Iron Sky: Invasion - Test / Review - insidegames

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Iron Sky: Invasion – Test / Review

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Veröffentlicht 6. Juni 2013 | 20:47 Uhr von Fabrice

Iron Sky: Invasion

Das Spiel zur Science-Fiction Komödie Iron Sky mit dem Untertitel Invasion, hat sich bei uns in der Redaktion zu einem kleinen Running Gag entwickelt. Der ursprüngliche Erscheinungstermin der Konsolenversionen war im Dezember letzten Jahres. Es wurde immer und immer wieder verschoben, ich selbst fing schon an daran zu zweifeln ob es das Spiel wirklich jemals auf den Markt schaffen wird. Diesen Monat wurde ich jedoch eines Besseren belehrt, denn Iron Sky: Invasion ist allen Widerungen zum Trotz für PS3 und Xbox 360 erschienen.

Der 2012 erschienene Film Iron Sky, vor Allem mit relativ bekannten deutschen Schauspielern wie Götz Otto und Udo Kier besetzt, ist eine trashige, mit unzähligen Anspielungen gespickte Sci-Fi Komödie aus Finnland. Also nicht unbedingt eine potentielle Vorlage für ein Videospiel. Nichts desto trotz hat sich das polnische Studio Reality Pump, am ehesten bekannt durch Two Worlds 1 und 2, an die Arbeit gemacht und einen actionreichen Weltraum-Flugsimulator entwickelt.

Iron Sky: Invasion

Für Amerika und die Freiheit der Welt

Invasion folgt im grossen und ganzen der selben Geschichte wie schon der Film. Nach dem 2. Weltkrieg haben sich die Nazis auf den Mond zurück gezogen, um dort an ihrem vierten Reich zu werkeln. Für mehrere Dekaden haben sie eine riesige Basis gebaut, eine Armee aufgestellt und eine massive Flotte aus fliegenden Untertassen und Weltraum-Zeppelinen gebaut. Jetzt wollen sie die Erde erobern und es liegt an den vereinten Streitkräften der Erdnationen um sie zu stoppen.

Auch wenn die Story ziemlich abgedreht ist, ist sie doch der grösste Pluspunkt des Spiels. Voran getrieben wir sie nämlich durch Dialoge in Form von Video-Übertragungen. Der Clou daran, sie sind nicht in mieser Spielgrafik gehalten, sondern werden, wie z.B. bei der Command & Conquer Serie, von realen Darstellern präsentiert. Viele Darsteller aus dem Film übernehmen auch im Spiel ihre Rollen. So gibt es ein Wiedersehen mit Renate Richter, gespielt von der bezaubernden Julia Dietze, wie auch mit der Madame President, gespielt von Stephanie Paul. Diese Szenen sind genauso trashig wie der Film selbst und sprühen nur so vor Charme, Witz und B-Movie Flair. Erscheint immer Mal wieder die Präsidentin auf dem Schirm, dann weiss man das man sich auf eine amüsante Szene freuen darf.

