History Legends of War - Test / Review - insidegames
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History Legends of War – Test / Review

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Veröffentlicht 26. Mai 2013 | 22:16 Uhr von Fabrice

History Legends of War - Logo

Letztes Jahr hat XCOM: Enemy Unknown mit Bravour gezeigt das Strategiespiel auch auf der Konsole richtig gut funktionieren können. Es gab zwar schon davor ähnliche Genrevertreter doch erst das Reboot eines geliebten Klassikers aus dem Entwicklerstudio Firaxis konnte die Flamme so richtig entfachen.

Slitherine, ein in Grossbritannien ansässiges Studio, arbeit seit 202 im Bereich von Strategiespielen. Neben zahlreichen Videospielen sind sie auch verantwortlich für ein Tabletopspiel names Field of Glory. Ihr neustes, virtuelles, Spiel hört auf den Namen History: Legends of War Patton. Darum dreht es sich um den namensgebenden General der U.S. Army im 2. Weltkrieg. Taugt dieses Strategiespiel etwas oder sollte man doch lieber noch ein weiteres Mal XCOM durchspielen?

Gegen die Achsenmächte, auf auf

General George S. Patton ist für viele Amerikaner wohl ein Held. Der General der 3. US Army war zu einem nicht kleinen Teil verantwortlich für den positiven Kriegsverlauf für die amerikanischen bzw. allierten Streitkräfte in Frankreich. Legends of War befasst sich mit dieser Kampagne und gibt einem Kontrolle über einen Trupp der 3. US Army im von Deutschland besetzten Frankreich. Viele der mehr als 20 Missionen der Kampagne basieren auf Gefechten die statt gefunden haben, dennoch verweisen die Entwickler darauf das man sich Freiheiten nahm um das Spiel spannender und interessanter zu gestalten.

Die 21 Missionen umfassende Kampagne bietet einen anständigen Mix aus verschiedenen Missionstypen. Mal müssen alle feindlichen Einheiten ausgelöscht, mal eine verbündete Einheit beschützt oder ein Allierter aus feindlichem Gebiet extrahiert werden. Obwohl die Struktur auf den ersten Blick abwechslungsreich erscheint, ähneln sie sich von einem spielerischen Anspruch dennoch zu sehr. Egal wie die Mission aussieht, gemacht wird immer das gleiche.

Aus einer frei drehbaren Sicht von oben steuert man seine Einheite durch sich viel zu ähnliche Karten. Leider ist die Steuerung nicht wirklich gut gelungen. Die Funktionen an und für sich sind sinnvoll für einen Controller ausgelegt. Man kann die Kamera um 360 Grad drehen, zoomen und das Schlachtfeld direkt von oben oder leicht seitlich ansehen. Will man dann seine Truppen jedoch in den Kampf schicken, wird das ganze einfach zu frickelig. Glücklicherweise ist das Spiel zum grössten Teil rundenbasiert, weshalb man sich Zeit lassen kann mit seinen Truppenbewegungen. Stolpert man jedoch in den Schussbereich eines Gegners, wird es sehr schnell sehr hektisch. Dann beginnt nämlich ein in Echtzeit ausgeführter Kampf. Man muss schnell sein und einen Feuerbefehl geben, sonst kommt einem der Gegner zuvor und die eigenen Einheiten liegen im Dreck. Es ist ein merkwürdiges Konzept, wäre aber nicht so schlecht wenn die Steuerung einen Tick besser und genauer wäre.

History Legends of War

 

