Jane´s Advanced Strike Fighters - Review/Test - insidegames
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Jane´s Advanced Strike Fighters – Review/Test

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Veröffentlicht 15. März 2012 | 17:30 Uhr von Goreminister

Jane´s Advanced Strike Fighters_Header_Review_Test_Xbox 360_PS3_PC

Mit Jane´s Advanced Strike Fighters (nachfolgend J.A.S.F. genannt) gehen sich die Entwickler aus dem Hause Evolved Games sprichwörtlich in die Luft und präsentieren uns eine Art Neuauflage der altgedienten Jane´s Combat Simulations-Reihe die zwischen 1994 und 2000 auf den PCs ihre Hochzeit feierte. J.A.S.F. verspricht uns originalgetreue Nachbauten bekannter Kampfflugzeuge und schweißtreibende Dogfights in den Wolken, doch kann der Actiontitel mit dem Klassenprimus Ace Combat 6 mithalten oder stellt er gar eine Alternative zum besagten Spiel aus dem Hause Bandai Namco dar?

Willkommen in Azbaristan
Wie man aufgrund der Überschrift dieses Abschnitts erahnen kann, stürzen wir uns in J.A.S.F. in ein fiktives Szenario, damit man auch bloß keiner noch so unbedeutenden Bananenrepublik vor den Kopf stößt. Aufgrund des gewählten Namens Azbaristan sollte aber erkennbar sein, dass man durchaus auf die nahöstlichen Konfliktherde unserer Erde anspielt. Wie dem auch sei; In der Geschichte des Spiels dreht sich alles um einen vorherrschenden Bürgerkrieg zwischen Süd- und Nord-Azbaristan, wobei wir in der Rolle des Piloten Razor den Südteil des Landes vertreten. Die guten Jungs der Western Democratic Alliance haben nämlich großes Interesse daran, dem Süden zum Sieg zu verhelfen, um das Land wieder zu stabilisieren. Spannend und umwerfend wurde die Geschichte nicht inszeniert und so bekommen wir außer englisch gesprochenen Missions-Briefings auch keine spektakulären Zwischensequenzen zu Gesicht, welche für entsprechende Atmosphäre sorgen könnten. Im Gegenteil; Man neigt dazu die Textblöcke schnellstens zu überspringen und schert sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr um die Hintergründe des Bürgerkrieges.

Fastfood-Arcade-Ballerei
Wer sich von J.A.S.F. eine Simulation erhofft, sollte seine Erwartungen gleich gänzlich begraben, da das Spiel als reiner Arcade-Shooter abgetan werden kann. Das muss natürlich nicht schlecht sein, denn bereits andere Hersteller haben bewiesen, dass derartiges Gameplay durchaus kurzweilig ausfallen kann. Das Problem an J.A.S.F. ist aber die mehr als dröge Präsentation und das langweilige Missionsdesign. Man wird lediglich von A nach B durch die Pampa gejagt und muss diverse Ziele zu Boden und in der Luft terminieren, wobei wirkliche Überraschungen ausbleiben. Wirklich viel mehr gibt das Gameplay nicht her und nach rund 5 bis 6 Stunden ist der Ballerspaß auch schon wieder vorbei, weswegen man noch nicht einmal von großem Umfang in der Singleplayer-Kampagne sprechen kann. Vielmehr bietet J.A.S.F. eine unkreative Abarbeitung der insgesamt 16 Missionen, die nicht gerade durch Einfallsreichtum von sich reden machen. Da man jedes Ziel anvisieren und dank „Auto-Target“ atomisieren kann, ist es außerdem ein leichtes einen Flieger nach dem anderen vom Himmel zu holen, wobei man sich weder um die Waffenauswahl, noch um den Munitionsvorrat kümmern muss. Jede der 30 Maschinen verfügt über ein fest vorgeschriebenes Arsenal an Raketen und Waffen, die nicht variiert werden können und in unendlicher Vielzahl vorhanden sind.

