muss man auch ein gewisses Waffenarsenal zur Seite gestellt bekommen. Es ist definitiv nicht möglich einfach durch ein Level zu rushen und Gegner hinter sich zu lassen. Man gerät sehr oft in Hinterhalte, wenn man unüberlegt in Areale sprintet. Als Waffen stehen euch auf Menschenseite das Sturmgewehr, die Schrotflinte, das Scharfschützengewehr, die Bazooka, die Pistole und Granaten zur Verfügung. Aber da man ja den Master Chief spielt, also den ultimativen Waffen-Kenner, kann man natürlich auch die verfügbaren Waffen der Allianz zu seinen Gunsten benutzen. Hier stehen einem das Plasmagewehr, die Plasmapistole, der Nadelwerfer und die Plasmagranaten zur Verfügung. Man muss zu jedem Zeitpunkt gut überlegen wie man vorgeht und welchen Gegner man als nächstes tötet, denn Munition und Granaten gibt es bei Halo nicht im Überfluss und man muss sehr sparsam damit umgehen, ansonsten ist man dem Untergang geweiht. Sollte man mal keine Munition mehr haben kann man auch noch seinen Nahkampf-Angriff benutzen womit zumindest die meisten Grunts nach einem Schlag tot sind. Dieses Unterfangen könnte sich bei größeren Gegnermengen aber ziemlich schnell als gefährlich herausstellen, besonders wenn man auf Gegner wie Eliten oder sogar Jäger trifft. Jäger sind übrigens die härtesten Gegner im Spiel. Man kann sie nur durch gezielte Schüsse in den Rücken oder in den Hals töten und wenn man sich selbst einen Schlag von diesen Kolossen einfängt kann das unangenehme Folgen haben.

Was das Missionsdesign angeht gibt es Plus- und Minuspunkte. Überzeugen können besonders die großen, offenen Areale in denen man immer wieder Neues entdecken kann. Um sich in den riesigen Landschaften schneller vorwärts bewegen zu können stellt man euch viele verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung. Unter anderem einen Panzer oder den „Warthog“, ein wendiger Gelände-Jeep mit einem montierten Maschinengewehr im Heck. Man kann aber auch wie bei den Waffen schon auf die Technologie der Allianz zurückgreifen und sich mit deren Ghots, Banshees und Wraiths zum Glück verhelfen. Die Missionen sind allesamt sehr abwechslungsreich, muss man zum Beispiel in manchen Missionen von Ort zu Ort fahren und in anderen als Scharfschütze über die Berge schleichen und Gruppen von Gegnern ausschalten.

Die Technik nach 10 Jahren

Vor 10 Jahren setzte „Halo – Kampf um die Zukunft“ noch neue Maßstäbe und konnte in allen Belangen überzeugen. Nun wartet Microsoft in Zusammenarbeit mit 343 Industries mit einem HD-Remake des ersten Teils auf. Schon damals waren besonders die Außenlevels ein Hochgenuss und das hat sich jetzt im neuen Gewand auch nicht geändert. 343 hat da weiter gemacht wo damals Bungie mit der alten Technik noch Grenzen gesetzt wurden. Das Gras in den offenen Arealen wurde mit höheren Texturen und Grashalmen ergänzt und hat einen richtig saftigen Grünton bekommen. Die Texturen wurden im Allgemeinen überarbeitet und dem Standart von Halo: Reach angenähert. Aber wirklich nur angenähert denn überzeugen und mithalten mit den neueren Spielen kann es nicht. Es kommt oft zu starker Treppchenbildung, was das Gesamtbild teilweise trübt. Auch die Effekte die durch Waffen entstehen wurden verbessert und sehen wirklich sensationell aus. Man muss es einfach selbst sehen. Den Abschnitten und Levels des Spiels die in Gebäuden stattfinden mangelt es leider an Einfallsreichtum. So lauft ihr immer wieder durch gleich aussehende Gänge und findet euch auch immer in identischen Räumen wieder. Das führt bei vielen zu Verwirrung und es kann so leicht vorkommen dass man sich verläuft. Das Spiel läuft gleichzeitig mit 2 Engines und man kann jederzeit einen fliegenden Wechsel der Grafiken hinlegen. Möchte man nun an einem Abgrund sehen wie dieser vor 10 Jahren aussah, so muss man nur einmal „Back“ drücken und man bekommt die Grafik von damals serviert.

Kommen wir nun zum Sound. Diesen hat Microsoft nämlich auch überarbeitet und für aktuelle Soundsysteme fit gemacht und neu aufgenommen. Der Soundtrack und auch die Soundeffekte wie explodierende Fahrzeuge oder die Schüsse die man mit der Waffe abgibt gehören zu den Besten und spektakulärsten in der Videospielgeschichte. Der dramatische, orchestrale Sound passt zu jeder Zeit zum Szenario. Die Synchronisation ist leider, wie schon vor 10 Jahren nicht die Beste und die Lippen bewegen sich oft asynchron zum gesprochenen Text. Die Dialoge die während des Kampfes zu hören sind, können durchaus überzeugen und auch lustig sein. Wenn man eine Gegnergruppe dezimiert und nur noch 1-2 Grunts übrig sind, dann werden diese meist schreiend davon rennen und uns mitteilen wie viel Angst sie doch haben.