Iron Sky: Invasion

Die öden Weiten des Weltalls

Obwohl Reality Pump versucht hat Elemente aus verschiedenen Genres einzubauen, ist Iron Sky: Invasion ein mittelmässiger Weltraum-Shooter mit verschiedenen Rollenspielelementen und einem kleinen Hauch Strategie. Man steuert sein schwer bewaffnetes Raumschiff aus der 3rd-Person Perspektive durch den Weltraum und schiesst hunderte deutscher Untertassen verschiedenster Grössen ab. Das ist im Kern alles was man über eine Spieldauer von rund 15 Stunden macht. Diese Gefechte sind im Prinzip auch ganz solide gemacht. Die Flug-Steuerung ist angenehm präzise, ein automatisches Zielsystem sorgt für flotte Gefechte und unterschiedliche Gegner erfordern verschiedene Taktiken. Das Problem ist, wie schon erwähnt, dass das Gameplay eben zu repetitiv ist. Zwar hat man durchaus unterschiedliche Aufgaben zu erledigen. Satelitten müssen erobert, Verbündete eskortiert oder Angriffstruppen ausgeschaltet werden. Schlussendlich muss man, ganz egal wie die Mission an und für sich aussieht, immer einfach Feinde im Weltraum in die Luft sprengen. Das wird ziemlich schnell langweilig. Neben den Storymissionen gibt es auch noch eine grosse Anzahl an Nebenmissionen zu erledigen. Leider wird das im Spiel nicht erklärt und wer nicht per Zufall auf diese Missionen stösst, wird sie möglicherweise komplett verpassen. Ein kleiner Lichtblick sind Kämpfe gegen die riesigen Zeppeline der Nazis. Die Strategie sie zu besiegen ist zwar viel zu simpel, und wir auch schnell langweilig, dennoch kämpft man im Weltraum gegen grosse, deutsche Weltraum-Zeppeline. Besonders wenn man es dann gegen drei Zeppeline und unzählige Untertassen kämpft, ist das schon gar nicht so schlecht.

Wer Missionen abschliesst und Wrackteile von zerstörten Feinden einsammelt, erhält dafür Geld das man in seine Schiffe investieren kann. Die meiste Zeit ist man in einem von zwei, komplett upgradbaren Schiffen unterwegs. Ab und zu erhält man für eine Storymission ein anderes Schiff zur Verfügung gestellt, wenn man beispielsweise gigantische Asteroiden mit Atombomben erledigen muss. Seine eigenen Schiffe kann man in verschiedenen Kategorien verbessern. Mehr Munition, höhere Geschwindigkeit, stärkere Schilde oder stärkere Waffen stehen zur Auswahl. Es ist nichts aussergewöhnliches, dennoch ist es ein nettes Element da man sein Schiff im Verlauf der Kampagne zu einem richtig mächtigen Vernichtungsgerät verbessern kann.

Iron Sky: Invasion

Wie im Film… oder doch nicht?

Auf der technischen Seite hat das Spiel wenig zu bieten. Explosionen, so unrealistisch sie auch sein mögen, sehen billig aus und Soundeffekte sind zu generisch und nerven schnell. Klar, man ist im Weltraum und da gibt es nun einmal nicht allzu viel zu sehen, doch diese Eintönigkeit ist schon fast deprimiernd. Die Weltraumstationen wie die ISS sehen winzig aus, Reisen durch den luftleeren Raum fühlen sich irgendwie träge an und es ist einfach nicht spannend oder halbwegs interessant. Da viele Erklärungen wie für Nebenmissionen fehlen, kann man einen grossen Teil des Spiels einfach verpassen. Zum Glück gibt es noch die Zwischensequenzen mit den echten Darstellern, da sie mit ihren gelungenen Dialogen für die benötigte Auflockerung sorgen. Sie machen ihren Job nämlich überraschend gut.

 

Unser Fazit

49 %

Iron Sky: Invasion bietet ein solides Grundgameplay. Leider ist das Spiel viel zu repetitiv und bietet wenig Spannung, weshalb es eigentlich egal ist wie gut es gemacht wurde. Technisch wird auch nicht viel geboten und einzig die letzten Storymissionen hauen richtig rein. Einzig die Sequenzen mit den, zum Teil aus dem Film bekannten, Darstellern und Darstellerinnen, können überzeugen und sorgen für B-Movie-Flair.

Pro

  • Witzige und charmante Zwischensequenzen
  • Solide Steuerung
  • Verbesserbare Raumschiffe
  • Kompetente Gefechte

Kontra

  • Miese Technik
  • Wenige Erklärungen zum Spielaufbau
  • Gameplay viel zu repetitiv
  • Spielzeit fühlt sich in die Länge gezogen
  • "Bosskämpfe" erfordern wenig Strategie

Unsere Bewertung

Grafik
 
43 %
Sound
 
61 %
Steuerung
 
74 %
Gameplay
 
59 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
49 %

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