Der General neben dem Schlachtfeld

Vor jeder Mission stellt man sich ein Squad aus bis zu acht Einheiten zusammen. Infanterie, Panzer und Flugzeuge stehen im Verlauf der Kampagne zur Auswahl. Je nach Typ der Mission, kann man mehr oder weniger Einheiten mitnehmen. Jede Einheit verfügt über unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten. Alles basiert auf dem guten alten Schere-Stein-Papier Prinzip. Ein Infanterist mit Bazooka ist effektiv gegen feindliche Panzer und kann sich durch jegliches Gelände bewegen, Anti-Infanterie Panzer nehmen logischerweise feindliche Bodentruppen im Nu auseinander. Es ist wichtig zu versuchen seine Einheiten in den Missionen nicht sterben zu lassen. Sie erhalten nämlich Erfahrungspunkte und Auszeichnungen wodurch sie im Spielverlauf zu immer verlässlicheren Einheiten werden. Leider ist durch das relativ simple Vor- und Nachteile System des Spiels schnell eine kaum überwindbare Truppe zusammen gestellt, wobei viele Einheitentypen im Allgemeinen komplett unnütz sind. Es gibt zwar einige interessante strategische Möglichkeiten, wie die Kombination aus Ranger (hohe Weitsicht) und Scharfschütze (hohe Angriffsreichweite), doch solche Überlegungen sind nicht wichtig für den Erfolg in der Kampagne.

Neben den Einheiten an sich, verfügt auch Patton selbst über Fähigkeiten die man verbessern kann. Grössere Angriffskraft, die Möglichkeit pro Zug mehrfach zu feuern oder mehr Erfahrungspunkte für seine Einheiten zu erhalten. Diese Skills geben dem Spiel noch ein wenig mehr der benötigten strategischen Tiefe. Die Möglichkeit die eigenen Einheiten sowie den grossen General selbst zu verbessern gehören zu den grossen Pluspunkten von Legends of War.

Historisch akkurat aber grafisch missglückt

Das Spiel bietet einen netten zwei Spieler Modus für den lokalen Kampf gegen einen anderen Spieler. Kampagnenmissionen können zu zweit gespielt werden, wobei jeder Spieler die Kontrolle über eine der beiden Seiten übernimmt was ein witziges Konzept ist.

Für Fans der Geschichte des 2. Weltkriegs wird die genaue Darstellung von Operationen, Schlachtfeldern oder Einheiten bestimmt ein grosser Pluspunkt sein. Leider ist die genaue Darstellung nicht direkt wörtlich zu nehmen, denn die grafische Darstellung ist nicht wirklich gelungen. Alles sieht matschig aus je näher man an das Geschehen heranzoomt, Explosionen wirken nicht kräftig genug und die Soundkulisse ist auch nicht das Wahre. Ausserdem sind die Bewegungen von Feindeinheiten eigentlich immer genau gleich. Wird man in einer Mission beispielsweise von einem Panzer überrascht, erscheint dieser immer an der genau gleichen Stelle. Dadurch werden erneute Durchgänge, selbst auf einem der höheren der fünf Schwierigkeitsgrade, unbalanciert und nicht wenig spannend.

Unser Fazit

50 %

Das Angebot an Strategiespielen auf Konsolen ist leider ziemlich mager. Da kommt History Legends of War gerade recht. Es hat viele Makel die genretypisch sind für Konsolen. Dennoch ist es für Fans von rundenbasierten Strategietiteln sicher ein Blick wert. Es ist umfangreich und bietet ein gewisses Mass an strategischen Möglichkeiten.

Pro

  • + Akkurate Darstellung von Ereignissen
  • + Umfangreiche Kampagne
  • + Gutes Levelsystem für Einheiten
  • + Witziger Mehrspielermodus
  • + Akzeptabel funktionierendes Strategiespiel für Konsolen

Kontra

  • - Steuerung zu ungenau
  • - Missionsaufbau immer relativ ähnlich
  • - Grafisch ziemlich unterdurchschnittlich
  • - Einige Einheiten komplett unnütz
  • - Zu wenige strategische Möglichkeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
49 %
Sound
 
56 %
Steuerung
 
39 %
Gameplay
 
61 %
Multiplayer
 
65 %
Spielspaß
 
54 %

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Kommentare

  • Marcel sagt:

    Ich hab es mir überraschend ausgeliehen und finde die Idee richtig erfrischend. Sagt mir richtig gut zu. Zum Glück sind ist der Schwierigkeitsgrad nicht so dermassen übertrieben wie in den Japano-Dingern.

    Mir macht das Spiel ordentlich Spass. Würde dem Titel wohl so eine 65% verpassen.

    Danke für die einfachen Erfolge und Trophäen @ Entwickler!

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