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Hawx 2 der umfangreiche Testbericht

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Veröffentlicht 20. September 2010 | 7:15 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. März 2011

König der Lüfte

Tom Clancy ist ein bekannter Autor von militärisch angehauchten Romanen. Videospielern dürfte der Name vor allem dank der Rainbow Six und Ghost Recon geläufig sein. Im letzten Jahr wurde mit HAWX eine neue Marke unter dem Tom Clancy Label geschaffen. In dem sehr arcadelmässigen Luftkampfsimulator konnte mit einer Vielzahl von modernen Kampfjets Missionen zur Rettung der Welt geflogen werden. Mit HAWX 2 ist nun der direkte Nachfolger erschienen. Leider ist das Spiel im Gegensatz zum tollen Vorgänger eine kleine Enttäuschung.

Terror und Schrecken

Die Hintergrundgeschichte ist so einfach und patriotisch gehalten, wie man es von Tom Clancy gewohnt ist. Unbekannte Terroristen greifen weltweit verschiedene militärische Einrichtungen und Truppen an. Dem nicht genug, denn drei atomare Sprengköpfe verschwinden spurlos aus russischen Beständen. Nun liegt es an den verbliebenen Piloten des Elitegeschwaders HAWX die Bösen mal wieder zu erledigen, um den Frieden wieder herzustellen. Für dieses eine Mal sind sogar nicht die Russen die „böse“ Nation, es darf sogar die Kontrolle über einen russischen Jägerpiloten übernommen werden. Alles in allem ist die Story doch arg altbacken, unwichtig und nur schnödes Beiwerk. Die Geschichte bietet ausserdem keine wirklichen Höhepunkte. Es reiht sich einfach Mission an Mission, dazwischen gibt es zumindest noch jeweils kurze Zwischensequenzen, die nett gemacht sind.
Das Gameplay kann getrost als das absolute Gegenteil einer Simulation bezeichnet werden. Die Jets lassen sich auch bei extrem hohen Geschwindigkeiten gut steuern, was zu flüssigen und reibungslosen Dogfight führt. Je nach Flugzeugwahl verändern sich dementsprechend auch die Bewaffnung, die Panzerung sowie die Geschwindigkeit. Die Vehikel sind grob in zwei unterschiedliche Kategorien einzuteilen. Solche die für den schnellen Luftkamp geeignet sind und solche die effektiv feindliche Bodeneinheiten von der Oberfläche bomben können. Das Waffenarsenal erstreckt sich über unzählige Sorten von Raketen, Bomben und Geschützen. Neben den üblichen Flugzeugen versetzt die Kampagne den Spieler auch noch in andere fliegende Militäreinheiten. Mit einer AC-130 muss eine befreundete Ghost-Einheit vor Gegnern beschützt werden oder es werden Abhöraktionen mit Überwachungsdrohnen durchgeführt. Diese vom Stil her anderen Missionen bringen viel Spielspass und Abwechslung in den Pilotenalltag.

Eine Neuerung bei HAWX 2 sind z.B. Auftankmanöver in der Luft. Dort muss versucht werden, das Flugzeug punktgenau an den Ansaugstutzen zu manövrieren. Das Ganze ist verpackt in eine Art Minispiel, das leider teilweise doch an einer zu ungenauen Steuerung leidet. Ansonsten lenken sich die Jäger schön, schnittig und zielsicher durch die Lüfte. Puristen werden sich wahrscheinlich nicht allzu wohl fühlen damit, wer jedoch die schnelle Action sucht ist genau richtig.
Alpha-2, Roger. Habe verstanden!

