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Infinity Blade – Der Test

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Veröffentlicht 2. Januar 2011 | 1:08 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

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Rache für unsere Väter

Die Diskussion ob man das iPhone bzw. das iPad als Spielgerät ansehen kann, werden wohl nie aufhören. Doch besonders in den letzten Wochen sind viele grosse und exklusive Spiele im App-Store erschienen. Gestandene Konsolenentwickler haben den boomenden Markt für sich entdeckt und buhlen um die Gunst der Käuferschaft. Gerade im App-Store ist es jedoch oft schwierig den Überblick über die richtig guten Spiele zu behalten, da der Anteil an mieser Software doch relativ gross ist. Heute präsentieren wir Infinity Blade, produziert vom bekannten Entwicklerstudio Chair. Wieso Infinity Blade nicht nur ein Grafikblender ist, sondern in vielen Bereich perfekt für Apples mobile Geräte entwickelt wurde, erfahrt ihr in unserem iPhone Spieletest.

Ein ewiger Kreislauf

Die Story von Infinity Blade ist schnell erklärt, weil fast keine Hintergrundgeschichte vorhanden ist. Ein schwacher und schlecht ausgerüsteter Krieger steht vor dem bösen Gottkönig und dessen Leibwächter, dem schwarzen Ritter. Als schwächlicher Kämpfer hat man keine Chance gegen die übermächtigen Feinde und findet bald ein tödliches Ende durch die titelgebende Infinity Blade. Daraufhin gibt es einen Zeitsprung und 20 Jahre später steht der Sohn des gefallenen Helden vor der Burg des Gottkönigs. Als Spieler kämpft man sich so durch das Schloss, um schlussendlich erneut vor dem Gottkönig zu stehen. Scheitert man im Kampf, geht das Spiel in rund 20 virtuellen Jahren wieder von vorne los.

Die lahme und kaum vorhandene Geschichte ist wohl der grösste negative Kritikpunkt von Infinity Blade. Vor und während des Spiels gibt es nämlich überhaupt nichts an Informationen wer, wo, wann und wieso man sich eigentlich zum Gottkönig durchkämpft. Einzig die  beiden unterschiedlichen Endsequenzen geben ein paar kleinere Informationshäppchen preis und deuten auf weitere Ereignisse hin, die wohl noch als Update hinzukommen werden.

Schneller Angriff nach links, Parade und Block

Wer von Infinity Blade ein Action-Adventure oder gar ein Rollenspiel erwartet, wird bitter enttäuscht. Infinity Blade ist ein Kampfspiel mit Schwert und Schild. Ein erfrischendes Erfahrungssystem und viele unterschiedliche Waffen und Rüstungen sorgen für kurzweilige Motivation. Die Spielfigur bewegt sich auf vorgegebenen Wegen durch das Schloss. Das läuft in Zwischensequenzen ab, grossartige Erkundungstouren in der Burg fallen somit aus. Das macht aber gar nichts, denn das Kampfsystem ist mehr als gelungen. Der namenlose Held steht einem Feind gegenüber, während die Figur nicht direkt gesteuert werden kann. Angriffe werden durch simple Bewegungen auf dem Touchscreen durchgeführt. Streicht man nach links, gibt es einen Schwertstreich nach links. So geht das natürlich mit allen Richtungen genauso. In der linken und rechten unteren Bildschirmecke befinden sich Symbole die sich zum Ausweichen in die entsprechende Richtung nutzen lassen. In der Mitte der Ausweichsymbole befindet sich ein Schild wodurch der Charakter blockt. Angriffe lassen sich durch einfache Fingerbewegungen in die gewünschte Richtung durchführen. Die Eingabe erfolgt präzise und fehlerfrei. Manchmal sogar so genau, dass die kleinsten Berührungen als Schläge gezählt werden. Sobald man sich aber an die Steuerung gewöhnt hat, lässt sich das problemlos vermeiden. Die letzte wichtige Kampfmechanik dreht sich um das Parieren von gegnerischen Angriffen. Sobald ein Gegner angreift kann man seinen Angriff durch einen schnellen Gegenangriff abwehren.

Die Kämpfe sind das eigentliche Herzstück von Infinity Blade. Und in diesem Bereich kann der Titel auch voll überzeugen. Es macht einfach einen Riesenspass sich in die Zweikämpfe zu stürzen. Die Kämpfe sind immer spannend und sehr herausfordernd. Passt man nicht auf, passiert es schnell das man von einem normalen Gegner brutal auseinander genommen wird. Ein weiterer wichtiger Punkt den man Infinity Blade zu Gute halten muss, ist die Tatsache das man ihm jederzeit anmerkt, dass es direkt und ausschliesslich für das iPhone entwickelt worden ist. Es ist kein fummeliger Konsolenport, es werden keine virtuellen Buttons oder Sticks geboten. Alles passt und ist perfekt auf die Möglichkeiten von Apples Smartphone angepasst. Dazu gehört auch der Umfang und die Spieldauer von Infinity Blade. Ein einzelner Durchlauf dauert ca. 30 Minuten. Somit kann man schnell im Zug ein paar Kämpfe machen und das Spiel auf dem Heimweg fortsetzten. Dieses System ist perfekt geeignet für Geräte wie das iPhone. Wer komplexere und umfangreichere Spiele sucht, ist mit einem richtigen Handheld wohl besser bedient.

Unreal Engine für die Hosentasche

Infinity Blade ist das erste iPhone-Spiel, dass mit der Unreal Engine (z.B. bekannt durch Gears of War oder viele andere Konsolen- und PC-Spiele) entwickelt wurde. Und es sieht absolut atemberaubend aus. Die Charaktermodelle sind detailliert, die Animationen sind feind und geschmeidig wobei das Spiel nie ins Stocken kommt. Eine solch fantastische Grafik wird vor Allem durch die starre und statische Optik erreicht. Trotzdem sieht das Spiel grandios aus und zeigt auf was die Zukunft noch bereit halten wird. Auch der Sound ist extrem gelungen, besonders in Verbindung mit ordentlichen Kopfhörern. Die Effekte sind sauber und wuchtig, die Kämpfe werden dadurch genial untermalt.

Unser Fazit

80 %

Infinity Blade macht als iPhone-Spiel alles richtig, würde auf richtigen Handhelds oder Konsolen so aber garantiert nicht funktionieren. Das Spielsystem und die Steuerung eignen sich perfekt für das iPhone. Die actionreichen Kämpfe machen Spass und spielen sich extrem flott. Das Erfahrungspunktesystem ist neuartig und die Optik von Infinity Blade ist bombastisch. Das Spiel ist aber extreme Geschmackssache. Wer die Kämpfe nicht allzu berauschend findet, wird neben diesen nichts Tolles an dem Spiel finden, da es so etwas auch nicht bietet. Chair hat jedoch einen fantastischen Job abgeliefert und wir können auf die Zukunft gespannt sein. Zum einen wurde für Infinity Blade ein kostenloses Update angekündigt, welches einen Mehrspielermodus bereit halten wird.

Pro

  • Richtiges iPhone Spiel
  • Tolle und spannende Kämpfe
  • Bombastische Grafik
  • Gratis Updates mit weiteren Spielinhalten
  • Frisches Erfahrungssystem

Kontra

  • Ausser den Kämpfen keine weiteren Elemente
  • Statischer Grafikstil
  • Fehlende Hintergrundgeschichte

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
80 %

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Kommentare

  • Hannes sagt:

    Wahnsinns Beitrag.Habe ein paar frische Denkanstoesse bekommen. Freue mich schon auf neue Beiträge.

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