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Islands of Wakfu im Arcade-Test

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Veröffentlicht 24. April 2011 | 23:12 Uhr von Daniel

Letzte Änderung 3. Mai 2015

islands-of-wakfu

Sprechende Fische, verzauberte Wälder, Drachen und singende Bäume? Da kann nur von einem typischen Japan-RPG die Rede sein. Aber nein, heute haben wir kein Rollenspiel für euch und aus Japan kommt es –auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag – auch nicht. Das Spiel, welches wir für euch getestet haben, heißt Islands of Wakfu und ist vom französischen Entwickler, Produzenten und vielem mehr, Ankama. Vielleicht sagt euch Ankama ja etwas. Besonders die MMO-Fans unter euch werden bestimmt schon einmal in ihrer Karriere von dem Online-Game Wakfu oder Dofus gehört haben. Oder vielleicht der Zeichentrickserie. Wie dem auch sei. Islands of Wakfu haben wir heute im Test und  ob es sich lohnt um 800 Microsoft in die zauberhafte Welt der Eliatropen einzutreten, erfahrt ihr hier in unserem Review.

 

Schöne Zeichentrick-Optik vs. alte Animationen

Auf den ersten Blick sticht folgendes ins Auge. Die Anime-Grafik. Die Umgebungen wirken handgezeichnet, und auch die Charaktermodelle versprühen den einmaligen Charme eines typischen Fantasieabenteuers, a lá Chihiros Reise ins Zauberland, wobei man das hier nicht so genau vergleichen kann. Die Figuren sind allesamt putzig animiert und sonst ist alles dabei. Nach dem Tod verpuffende Feinde und nette Effekte. Trotz der Art der Bewegungen wird man das seltsame Gefühl nicht los, dass man sich hier noch an den klassischen Java-Animationen orientiert hat, sodass alles teils wie ein Browserspiel für den PC wirkt. Anscheinend fehlt Ankama hier noch die Erfahrung, schließlich ist Islands of Wakfu das erste Spiel für eine Konsole dieser Generation, wodurch dieses kleine Manko durchaus zu verschmerzen ist. Sonst wirken die Hintergründe wirklich schön. Durch die Manga-Art kommt ein besonderes Flair auf, was daran liegt, dass sie handgezeichnet wirken.

 

Worum geht es?

In Islands of Wakfu geht es um die junge Abenteurerin Nora und den Drachen Efrim, die – wie sollte es auch anders sein – die Welt retten müssen, da es nicht ist, wie es scheint. Ein riesiger, sprechender Fisch wird euch das im Laufe der ersten viertel Stunde deutlich machen, dass die zwei ungleichen Protagonisten die letzte Hoffnung der Welt sind, da das Wakfu – quasi die Energie des Lebens – nicht in sicheren Händen sei und  es genug böse Kreaturen gibt, die sich an ihm ergötzen möchten. Dies gilt es zu verhindern und man bekommt von der Göttin einmalige Kräfte und schon gilt es eure letzte Prüfung abzuschließen. Diese besteht aus einer Art Tutorial, wo ihr das Kampfsystem näher gebracht bekommt. Die einfachen und die schwere Angriffe werden euch erläutert und die Fähigkeit, zwischen Nora und Efrim mit einem einfachen Knopfdruck zu wechseln. Während die Kriegerin für den Nahkampf zuständig ist, kümmert sich der kleine Drache um die Gegner aus größerer Distanz – mit seiner Spucke. Ebenfalls mit einem simplen Drücken eines Buttons, könnt ihr euch hinter den Feind teleportieren und ihn ganz schnell aus der Konzentration bringen.

Das Kampfsystem erlaubt euch recht stylische Kombos , aber der Wechsel zwischen den Hauptcharakteren zeigt nicht nur im Kampf seine Vorteile. Müsst ihr beispielweise über Seen oder andere Gewässer schreiten, wechselt einfach zu Efrim und fliegt darüber. Während Nora zu fuß und an Land wesentlich schneller ist, als Efrim.

 

Die Steuerung als euer größter Feind

Ein Manko des Spiels ist die Steuerung. Beinahe jede Konfrontierung mit eurem Gegenüber artet in ein wildes Buttonsmashing aus. In kleineren Gruppen könnt ihr mit Systematik eure Gegner stilvoll über den Jordan befördern, bei einer Gruppe von größeren Kreaturen haut ihr einfach wild auf die Tasten drauf, in Hoffnung dieses Vieh irgendwie zu treffen. Die Portale zu nutzen hat kaum Zweck, da sich bis dahin schon längst wieder jemand hinter euch befindet. Sicher kommt jeder Spieler anders mit der Steuerung aus, aber Anfänger könnten überfordert sein, besonders auf schwer Erfolg zu haben.  Die Bosskämpfe sind eine harte Nuss. Das ist aber keinesfalls als negativ zu werten. Nur mit Geschick sind auch die größten Bosse nieder zumachen, wenn das auch anfangs manchmal unmachbar scheint, kommt besonders hier ein netter taktische Aspekt ans Tageslicht.

Sonst fällt es euch im kooperativen Modus um einiges leichter. Schnappt euch einfach einen Freund und spielt zu zweit an einer Konsole, sofern ihr jemanden findet, den das Spiel auch interessiert. Denn man merkt förmlich, dass Islands of Wakfu auf Dofus bzw. Wakfu-Fans zugeschnitten ist und Begriffe wie Platypus, Wakfu, Efrim oder anderes, Außenstehenden Spanisch vorkommen wird. Leider hat man gänzlich auf Online-Support verzichtet, was eigentlich unverständlich ist, da Ankama eigentlich genug Erfahrung im Online-Business hätte.

Unser Fazit

70 %

Islands of Wakfu ist hauptsächlich auf Fans von Wakfu und Dofus zugeschnitten. Das merkt man - wie bereits erwähnt - in jeder Sekunde. Alle anderen Fantasy-Fans könnten mit dem Arcade-Titel auch warm werden, wenn sie jedoch genügend Zeit investieren, in die Welt der Eliatropen ein zutauchen, was besonders zu Beginn zu empfehlen ist, um mit all den seltsam klingenden Begriffen. Die Technik ist recht solide. Die Hintergründe sind liebevoll und detailliert gezeichnet, lediglich die Charakteremodelle hätten bessere Animationen vertragen können, da sie zu sehr an ein billiges Flash-Spiel erinnern, als an ein 10 Euro teures Xbox 360-Spiel. Größtes Manko ist wohl die teilweise auftretende Orientierungslosigkeit durch das Art-Design, da manchmal kein direkter Weg ausfindbar zu machen ist, sowie die knifflige Steuerung, welche einen flüssigen Spielablauf stellenweise verhindert. Islands of Wakfu ist nur für jene empfehlenswert, die 800 Microsoft Points locker machen können, und mit dem Fantasy-Setting etwas anfangen können. Wakfu und Dofus-Fans haben sicher nicht lange überlegt und zugeschlagen. Solltet ihr auch dazu zählen, solltet ihr das auch machen.

Pro

  • liebevoll gezeichnete Umgebungen
  • im Co-Op recht spaßig
  • spannende Handlung
  • liebenswürdige Charaktere

Kontra

  • Steuerung oft bockig
  • gelegentliche Orientierungslosigkeit
  • anspruchslose Animationen
  • größtenteils nur für Fans
  • stockende Spielmechanik

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
30 %

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