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inFamous: Second Son – Test / Review

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Veröffentlicht 20. März 2014 | 15:01 Uhr von Ricky

inFamous-Second-Son-Screenshot

Seit dem Release der neuen Playstation 4 Konsole im November 2013 ist hinsichtlich großer exklusiven Titeln aus dem Hause Sony nicht viel passiert. Killzone: Shadow Fall zum Launch und danach kehrte Ruhe ein. Aber das Warten auf Nachschub hat ein Ende, denn mit inFamous: Second Son steht uns der erste Vertreter der Gattung „groß und exklusiv“ in diesem Jahr bevor, obendrein der dritte Ableger der Serie aus dem Haus Sucker Punch. Ob dabei aller guten Dinge wirklich drei sind, wie der Volksmund so schön sagt, erfahrt ihr in unserem Test. 

Die Conduits haben überlebt, auch wenn D.U.P. alles daran gesetzt hat genau das zu verhindern oder die Kräfte der Conduits in den eigenen Reihen zu nutzen. Nach dem Tod von Cole MacGrath musste folglich ein neuer Held her. Sieben Jahre sind seitdem vergangen und nun erscheint er auf der Bildfläche: Ein Held der keiner sein wollte, der zu seinen Kräften gekommen ist, wie die Jungfrau zum Kind. Er hat auch einen Namen: Delsin Rowe und das ist seine Geschichte …

Der Held von nebenan

Man kennt das ja, viele Spielfiguren starten ihre Geschichte mit unglaublichen Kräften und es wird so getan, als wäre es nie anders gewesen. Doch das wollte man bei Sucker Punch augenscheinlich nicht, denn Delsin ist anders. Schon zu Beginn werdet ihr feststellen, dass der ungewöhnliche Held wider Willen nur Flausen im Kopf hat, aber ein gutes Herz besitzt – zumindest wenn ihr das zulasst. Ihr müsst Entscheidungen treffen, welche euch und damit den Spielverlauf beeinflussen. Diese können gut oder auch böse ausfallen, ganz wie es euch beliebt.

Wir möchten nicht zu viel verraten, was die Story rund um Delsin, die Conduits und die D.U.P. betrifft, denn das sollt und müsst ihr schlichtweg selbst erleben. Ihr benötigt auch definitiv keine Kenntnisse bezüglich der Vorgänger, um der Delsin-Geschichte folgen zu können. Mit dem dritten Teil der inFamous-Reihe wurde sozusagen ein neues Kapitel aufgeschlagen, mit dem sich eben auch Serie-Neueinsteiger ohne Probleme zurecht finden werden.

infamous-second-son-screenshot-19-03-14-09

 

In zahlreichen Sequenzen werdet ihr Stück für Stück in die Geschichte hinein gezogen und mitgenommen. Dieser Umstand wird auch dadurch unterstützt, da Entwickler Sucker Punch versucht hat den Gesichtern glaubhaft Leben einzuhauchen. Ihr sollt anhand der Mimik sehen können, was der jeweilige Charakter in diesem Moment gerade fühlt. Das ist auch geglückt, zumindest meistens. Während einige dieser Filmchen sowie Einstellungen das Gefühlte wirklich gut rüber bringen, scheitert es in anderen Sequenzen an Kleinigkeiten. So wirken manchmal die Augen zu steril oder der Ausdruck zu künstlich. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, schließlich handelt es sich nach wie vor um ein Videospiel, was vor allem eines vermitteln soll: Spaß!

Und das wiederum ist den Schöpfern wirklich geglückt. Der Spielspaß stimmt und die Motivation dran zu bleiben ist hoch. Der Titel wurde auch darauf ausgelegt, dass mindestens zweimal durchgespielt wird, so dass beide Seiten kennen gelernt werden. Hinzu kommt, dass erst mit beiden Spielsträngen die Geschichte am Ende komplett als auch schlüssig erscheinen wird. Wenn ihr euch für den guten Delsin entscheidet, werdet ihr teilweise andere Missionen zu Gesicht bekommen, als wenn ihr euch für den bösen Delsin entscheidet. Diese Entscheidung spiegelt sich auch in den zu erlernenden Superkräften wieder. Je nach Handlungsstrang überschneiden sich die Kräfte, aber es gibt viele Unterschiede, da einige dieser Fähigkeiten entweder nur dem guten oder bösen Helden vorbehalten sind.

