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Just Cause 3 – Test / Review

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Veröffentlicht 23. Februar 2016 | 16:27 Uhr von Fabrice

Just-Cause-3-Screenshot-05

Wenn man sich in Zockerkreisen umhört und dort vom zweiten Just Cause hört, kann man die verrücktesten Geschichten miterleben. Just Cause 2 ist sicher nicht ohne seine Fehler, doch im kollektiven Gedächtnis sind hauptsächlich die Zerstörung des Inselparadies Panau oder dessen Eroberung in der Multiplayer-Mod hängen geblieben.

Ganz genauso geht es uns mit Just Cause 3. Trotz vieler Schwächen und oft frustrierenden Momenten, konnten wir eine schier endlose Liste an unvergesslichen Momenten auflisten. Was davon funktioniert und was nicht, erfahrt ihr in unserem Test der Xbox One Version.

Story? Überflüssig!

Die meisten die Just Cause 3 spielen, werden das wohl kaum wegen der Geschichte machen. In der Hauptrolle ist erneut Rico Rodriguez, obwohl sich dieser seit dem letzten Teil äußerlich komplett verändert hat und kaum wiederzuerkennen ist. Schau- und Spielplatz ist der mediterrane Inselstaat Medici. Dieser wird von General di Ravello mit militärischer Stärke und eiserner Hand regiert. Das unterdrückte Volk hat langsam die Schnauze voll, weshalb sie mit der explosiven Unterstützung von Rico ihr Land zurückerobern wollen.

Die Story bietet zwar noch mehr aber sie ist von Anfang an sehr nebensächlich. Die Charakter sind eindimensional und austauschbar. Besonders Rico ist völlig unsympathisch und nicht selten musste ich auf Grund seines Verhaltens und seiner Dialoge unweigerlich mit den Augen rollen. Allzu tragisch ist das nicht. Fast noch mehr als in anderen Spielen gilt das Motto: der Weg ist das Ziel!

just-cause-3-screenshot-01

 

Ein bisschen Spaß muss sein

Was auf den ersten Blick wie ein weiterer 3rd-Person Shooter aussieht, entpuppt sich schnell als mehr als das. Ein wirklich kompetenter Shooter ist es nämlich nicht. Schusswaffen fehlt es an spürbarer Durchschlagskraft. Ob Schrotflinte oder schweres Maschinengewehr, das Abfeuern von Waffen fühlt sich sehr lasch an. Das liegt nicht nur an den Waffen selbst. Die hakelige Steuerung und die stumpfe KI tragen dazu einen großen Teil bei.

Im normalen Modus wird kaum selber gezielt. Man bewegt ein Fadenkreuz über einen Gegner, drückt ab und wartet bis der Gegner tot umfällt. Immer und immer wieder. Es lässt sich ein „präziser Zielmodus“ freischalten, wodurch sich das Problem verringert, weil man mehr Kontrolle erhält. Die KI auf der anderen Seite ist und bleibt absolut unfähig. Sie gehen nicht in Deckung und bleiben lieber auf offenem Feld stehen. Alternativ rennen sie wie kopflose Hühner herum und ballern auf einen ein. Je weiter man voran kommt, desto stärker wird die Gegenwehr. Dadurch werden sie keineswegs schlauer sondern halten nur mehr aus. Sie stellen kaum eine Gefahr dar und fressen immer mehr Kugeln, wodurch Schussgefechte schnell langweilig werden können. Nur wenn man sich hinter das Steuer von Helikopter, Panzern oder Jets setzt, bekommt man wirklich das Gefühl Feuerkraft unter dem Hintern zu haben!

Was Just Cause zu dem macht, dass es ist, sind aber nicht Schusswaffen. Rico verfügt wie im Vorgänger schon über einen Fallschirm und einen Enterhaken am Unterarm. Neu hinzugekommen sind ein Wingsuit und mehr Spielereien für den erwähnten Enterhaken. Außerdem sind platzierbare Sprengsätze in diesem Teil unbegrenzt vorhanden.

