Injustice: Götter unter uns - Review / Test - insidegames
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Injustice: Götter unter uns – Review / Test

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Veröffentlicht 18. Juni 2013 | 13:45 Uhr von Sandra

Injustice

Achtung, Achtung, eine Durchsage! Die Helden Superman, Batman, Green Lantern und ihre Freunde werden dringend gebeten Spalier zu stehen und sich zu entschuldigen, dass sie so spät eingeflogen sind. Vielen Dank …

Okay, okay, das werden diese heroischen Gesellinnen und Gesellen sicher nicht tun, aber das müssen sie auch nicht, immerhin sind sie als gottgleiche Wesen, die unter uns weilen an andere Gepflogenheiten gebunden als wir, oder meint ihr nicht?! Da können wir, großherzig wie wir sind, verzeihen, dass sie uns über Umwege erreicht, und sich ein wenig mehr Zeit als sonst gelassen haben. Schauen wir daher einfach mal fix, was die Herrschaften so treiben.

Wehe wenn sie losgelassen …

Wo man auf Helden trifft, sind in der Regel Schurken nicht weit. So auch in Metropolis, da sich ein Schaulaufen der DC Comic Figuren anbahnt, sowohl die Guten als auch die Bösen, ums ganz pauschal zu beschreiben, sind mit von der Partie. Es ist einmal mehr der gute, alte Joker, der viel Unsinn im Sinn hat und seine Gegenspieler in den Wahnsinn treibt. Eine Bombe ist es, die Joker hochjagen will und das gilt es natürlich zu verhindern. Ob das allerdings klappt, bleibt fraglich, denn just in dem Moment da sich die Heldenfraktion Joker in den Weg stellt, offenbart sich ein Paralleluniversum. Dumm gelaufen, möchte man meinen – vor allem da alles ganz anders ist. Jede Heldin und jeder Held hat in dieser anderen Welt ein Art böses zweites Ich. Optisch an der etwas abgehalfterten Kleidung erkennbar und natürlich mit eher verwerflicher Moral daher kommend. Angeführt von einem sichtlich frustrierten als auch genervten Superman plant man, wie könnte es auch anders sein, die Vernichtung der Erde. Der gute Batman und sein Trupp allerdings haben da sichtlich was dagegen und stellen sich dem Vorhaben in den Weg. So ganz nebenbei wird noch nach einem Weg zurück in die richtige Welt gesucht.

Injustice

Lasset Fäuste sprechen

Zugegeben, die Geschichte ist wenig neu, wenig erfrischend und am Ende auch total unwichtig. Es ist, wie so oft bei einer anstehenden gepflegten Keilerei, ein Gerüst, dass es offenbar braucht die Helden und die Schurken aufeinander losgehen zu lassen. Auch wenn das DC-Comic-Universum eine große Anzahl an guten wie weniger guten Zeitgenossen hervor gebracht hat, so lässt man euch schlussendlich mit der – wir sagen einmal – gängigen, bekannten Elite antreten; Hüben wie drüben. Dabei ist das Vorgehen denkbar einfach, wiederholt sich allerdings auch recht schnell – davon abgesehen, das es irgendwie keine Rolle spielt, so fast jedenfalls, ob ihr mit Batman zu Gange seid, mit Wonder Woman, Aquaman oder, oder, oder … Euch erwartet stets eine Sequenz, in der ihr auf das Kommende ein wenig eingestimmt werdet (und um die banale Geschichte irgendwie zu erzählen) und dann heißt es sich gepflegt auf die Nuschel zu geben, vorzugsweise mit dem Ziel den bösen Kontrahenten mit den finsteren Absichten in die erst einmal ewigen Jagdgründe zu schicken.

Abwechslung findet ihr bei diesen stets recht gleich ablaufenden Abschnitten wenigstens aufgrund der verschiedenen Kampfstile als auch in den sporadisch auftauchenden Minispielchen, die euch erlauben eure Gegner vorab etwas zu schwächen. Lex Luthor könnt ihr mit Baterangs auf Distanz halten, den Auto schmeißenden Black Adam unterzieht ihr einer Benimmstunde oder ihr wehrt Grumpy Solomon mit Pfeilen ab. Auch der Umgebung wollen wir einen gewissen Tribut zollen, die ihr nicht nur in die Kämpfe mit einbeziehen könnt, sondern die auch an sich mehr als nur brauchbar ausschauen. Gleiches gilt auch für die Animationen, die sich zweifelsfrei sehen lassen können. Diesbezüglich gibt es nichts zu meckern.

