HELL YEAH! Der Zorn des toten Karnickels - Review / Test - insidegames

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HELL YEAH! Der Zorn des toten Karnickels – Review / Test

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Veröffentlicht 25. Oktober 2012 | 19:20 Uhr von Sandra

Hell Yeah - Breit

Habt ihr euch schon mal gefragt, was in der Hölle so alles abgeht? Was wäre wenn Satans Sohn einfach nur die Reste eines Sonntagsbratens sind? Also ein skelettiertes Karnickel mit Hut, bewaffnet bis ans die Zähne, einer extrem vorlauten Schnauze und einer unbändigen Liebe zu seinem kleinen, gelben Quitscheentchen? Bleibt die Frage, ob das Entchen selbst, die Liebe von Ash, besagtem Karnickel oder alles zusammen schuld daran sind, dass sich die höllische Yellow Press sprichwörtlich’nen Arsch ablacht, da es einem Paparazzi gelungen ist, Ash bei innigem Liebesspiel mit der Gummiente in heißen Gewässern erwischt zu haben. In der Hölle ist der Teufel los, Ash stinksauer und alle sollen dafür bluten, dass sie über den Satansprinzen lachen …

 

Verdammte Presse!
Als bereits höllisch staatlich anerkannter und vorbestimmter Satansthronanwärter ist das Karnickel Ash, welches gerne nackig, sprich skelettiert, durch die Gegend rennt und Böses im Sinn hat, nur noch ein Schatten seiner selbst. Boshafter Respekt, teuflische Würde, höllische Ehrfurcht – nichts wird Ash mehr entgegengebracht, seit sein Bild beim Bad mit seinem heißgeleibten Quitscheentchen durch alle Pressekanäle ging. Klar, dass die Monster und die Bewohner tief im Süden den Höllensohn nicht mehr für voll nehmen können. Grund genug also für Ash aufzuräumen und den aufmüpfigen Kreaturen, Spinnern und Monstern zu zeigen, wer den in der Hölle das Sagen hat.

HELL YEAH! Der Zorn des toten Karnickels-07 Anfänglich ist das Monster finden, zerquetschen, zerfetzen, ausbluten lassen, zu Asche verarbeiten, zu durchsieben und dergleichen mehr recht einfach. Ash ist versiert im Umgang mit Waffen jeglicher Art, egal ob eine Gatling-Gun, Raketenwerfer, Shotgun oder Pistolen. Auch ist die höllische Gestaltung soweit recht einfach ausgefallen, da ihr euch in bester 2D-Sidscrolling Jump’n Run Manier durch verschieden thematisierte Level pflügen müsst. Dabei geht es von rechts nach links, von links nach rechts, hoch, runter, quer-diagonal und zurück. Sind die Bereiche anfänglich noch überschaubau, erweisen sich spätere Level als trickreich und ihr müsst auf die erlernbaren Fähigkeiten von Ash zurückgreifen. Somit gilt, dass diese natürlich aufgebaut werden müssen. Dazu gehören u.a. die erweiterte Lebensenergie aber auch die Waffen sowie diverse andere nützliche sowie weniger nützliche Optionen, wie z.B. verschiedene Outfits, die sauber lustig ausschauen, selten aber einen wirklichen Zweck erfüllen. Aber manche dieser optisch auffallenden Zierden braucht es an gewissen Stellen dann doch, damit sich eine neue Level-Türe öffnet oder man ein Zicken-Monster mit gezieltem Schuss durch das Tornetz in seine Einzelteile zerlegt.

Sterben macht in der Hölle doppelt Spaß!
Lasst auf euren langen Wegen nichts und niemanden am Leben: Egal ob den Blitze schleudernden Zeus, den verliebten Arsch auf zwei Beinen, den Fischroboter oder, oder, oder … im teuflischen Down Under kreucht und fleucht so viel Leben, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Um Ahs seinen inneren Frieden wieder herzustellen, müssen gesamt 100 Monster dran glauben – Kleinzeugs und Kollateralschaden nicht mit eingerechnet. Dabei sind die Sterbeoptionen für jedes Monster fast sowas wie individuell und oftmals an eure Reaktion oder Schnelligkeit gekoppelt. Einfache Todesarten wie das Monster banal zwischen zwei Riesendaumen zu zerquetschen erledigt sich mit simplen triggern der A-Taste (X-Taste, PS3). Anders dagegen fliegende Gegner, für die ihr zunächst einmal einen Scharfschützenstand finden müsst, und im Anschluss durch gekonntes Gitarrenspiel (getimtes drücken einer bestimmten Tastenabfolge) in den sicheren Tod spielt. Alternativen, wie die Monster in den endgültigen Tod befördert werden gibt es noch zahlreiche mehr und am Ende solltet ihr diese live und in Farbe erleben, denn nicht nur die Art und Weisen sind vielfältig, auch deren Inszenierung!

HELL YEAH! Der Zorn des toten Karnickels-04 Die Hölle ist quitschbunt – so viel ist schon mal sicher. Aber das bunte Treiben serviert dennoch, sozusagen teuflisch passend, viele Splatter-Einlagen. Nicht selten wird euer Bildschirm vollgespritzt mit den Resten der erledigten Monster. Da erscheint es schon fast harmlos, dass die nudistisch veranlagte Herz-Ass-Dame „nur“ zu einem Aschehäufchen verkommt. Ach so ja, besagte Nacktanhängerin lässt sich im Übrigen in einem verzwickten Höhlengeflecht finden, welches im direkten Vergleich mit anderen Abschnitten schon fast normal wirkt. Anders dagegen das begehbare Kasino und seine Spielautomaten und die Option sich via Bumper in höhere oder auch tiefere Ebenen zu bringen und ganz nebenbei kann dort der alte, griechische Göttervater besucht werden. Oder wie wäre es mit fast schon stoned wirkenden singenden Blumenkelchen, welche dem gesamt echt schon extrem psychedelisch angehauchten Level das i-Tüpfelchen aufsetzen?! Lebendig gewordenes Hare Krishna, inklusive passend hypnotischer Musik.