Neben der relativ schnöden Einzelspielerkampagne weiss HAWX 2 jedoch mit seinem grossen Umfang zu überzeugen. Egal wo der Spieler Missionen bestreitet, ob Einzelspieler, Co-Op oder Mehrspielermodus, überall sammelt er Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Pro Levelaufstieg gibt es einen Skillpunkt, der in diverse Fähigkeitsbäume verteilt werden kann. So werden für die Missionen ausserhalb der Kampagne neue und bessere Flugzeuge freigeschaltet. Ebenfalls können unterstützende Fähigkeiten freigeschaltet werden wie erhöhter Raketenschaden oder eine kleine Reparaturdrohne, die verloren Trefferpunkte wiederherstellt. Sehr spassig sind insbesondere die kooperativen Missionen für bis zu vier Mitspieler. Wenn man gemeinsam mit ein paar Freunden durch die Lüfte sausen und Feinde zerlegen kann, ist das eine erfrischend angenehme Abwechslung für die Shooter gepeinigte Seele. Auch der normale Mehrspielermodus spielt sich angenehm flüssig und abwechslungsreich. Durch die Skillbäume und die somit verschiedenen Fähigkeiten ergeben sich spannende Luftkämpfe, Mann gegen Mann, Maschine gegen Maschine. Die Freude einem Gegner nochmal knapp mit einem schönen Manöver entkommen zu sein ist fast so schön wie die, einen Gegner schön aus dem Himmel zu pflücken. Aber eben nur fast. Durch die verschiedenen, freischaltbaren Fähigkeiten ist die Motivation gross, noch schnell eine Runde zu machen um noch ein bisschen Erfahrung zu sammeln. Nur noch schnell ein Level dann gibt es doch endlich das neue Flugzeug. Alleine durch diese abwechslungsreichen Mehrspielermodi ist HAWX 2 bestimmt eine Empfehlung für alle die, die gerne Action mögen, aber mit den ganzen Call of Dutys, Halos oder Gears of Wars nichts anfangen können, sich aber dennoch gerne online mit anderen messen.

Von weitem hui, von nahem pfui

Viel gerühmt wurde im Zusammenhang von HAWX 2 die Geo-Eye Technik, womit echte Satellitenbilder im Spiel verwendet wurden, um Schauplätze darzustellen. In einem im Spiel vorhandenen Bonusmenu lassen sich etliche Geo-Eye Bilder aus der ganzen Welt begutachten, von der Skyline Shanghais bis zu den Strassenschluchten von New York. Das ist wirklich schön gemacht, zudem gibt es für Interessierte etliche Daten zu den Satelliten die, die Bilder aufgenommen haben. Im Spiel wirkt das ganze von hoch oben doch ganz ordentlich, fliegt man jedoch näher heran offenbaren sich matschige, grobe und unschöne Texturen. Auch Gebäude wirken irgendwie völlig deplatziert. Im Allgemeinen ergibt sich der Eindruck, dass sich im technischen Bereich gegenüber dem Vorgänger fast nichts getan hat. Wer den ersten Teil kennt, wird merken das es eigentlich noch genau gleich aussieht und sich auch so anfühlt. Da wäre in den letzten 12 Monaten doch einiges mehr drin gewesen. Nichts desto trotz sehen die Flugzeuge und die Explosionen doch ganz ordentlich aus und sorgen für Stimmung am Himmel. Sobald der Blick nach unten fällt, wird das ganze jedoch wieder sehr unschön. Auch die Musik weiss nicht wirklich zu überzeugen, denn sie kommt zu pathetisch und gekünstelt aus den Boxen. Irgendwie will einfach keine Stimmung aufkommen, der Soundtrack wirkt einfach leicht deplatziert oder übertrieben. Die deutsche Synchronisation ist gut, wenn auch in den Zwischensequenzen extrem asynchron. Diese sind, wie eingangs schon erwähnt, nicht mehr als nett und nur Beiwerk.

