Harry Potter für Kinect - Test / Review - insidegames

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Harry Potter für Kinect – Test / Review

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Veröffentlicht 7. Januar 2013 | 19:45 Uhr von Sandra

Harry Potter For Kinect - Slider

Zu fast jedem Harry Potter Buch  bzw. Film ein Spiel? In der Gaming-Welt nicht ungewöhnlich und sowas wie gängige Praxis. Den sozusagen Luxus zu bieten alle Harry Potter Folgen in einem Spiel unterzubringen ist dagegen was Besonderes. Ob es auch das etwas anderer Spielerlebnis darstellt? Der Besuch in der Zauberschule Hogwarts bringt es ans Tageslicht.

Sieben auf einen Streich

Ohne jeden Zweifel eine positive Geschichte gleich zu Beginn: Harry Potter für Kinect ist das erste Spiel, dass alle sieben Bücher, respektive alle acht Filme (Buch Sieben wurde bekanntlich auf zwei Filme aufgeteilt) in einem Spiele-Titel vereint. Firme Spieler, die mit Potters, Rons sowie Hermines Werdegang vertraut sind, werden feststellen, dass die Ereignisse chronologisch erfolgen und man sich bei Warner Bros. für die Erstellung an die Buch-Vorlage gehalten hat. Aber keine Sorge, auch nicht Zauberlehrling bewanderte stoßen angesichts der Story-Einlagen nicht an ihre Grenzen und erfahren soweit sinnig aneinander gereihte Harry Potter Lebenslauf-Abfolgen, wenn auch nicht mit der ganz großen Tiefe, wie sie z.B. die Bücher zu bieten haben.

Vom Stein der Weisen bis zu den Heiligtümern des Todes

Harry Potter für Kinect Hurra, erst einmal geht’s ans Einkaufen, ganz so wie Harry Potter es einst in seinen jungen Jahren tat. Erlebt das Erlangen eures ersten Zauberstabes, lernt das Besenreiten und nehmt an Quiddich-Spielen Teil, drückt die Schulbank und lernt Zaubersprüche und stellt euch final eurem Elternmörder Lord Voldemort.

Im Einzelnen stellt sich das so dar, dass ihr ein paar vorzugsweise dezent antiquierte Texteinblendungen erhaltet, mit denen wichtige Momente kurz angerissen werden, bevor ihr euch dem nächsten Abenteuerpunkt auf der Abhakliste zuwenden dürft. Dazu gehört, dass ihr Aufgaben verschiedenster Natur erledigen müsst. Hier mal einen Zaubertrank brauen, Allraunen pflanzen, wahlweise auch gegen fiese Trolle einsetzen und natürlich immer mal wieder den bösen der Zauberwelt zeigen, wer Herr des magischen Stabes ist. Die Kämpfe mit Harrys Widersachern sind zumeist mehrstufig aufgebaut und können über 3-4 Runden andauern. Ein wenig bewegliches Geschick hilft, Lord Voldemort und andere fiese Zeitgenossen in die Schranken zu weisen. An der Stelle können wir der Kinect-Steuerung ein gutes Zeugnis ausstellen und bescheinigen, dass die Bewegungen wie z.B. Ducken, Ausweichen oder auch mal Hüpfen gut erkannt werden. Filigrane oder gar reaktionsfördernde Anforderungen an euch finden nicht statt. Dafür gibt es eine Reihe an Zaubersprüchen, die es nicht nur zu lernen gilt, sondern die auch in bestimmten Situationen angewandt werden wollen.

Wingardium Leviosa, Incendio, Expelliarmus, Levicorpus

Keine Sorge, hier geht es nicht um Latein für Fortgeschrittene – vielmehr sind das Auszüge aus den zahlreich vorhandenen Zaubersprüchen, die mit Harry Potter und Co. gelernt werden können. Je nach Schuljahr und Kenntnisstand stehen bis zu sieben der magischen Aussagen zum Anwenden parat. Gleichwohl der eine oder andere magische Ausspruch ein Zungenbrecher für euch darstellen kann, können wir versichern, mit der Zeit klappt das Aufsagen ganz gut. Das ihr euch anfänglich auch vertun könnt, von wegen einen falschen Zauber verwenden, passiert und hat keine nachhaltigen Folgen. Eigentlich schade, aber nicht zu ändern. Anders dagegen die Sprachsteuerung, die ebenfalls via Kinect unterstützt wird und zur Verfügung steht und die in unserer Test-Session trotz Versprechen und Zauberspruch verwechseln/vergessen gut funktionier hat. Was uns dagegen weniger gefallen hat war der Umstand, dass Sprüche, die mit einer aktiven Bewegung durch den Zauberstab, nicht immer geklappt haben. Wobei das nicht daran lag, dass Kinect sich gedacht hat „ach … das erkenn ich jetzt mal nicht“, sondern die Bewegungsmuster sind in ihrer Gesamtheit zu ähnlich ausgefallen.

Nicht viel aufregender hat sich auch unser Besenritt dargestellt, da man auf vorgegebenen Routen seine Kreise zieht. Immerhin kann Quiddich im Doppel gespielt werden. Allerdings tretet ihr recht unkonventionell gegeneinander an, da ihr die festgelegten Bahnen abfliegt und dabei versucht euren Gegner vom Besen zu treten und/oder zu schlagen. Wagt ihr euch allein auf einen Numbus-Ritt, verschlägt es euch ins Tor und ihr könnt austesten, ob ihr in luftigen Höhen einem Olli Kahn Konkurrenz machen könnt.