Was dadurch möglich wird, ist fast unbegrenzt und hier liegt auch der große Reiz von Just Cause 3. Wer ohne Schusswaffen durchs Spiel gehen will, kann dies zum grössten Teil auch machen. Haken können in der ganzen Spielwelt platziert werden, wodurch man eigentlich alles verbinden kann. In einer Stadt muss eine Statue von di Ravello eingerissen werden? Diese ein paar Mal mit dem Boden verbinden, die Haken einziehen und schon liegt sie zertrümmert am Boden. Zwei Helikopter belästigen einen und nehmen einen aufs Korn? Wieso nicht verbinden, Haken einholen und dabei zusehen wie sie verzweifelt versuchen nicht abzustürzen bevor sie in einem großen Feuerball in einander crashen!

Es sind genau solche Momente die unvergesslich bleiben. Eine riesige Satellitenschüssel mit Sprengsätzen versehen, mit dem Wingsuit abspringen und während dem Flug die Explosion auslösen während man davon fliegt und nach hinten sieht, ist auch beim xten Mal nicht langweilig.

Neben der Story und dem Einnehmen der Inseln durch die Zerstörung von militärischer Präsenz, gibt es noch jede Menge Herausforderungen an die man sich wagen kann. Einige davon sind sehr spaßig und lassen einen noch mehr mit den Möglichkeiten des Spiels herumspielen. Daneben gibt es Herausforderungen in denen man mit Auto, Boot oder Flugzeug Checkpoints abarbeiten muss, was wiederum kaum Spaß macht. Gäbe es diese Herausforderungen nicht, würde man wohl kaum irgendwann im Spiel überhaupt Platz in einem normalen Auto nehmen.

just-cause-3-screenshot-02

 

Bilder zählen

Eins vorneweg: Just Cause 3 hat die wohl am Besten aussehenden Explosionen in einem Spiel aktuell auf dem Markt. Vom kleinen Benzinkanister bis zur komplett in Feuer aufgehenden Militärbasis, die Explosionen sind atemberaubend.

Das hat aber auch ihren Preis. Die Xbox One Version kommt sehr oft ins stottern. Passiert viel auf dem Bildschirm, besonders wenn auch die erwähnten Explosionen vorhanden sind, geht die Framerate in die Knie. Logischerweise passiert das in einem Spiel dieser Art oft, weshalb die Framerate ebenso oft in die Binsen geht. Es ist überhaupt nicht angenehm so zu spielen.

Ein weiterer großer Kritikpunkt sind die langen Ladezeiten. Ist man einmal in der Spielwelt, dann kann man diese komplett durchqueren ohne auch nur einmal einen Ladebildschirm ansehen zu müssen, was sehr cool ist. Startet man aber eine Mission oder eine Nebenaktivität, dann geht die Warterei los. Und die Ladezeiten hier können lang und hartnäckig sein. Besonders nervig wird das, wenn man eine der Herausforderungen neu starten will. Baut man am Anfang davon Mist und will schnell von Vorne anfangen, dann darf man locker wieder 30 Sekunden oder mehr warten bis es wieder los geht. Es stört den Spielfluss enorm und kann davon abschrecken sich überhaupt daran zu wagen. Es ist schneller und spassiger einfach ein wenig Mist in der Spielwelt zu bauen.

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Unser Fazit

71 %

Trotz all der Probleme die Just Cause 3 hat, besonders im technischen Bereich, kann es so viel Spaß machen. Mit dem Wingsuit über das Inselparadies Medici zu sausen, alles in die Luft zu jagen was einem in den Weg kommt und einfach nur Blödsinn zu fabrizieren, ist in wenig anderen Spielen so befriedigend wie hier. Trotz allem macht es, wenn man es dann auch für längere Zeit spielt, vieles falsch. Steuerung, die gegnerische KI und die vielen technischen Probleme die wir besonders auf der Xbox One beobachten konnten, können dem Spielspaß dann doch einen Dämpfer versetzten. Das ändert aber nichts daran, dass es in kleineren, vielleicht eher unregelmäßigen, Dosen, puren Spielspaß bietet auf den man gerne zurückblickt.

Pro

  • + Riesiger Spielplatz für allerlei Blödsinn
  • + Sprengstoff ist unbegrenzt vorhanden
  • + Bietet Raum für unvergessliche Momente
  • + Coole Upgrades
  • + Militärfahrzeuge fühlen sich richtig mächtig an

Kontra

  • - Ungenaue Steuerung
  • - Schusswaffen fühlen sich schwach an
  • - Extreme Framerate Probleme auf Xbox One
  • - Fast so extreme Ladezeiten
  • - Langweilige Story

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
72 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
71 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
81 %

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