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Hyrule Warriors – Test / Review

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Veröffentlicht 17. September 2014 | 16:00 Uhr von Sandra

Letzte Änderung 19. September 2014

Hyrule-Warriors

Ein waschechtes Zelda, das fehlt Wii U-Spielern noch zu ihrem Glück. Gleichwohl mit Zelda: Wind Waker ein tolles Remake geglückt ist, ein frisches, neues Spiel mit Link, Impa, Zelda und Co. glänzt mit Abwesenheit. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben, denn frühestens 2015 kann mit einem komplett neuen Zelda-Abenteuer gerechnet werden. Wie also die Wartezeit überbrücken? Eine Frage, die sich auch Nintendo gestellt hat und die mit Hyrule Warriors als Antwort am kommenden Freitag, den 19. September 2014, europaweit in den Regalen der Händler zu finden sein wird. Kommt mit aufs Schlachtfeld und erfahrt, was sich dort so alles tut.

Nintendo feat. Tecmo Koei

Hyrule Warriors ist kein Zelda-Spiel im klassischen Sinn. Vielmehr ist es die Zelda-Welt nebst Figuren in eine Art Dynasty Warriors-Gewand. Eine Idee, die sich auf dem Papier erst einmal gut liest und einige Möglichkeiten verspricht, sind doch Tecmo Koei durchaus so was wie Experten, was das Genre strategische Massenschlachten anbelangt. Fordernd und motivierend sollte es zugehen und beim Spieler Spaß an der Sache als Ergebnis zu Tage fördern.

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Zelda Warriors light

Der Praxistest zeigt allerdings, dass dem nicht ganz Rechnung getragen wird. Im Speziellen wird es vor allem erst einmal Zelda-Fans leicht gemacht den Einstieg zu finden, denn auch akustisch ist die altbekannte und natürlich lieb gewonnene Soundkulisse mit an Board. Ob man sich anfänglich für den Link- oder den Warrior-Stil entscheidet, hat auf das Spiel selbst keinen Einfluss. Diese Option gibt lediglich Auskunft hinsichtlich der dann im Spiel anzuwendenden Tastenbelegung. In Ermangelung an Auswahl geht es gleich im Legenden Modus direkt in die erste Schlacht und es warten an Zelda angelehnte Umgebungen, in denen sich zahlreiche Gegner tummeln. Es gilt nicht nur diese niederzumetzeln, sondern auch durch Widersacher eingenommene Gebiete zurück zu erobern. Gegnerische Gebiete sind rot eingefärbt, blau sind die Territorien, die dem Spieler gehören bzw. zurück geholt wurden. Hinzu kommt noch, dass wichtige, von zunächst noch Gegnern besetzte Stellungen eingenommen und final der obligatorische Boss erreicht und natürlich platt gemacht werden müssen. Zwischendrin kann sich noch als Held bewiesen werden, da man Dorfbewohner vor dem sicheren Tod rettet, einen Eskortservice leistet oder das Basislager beschützt. Rätseleinlagen oder auch das Erforschen von Dungeons, für das Zelda-Spiele in der Regel stehen, sucht man jedoch vergeblich.

Beim Boss-Gegner angekommen, erweisen sich diese als – für Zelda Spiele wieder typisch – Giganten. Große Ungetüme, die scheinbar nicht zu besiegen sind. Wer jedoch die Schwachstelle des Riesen heraus findet, und das geht in der Regel recht schnell, ist das Monster fix über den virtuellen Jordan geschickt.

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Kloppe-Kloppe-Tasten-Drück

Während Dynasty Warriors, Samurai Warrior, Warriors Orochi Spiele oder auch Titel wie Ninety-Nine Nights einen gewissen Anspruch haben, da sie im Spielverlauf schwerer werden und beweisen, dass man am Ende nur mit einer guten Strategie als auch Taktik ans Ziel kommt, plätschert Hyrule Warriors eher belanglos dahin. In den Arealen kann man sich wenig bis gar nicht verlaufen und das Verskillen ist unmöglich. Hyrule Warriors nimmt es dem Spieler ab, in dem es direkte Vorgaben gibt, wo und welche Fähigkeiten, Waffen und Co. ausgerüstet werden sollen. Selbst bei der Figurenwahl sagt das Spiel, welcher Charakter, immerhin stehen neben Impa, Zelda oder Link auch Ganondorf spielbar zur Verfügung, der richtige für die anstehende Aufgabe ist. Damit bekommt Hyrule Warriors einen sehr linearen und vor allem wenig kreativen Touch verpasst. Auch was danach folgt, wandelt stets auf gleichen Pfaden: Es gibt eine einleitende Sequenz, dann folgt das Massenschnetzeln, hier und da unterbrochen von Ereignissen, und final steht der Boss-Gegner parat. Dass zwischendrin Rubine gesammelt werden können, ist in dem Fall einfach nur noch ganz nett. Rubine, immerhin was, können im Basar für neue Waffen und partiell kuriose, aber gern auch nützliche Items ausgegeben werden. Natürlich sollten die Rubine ab und an in den Charakteraufbau selbst investiert werden.