Verschenktes Potenzial

Schade, schade aus Tom Clancy’s HAWX 2 hätte doch so viel werden können. Der Vorgänger konnte sowohl vom Gameplay, als auch von der Technik überzeugen und startet somit eine erfolgreiche Franchise. Leider verschenkt HAWX 2 viel zu viel Potenzial. Technisch hat sich kaum etwas getan im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Gameplay ist immer noch extrem ähnlich, Neuerungen sind nur schwerlich zu finden. Die Missionen sind meist zäh und zu lang, Stimmung kommt dabei garantiert keine auf. Ausserdem ist die Story nicht interessant und gerät extrem in den Hintergrund. Nichts desto trotz kann das Spiel mit einem tollen Rangsystem und schicken Mehrspielermodi auftrumpfen. Wer gerne mit Bekannten in die Schlacht zieht, macht hier garantiert keinen Fehlkauf. Wer jedoch keine Flügelmänner hat und sich auch nicht gerne im Kampf mit anderen misst, wird wohl zu wenig Umfang bekommen. Die Story bietet Unterhaltung für ca. 8-10 Stunden, je nach Schwierigkeitsgrad. Durch die vielen Mängel bleibt HAWX 2 nicht viel mehr als Durchschnitt, wer jedoch auf das Genre steht oder gerne mit Freunden online spielt wird seine Freude daran finden.

Unser Fazit

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Pro

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Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Spielspaß
 
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

  • Wolf sagt:

    Das mit den Satelitenfotos erinnert mich an die Flugsimulationen in den Neunzigern, als es eine zeitlang sehr in war, Satellitenfotos zu verwenden aber mit dem gleichen ergebnis wie hier, von 30.000 Fuß aus schön anzusehen, aber down in the mud sahen sie schrecklich aus. Schon krass wie wenig manche entwickler aus der vergangenheit lernen. Zur Umfangfrage, gibt es denn einen Missionseditor? So einer erhöht die Lebensdauer des Spiels erheblich und ist in jeder guten Simulation enthalten.
    Nun dies ist keine Simulation und damit für mich uninteressant, überhaupt wundert man sich das sowas unter dem Tom Clancy label rauskommt, naja solange man nicht weiß das Ubisoft diese Marke gekauft hat und damit machen kann was sie wollen.

    Was mich bei dem untersten screenshot wundert ist erstmal die kurze feuerdistanz für die rakete, auf die distanz ist die Kanone angebracht. Und zweitens das sich eine Mig-25/31 auf einen Dogfight mit einer F-16 einlässt, die Mig-25 ist ein gefundenes Fressen für die F-16, da die Mig ein G-Limit von 5G hat und die F-16 eines von 9G. Ergo sie kann in praktisch jedem Geschwindigkeitsbereich enger kurven die mig ist nur schneller und hat weitreichendere Waffen.

  • Der Frosch sagt:

    Nein, ein Missionseditor sucht der Käufer leider vergeblich.

    Zum Hinweis mit dem letzten Screenshot. Das ist mir gar nicht so bewusst aufgefallen. Interessante Tatsache!

  • Wolf sagt:

    Naja einmal kriegt die rakete auf die Distanz wortwörtlich die Kurve nicht und außerdem ist der Zünder dann nicht scharf. Der wird erst in einem gewissen Sicherheitsabstand zum abfeuernden Flugzeug scharf gestellt. Ansonsten könnte sich der Pilot ja aus versehen selbst in die luft jagen. Die AIM-9 hat eine Spreng/Splitter-Gefechtskopf, daher wäre das sehr ungesund.
    Die Mig-25 war als Abfangjäger gegen die XB-70 Valkyrie gedacht, sie war also nie für den Kampf Jäger gegen Jäger gedacht sondern sollte MACH-3 Bomber abfangen. Sie musste also schnell sein.

    Noch viel heftiger an der Mig-29 hängen AIM-9 Sidewinder, die Mig-29 benutzt die R-73 auch bekannt asl AA-9 Archer. Ich wüsste nicht das sie für Sidewinder ausgerüstet ist.

    Das mit dem Fehlenden ME ist schade, denn damit fehlt ein Gutteil Langzeitmotivation.

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