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Hyper Void – Xbox One Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 9. Februar 2016 | 17:28 Uhr von Alexander Winkel

Hyper-Void-Screen

Hyper Void ist ein gefeierter Indie-Titel der seinen Weg nun auch die Xbox One fand. Treibende elektronische Beats und vor allem knallige Neonfarben zeichnen den Weltraumshooter zumindest optisch und akustisch auf dem ersten Blick aus. Kann dieser erste Eindruck auch spielerischen Tiefgang liefern und genügend Stoff, um ums lange genug vor der Konsole zu fesseln? Das wollen wir in diesem Test heraus finden!

Der von IN|Framez Technology Corp. Entwickelte Weltraum-Shooter Hyper Void, seit Januar für CHF 9,00 bzw. 9,99 Euro auf dem Xbox Live Marktplatz erhältlich, ist wie bereits angesprochen vor allem audio-visuell ein durchaus gelungenes Erlebnis. Ihr bewegt einen kleinen Raumgleiter auf einem vorgegebenen Raster durch die Galaxis und pulverisiert alles, was der Kanone entgegen kommt. Die Bewegungen festgezurrt auf einer Art Röhre als auch die Schüsse offenbaren das Gitternetz in grellen Farben, sie kunstvoll mit dem akustischen Beat verwoben sind. Die elektronischen, trancigen Hymnen werden um die Ohren geschmettert. Der Beat liefert einen passenden Rhythmus für die Ballerei und alles wirkt letztendlich wie aus einem Guss. Taucht das Raumschiff dann auch noch in ein Wurmloch ein, wird Raum und Zeit gekonnt verzerrt – ein grandioser grafischer Effekt, der gar das ganze HUD mit sich nimmt und sich sehen lässt.

hyper-void-screenshot-01

In aller erster Linie werden die Bordkanonen auf alles abgefeuert, was aus der Ferne entgegen kommt. Dies können verschiedenartige Gegner sein, die anfänglich harmlos, alsbald aber auch mit eigener Feuerkraft recht gefährlich daher kommen, aber auch Asteroiden, deren Kollision es zu vermeiden gilt. Grundzüge, die man auch aus dem Klassiker Space Invaders schon kennt. Wenn die Kanonen nicht ausreichen, weicht man per Tastendruck auch mal schnell zur Seite hin aus, um den Angriffen der Gegner in letzter Sekunde aus dem Weg zu gehen. Die Entwickler haben die Argumentationsverstärker des Raumgleiters auf drei unterschiedliche Schüsse verteilt. Ein knalliger Laser, der bis weit in das All hinein feuert, und zwei Einzelschüsse die mal kräftiger, aber dafür mit weniger Feuerrate daher kommen, oder eben schnell und schwach. Der Clou des gesamten Waffensystemen ist, dass diese allesamt miteinander gekoppelt sind. Überhitzt auch nur eine Kanone, so sind auch die anderen Systeme vorerst nur noch eingeschränkt nutzbar. Dadurch soll verhindert werden, dass man mit Dauerfeuer durch die knapp 30 Level jagt und alles kurz und klein schlägt. Dadurch wird es durchaus gerne mal brenzlig und hin und wieder sollte man daher auch taktieren. Immer wieder auftauchende Power-Ups sorgen aber für ein Aufatmen, wenn plötzlich ein Dauerfeuer den Segen bildet oder die Schildenergie voll aufgeladen ist.

hyper-void-screenshot-02

Dennoch springt der Funke bei Hyper Void einfach nicht über, es will einfach nicht zünden, trotz der farbenprächtigen Action auf dem Bildschirm. Die Musik ist durchaus passend aber bleibt nur kaum als Ohrwurm hängen. Die Effekte sind durchwegs richtig nett, aber das psychedelische Feuerwerk nutzt sich auch recht schnell ab und man hat sich satt gesehen. Spielerisch mangelt es trotz des Clous im Waffensystem am Tiefgang. Die Feinde wiederholen sich, auch wenn so mancher Bossgegner uns dann doch noch überrascht. Wirklich knackig ist Hyper Void aber nicht, auch dank häufiger Checkpoints auch keineswegs wirklich frustrierend. Für Veteranen ist das Punktesystem darüber hinaus nicht ausgefeilt genug. Es gibt kaum spezielle Methoden, um hier einen Vorteil gegenüber andere Spieler heraus zu holen – warum auch, bei fehlenden Highscorelisten. Etwas pfiffiger und optisch einen Tick überdrehter kommt der Hyper Mode daher. Dieser wird pro Level aber nur durch die Erfüllung einer gewissen Vorgabe freigeschaltet. Schneller ladende Waffensysteme, ein paar zusätzliche grafische Effekte und nur ein einziges Leben sorgen dafür, dass dieser Modus das eigentliche Highlight von Hyper Void ist. Schade, dass man sich dafür erst einmal durch den normalen Modus beißen muss.

hyper-void-screenshot-03

 

Unser Fazit

66 %

Das psychedelische Weltraum-Spektakel Hyper Void ist weder eine totale Niete, noch kann es wirklich überzeugen. Ein ganz grundsolides Werk würde so mancher sagen, mit einigen Ecken und Kanten sowie ohne wirkliche Höhepunkte zu bieten. Letzteres ist nicht ganz stimmig, denn der treibende Soundtrack ist gekonnt auf die optischen Reize abgestimmt und ergibt ein audio-visuell gelungenes Erlebnis. Nur spielerisch bietet uns Hyper Void einfach zu wenig, um uns auch wirklich länger bei Laune zu halten. Ein nettes Spiel für den kleinen Hunger zwischendurch, aber nichts was wirklich sättigt.

Pro

  • + Gelungene Mischung zwischen Sound und Optik
  • + Einsteigerfreundlich dank häufiger Checkpoints
  • + Ordentlicher Spielumfang
  • + Zusätzlicher Hyper Modus

Kontra

  • - Schwachbrüstiges Gameplay
  • - Fehlende Motivation für Rekordjäger
  • - Wird zu schnell langweilig …
  • - … da es zu generisch wirkt

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
65 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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