Zusammen gegen die Welt

Eine schöne Neuerung ist, dass man nun die Kampagne des Spiels mit Freunden von der ganzen Welt spielen kann. Das ist eine tolle Sache und man kann die Action jetzt auch mit Freunden erleben die nicht in der gleichen Stadt wohnen, denn damals war der Coop noch auf den lokalen Modus begrenzt. Wenn man aus dem Menü heraus den Multiplayer startet, werden alle die schon Halo: Reach gespielt haben sich zu Hause fühlen. Das Menü ist identisch mit dem vom Reach und man kann sogar, einen Halo: Reach Spielstand vorausgesetzt, mit seinem eigenen Level weiterspielen den man im Multiplayer bereits inne hatte. Das Ganze liegt höchstwahrscheinlich daran, dass die Spiele auf der gleichen Engine basieren und auch Spieler von Halo CEA mit Spielern von Halo: Reach zusammenspielen können. Um das zu tun muss aber der Halo: Reach Spieler das „Anniversary Map Pack“ für 1200 Microsoft Points kaufen. Dem HD-Remake liegt hierbei erfreulicherweise ein Downloadcode für eben jenes Map Pack bei. Sehr zu kritisieren ist, dass im Vergleich zum Original nur noch 6 Multiplayer Maps enthalten sind, waren es doch damals noch ca. 12 Karten.

Was gibt’s Neues?

Ja, was gib es denn neues zu entdecken? Im Großen und Ganzen kann man sagen: Zum Glück nicht viel! Die Story und die Level sind bis auf die neue Grafik komplett gleich geblieben. Es gibt aber unabhängig davon nun auch Schädel die es zu finden gilt und Terminals wie man sie schon aus Halo 3 kennt. Die Schädel wurden bereits in Halo 2 eingeführt und geben euch die Möglichkeit ein komplett anderes Spielerlebnis zu bekommen. Ihr könnt zum Bespiel einen Schädel aktivieren der euch unendlich Munition gibt oder einen wodurch sich euer Schild nur noch mit Nahkampfkills wieder auffüllt. Die Terminals geben euch hingegen einen tieferen Einblick in das Halo Universum und ein paar kleine Hinweise auf Halo 4. Kommen wir nun zu einem Feature das nicht allen Käufern von „Halo: Combat Evolved Anniversary“ zur Verfügung stehen wird. Das Kinect-Feature bietet euch die Möglichkeit per Sprachbefehle zwischen neuer und alter Grafik umzuschalten, oder wenn ihr „Granate“ sagt dann wirft der Charakter eine Granate. Einzig interessant ist die Bibliothek. Nein wir reden nicht vom Level im Spiel sondern von einem Kinect exklusiven Modus. Hier könnt ihr euch eingescannte Dinge wie Gegner dank eines 3D-Modells näher anschauen und viel Infos werden euch auch noch serviert. Um Dinge einzuscannen müsst ihr während des Spielens „Analysieren“ sagen und dann Gegner etc. mit dem Fadenkreuz anvisieren und dann „einscannen“ sagen. Das Ganze kann sich oft als schwieriges Unterfangen herausstellen.

Unser Fazit

84 %

Damals war es die Shooter-Referenz schlechthin und auch heute kann das Spiel dank geiler Story, guter Technik und stimmigen Soundtrack punkten. Klar kann es nicht mehr mit Größen wie Battlefield oder Call of Duty mithalten, aber das soll es auch gar nicht, denn Microsoft will mit dem Titel keinen Konkurrenzkampf auslösen sondern das 10-jährige Jubiläum des Halo Franchise feiern. Der Titel kann mit einer an der Reach Standart angepassten Grafik und einem verbesserten Sound im Technikbereich punkten. Leider hinkt das Leveldesign etwas und man wandert immer wieder durch gleich aussehende Gänge und Räume. Die äußeren Weiten der Spielwelt hingegen überzeugen sehr. Mit Schädeln, Terminals und Online-Koop hat man ebenfalls versucht dem Spiel etwas Neues zu geben und für alte Hasen noch interessanter zu machen. Für die Leute unter uns die den ersten Teil der Halo Serie nicht gespielt haben ist dieses Spiel nun ein absolutes Muss. Die alten Hasen die schon wissen wie gut das Spiel ist und es im neuen Glitzerkleid sehen wollen, greifen sowieso zu. Und mal ganz ehrlich: Dank dem von Anfang an niedrig angesiedelten Preis braucht man auch eigentlich kaum über einen Kauf nachdenken. Und das war die Geschichte wie ein fantastisches Spiel noch fantastischer geworden ist.

Pro

  • Packende Story
  • Geiler Soundtrack
  • Neues Bibliothek Feature...
  • Super Grafik
  • Terminals und Schädel
  • Sehr schlaue KI
  • Phänomenale Effekte
  • Wunderschöne Außen-Level

Kontra

  • Schlechte Synchronisation
  • Klon Räume- & Gänge in Innen-Level
  • ...leider nur für Kinect

Unsere Bewertung

Grafik
 
73 %
Sound
 
93 %
Steuerung
 
84 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
95 %
Spielspaß
 
ja %

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