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So schön dies anmuten mag, so wenig hat es am Ende Einfluss auf das Spielgeschehen. Hyrule Warriors ist nüchtern betrachtet nichts weiter als ein bunter Button Masher, der zwar einen gewissen Umfang bietet, aber auf die Dauer eher eintönig ist. Sieht man einmal davon ab, dass sich vieles schlichtweg zu sehr wiederholt, fehlt es dem Titel an tiefergehender Strategie, an Taktik und an Optionsmöglichkeiten. Einfach Knöpfchen drücken, ab durch die Mitte und fertig ist die Laube. Motivation sieht irgendwie anders aus. Daran ändern auch die weiteren Spielmodi nichts. Zum einen steht der freie Modus zur Verfügung, in dem Spieler bereits gewonnene Schlachten dann effektiv mit Charakter nach Wahl spielen können. Die zweite Alternative ist der Abenteuer-Modus, dessen Auswahlkarte an die guten, alten 8-Bit-Zeiten erinnert, nur um dann im nächsten Moment die gleichen Areale zu präsentieren, die es schon im Legenden bzw. freien Modus zu sehen gibt. Der Abenteuer Modus unterscheidet sich immerhin von den beiden vorigen Modi, da es einige kleine und große Herausforderungen extra zu meistern gilt. Gut gefällt dabei immerhin, dass sich im Abenteuer Modus die Schwierigkeitsstufe durch andere Mitspieler in diesem Bereich steigern lässt. Erkennt das Spiel, dass weitere Spieler im Abenteuer Modus unterwegs sind, werden auch die Herausforderungen schwerer.

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Spiel eigene Erfolge

Eine durchaus nette Idee sind die In-Game Erfolge, die sogenannten Orden, die man verdienen kann, wenn man bestimmte Aufgaben zusätzlich erfolgreich erledigt. Dazu gehört beispielsweise, dass eine bestimmte Anzahl an Feinden besiegt werden muss, eine gewisse Menge Rubine und/oder Waffen gesammelt werden müssen oder ganz simple, dass es gilt eine vorgegebene Menge an Grasbüschen zu zerschneiden. Das hat zwar im Ganzen keinen Einfluss auf irgendwas, aber immerhin gibt es eine schöne Auszeichnung (Orden). Nicht zu vergessen auch die Skultullas, welche sich in den verschiedenen Arealen finden lassen und die gerne einmal besondere Items ausspucken. Wer darüber hinaus alle findet, erhält eine zusätzliche Belohnung.

Schade ist, dass Hyrule Warriors keinen Onlinemodus bietet. Aber immerhin ist ein Koop-Modus enthalten. Ein Spieler nutzt dabei den TV (+ einen weiteren Controller), der anderen das Wii U Pad.

 

Nanu, wo iss’es hin?

Hyrule Warriors ist durchaus ein Spiel, in dem es schnell zur Sache geht, Bewegungen, Aktionen und Einsätze temporeich ausgeführt werden. Leider kommt die Kamera dabei nicht immer mit und sorgt dafür, dass Spielern die Übersicht genommen wird. Auch das Anvisieren, eigentlich eine bis dato immer gute Geschichte in Zelda-Spielen, klappt mehr schlecht als recht. Dafür ist die Steuerung über jeden Zweifel erhaben, denn das Button Mashen geht simple von der Hand und die Übertragung ergeht so gut wie ohne Verzögerung.

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Optisch erweist sich der nintendorianische Hack’n Slay Ausflug von Zelda als solide, wenn auch gesamt wenig abwechslungsreich. Die Animationen sowie Licht als auch sonstige Effekte sind hübsch anzusehen und passen so weit stimmig ins Gesamtbild. Der bereits angesprochene Sound, durch und durch Zelda-Stil, gefällt. Nervig allerdings sind die permanenten „Hey“-Rufe von Navi. Das kleine Feenteil ist so eingestellt, dass sie ständig auf irgendetwas hinweist und diese Angaben in Form von Textfeldern Teile des Bildschirms unvorteilhaft verdecken. Damit muss man sich notgedrungen arrangieren, denn abstellen kann man es nicht.

Unser Fazit

75 %

Nicht überall wo Zelda drauf steht, ist auch Zelda drin. Hyrule Warriors ist der beste Beweis, gleichwohl die Figuren als auch die Sounds und partiell die Kulissen aus bekannten Zelda Spielen enthalten sind. Aber das macht eben noch lange kein Zelda-Abenteuer aus. Die von Nintendo und Tecmo Koei geschaffene Fusion aus Zelda und Massenschlachten war auf dem Papier eine gute Idee, ist aber in der Umsetzung nur bedingt geglückt. Zu schnell wiederholt sich das Geschehen auf gesamt einfachem Level, strategisches und/oder taktisches Vorgehen ist wenig bis gar nicht gefragt. Hier wäre definitiv mehr Tiefgang drin gewesen. Allein schon das dem Spieler abgenommen wird selbstständig zu skillen und alles mit Vorgaben vonstatten geht, hätte nicht sein müsen und degradiert den Titel, anstatt ihn anzuheben. Alles in allem ist Hyrule Warriors eher eine einfache als auch kurzweilige Angelegenheit, der man sich hin und wieder annehmen kann aber leider kein Titel, der auf lange Zeit zu motivieren versteht.

Pro

  • + 13 spielbare Zelda-Charaktere
  • + gut funktionierende Steuerung
  • + Zelda typische Sounds
  • + solider Umfang
  • + saubere, wenn auch nicht herausragende Optik
  • + flüssige Animationen

Kontra

  • - repetitives Gameplay
  • - strategisch/taktisch auf ganz simplem Niveau
  • - Navi und ihre Hinweise
  • - Zielfunktion funktioniert nur unzureichend
  • - unruhige Kamera
  • - Musik auf die Dauer eintönig
  • - gesamt eher wenig Abwechslung
  • - Areale wenig detailliert

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
72 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
75 %
Spielspaß
 
73 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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