Hunted - Die Schmiede der Finsternis im Test - insidegames
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Hunted – Die Schmiede der Finsternis im Test

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Veröffentlicht 21. Juni 2011 | 12:20 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

huntedtitel

Videospiele setzten bei der Wahl der Spielfigur meist auf den ein oder anderen Helden bzw. Anti-Helden Typ. Sie kämpfen für das Wohl der Welt und die Sicherheit der Mitmenschen. Selbstlos kämpfen sie für das Gute ohne Rücksicht auf sich selbst. Wir wissen aber alle dass dies nur idealisierte Figuren sind, denn die menschlichen Beweggründe sind oft komplett anders. Geld und Macht sind nämlich Dinge die einen viel eher zu einer gefährlichen Reise veranlassen.

Im kooperativen Action-Adventure Hunted – Schmiede der Finsternis übernimmt man die Kontrolle über das Söldnerduo Caddoc und E’lara. Caddoc ist ein erfahrener, menschlicher Krieger der seine Gegner bevorzugt im Nahkampf auseinander nimmt. E’lara stammt aus dem aussterbenden Volk der Elfen und ist eine meisterhafte Jägerin mit Pfeil und Bogen. Schon seit einiger Zeit sind die beiden Söldner gemeinsam unterwegs und bieten ihre „Talente“ dem Höchstbietenden an. Doch die nächste Chance auf das grosse Gold entpuppt sich als grösseres Abenteuer als angenommen…

Und das sollen Helden sein?

Der grobschlächtige, glatzköpfige Caddoc und die vollbusige E’lara sind eigentlich ein ziemlich ungewöhnliches Paar. Doch so ungewöhnlich sie sind, so erfolgreich sind sie auch. Gemeinsam haben sie viele Abenteuer gemeistert und schon viel Gold verdient. Wie es mit dem lieben Geld eben ist, irgendwann ist es aufgebraucht und Nachschub muss her. Ihre Reise in Hunted – Schmiede der Finsternis führt sie in alte Ruinen wo sie das grosse Gold vermuten. Statt Reichtum finden sie aber den mächtigen Totenstein und treffen auf Seraphin. Seraphin, eine geisterhafte Erscheinung, schickt die beiden Söldner auf ihr bisher grösstes Abenteuer gegen die mächtigsten Feinde auf die sie je getroffen sind. Um diese Prüfungen bestehen zu können, werden sie durch den Totenstein mit vernichtenden magischen Fähigkeiten ausgestattet. Sind E’lara und Caddoc anfangs nur auf einer simplen Rettungsmission, so merken sie schnell das ihnen noch viel mehr bevorsteht.

Die Geschichte von Hunted fängt eigentlich ganz gut an. Obwohl man nicht genau Bescheid weiss worum es geht, schaffen es vor Allem die sympathischen Hauptfiguren einen zu überzeugen und zu unterhalten. Leider ist die Story aber gerade im Mittelteil gar nicht mehr so überzeugend. Es geht nicht wirklich vorwärts und das Spiel zieht sich dadurch unnötig in die Länge. Im letzten Kapitel geht es dann aber schon fast wieder zu schnell, so viele Geheimnisse werden aufgeklärt. Es gibt jedoch einen entscheidenden Faktor der die Story von Hunted vor der drohenden Bedeutungslosigkeit rettet und das sind die beiden einnehmenden Hauptfiguren. Caddoc und E’lara sind eben keine Helden in glänzenden Rüstungen die keine Ängste und Schwächen kennen. Caddoc fürchtet nichts mehr als Insekten. E’lara hingegen hat panische Höhenangst. Durch ihre jahrelange Söldnererfahrung, ihre Ängste und das Vertrauen das sie ineinander setzten, ergibt sich eine spannende Partnerdynamik. Es gibt keine aufgesetzten Flirtereien, viel mehr ziehen sich die beiden gegenseitig auf und lassen gerne derbe Sprüche fallen. Caddoc macht sich z.B. gerne drüber lustig das E’lara ziemlich nuttig angezogen ist und sie dadurch nicht wirklich gut geschützt ist, was nicht nur der Wahrheit entspricht sondern wohl auch vielen männlichen Spielern selbst aufgefallen ist.

Was darf es denn sein? Lieber Nah- oder Fernkampf?

In Hunted ist man hauptsächlich damit beschäftigt Kämpfe gegen allerlei Monstergezücht auszutragen. Beiden Figuren stehen dazu Nah- und Fernkampfwaffen sowie einige Zauber zur Verfügung. Wirklich effektiv kämpfen können beide Figuren jedoch nur auf ihrem Spezialgebiet. Caddocs Armbrust ist nämlich nicht wirklich effektiv, sie richtet kaum Schaden an und hat eine lange Nachladezeit. Im Gegensatz dazu kann E’lara im Nahkampf die Gegner nicht wirklich bekämpfen. Ihr Kurzschwert vermag es kaum die Monster ernsthaft zu verletzten. Somit sind die Rollen in den Kämpfen klar verteilt und sollten auch so angegangen werden. E’lara geht im Nahkampf unter, weshalb sie sich eher im Hintergrund halten sollte um Unterstützung zu geben. Die Kämpfe selbst gestalten sich actionreich und unterhaltsam. Leider ist das Kampfsystem nicht allzu ausgereift. Gerade im Nahkampf fühlen sich die Kämpfe nicht allzu sauber und elegant an. Die Angriffsmanöver wirken abgehackt und nicht flüssig an. Auch die Präsentation der Kämpfe ist nicht vollends gelungen. Man betritt ein neues Gebiet, Feinde kommen angerannt und sobald sie erledigt sind, kann man ins nächste Areal weiter ziehen. Die teilweise repetitiven Kämpfe werden immer wieder durch Passagen aufgelockert an denen man sich hinter ein Geschütz oder Katapult begibt. Dort erledigt man dann noch viel mehr heranstürmende Gegner. Diese Sequenzen sind nicht wirklich ausgefallen, lockern den Spielverlauf aber immer wieder auf.

