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Hole in the Wall – Review

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Veröffentlicht 28. August 2011 | 12:47 Uhr von Kevin

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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Hole in the Wall ist das zweite Xbox Live Arcade Game mit Kinect-Unterstützung,  jenes seit dem Release von Kinect erscheint. Erfunden wurde die Show 2006, wie sollte es anders sein, von den Japanern. 2008 erblickte diese Show zum ersten Mal auch das Licht der Welt in den USA, und Ende 2009, unter dem Namen „Ab durch die Wand“, auch im deutschsprachigen Raum. Nun, im Jahr 2011, feiert die Show ihr Comeback auf der Xbox bei der alle Fans, die die Show schon damals gern schauten, endlich selbst Teil dieser sein können. Hier erfahrt ihr was wir von diesem Titel halten.

Perfekt für Kinect?

Der Sinn hinter diesem Spiel ist sehr leicht erklärt: Der Spieler steht auf einer Plattform mit einer immer näher kommenden Wand und einem Becken voller Wasser hinter ihm. Wenn das Spiel startet wird die Wand anfangen sich dem Spieler zu nähern… soweit, dass sie ihn eventuell in das Becken voller Wasser stößt. Aber natürlich ist da noch das Loch in der Wand! Das Loch kann jede Form haben, groß oder klein, leicht zu durchqueren oder eben nicht leicht zu durchqueren. Es ist dem Spieler überlassen sich so zu positionieren, dass er durch das Loch passt und im Endeffekt nicht ins Wasser gestoßen wird. Es ist ein wirklich sehr einfaches Konzept, das Spaß macht anzuschauen, und nicht zuletzt wegen den komischen Sprüngen und Posen die die Spieler hinnehmen um durch das Loch zu passen. Hole in the Wall ist ein Titel jener sich vom Gedanken her perfekt mit Kinect verträgt. Das Spiel ist definitiv etwas, dass ihr nicht mit einem normalen Xbox Controller, einer Wiimote oder der Playstation Move spielen könnt. Kinect ist einfach das einzige Gerät mit dem ihr dieses Spiel bestreiten könnt, da nur die Kinect-Kamera die genauen Umrandungen des Spielers erfassen kann.

 

Fast wie die Show selber

Hole in the Wall für Kinect versucht das Gefühl der Show so gut wie möglich auf die Xbox zu kopieren. Die „Bühne“ sieht gleich aus, der Kommentar ist sehr identisch, jubelndes Publikum ist zu hören und euer Avatar wird in den nahezu selben hautengen Anzug gezwängt. Wenn es dann soweit kommt, dass man „in das Loch passen“ muss, wird das Ganze schon schwieriger. In der Original-Show muss der Spieler durch das Loch passen sobald er kurz vor dem Zusammenstoß mit der Wand steht. Im Spiel müsst ihr versuchen die Form des Lochs, sobald es erscheint, über eine kurze Periode lang zu halten. Wenn man die Form annimmt fängt ein Timer an zu zählen. Ist der Timer gefüllt, ist auch diese Wand geschafft. Der Timer füllt sich wenn der Spieler die Form so genau wie möglich annimmt, mal schneller oder eben langsamer. Schafft ihr es einen perfekten Treffer zu sammeln, ist die aktuelle Runde auch schon fast geschafft.

Das Spiel kann von zwei Spielern gleichzeitig gespielt werden und insgesamt von vier, im 2 gegen 2 Modus. Spielt ihr im Team so müssen beide Spieler die Form des Lochs ausfüllen um den Timer nach oben zu treiben. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt die Runde.

Was geht ab?

Hauptsächlich wurde Hole in the Wall als Partyspiel konzipiert. Bei vier Mitstreitern steigert der Spass umso mehr. Dieser geht aber ein wenig verloren, wenn ihr bedenkt, dass während zwei Spieler sich zum Affen machen die anderen sich komplett aus dem Sichtfeld von Kinect zurückziehen müssen. Ansonsten kann das Ganze sehr schnell frustrierend werden. Konfus wird es dann, wenn die Teams gewechselt werden. So kann es durchaus sein, dass Spieler 1 auf einmal Spieler 2 oder 3 ist und das Spiel so unspielbar wird, oder zumindest total öde für die Spieler die grad nicht aktiv sind, da sie am besten den Raum verlassen müssen damit beim spielenden Team alles glatt geht.

Passt man oder passt man nicht?

Nun kommen wir zur Genauigkeit des Kinect-Sensors, der in vielen Spielen schon perfekt funktionierte. Auch in diesem Spiel erkennt Kinect die Spieler und kann demnach auch sehr gut die Silhouette dieser auf den Fernseher projizieren. Sehr störend hingegen ist es wenn ein Spieler seinen Körper genau in die Umrandungen des Lochs bringt und Kinect es trotzdem nicht anerkennt. Der Spieler muss so Punktverluste oder gar das Ende der Runde hinnehmen, andererseits kam es auch vor, dass ich mich weit weg vom Loch befand und eine Perfekt-Wertung bekam. Es kommt mir vor als wäre es einfach Zufall ob die Spieler es schaffen oder nicht! Das beschränkt den Spielspaß stark und macht es manchmal unmöglich eine Stage überhaupt abzuschließen.

Heil… WAS!?

Der „Show“ Modus des Spiels nimmt euch mit auf eine große Reise um die ganze Welt in vielen verschiedenen Leveln. Ihr startet in Europa und wenn ihr das geschafft habt schaltet ihr mehr Länder und Kontinente frei. Das ist garnichtmal so schlecht, denn es ist für diesen Modus eine akzeptable Zahl an Inhalt. Es gibt auch einen Überlebensmodus bei dem ihr durch unendlich viele Wände gehen könnt. Allerdings schafft der Spieler dort nicht viele Stufen durch die oben aufgezählten Probleme. Die Bühne sieht, je nachdem wo ihr euch befindet, ein wenig anders aus. Was mich allerdings total aus den Schienen geworfen hat: Im Show-Modus im Europa Level gibt es eine Wand bei der ihr dazu gezwungen werdet den Nazi-Gruß auszuführen. Um davon wieder wegzukommen ist nebenbei gesagt: Die Grafik ist nicht sehr schön anzusehen.

Unser Fazit

30 %

Da ist es also. Hole in the Wall. Das Spiel macht seinen Job im imitieren der originalen Show fast schon gut. Vom Inhalt her kann es sich sehen lassen, allerdings funktioniert die Technik rund um Kinect so gut wie gar nicht und das schränkt den Spielspaß gehörig ein. Wenn die Kinect-Erkennung besser funktioniert hätte, dann wäre das Spiel vielleicht sogar empfehlenswert gewesen. Ich persönlich hoffe darauf, dass der Entwickler die Negativ-Punkte selbst sieht und einen Patch veröffentlichen wird, der den Spielspaß ansteigen lässt. Ansonsten sehe ich hier schwarz. Potential ist enthalten, aber zu derzeitigem Stand ist das Spiel für 800 Microsoft Points auf keinen Fall zu empfehlen.

Pro

  • gutes Spielprinzip
  • Avatare sind in Action

Kontra

  • ungenaue Steuerung
  • schlechte Grafik
  • schlechter Multiplayer

Unsere Bewertung

Grafik
 
30 %
Sound
 
40 %
Steuerung
 
20 %
Gameplay
 
30 %
Multiplayer
 
40 %
Spielspaß
 
10 %

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