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Just Dance 2015 – Test / Review

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Veröffentlicht 8. März 2015 | 15:01 Uhr von Alexander Winkel

Just-Dance-2015-Artwork

So sicher wie das Amen in der Kirche kommt von Ubisoft auch ein neuer Ableger der Just Dance Reihe kurz vor Weihnachten in die Händlerregale. Lieber spät als nie liefern wir euch nun doch noch einen Testbericht dazu ab. Was hat sich in der 2015er Ausgabe getan? Wie sieht die Zukunft der Tanzspiele aus und woran muss Ubisoft für einen weiteren Ableger dringend feilen? 

Just Dance 2015 ist relativ schnell zusammengefasst, denn es bietet im Grunde einfach mehr von dem, was wir bis heute in der Serie gesehen haben. Ein Potpourri an über 40 neuen Songs auf der Disc (oder wahlweise natürlich auch im Download) mit Partymucke aus allen Epochen der Tanzmusik. Vorzugsweise erklingen Namen wie AVICII, Lady Gaga, Rihanna oder Maroon 5 und decken somit all die Ohrwürmer ab, die uns das komplette Jahr 2014 bereits im TV, Radio und der Disco begleitet haben. Für die Kids in den Familien darf ein Hit aus dem Überflieger Disney-Streifen Frozen nicht fehlen – vor allem die Mädels können nicht genug von Elsa und die Eiskönigin bekommen. Extrem frech nur die Tatsache, dass Ubisoft weiterhin auf kundenfreundliche Abwärtskompatibilität verzichtet. Man ist sogar so frech, den Kunden abermals zur Kasse zu bitten. Songs, die bereits mit Just Dance 2014 im Onlineshop erworben wurden, darf man sich für teures Geld für die 2015er Ausgabe nochmals zulegen. Manch einzelner Titel, der auf vorherigen Spielen bereits vorhanden war, wird ebenfalls für einen nicht gerade geringen Obolus einzeln angeboten. Das kann man ehrlich gesagt nur als reinste Abzocke abtun – so leid uns diese Aussage auch tut.

just-dance-2015-screenshot-03

 

Just Dance gewinnt an Anspruch

All die Partylaune wird in typischer Farbenpracht auf die Mattscheibe gebracht. Dass die Just Dance Reihe von jeher bunt, durchgeknallt und schrill daher kam, dürfte bereits bekannt sein. Das alles passt eigentlich auch ganz super zu der Thematik. Das Spiel soll Spaß machen, für die Party tauglich sein und einfach richtig gute Laune verbreiten. Das tut es auch, denn Kinect macht wie immer eine sehr gute Figur, während Spieler auf anderen Systemen leider nur mit Extrahardware das Tanzbein schwingen können. Neuerdings darf man Smartphones und Co. als Eingabegerät einbinden, doch wir bevorzugen die ganz klassische Variante vor der Kamera. Die Auswertung funktioniert super, zwingt uns aber immer wieder zu präziseren Bewegungen, um den Highscore auch in die Höhe treiben zu können. Bis zu sechs Spieler werden bei der Xbox One von Kinect erkannt und speziell auf Gruppen ausgelegte Choreographien sorgen für extrem spaßige Tanzrunden. Schon mal in einer Vierergruppe Tetris-Bausteine gestapelt? So wie in Just Dance 2015 sicherlich nicht!

Dies bringt uns auch zum nächsten Kritikpunkt. Denn obwohl Just Dance 2015 optisch alles sauber präsentiert und man durchaus erkennen kann, was zu tun ist, werden die Tanzschritte mit der neuen Ausgabe der Serie wieder kniffliger als zuvor. Seit den Anfängen von Just Dance, welche aus den ursprünglichen Wii Boogie Spielen hervorging, orientieren sich die Choreographien immer stärker an den Musikvideos und Bühnenshows der Interpreten und wenden sich mehr und mehr ab von einfachen Moves. Unter anderem erfordern mache Songs die komplette Originalchoreographie der Stars und überfordern somit jeglichen Spaßtänzer. Ubisoft verzichtet nach wie vor auf einen Lernmodus und somit steht man als Anfänger ziemlich verdattert vor der Kamera und sprichwörtlich wie der Ochs vorm Berg. Reizüberflutung, der Körper macht nicht mehr mit und überhaupt, wieso soll ich mich graziös über den Boden aalen. Bin ich Gaga, als Lady Gaga? Ja, nicht jeder ist wirklich für eine Bühnenshow geeignet und ganz ehrlich, ich möchte mir dabei nicht zusehen!