Neben den Kämpfen müssen zwischendurch ein paar Rätsel gelöst werden. Diese sind jedoch nicht wirklich anspruchsvoll. Caddoc hat die Fähigkeit Säulen oder instabile Wände mit reiner Manneskraft umzustossen. E’lara hingegen kann ihre Pfeile in Brand setzten umso Kohlepfannen zu entzünden oder Dinge in Brand zu setzten. Auch wenn die Rätsel nicht allzu anspruchsvoll sind, vermögen sie trotzdem das Spiel aufzulockern. Leider gibt es die Rätsel eigentlich nur in der ersten Spielhälfte zu finden, in der zweiten Hälfte fallen sie fast komplett weg was doch ziemlich Schade ist. Auch das Rollenspiel artige System mit dem man seine Zauberkräfte verbessern kann ist wenig ausgereift. Im Spielverlauf lassen sich Kristalle in versteckten Räumen und von besiegten Gegnern finden. Mit diesen Kristallen lassen sich neue Zauber freischalten oder schon vorhandene verbessern. Wer jedoch fleissig Kristalle sammelt, hat alle Fähigkeiten relativ schnell auf die maximale Stufe verbessert. Und obwohl das Spiel stark auf das kooperative Spielerlebnis setzt, wird das Coop-Feature kaum genutzt. Nur in wenigen speziellen Szenen müssen die beiden Spieler effektiv zusammenarbeiten. Ansonsten kämpft man halt Seite an Seite, was die Kämpfe zwar unterhaltsamer macht aber dennoch sticht der Titel dadurch nicht aus der Masse der Coop Action-Adventures heraus. Gespielt werden kann sowohl online als auch offline. Die Aufteilung des geteilten Bildschirms ist jedoch nicht wirklich gelungen, da etwa ein Drittel des Bildschirms von schwarzen Balken und dem HUD verdeckt wird. Gerade online macht der Mehrspielermodus viel mehr Spass als der Einzelspielermodus. Die KI schlägt sich in den Kämpfen zwar ziemlich gut, bleibt jedoch gerne mal an kleinen Kanten hängen.

Jetzt gibt’s was auf die Ohren

Ein grosser Pluspunkt von Hunted ist die tolle deutsche Synchronisation welche auf einige bekannte Synchronsprecher zurückgreift. Gerade Caddoc und E’lara kommen nicht nur wegen ihrem tollen Charakter sympathisch rüber, sondern auch wegen der gelungenen Vertonung. Schade passt die Sprachausgabe überhaupt nicht zu den Lippenbewegungen der Figuren im Spiel. Es ist absolut asynchron und teilweise fehlen sogar ganze Sätze der Sprachausgabe. Fast so ausgezeichnet gelungen ist die musikalische Untermalung. Epische, teilweise ruhige, teilweise aufpeitschende Orchesterstücke verleihen grossen Schlachten oder entspannenden Passagen die bestpassendste Musik. Grafisch vermag das Spiel nicht ganz zu überzeugen. Abgesehen von den beiden Hauptfiguren sind ins Besondere die Personen eher von der hässlichen Natur. Ihre Animationen wirken steif und ungelenk, die Gesichter wirken wenig realistisch und die Proportionen stimmen auch nicht immer ganz. Und obwohl die Umgebungen schön gestaltet sind, ist die Farbwahl nicht wirklich passend. Die vorherrschenden Farbtöne sind grün, grau und braun. So läuft man hauptsächlich durch dunkle Kerker oder Höhlen. In den wenigen Momenten in denen man im hellen Tageslicht unterwegs ist, zeigt sich das mehr möglich gewesen wäre. Die Effekte der Zauber und Explosionen können da schon eher überzeugen. Auch die Splattereffekte wirken nicht übertrieben und passen zum düsteren Schema von Hunted – Die Schmiede der Finsternis. Nervig ist das öfter einmal Gegenstände die von Monstern hinterlassen werden einfach so im Boden versinken, wodurch man sie nicht mehr aufheben kann.

Unser Fazit

75 %

Schade besteht Hunted – Die Schmiede der Finsternis hauptsächlich aus repetitiven Kämpfen. Die Action an sich ist nicht schlecht. Sie kommt jedoch so oft vor, dass man ihr einige Mängel ansieht. Die Nahkämpfe wirken nicht allzu flüssig und eher abgehackt. Die Möglichkeit Fähigkeiten zu verbessern ist eher mager ausgefallen und die kooperativen Möglichkeiten sind ziemlich beschränkt. Dennoch macht es zusammen mit einem menschlichen Partner ziemlich viel Spass, was grösstenteils an den genialen Figuren liegt.

Pro

  • Viel Action
  • Gelungene Sprachausgabe
  • Tolle musikalische Untermalung
  • Extrem sympathische Hauptfiguren
  • On- und Offline Coop-Modus

Kontra

  • Undynamische Kämpfe
  • Sprachausgabe passt nicht zu Lippenbewegungen
  • Technisch eher durchschnittlich
  • Braun, grau und grün dominieren die Farbgebung
  • Unmotivierendes Rollenspielsystem
  • Unausgereiftes Coop-Feature
  • Zu wenige fordernde Rätsel

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
75 %

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Kommentare

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