Ähnliches gilt auch für die Handhabung der einzelnen Maschinen die man nach und nach frei schaltet. Wirklich rasant gestaltet sich das Spiel nicht. Wer die Schallmauer durchbricht merkt dies leider nicht, da sich das die Angelegenheit in Gänze sehr zäh und langsam anfühlt. Wenn man beim Betätigen der R-Taste und der damit verbundenen Beschleunigung förmlich in den virtuellen Sitz gedrückt worden wäre, hätte man sicherlich Pluspunkte sammeln können. Dieser Geschwindigkeitsrausch bleibt allerdings aus. Darüber hinaus unterscheiden sich die Maschinen in ihrem Flugverhalten beinahe gar nicht voneinander und haben nur die eher schwammige Steuerung als Gemeinsamkeit. Zielgenaue Anflüge mittels Joypad werden nicht selten zu einer sehr gewöhnungsbedürftigen Angelegenheit, um es einmal milde zu formulieren.

Abschließend wäre da noch der Multiplayer zu erwähnen, welcher bis zu 16 Mitspieler beherbergt. Diese können sich diverse Modi zu Gemüte führen, die jedoch mit einem großen Problem zu kämpfen haben. Man findet kaum einen Mitspieler, um sich in Modi wie Dogfight, Team-Dogfight, diversen kooperativen Einsätzen oder dem Bekämpfen von Basisstationen zu messen. Jemanden in der Lobby vorzufinden gestaltet sich demnach als schier unmöglich, weswegen wir auch nicht weiter auf die Aspekte des Multiplayers eingehen können. In unserer Testphase haben wir schlichtweg niemanden gefunden, der sich mit uns in den Krieg stürzen wollte.

Spartanischer 90er Jahre Look
Lässt man die gelungenen Flugzeugmodelle einmal außen vor, so bietet sich dem Spieler eine ziemlich karge Präsentation. Obwohl das Gebiet sehr groß ausfällt, kann es nicht durch grafische Highlight auftrumpfen. Beinahe hat man das Gefühl als hätte man die zweidimensionale Hobbyzeichnerei eines H0-Eisenbahnfans vor sich liegen, denn wirklich ausgereift wirkt das Ganze nicht. Dazu gesellen sich lächerliche Explosionseffekte und das Ausbleiben von Zwischensequenzen, mit denen man vielleicht etwas Atmosphäre hätte erzeugen können. J.A.S.F. spielt sich auch aufgrund der enorm spartanischen Grafik so trocken wie ein über zehn Jahre alter Zwieback und lässt jegliche Höhepunkte vermissen. Gleiches gilt für den Sound denn auch mitreißende Kompositionen, welche das Geschehen anheizen könnten, sucht man vergeblich. Der Waffensound ist spärlich und der seltsam anmutende und aufgesetzte Akzent der Synchronsprecher lädt nur dazu ein, den Lautstärkeregler nach unten zu fahren.

Unser Fazit

49 %

J.A.S.F. geht gegen Schwergewichtsmeister Ace Combat gleich in der ersten Runde K.O. und stellt nicht einmal ansatzweise eine Alternative dar. Obwohl Arcade-lastiges Gameplay nicht unbedingt schlecht sein muss, lässt J.A.S.F. doch jegliche Höhepunkte vermissen. Keine Zwischensequenzen, triste Grafik, spärliche Explosionseffekte, kaum Geschwindigkeitsgefühl und die sehr mäßige Präsentation der 16 Missionen laden nicht gerade zu Luftsprüngen bei den Genre-Fans ein. Selbst mit älteren Titeln wie Over G-Fighters wäre man als Fan dieser Spielsparte sichtlich besser beraten, weswegen wir an dieser Stelle auch keine Empfehlung aussprechen können. Selbst wenn ihr Serie in den 90er Jahren fantastisch fandet, so werdet ihr damit im Jahre 2012 ganz und gar nicht mehr glücklich.

Pro

  • Gelungene Flugzeugmodelle
  • Großer Multiplayer…

Kontra

  • …in dem aber die Mitspieler fehlen
  • Lachhafte Explosionseffekte
  • Kein Geschwindigkeitsgefühl
  • Uninspiriertes Leveldesign
  • Dröge Präsentation
  • Langweiliger Sound
  • Spärliche Grafik
  • Platte Story

Unsere Bewertung

Grafik
 
49 %
Sound
 
35 %
Steuerung
 
55 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
45 %

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