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Mehr Fokus auf die Community

Auch wenn Just Dance 2015 dank zahlreicher Choreographien, Fitness-Modi und vielen, vielen Extras, die man frei schalten kann, den Solisten sehr lange bei Laune halten wird, so sorgen auch die Community-Features neuerdings dafür, dass man auch weltweit seinen Spaß bekommt. Mit einer neuen Highscore können Spieler aus aller Welt herausgefordert werden. Diese erhalten eine Nachricht mit der Aufforderung, den Rekord zu brechen. Darüber hinaus wechseln ständig VIP- und Community Videos durch. Leute, die Beiträge an Ubisoft einsenden, werden evtl. in einer der nächsten Spezialvideos offiziell am Tanzgeschehen teilnehmen. Der Wettkampf findet auch im Onlinemodus statt, wo Einzelspieler als auch Nationen gegenseitig konkurrieren und man täglich neue Tänzer antrifft. Just Dance TV, bereits bekannt aus dem Vorgänger, sorgt immer wieder für lustige, spannende oder auch überraschende Unterhaltung.

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Unser Fazit

78 %

Im Prinzip gilt dasselbe wie jedes Jahr: Just Dance 2015 macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Das Entwicklerteam bei Ubisoft hat das Spielsystem mittlerweile perfekt im Griff und verfeinert das Gameplay um Nuancen. Ein paar neue Herausforderungen hier, ein paar Details wie das Userprofil dort. Wer bisher ein Fan der Tanzspiel-Serie war, kann bedenkenlos zugreifen und auch Neulinge werden mit Sicherheit ihren Spaß finden, auch wenn nach wie vor der Trainingsmodus nicht vorhanden ist und der Anspruch der Choreographien stetig steigt. Sauer stößt mir mittlerweile die Geldgier auf. Nicht nur können Songs aus bereits gekauften Spielen nicht importiert werden, auch gekaufter Download-Content von Just Dance 2014 wird nicht in die neue Ausgabe eingebunden. Noch frecher sogar, dass für dieselben Songs das Geld nochmals ausgegeben werden muss – sofern man unbedingt nur mit Just Dance 2015 ohne Disc-Wechsel zu 2014 spielen möchte. Liebe Entwickler und Kollegen von Ubisoft, nehmt euch bitte ein Beispiel an der Rock Band Serie und gebt euch diesbezüglich in Zukunft doch etwas kundenfreundlicher.

Pro

  • + Kinect erkennt wunderbar die Schritte
  • + auch Just Dance wird immer anspruchsvoller und bietet reelle Choreographien
  • + extrem farbenfrohes Treiben passt super zu Partystimmung
  • + zahlreiche neue original Interpreten & Songs bieten eine ordentliche Musikauswahl
  • + viele unterschiedliche Spielmodi
  • + zahlreiche Onlinemöglichkeiten erweitern den Wettkampf
  • + Just Dance TV erweitert dank Community-Wettkämpfen
  • + technisch einwandfrei umgesetzt

Kontra

  • - nach wie vor gibt es kein Trainingsmodus
  • - was kontraproduktiv gegenüber den immer schwierigeren Choreographien ist, die teilweise komplett den Musikvideos entsprechen oder den Bühnenshows
  • - für bereits in Just Dance 2014 gekauften Inhalt muss man nochmals zahlen
  • - kein Import von bereits gekauften Vorgängern

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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