Eines muss und kann man den Entwicklern bescheinigen: Sie waren ohne jede Frage super kreativ, hatten total abgedrehte Ideen und haben diese konsequent von Anfang bis Ende umgesetzt und jedes Level, jeder Abschnitt, jedes Monster setzt nochmals einen drauf – sogar die Todesarten wiederholen sich nicht zu schnell und nicht zu oft, so dass auch hier immer wieder Abwechslung mit von der Partie ist. Dass das Ganze höllische Spektakel in gelungener, sehr abgedrehter Comic-Grafik gehalten ist, die besser nicht sein kann, setzt dem lustig-satanischen Treiben die Krone auf – und das im besten Sinn!

Verflucht, die Waffen sind weg!
HELL YEAH! Der Zorn des toten Karnickels-02 Interessant ist das wahnwitzige bunte Geschehen auch nicht nur die totale „Gaga-Optik“, sondern auch durch das Spielgeschehen an sich. Klar, es wiederholt sich an vielen Stellen und am Ende geht es darum in den immer größer werdenden Gebieten alle 100 Monster zu finden. Aber jedes Monster hat seinen ganz eigenen Look und seine eigene Art, wie es erledigt werden will. Manche hauchen ihr virtuelles Leben aus, in dem sie beschossen werden und dann via darauffolgenden Minispielchen den kompletten Rest verpasst bekommen, andere wiederum wollen unter die scharf-gezackten Räder kommen (eine Ausrüstung von Ash) und dann per Minispiel final abgeschossen werden oder aber ihr müsst mit Ash ganz und gar auf Waffen verzichten. Oh Gott, nein – wieso das! Tja, das hat sich Ash selbst eingebrockt, hat er für bestimmte Bereiche in der Hölle angeordnet, dass dort keine Waffen getragen werden dürfen. Guter Rat ist also teuer – oder vielleicht doch nicht?! Versuch macht klug und wie war das nochmal: Ein gelb-schwarzes Teil mit Klauen, Metalbeißern und Elektrostachel, das entfernt an sowas wie eine Biene erinnert die könnte ja vielleicht trotz Mutation auf frischen Nektar abfahren und wenn man das Biest in Tretmienen lockt … könnte klappen, oder meint ihr nicht?! Gleiches gilt im Übrigen für den Weltraum oder die schöne Unterwasserwelt, die es beide auch im Radius des höllischen Breitengrades gibt. Auch dort lauern Monster und für Ash die Aufgabe, selbige ins Nirwana zu verfrachten. Im Übrigen gibt es bei all den vielen, vielen, vielen zum Teil sehr ausgefallenen Sprung- und Flug- sowie Lauf/Kampfeinlagen selten Stellen, die wirklich frustig sind. Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickel macht eigentlich so weit alles richtig, ist ausgewogen, die Balance stimmt, und selbst wenn man meint die Level wiederholen sich, bleibt der Wiederspielwert bzw. das Weiterspielen vordergründig, denn der Clou dabei ist: Jedes erledigte Monster öffnet Türen und manches Mal muss man einfach an einen Ort zurückkehren, um dann doch Neues zu finden.

Unser Fazit

81 %

Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels macht einen höllenspaß – im wahrsten Sinn des Wortes. Die Umgebungen sind abwechslungsreich, vielschichtig und bieten genau die richtige Mischung aus Herausforderung und spielerischem Erfolg. Der allgegenwärtige, sehr krude, abgedrehte und herrlich böse schwarze Humor ist sowas wie ein Sahnehäubchen in diesem bunten Treiben und beweist zudem, dass Gemeinheiten farbenfroh, skurril verpackt die richtige Zutat für langen Spielspaß sein können. Das die Dialoge, Hilfestellungen, Erklärungen und dergleichen mehr lediglich als scheinbar altbackene Textboxen daher kommen, sie dem Spiel verziehen. Darum geht es am Ende auch nicht, denn das Geschehen an sich ist selbsterklärend und die Lernkurve als auch die nutzbaren Optionen ergeben sich von allein. Der Witz und der Spielspaß liegen im Detail und die passende Optik säumt dies sauber ab, so dass selbst mal ärgerliche Stellen, an denen man einmal zu viel drauf geht, dann doch mit einem Schmunzeln abtun kann. Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels nimmt sich null ernst, bietet aber ernsthaft rund 25 Stunden gescheite Unterhaltung, bei der man – zumindest ging und geht es uns so – das Joypad so schnell nicht mehr aus der Hand legt, und sei es nur, weil man erfahren will, wie die nächste Monsterkreatur ausschaut und diese platt zu bekommen ist. Wer mit extremer Abgedrehtheit, viel schwarzem, gern auch bösen Humor als auch der Bereitschaft effektiv auf viele Arten lustig zu töten etwas anfangen kann, der ist mit dem Nudisten-Karnickel in der Hölle bestens aufgehoben!

Pro

  • gesamt ordentlicher Spielumfang
  • kreative Level- und Monster-Gestaltung
  • einfache Handhabe, gute Lernkurve
  • viel schwarzer Humor
  • abwechslungsreiche Tötungsarten (Mini-Spielchen)
  • Für Erfolgsjäger einfach zu erspielende 400 Gamerscore

Kontra

  • Checkpoints nicht immer sinnig platziert
  • Steuerung manches Mal ungenau
  • keine Sprachausgabe

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
87 %

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