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Auf die Dauer hilft nur Power

Wie es sich für ein Open-World Action-Game gehört, gilt es natürlich auch die Welt zu erkunden und Sammelobjekte zu finden. Hier haben die Mannen von Sucker Punch ein gutes Gespür bewiesen. Denn egal was ihr sammeln müsst, es wirkt nicht aufgesetzt und auch nicht nervig. Das spielbare Seattle wurde in viele kleinere Distrikte unterteilt. In jedem dieser Distrikte müssen nicht nur die D.U.P. vertrieben, sondern auch Audiologs, Spione oder unerwünschte Überwachungskameras ausfindig gemacht werden. Aber auch Explosionsscherben, mit dessen Hilfe ihr eure Fähigkeiten weiter ausbauen als auch upgraden könnt, lassen sich finden.

Wer jetzt schon Angst bekommt, dass er stundenlang planlos irgendwelche Objekte suchen muss, den können wir beruhigen. Habt ihr z.B. das D.U.P. Hauptquartier im jeweiligen Distrikt geräumt, werden euch automatisch die Sammelobjekte, wie Explosionsscherben, auf der Karte angezeigt. Diese verstecken sich aber nicht nur in Handscannern oder den Mobilen-Kommandozentralen, sondern auch in fliegenden Drohnen. Da Delsin auch viel Schabernack treiben möchte, dürft ihr kleine Mini-Spiele in Form von Graffiti-Sprühereien absolvieren.

Das Delsin Rowe ein Kindskopf ist, beweist sich auch anhand seiner lockeren Sprüchen und seine Reaktionen auf besondere Gegebenheiten. Was würdet ihr tun, wenn ihr gerade am Wahrzeichen von Seattle, Space Needle, herum klettert, und plötzlich euer Telefon klingelt. Delsin natürlich geht ran und kommentiert das mit einem lockeren Spruch des Anrufers gegenüber. Hier solltet ihr guten Gewissens auf die englische Sprachausgabe setzen. Es wurde sich mit den deutschen Stimmen zwar Mühe gegeben, aber ihr fehlt es an Intensität und Glaubwürdigkeit, vor allem in den Sequenzen. Wer möchte kann sich zu jeder Zeit deutsche Untertitel einblenden lassen und auch die Sprachausgabe kann während dem Spielen jederzeit nach Belieben geändert werden.

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Soweit das Auge reicht

Einer der markantesten Punkte dürfte für viele sicherlich die Grafik sein, welche schon auf unzähligen Screenshots bewundert werden konnte. Und ja, die Optik ist wirklich sehr sehenswert. Vor allem die vielen Partikel-Effekte unterstreichen ausgezeichnet zahlreiche Szenerien. Einige Spieler werden sicherlich bemängeln, dass es keinen Tag- und Nacht-Zyklus gibt. Doch das hat in inFamous: Second Son auch einen Grund. Der Tag- und Nacht-Wechsel wird als Stilmittel eingesetzt, was nicht nur gewisse Missionen voneinander abgrenzt, sondern auch besondere optische Effekte besser unterstreicht. Alleine die Spiegelung der Neonreklamen in den Regenpfützen, welche wiederum von Regentropfen unterbrochen werden, ist eine Schau für sich. Auch die Weitsicht kann sich mehr als sehen lassen, und das alles ohne störende Grafikfehler oder Ruckler. Wir konnten in unseren Test-Sessions nur partielle Clipping-Fehler ausmachen, welche aber nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Leider wirkt an einigen Stellen die Stadt etwas zu steril und wenig belebt. Es gibt zwar den obligatorischen Verkehr auf den Straßen, als auch viele Passanten die ihres Weges gehen, dennoch wirkt das Ganze etwas leblos. Diesen Punkt kann man anhand des Effekte-Gewitters aber durchaus verschmerzen. Besonders Delsins Neon-Fähigkeiten, welche uns schon in der Anspiel-Session sehr gut gefallen haben, sind absolut sehenswert.

