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Insanely Twisted Shadow Planet – Der Test

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Veröffentlicht 12. August 2011 | 21:18 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

ITSP Titel

Der Summer of Arcade 2011 geht in die dritte Runde! Nach Bastion und From Dust die jeweils mit einer guten Note in unseren Tests abschneiden konnten, bietet die dritte Woche mit Insanely Twisted Shadow Planet erneut eine komplett neue Richtung in Sachen Gameplay. Nach einem Action-Rollenspiel und einem Gott-Game bietet der dritte Teil des diesjährigen Line-Ups klassische sidescrolling Erkundungstouren im Stil von Metroid oder Castlevania.

Bisher bot der Summer of Arcade von 2011 tolle Spiele die die verschiedenen Geschmäcker sehr gut bediente und mit Insanely Twisted Shadow Planet wird erneut ein anderer Teil der Spielerschaft angesprochen. Verbunden wird das traditionelle Gameplay mit einem abgefahrenen Grafikstil und einer fast minimalistischen Sounduntermalung. Geht der Höhenflug des Arcadesommers in der dritten Woche weiter oder hat das dritte Spiel im Bund eine Crashlandung?

Unbekanntes Flug Objekt

Insanely Twisted Shadow Planet verzichtet auf eine klassische Erzählweise einer Geschichte. Es gibt keine Dialoge, keinen Erzähler oder selbst Geschichtsfetzen zum selber lesen. Stattdessen bekommt man nur einige minimalistische Zwischensequenzen zu sehen, welche es selbst zu interpretieren gilt. Dabei dreht es sich im Prinzip um einen fremdartigen Planeten der von einer Rasse von Aliens bewohnt wird. Eine dunkle, organische Masse scheint den Planeten anzugreifen und alle Bewohner zu verschlingen. Nur ein kleines Aliens scheint es zu überleben und nun liegt es an ihm (und natürlich dem Spieler der ihn steuert) das Böse wieder zu vertreiben um den Frieden wiederherzustellen.

Obwohl die Hintergrundgeschichte eher minimalistisch ist und im Prinzip gar nicht wirklich erzählt wird, tut das dem Spiel keinen Abbruch. Die wenigen, comichaften Zwischensequenzen sehen gut aus und passen zum restlichen Spiel.

Das passende Werkzeug für jede Situation

In Sachen Gameplay orientiert sich der dritte Eintrag des Summer of Arcades 2011 an klassischen Action-Adventures wie Metroid oder Castlevania. Man steuert sein UFO auf einer grossen und weitläufigen Karte die in verschiedene Zonen wie Eis oder Unterwasser eingeteilt ist. Die meisten dieser Zonen sind jedoch nicht von Anfang an erreichbar. Um verschiedene Abzweigungen in den verwinkelten Höhlen nehmen zu können, muss man sich zuerst 9 verschiedene Werkzeuge zulegen um den Weg freizumachen. Anfangs steht einem nur ein kleines Laserkanone zur Verfügung. Damit lassen sich zwar Gegner wegpusten, in Sachen Erkundung hilft sie jedoch nicht viel weiter. Bald erhält man jedoch einen Greifarm womit man Felsbrocken aus dem Weg schaffen kann. Im weiteren Spielverlauf gibt es noch eine Säge mit welcher man sich durch Felsen fräsen kann oder einen Fangstrahl mit welchem man Objekte über grosse Distanzen transportieren kann. Vier dieser Werkzeuge kann man sich auf die vier Buttons des Controllers legen um schnell darauf zugreifen zu können. Das ist auch bitter nötig, denn bei bestimmten Passagen und besonders bei Bosskämpfen ist es wichtig verschiedene Werkzeuge in der Anwendung zu kombinieren um weiter zu kommen. Muss man eines der anderen Tools nutzen, wählt man dieses per Ringemenü aus. Leider ist das ziemlich umständlich und ungenau, speziell wenn man sich gerade in einer stressigen Situation befindet. Ausserdem ist es in der Regel einfacher den Kämpfen gegen normale Gegner aus dem Weg zu gehen anstatt sie zu bekämpfen. Geht man trotzdem mal drauf ist das aber nicht allzu schlimm, gibt es doch alle paar Meter einen Checkpoint und wirklich Game Over gehen kann man sowieso nicht.

