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Just Dance 2017 – Test / Review (Xbox One)

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Veröffentlicht 27. Dezember 2016 | 17:51 Uhr von Alexander Winkel

Just-Dance-2017-Artwork

Licht aus, Diskostrahler an. Jetzt wird das Tanzbein geschwungen. Jahr für Jahr kehrt Ubisoft mit Just Dance zurück. Erstaunlicherweise unterstützt der französische Publisher dabei auch noch die alte Konsolengeneration, doch wer wirklich das beste Tanzspiel haben möchte, sollte zur Xbox One oder PS4 Fassung greifen. Kinect sollte bevorzugt werden, denn nirgendwo anders ist das Spielgefühl besser als vor der Kamera. Wir haben das Tanzbein geschwungen, viel Schweiß gelassen und sind nach wie vor angetan von der Reihe, auch wenn Ubisoft nur noch wenige Innovationen in Petto hat.

Es weihnachtet sehr und wie gewohnt kehrt Ubisoft zu dieser Jahreszeit mit Just Dance, die 2017ner Fassung, zurück. Während die alten Konsolen einzig allein ein müdes Update der Songs bekommen, liefert uns die Xbox One Fassung doch die eine oder andere Überraschung. Spieltechnisch bleibt natürlich alles beim Alten. Es wird munter das Tanzbein geschwungen, wobei der Titel dank der immerfort währenden knallbunten Farben und witzigen Optik ein passendes Abenteuer für die nächste Party darstellt. Immerhin können bis zu sechs Teilnehmer gleichzeitig mitwirken und sollte keine Kamera vorhanden sein, könnt ihr entsprechend die Smartphones als Controller verwenden. Nicht gerade die sinnvollste Art, Just Dance zu spielen, denn mit Kamera kann man sich völlig frei bewegen und hat nichts in der Hand, aber die spezielle App funktioniert.

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Die 2017ner Ausgabe kommt mal wieder mit über 40 neuen Titeln daher. Hymnen aus dem Radio, manch Klassiker und auch so manch spezieller Song, der eher in die Zumba Gruppe passen würde. Von David Guetta feat. Sia mit dem Song Titanium, über Justin Bieber, der mal wieder Sorry singt bis hin zu Klassikern unter anderem Queen und seinem Don’t Stop ne Now ist einiges dabei und wer schon immer zu Last Christmas seine Hüfte geschwungen hat, bekommt mit Just Dance 2017 erneut die Chance für. Sobald das Profil angelegt ist, befindet wir uns in einer länglichen Liste mit sämtlichen Songs und mit Just Dance Unlimited kann das Repertoire dank Onlinestreaming mit über 200 Titel aus allen anderen Versionen zusätzlich deutlich erweitert werden. Erfreulich stellen wir fest, dass ein vorhandenes Abo weiter gilt und erspielte Rekorde der Vorgängerversion sogleich auch in der diesjährigen Ausgabe angezeigt werden – großes Lob dafür an Ubisoft.

Wie gewohnt sind die meisten Songs mit teils äußerst aufwendigen Choreographien versehen, wo bis zu sechs Tänzer eine gemeinsame Show abliefern können. Ganz so graziös wie in Dirty Dancing sieht es bei uns nicht aus, doch der Schweiß und die anschließenden Belohnungen in Form weiterer Avatare, neuer Choreographien und weltweiten Rekorden macht dies wieder wett. Sämtliche Spielmodi der Vorgängerversion sind wieder mit von der Partie, wie Songlisten, ein umfangreicher Quest Modus, der neuerdings auch speziell Just Dance Unlimited beinhaltet oder der Kampf gegen Herausforderer. Die Duelle spielen sich gleich, bei der Auswertung haben sich die Entwickler aber Neues einfallen lassen und sorgen für einen richtigen Wettkampf unter allen Just Dance Spielern. Leider kann man nach wie vor nicht vorab erahnen, wie gut die Spieler sind und ob man als Anfänger eine Herausforderung antreten soll, oder es lieber gleich bleiben lässt. Auch der World Dance Floor wurde ein kleinwenig renoviert und liefert zusätzliche VIP Herausforderer.

just-dance-2017-screenshot-02

Während sonst noch zusätzlich die Kalorien gezählt und der Ehrgeiz für eine neue perfekte “Superstar” Wertung geweckt werden, revolutionieren zwei verrückte Aliens das Tanzgewerbe. Deren UFO wird mit Beats und flotten Schritten betrieben, doch kurz vor der Erde geht Ihnen die Energie aus. Ganz klar, dass wir gerne für die Besucher schwitzen und ordentlich über das Parkett fegen. Just Dance 2017 wirft uns dabei mehrere kurze Choreographien vor die Nase. Da dieser wirre Storymodus aber weder Anspruch noch ein wirklich erstrebenswertes Ziel aufweist, wirkt die Erweiterung des Spielprinzips eher uninspiriert und sinnlos. Nett, aber nichts, was wirklich länger unterhalten kann. Da schwingen wir doch lieber das Tanzbein, um unsere Rekorde bei den normalen Songs zu erhöhen, Herausforderer zu schlagen und ergötzen uns an den witzigen Videoschnipseln, die das Spiel als Gag am Schluss erstellt. Diese können zur Belustigung aller Just Dance Spieler natürlich auch wieder in der Community veröffentlicht werden.

Hinweis: Diese Wertung gilt nicht für die PlayStation 3 oder Xbox 360 Fassung, die sich bis auf die Songs und Choreographien spielerisch gewaltig von der aktuellen Konsolengeneration unterscheiden. Lest hierzu auch den passenden Test.

just-dance-2017-screenshot-03

 

Unser Fazit

84 %

Mittlerweile ist Just Dance ausgereift und vor allem die Kinect-Erkennung nahezu perfekt geworden. Dadurch wird das Spiel zu einem unglaublich gelungenen Tanzerlebnis. Die Choreographien bleiben ähnlich komplex und daher nach wie vor ärgerlich, dass es keine richtigen Trainingsmodus gibt. Jedoch ist Just Dance auch in der 2017ner Fassung eher ein Partyspiel, welches wie gewohnt kunterbunt daher kommt. Lobend muss man erwähnen, dass ein bestehendes Just Dance Unlimited Abo übernommen wird und auch die errungenen Rekorde der Vorgängerversion gleich integriert sind. Außerdem hat Ubisoft an vielen kleinen Stellen Feintuning vorgenommen und damit die beste Just Dance Version bisher geschaffen. Wer weiter seine Hüfte schwingen und über das Parkett fegen möchte, dazu ein paar neue fette Beats hören will, kann auf jeden Fall wieder bedenkenlos zugreifen.

Pro

  • + 40 abwechslungsreiche Songs und gute Choreographien dazu
  • + Dazu der (kostenpflichtige) Aboservice Just Dance Unlimited mit über 200 Songs
  • + Sehr gute Kinect-Erkennung und dadurch anspruchsvolles Tanzgefühl
  • + Wie immer extrem farbenfroh, aber passend zur Partystimmung
  • + Nach wie vor ordentliche Spielmodi und Onlinemodus vorhanden

Kontra

  • - Nach wie vor fehlt der Trainingsmodus, das trotz teils kniffliger Choreographien
  • - Smartphones als Controller ok, wer kann, sollte aber Kinect nutzen
  • - Neuer Modus Just Dance Machine ist eher uninspiriert und sinnlos

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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