Wie … alles schon vorbei?

Harry Potter für Kinect Den Schuh muss sich Harry Potter für Kinect definitiv anziehen: Das „zauberhafte Vergnügen“ ist nur allzu schnell vorbei. Angesichts des Vorlagen-Materials fast nicht zu glauben, aber es entspricht den Tatsachen. Sieben Hogwartsjahre kann man herrlich zusammen schrumpfen. Je nach Schuljahr, bzw. Buch, bestehen diese aus maximal drei bis fünf Missionen mit ein paar kleinen Aufgaben. Sind diese erledigt folgt der Schnitt, ein paar Einweisungen und willkommen im neuen Schuljahr. Immerhin sind relevante Ereignisse wie das Trimagische Turnier oder auch der Raum der Wünsche mit von der Partie. Gleiches gilt auch für die Umgebungen, die vor allem für Potter-Fans eine vertraute Atmosphäre schaffen, in der sie sich als Fan sicher gut aufgehoben fühlen. Einsteiger werden sich jedoch ein wenig verloren vorkommen, was nicht zuletzt auch dran liegt, dass der Kinect-Potter einfach einen extremen Zeitraffer bietet. Details, Tiefe oder Ähnliches, das bestimmte Ereignisse auch schlüssig wirken lässt – Fehlanzeige. Während der treue Potter-Gefährte darin keinen Nachteil erkennt, immerhin ist er mit der Hogwarts-Welt vertraut, dürfte Neulinge ab und an sicher etwas verwirrt aus der Wäsche gucken.

Schöne bunte Zauberwelt

Hogwarts ist schön, wusstet ihr das?! Nein? Gut, dann wisst ihr es jetzt. Mal abgesehen davon, dass Harry Potter für Kinect ganz klar auf eine recht junge Klientel mit Potterischen Amibtionen abzielt, muss sich der Titel optisch vor den Spiele-Kandidaten „für die Großen Kinder“ nicht verstecken. Für einen Kinect-Titel ist Harry Potter sogar auffallend gut ausgefallen, was sein äußeres Auftreten anbelangt. Egal ob Klassenzimmer, Quiddich-Feld oder Zauberlabor, es gibt soweit nichts, dass wir bemängeln könnten. Dass es hier und da ein wenig pixelig wird, sei es drum, das ist verschmerzbar. Die Tatsche, dass der virtuelle Harry und sein Gefolge ihren Film-Pendants fast aufs Haar gleichen, stimmt versöhnlich.

Offizieller Lizenz sei Dank bekommt ihr somit nicht nur die aus den Filmen bekannten Locations zu Gesicht, sondern auch fast alle bekannten deutschen Synchronsprecher von Harry, Ron, Hermine und Co.. Zu diesem Thema passt auch, dass gleichfalls die restlichen FX-Sounds als auch die vorhandene Musik runden den Auftritt ordentlich ab.

Unser Fazit

59 %

Wer in der Vergangenheit schon einmal eine Harry Potter Versoftung gespielt hat, dürfte sich bestimmt schon einmal geärgert haben für den Zauberburschen Geld ausgegeben zu haben. Konnten Bücher und Filme von Teil eins bis Teil sieben Jung und Alt begeistern, sah das mit den Spielen nicht immer so aus. Auch Harry Potter für Kinect ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ein gutes Signal in die richtige Richtung. Am Aufbau und an der Darbietung sowie den Anforderungen bei den Aufgaben kann definitiv noch gefeilt werden. Ein Priese mehr Tiefgang, eine bessere Erzählweise, etwas mehr Schwierigkeit sind vor allem dann wünschenswert, wenn man auch ältere Spieler ansprechen wollen würde. Mit dem so abgelieferten Ergebnis jedoch ist Harry Potter für Kinect vorzugsweise eine tolle Schau für Kinder, vor allem für diejenigen welchen, die mit dem Harry Potter Universum vertraut sind. Je älter der Zauberlehrling-Anhänger allerdings ist, desto größer die Gefahr, dass sich das Zauberstab schwingen schnell abnutzt und langweilig wird.

Pro

  • + original Harry Potter Lizenz
  • + alle sieben Bücher in einem Spiel
  • + eigene Figuren können vielfältig kreiert werden
  • + hübsche, abwechslungsreiche Umgebungen
  • + gut funktionierende Kinect-Steuerung
  • + weitesgehend orginale dt. Synchronstimmen
  • + leichter Spieleinstieg und einfache Handhabung

Kontra

  • - keine wirkliche Story vorhanden
  • - Erzählweise zu abgehakt
  • - kaum Zwischensequenzen vorhanden
  • - Anweisungen oftmals nur als Textbox
  • - Zaubersprüche und zugehörige Bewegungen zu gleich
  • - viel zu wenig Missionen
  • - partiell arg pixelig
  • - gesamt zu kurz geraten
  • - Aufgaben zu leicht und zu anspruchslos

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
72 %
Gameplay
 
55 %
Multiplayer
 
45 %
Spielspaß
 
64 %

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