Obwohl die ganze Spielwelt eigentlich von Anfang an verfügbar ist, gibt es dennoch immer nur einen einzigen Weg dem man folgen kann, was schade ist. Zwar kann man später zurückkommen und zusätzliche Items wie Upgrades oder Konzeptzeichnungen holen indem man vorher unpassierbare Durchgänge öffnet, allzu motivierend ist das (ausser für Erfolgsjäger) jedoch nicht wirklich. Hier wäre durchaus mehr drin gelegen. Ansonsten ist Insanely Twisted Shadow Planet kein Spiel das einem alles vorkaut und genau aufzeigt was zu tun ist. Oft sind die grauen Zellen des Spielers gefragt um Rätsel zu lösen oder einen Bossgegner zu besiegen. Eines der Werkzeuge die man zur Verfügung hat ist ein Scanner, welchen man auf Objekte in der Spielwelt richten kann. Dadurch wird stilistisch angezeigt mit welchem Werkzeug man weiter kommen kann. Das bedeutet aber noch lange nicht dass man auf diesem Weg durch das ganze Spiel kommt. Speziell die Bosskämpfe erfordern eine genaue Beobachtungsgabe um deren Angriffsmuster zu erkennen, um sie so im Anschluss bezwingen zu können. Auf der einen Seite ist es positiv dass man selbst denken und kombinieren muss um weiter zu kommen. Auf der anderen Seite kann es ziemlich nervig werden wenn man an einem Boss scheitert weil man einfach nicht darauf kommt wie er zu besiegen ist. Ein anderes Problem ist die relativ kurze Spielzeit der Kampagne. Wer sich nicht um die sammelbaren Upgrades und Konzeptgrafiken kümmert braucht knappe 5 Stunden um die Geschichte zu beenden. Danach gibt es nicht mehr wirklich viel das einen dazu veranlasst sich das Spiel noch einmal anzutun. Es gibt zwar einen Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler, allzu motivierend ist der jedoch leider nicht ausgefallen. Im so genannten Lantern Run muss man eine der titelgebenden Laternen durch eine Höhle transportieren ohne das sie zerstört wird, man sein Leben verliert oder von einem riesigen Tentakelmonster eingeholt wird das einen verfolgt.

Traumhaft fremde Welten

Auch wenn das Gameplay stimmt und für die relativ kurze Spielzeit auch zu unterhalten weiss, ist es besonders der Stil von Insanely Twisted Shadow Planet den das Spiel einzigartig macht und auszeichnet. Hauptsächlich zeichnet sich dafür Michel Gagné verantwortlich der schon mit Disney und Pixar zusammengearbeitet hat. Alles in diesem Spiel wirkt irgendwie fremdartig, als befände man sich wirklich auf einem Planeten der so gar nichts mit unserer Welt zu tun hat. Optisch kann man es am besten mit einem Scherenschnitt vergleichen. Das Spiel spielt sich nur auf einer Ebene ab, dennoch gibt es im Vorder- und im Hintergrund viel zu sehen und zu bestaunen. Diese fremdartige Welt wird einfach auf eine zauberhafte Art und Weise präsentiert. Ebenso verhält es sich mit der musikalischen Untermalung die ebenfalls eher minimalistisch ausgefallen ist aber genauso gut zum Spiel passt wie die Optik.

Unser Fazit

75 %

Wie schon die ersten beiden Summer of Arcade Spiele ist auch Insanely Twisted Shadow Planet ein einzigartiges Erlebnis, sowohl in Sachen Gameplay als auch in Sachen Technik. Natürlich borgt sich der Titel viele Elemente von mehr oder weniger bekannten Serien, wirklich negativ ist das jedoch nicht. Der Storymodus ist zwar leider relativ arm an Umfang, dennoch wird man für die ganze Spielzeit prima unterhalten. Wer die klassischen Metroid oder Castlevania Ableger mag wird auch hier viel Freude haben, alle anderen spielen vielleicht zuerst lieber die Demo um sich selber einen Eindruck zu verschaffen.

Pro

  • Interessantes Gameplay
  • Spannende Erzählweise der Geschichte
  • Fantastische, fremdartige Optik
  • Subtiler aber passender Sound
  • Spannende Bosskämpfe

Kontra

  • Wenig motivierender Mehrspielermodus
  • Relativ kurze Spieldauer
  • Oft Probleme mit der Steuerung
  • Zu viel Trial & Error

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
50 %
Spielspaß
 
78 %

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