Viel Wert haben die Entwickler auch auf die Animationen gelegt. Egal ob unser Held mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durch die Stadt düst oder sich eher gelassen in den Sequenzen zeigt, die Bewegungen wirken sauber und smooth. Auch Delsins Kletterfähigkeiten können sich sehen lassen, die ihr bewundert könnt, wenn es mal nicht mit Superkraft an einem Haus in die Höhe geht.

Keine Blöße geben sich die Entwickler auch in Sachen Handhabung und der wichtigen Kollisionsabfrage. Die Steuerung funktioniert absolut zuverlässig und intuitiv. Das neue Controller-Design der PS4 kommt dem Titel sehr zu Gute. Ebenso funktionierte die Kollisionsabfrage ohne Probleme zu verursachen. Klar dürfte dabei aber jedem sein, das man nach wie vor nicht alle Objekte in einer solch großen Spielwelt physikalisch genau durch die Gegend werfen kann. Viele Objekte bleiben an Ort und Stelle und können nicht bewegt werden, was unterm Strich aber auch nicht Sinn und Zweck des Spiels ist.

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Paper-Trail

Wer nicht genug von inFamous: Second Son bekommen kann, der sollte sich auch die Paper-Trail Missionen etwas genauer anschauen. Die erste der Missionen erhaltet ihr, wenn ihr euch den zwingend notwendigen Day-1 Patch installiert. Ihr werdet im Verlauf des Spiels ein neues Symbol auf eurer Karte entdecken und könnt die erste Paper-Trail-Mission starten. Ihr erhaltet nicht nur neue Missionen mit mehreren Stunden Spielzeit, sondern könnt auch zusätzliche Karma-Punkte erlangen. Außerdem erfahrt einiges mehr von der Geschichte des Spiels mit vielen ergänzenden Hintergrundinformationen. Das Ganze läuft im Zusammenspiel mit der eigens eingerichteten Webseite, auf der es noch einiges mehr zu entdecken gibt.

Wichtiger Hinweis

Es wird dringend empfohlen den Day-1 Patch für inFamous: Second Son zu installieren. Mit diesem Patch werden viele Verbesserungen als auch Erweiterungen im Spiel vorgenommen. Den Patch erhält jeder, der mit seiner Playstation 4-Konsole online geht und das erste Mal die Spieledisc inFamous: Second Son einlegt.

Unser Fazit

88 %

Bei inFamous: Second Son sind wir etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite macht inFamous: Second Son unheimlich viel Spaß. Die Entwickler haben sich wirklich Gedanken gemacht und nerven euch nicht mit sinnlosen Sammelaufgaben oder einem erzwungenen Multiplayer. Die Grafik ist größtenteils extrem sehenswert und trübt das Auge nicht mit Ruckel-Einlagen oder anderen Grafik-Problemen. Auf der anderen Seite wiederum wiederholen sich vor allem Nebenaufgaben recht schnell und Seattle wirkt stellenweise etwas zu steril. Aber das ist unterm Strich meckern auf hohem Niveau. Wir können jedem, der Action-Spiele liebt, definitiv ein Empfehlung für inFamous: Second Son aussprechen. Denn der Titel spielt sich super, motiviert ungemein und macht einfach unglaublich viel Spaß – und darauf kommt es am Ende an!

Pro

  • + tolle Präsentation
  • + schön gemachte Story-Sequenzen
  • + gutes und faires Checkpoint-System
  • + motivierend
  • + Sammelitems nicht nervend
  • + kein erzwungener Multiplayer
  • + schöne Effekte

Kontra

  • - Seattle wirkt sehr Steril
  • - etwas unmotivierte deutsche Sprachausgabe
  • - Nebenmission wiederholen sich schnell

Unsere Bewertung

Grafik
 
87 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
87 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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