Interessant war für uns daher auch festzustellen, dass das Spieltempo als auch der Schwierigkeitsgrad zum Ende hin auffallend zugelegt hat. Nicht selten haben wir im ersten Anlauf die Engel singen hören und erst im zweiten oder gar dritten Versuch konnten wir einen Erfolg verzeichnen. Injustice: Götter unter uns verfolgt dabei offenbar ein einfaches System: Bist du zu stark, sind es die Gegner auch. Also sich, wem das eben zu anstrengend sein sollte, im ersten Fight einfach auf die Zwölf geben lassen und im zweiten oder dritten Anlauf die Geschichte easy going nach Hause bringen, ist in dem Falle nicht feige, sondern einfach der Weg des entspannten Spielens.

Injustice

Bitte, ich will abbrechen!

Den Story-Modus (Einzelspieler) dürftet ihr, genau wie wir, recht schnell hinter euch gebracht haben. Wir haben ca. fünf-sechs Stunden gebraucht. Anders sieht es mit dem 240 weiteren Missionsaufgaben als auch dem Mehrspieler aus, in dem ihr euch gefühlt ewig aufhalten könnt. Teilweise, weil es einfach Spaß macht und teilweise, weil es Nerven und Geduld braucht. Bezogen auf den Multiplayer kann man fast von Glück sagen, dass die Netherrealm Studios gute Erfahrungen mit Mortal Kombat vorzuweisen haben. Das spiegelt sich auch bei Injustice: Götter unter uns wider: Sämtliche Charakter verfügen über ein ordentlichen Umfang an Möglichkeiten, d.h. verschiedene Attacken, Kombo-Optionen als auch Spezialangriffe. Hinzu komme natürlich die jeweils Figur bezogenen besonderen Fähigkeiten, beispielsweise kann mit Hawkgirl geflogen werden oder Wonder Woman steckt die Peitsche weg und setzt sich stattdessen mit Schwert und Schild zur Wehr.

Steht euch der Sinn weniger nach Multiplayer, dann versucht euch an den Herausforderungen. Je nachdem welcher Kollege gerade dran ist, Held oder Schurke, es kann beides sein, gilt es verschiedene Missionen in den S.T.A.R. Labs zu erledigen, was nicht nur dem Gamerscore/Trophäen-Konto zu Gute kommt, sondern auch mit Sternchen (1-3) bewertet wird. Am besten lässt sich das Geschehen mit himmelhochjauchzend zu Tode betrübt beschreiben. Während einige Missionen sichtlich einfach und in berühmter „Null-Komma-nichts-Zeit“ zu schaffen sind, erweisen sich andere wiederum als das genaue Gegenteil. Da kann sich fix Frust breit machen, vor allem da man eine immer erscheinende, vorgeschaltete sowie stets gleiche (!!!) Sequenz nicht ab-, weiter- oder wie auch immer schalten kann.

 

Unser Test basiert auf einer Playstation 3 Version – vielen Dank Warner Bros. Interactive Entertainment für die Überlassung eines Testexemplars!

Unser Fazit

81 %

Injsutice: Götter unter uns – oder wie es im Englischen heißt „Gods Among us“ ist aus unserer Sicht zusammengefasst ein kurzweiliger Zeitvertreib, den man immer mal wieder spielen kann. Auch wenn die Story im Einzelspieler recht fix erledigt ist und immer nach gefühlt gleichem Schema F abläuft, so machen doch die zerstörbaren als auch in den Kampf integrierbaren Umgebungen Spaß. Gleiches gilt auch für das Experimentieren mit den verschiedenen DC-Comics Helden und Schurken, die alle ihre ganz eigene Vorgehensweise habe, besondere Spezialfähigkeit inklusive. Während die Missionen ab und an ganz schön an den Nerven sowie der Geduld zerren können, wissen – sofern man passende Gegner findet – durchaus zu gefallen. Und an Nachschub wird es in Sachen Helden und Schurken so schnell auch nicht mangeln, da es immer wieder neue Zeitgenossen per DLC über den Xbox Live Marktplatz als auch im PSN für verhältnismäßig kleines Geld zu kaufen gibt.

Pro

  • + viele, wenn auch bekannte DC-Helden / Schurken
  • + gut funktionierendes Kampfsystem
  • + ordentlich arbeitende Steuerung
  • + Umgebungen können einbezogen u. zerstört werden
  • + partiell anspruchsvolle, schwere Missionsaufgaben
  • + Charakter-Portfolio kann per DLC aufgestockt werden
  • + recht flüssige Animationen
  • + detailreiche Charaktere

Kontra

  • - leider nur die bekannten DC-Charaktere vorhanden
  • - Story-Modus recht kurz (ca. 5-6 Std.)
  • - Missionen partiell extrem schwer und nervig
  • - Einleitungssequenz im Missionsmodus kann nicht abgebrochen werden
  • - zusätzliche Charaktere nur via kostenpflichtigem DLC
  • - kuriose, wenig sinnige Story

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
83 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
82 %
Spielspaß
 
81 %

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